Ich lade herzlich zur Vorlesung: Christ & Politik: Historische Entwicklungen, aktuelle Sichtweisen, konkrete Herausforderungen mit Prof. Dr. Harald Seubert (STH) in München ein.
Die Ergebnisse einer neuen Barna-Umfrage über den Einfluss nicht-christlicher Weltanschauungen auf das Denken und Leben von Christen haben bestätigt, dass Christen, auch wenn sie sich aus der Welt zurückziehen (Vielleicht gerade dann?), in der Gefahr stehen, von anderen Weltanschauungen vereinnahmt zu werden. Viele Gemeinden verlieren ihre Jugendlichen, weil die Vergewisserung des christlichen Glaubens und die apologetische Auseinandersetzung mit prominenten denkerischen Strömungen nicht stattgefunden hat (siehe dazu hier). Deshalb ist es wichtig, sich mit Herausforderungen der Gegenwart auseinanderzusetzen, auch mit dem Thema Politik.
Prof. Seubert ist als Philosoph und Religionswissenschaftler ein profilierter Experte für das Thema Christ & Politik. Der Kurs wird in seinem ersten Teilsegment in die Geschichte des Verhältnisses christlichen Glaubens und Politik von der römischen Antike bis in die globale Postmoderne einführen. Im zweiten Teil werden zentrale Stücke einer Systematik dieses Verhältnisses thematisiert. Abschließend wird es um die besonders drängenden Fragestellungen vor dem Horizont christlicher Ethik im globalen Zeitalter gehen.
Die Vorlesung beginnt um 10.00 Uhr und geht bis ca. 17.00 Uhr. Weitere Einzelheiten über den Kurs können dem digitalen Flyer entnommen werden: seubert_vorlesung2017.pdf. Das Studium der vorbereitenden Literatur ist freiwillig.
Während der Evangelium21-Konferenz 2017 in Hamburg gab es mehrere Fragerunden mit den Hauptrednern Al Mohler, Ligon Duncan, David Platt, Mark Dever und zusätzlich Wolfgang Wegert. Die Frage- & Antworten-Runden (Q & A) sind aufgenommen worden und können hier nachgehört werden.
Eine Fragerunde mit David Platt und Ligon Duncan. Links Matthias Lohmann als Übersetzer, Ron Kubsch als Moderator rechts (Bild: E21).
Hanniel hat während der 7. E21-Konferenz die Hauptvorträge zusammengefasst gepostet. Seine Notizen können eingesehen werden unter: hanniel.ch.
Die Hauptvorträge der Evangelium21-Konferenz stehen inzwischen auch als Audiodateien in der E21- Ressourcenbibliothek. Viel Freude beim Hören oder Nachhören!
Viele Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland haben ihr reformatorisches Erbe aufgegeben. Das stellte der erste Vorsitzende des Netzwerks Evangelium21, Matthias Lohmann, zum Abschluss der 7. Jahreskonferenz in der Hamburger Arche-Gemeinde fest. „Das durchschnittliche Bibelwissen ist auf einem historischen Tiefststand, das theologische Desinteresse frappierend und die ethische Orientierungslosigkeit riesengroß“, sagte der Pastor.
Die 1400 Konferenzteilnehmer rief er dazu auf, nicht verächtlich auf diese Situation zu blicken, sondern für Veränderung zu beten. „Reformation ist Gottes Werk, wir können sie nicht bewirken.“ Letztlich bräuchten die Kirchen und Gemeinden in Deutschland nichts dringender als das Gebet um Erneuerung. Diese beginne im Herzen eines jeden Christen. Lohmann bekannte: „Ich wünsche mir, dass mein Herz wieder ganz neu für Christus brennt!“
Von den Kirchenvätern lernen
Der Rektor des Reformed Theological Seminary (Jackson, Mississippi, USA), Ligon Duncan, betonte die zentrale Rolle der Bibel für die Reformation. Auf Grundlage der Heiligen Schrift hätten die Reformatoren den Glauben wieder hergestellt. Geholfen habe ihnen dabei das Zeugnis der frühen Kirche. Damals hätten Kirchenväter wie Clemens, Polykarp oder Ignatius gegen Irrlehren gekämpft, die den christlichen Glauben bedrohten. Sie hätten falsche Lehren dadurch entlarvt, dass sie sie anhand der Schriften des Alten Testaments prüften. „Die Kirchenväter wussten: Die Schrift legt die Schrift aus“, sagte Duncan. Die Reformatoren seien diesem Prinzip gefolgt und hätten der Bibel damit wieder die Autorität gegeben, die sie als Gottes Wort verdiene.
Ruf zur Mission
Für einen neuen Blick auf Mission warb David Platt, Präsident der Missionsgesellschaft der Südlichen Baptisten. Gott rufe jeden Christen zum Missionsdienst auf. Zwar sei nicht jeder dazu berufen, als Missionar in ein fremdes Land zu gehen, doch alle sollten sich für die Verbreitung des Evangeliums engagieren. „Ohne den rettenden Glauben an Jesus Christus geht ein Mensch für immer verloren“, sagte Platt. Angesichts von 2,8 Milliarden Menschen, die weltweit keinen Zugang zum Evangelium hätten, sei Mission dringender denn je. Er erinnerte die Konferenzteilnehmer an ihre Verantwortung: Gott errette Menschen aus einem ganz bestimmten Grund durch das Evangelium vom Tod. Er wolle, dass sie seine Herrlichkeit in der ganzen Welt bekanntmachen. „Weltmission ist kein Programm oder Arbeitszweig einer Kirche, sondern Sinn und Zweck unseres Lebens“, sagte Platt. Die 7. Evangelium21-Konferenz stand in diesem Jahr im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Sie fand in enger Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Pastorenkonferenz „Together for the Gospel“ (T4G) statt, die 2006 von den Pastoren und Theologen Mark Dever, Ligon Duncan, Albert Mohler und C.J. Mahaney begründet wurde. Zu Evangelium21 gehören Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden, die ihren Glauben fest auf Jesus Christus gründen. Ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten – Gnade allein, Glaube allein, die Schrift allein, Christus allein und zu Gottes Ehre allein – setzt das Netzwerk Impulse, durch die Gemeinden neu belebt und gestärkt werden.
