E21-Konferenz 2017: Zurück zu Gottes Wort

Viele Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland haben ihr reformatorisches Erbe aufgegeben. Das stellte der erste Vorsitzende des Netzwerks Evangelium21, Matthias Lohmann, zum Abschluss der 7. Jahreskonferenz in der Hamburger Arche-Gemeinde fest. „Das durchschnittliche Bibelwissen ist auf einem historischen Tiefststand, das theologische Desinteresse frappierend und die ethische Orientierungslosigkeit riesengroß“, sagte der Pastor.

Die 1400 Konferenzteilnehmer rief er dazu auf, nicht verächtlich auf diese Situation zu blicken, sondern für Veränderung zu beten. „Reformation ist Gottes Werk, wir können sie nicht bewirken.“ Letztlich bräuchten die Kirchen und Gemeinden in Deutschland nichts dringender als das Gebet um Erneuerung. Diese beginne im Herzen eines jeden Christen. Lohmann bekannte: „Ich wünsche mir, dass mein Herz wieder ganz neu für Christus brennt!“

Von den Kirchenvätern lernen

Der Rektor des Reformed Theological Seminary (Jackson, Mississippi, USA), Ligon Duncan, betonte die zentrale Rolle der Bibel für die Reformation. Auf Grundlage der Heiligen Schrift hätten die Reformatoren den Glauben wieder hergestellt. Geholfen habe ihnen dabei das Zeugnis der frühen Kirche. Damals hätten Kirchenväter wie Clemens, Polykarp oder Ignatius gegen Irrlehren gekämpft, die den christlichen Glauben bedrohten. Sie hätten falsche Lehren dadurch entlarvt, dass sie sie anhand der Schriften des Alten Testaments prüften. „Die Kirchenväter wussten: Die Schrift legt die Schrift aus“, sagte Duncan. Die Reformatoren seien diesem Prinzip gefolgt und hätten der Bibel damit wieder die Autorität gegeben, die sie als Gottes Wort verdiene.

Ruf zur Mission

Für einen neuen Blick auf Mission warb David Platt, Präsident der Missionsgesellschaft der Südlichen Baptisten. Gott rufe jeden Christen zum Missionsdienst auf. Zwar sei nicht jeder dazu berufen, als Missionar in ein fremdes Land zu gehen, doch alle sollten sich für die Verbreitung des Evangeliums engagieren. „Ohne den rettenden Glauben an Jesus Christus geht ein Mensch für immer verloren“, sagte Platt. Angesichts von 2,8 Milliarden Menschen, die weltweit keinen Zugang zum Evangelium hätten, sei Mission dringender denn je. Er erinnerte die Konferenzteilnehmer an ihre Verantwortung: Gott errette Menschen aus einem ganz bestimmten Grund durch das Evangelium vom Tod. Er wolle, dass sie seine Herrlichkeit in der ganzen Welt bekanntmachen. „Weltmission ist kein Programm oder Arbeitszweig einer Kirche, sondern Sinn und Zweck unseres Lebens“, sagte Platt. Die 7. Evangelium21-Konferenz stand in diesem Jahr im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Sie fand in enger Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Pastorenkonferenz „Together for the Gospel“ (T4G) statt, die 2006 von den Pastoren und Theologen Mark Dever, Ligon Duncan, Albert Mohler und C.J. Mahaney begründet wurde. Zu Evangelium21 gehören Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden, die ihren Glauben fest auf Jesus Christus gründen. Ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten – Gnade allein, Glaube allein, die Schrift allein, Christus allein und zu Gottes Ehre allein – setzt das Netzwerk Impulse, durch die Gemeinden neu belebt und gestärkt werden.