Einige Impressionen von der Konferenz:
Die Hauptredner der Konferenz 2017 gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern von Evangelium21. Bild: E21
Die Hauptkonferenz 2017 zählte am dritten Tag 1400 Teilnehmer. Bild: E21
Mark Dever spricht über Johannes 16. Übersetzer ist Matthias Lohmann. Bild: E21
Ligon Duncan erklärt anhand des Epheserbriefes das „sola gratia“. Übersetzer ist Kai Soltau. Bild: E21
Al Mohler im Gespräch mit Konferenzteilnehmern. Bild: E21
Auch in diesem Jahr haben wieder etliche christliche Verlage ihre Bücher vorgesetellt. Bild: E21
Sexualität berührt den Menschen in seiner Intimsphäre. Deswegen ist die Aufklärung darüber ein besonders sensibler Bereich in der Erziehung und in erster Linie Aufgabe der Eltern. Daneben ist an zweiter Stelle die Schule zuständig. In den Schulen aller Bundesländer hat sich allerdings eine Pädagogik durchgesetzt, die als „Sexualpädagogik der Vielfalt“ zunehmend Konflikte mit Eltern verursacht.
Am 6. Mai veranstaltet die Vereinigung „Demo für Alle“ deshalb in Wiesbaden das „Symposium: Sexualpädagogik der Vielfalt Kritik einer herrschenden Lehre“. Dieses Symposium betrachtet in Vorträgen von Wissenschaftlern und Experten die Wurzeln, Argumente und Methoden dieser Pädagogik und unterzieht sie einer kritischen Prüfung aus juristischer, historischer, philosophisch-theologischer und sexualwissenschaftlicher Perspektive. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürger und die Öffentlichkeit. Zwei längere Pausen bieten Gelegenheit zum persönlichen Austausch, Essen und Stöbern an den Informationsständen im Foyer. Im abschließenden zweiten Teil erfolgt die Präsentation alternativer Modelle der Sexualaufklärung sowie eines neuen sexualpädagogischen Studiengangs.
Das Symposium ist – wie zu erwarten – nicht bei allen willkommen. Das Bündnis „Warmes Wiesbaden“ und die Linkspartei haben zu Gegendemos aufgerufen. Sogar der Oberbürgermeister Gerich, der ja eigentlich um Vermittlung bemüht sein sollte, empfiehlt allen Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern im FFH-Gespräch, an einer Gegendemo teilzunehmen. „Wenn seine Zeit es zulasse“, so Gerich, „werde auch er daran teilnehmen“.
Das sind gute Gründe, das Symposium, das übrigens mit hochkarätigen Rednern besetzt ist, erst recht zu besuchen. Hier gibt es einen Flyer und ein Anmeldeformular.
David Platt hat uns eine persönliche Grußbotschaft zur Evangelium21-Konferenz 2017 geschickt. Wir freuen uns schon sehr auf die drei Tage. Bist du dabei?
Auch in diesem Jahr wird es in München wieder eine Spurgeon-Konferenz geben. Die Konferenz, benannt nach Charles Haddon Spurgeon – „the Prince of Preachers“, möchte Christen aufzeigen, wie sie Gottes Wort verstehen, auslegen und predigen können. Die Konferenzvorträge von Andrew Page und anderen sollen ermutigen und herausfordern, biblische Texte zu verkündigen. In Gruppenarbeiten soll das Erlernte dann weiter vertieft und praktisch angewandt werden.
Das Thema der Konferenz, die vom 7. bis 10. Juni in Kooperation mit dem Martin Bucer Seminar veranstaltet wird, heißt:
Hosea: Das Gericht und die Gnade Gottes: Wie man einen alttestamentlichen Propheten verstehen und predigen kann, damit Menschen Gott begegnen
Die STH in Basel (Schweiz) organisiert 2017 eine Ringvorlesung zum Thema „500 Jahre Reformation“. Es heißt dazu:
Im Jahr 2017 werden 500 Jahre Reformation gefeiert: am 31. Oktober 1517 hat Luther seine Ablassthesen in Wittenberg veröffentlicht. Die Reformation von Luther, Zwingli, Menno Simons und vielen anderen war keine rein akademische Angelegenheit. Sie wollte eine Erneuerung von Kirche und Gemeinde durch Rückbesinnung auf die Bibel. Was ist daraus heute geworden? Die STH Basel versteht die Anliegen der Reformatoren als aktuellen Auftrag. Was würden die Reformtoren heute, auf der Grundlage der Bibel stehend, zu sagen haben? Die Dozenten der STH Basel stellen sich diese Frage in einer Ringvorlesung und an einem Studientag, dem «STH-Reformationstag». Und sie wollen, wie die Reformatoren, für die Gemeinde und vor Menschen aus den Gemeinden sprechen. Dazu laden wir herzlich ein.