Einige Impressionen von der Konferenz:

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Die Hauptredner der Konferenz 2017 gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern von Evangelium21. Bild: E21

 

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Die Hauptkonferenz 2017 zählte am dritten Tag 1400 Teilnehmer. Bild: E21

 

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Mark Dever spricht über Johannes 16. Übersetzer ist Matthias Lohmann. Bild: E21

 

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Ligon Duncan erklärt anhand des Epheserbriefes das „sola gratia“. Übersetzer ist Kai Soltau. Bild: E21

 

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Al Mohler im Gespräch mit Konferenzteilnehmern. Bild: E21

 

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Auch in diesem Jahr haben wieder etliche christliche Verlage ihre Bücher vorgesetellt. Bild: E21

Kommentare

  1. Johannes Strehle meint:

    Reformation heute …
    „Viele Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland haben ihr reformatorisches Erbe aufgegeben. Das stellte der erste Vorsitzende des Netzwerks Evangelium21, Matthias Lohmann, zum Abschluss der 7. Jahreskonferenz … fest. „Das durchschnittliche Bibelwissen ist auf einem historischen Tiefststand, das theologische Desinteresse frappierend und die ethische Orientierungslosigkeit riesengroß“ … Die 1400 Konferenzteilnehmer rief er dazu auf, … für Veränderung zu beten. „Reformation ist Gottes Werk, wir können sie nicht bewirken.“ Letztlich bräuchten die Kirchen und Gemeinden in Deutschland nichts dringender als das Gebet um Erneuerung. Diese beginne im Herzen eines jeden Christen.“
    Das ist ebenso richtig wie gefährlich einseitig und bezeichnend für die vom Zeitgeist weichgekochten konservativen Christen in Deutschland. Vielleicht hat Matthias Lohmann den Vortrag von Al Mohler nicht gehört: „Reformation heute – Was wir von den Südlichen Baptisten lernen können“. Er sollte das nachholen. Und dann würde ich von ihm als FEG-Pastor wissen wollen, wie er die Lektionen auf die FEG anzuwenden gedenkt.
    Dank an Ron, dass der Vortrag Al Mohlers auf TheoBlog bereits nachzuhören ist. Ich empfehle es jedem konservativen Christen dringend. Ich kenne nichts Vergleichbares, bin aber für Hinweise dankbar. Nach meinen Notizen ging es Al Mohler in Lektion 10 nicht in erster Linie um Zuversicht, sondern um Sicherheit, und zwar wie immer wieder im Lobpreis der Bibel, den Psalmen, ganz praktisch im Zusammenhang mit unserer Risikoscheu. Al Mohler zitierte Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott …“ „Lass fahren dahin …“ Es geht im heutigen Deutschland vergleichsweise harmlos um die materielle Absicherung unserer Familie, um die Sicherheit unseres Arbeitsplatzes, unserer Immobilie, unserer Pension, um unsern Ruf. Schön, dass wir danach Luthers Reformationslied gesungen haben, das inhaltlich, poetisch und musikalisch im Rahmen des Menschen Möglichen Gott Ehre machte. Ich werde mir selbst den Vortrag gemeinsam mit einem englischen Muttersprachler noch einmal anhören, um meine Erinnerungen und Notizen zu überprüfen. Die Übersetzung war punktuell peinlich.
    In einem Satz zusammengefasst hatte Al Mohler den Deutschen zu sagen: Die Rückeroberung einer Kirche oder eines Verbandes von den „Liberalen“ ist möglich – wenn auch nicht in jedem Fall. (Das ist zu prüfen. So oder sind Konsequenzen zu ziehen, sagt Mohler, um die sich die verantwortlichen konservativen Christen in Deutschland mit frommen Worten herumdrücken.) Eine der 10 Lektionen Al Mohlers bestätigte Francis Schaeffer: Nicht die „Liberalen“ und sonstigen Häretiker stehen heute einer Reformation hauptsächlich im Wege, sondern die risikoscheuen konservativen Christen, die um des lieben Friedens und der Einheit willen die Wahrheit opfern.
    Beten ist selbstverständlich immer richtig und wichtig, genauso wie das Bewusstsein, dass wir ohne Gott nichts tun können. Gott handelt aber in der Regel durch Menschen, zum Beispiel die Reformatoren vor 500 Jahren oder die Reformatoren der Southern Baptists vor nicht einmal 50 Jahren, wenn er nicht zum Beispiel die Erde überflutet oder Feuer vom Himmel fallen lässt. Ora et labora. Meine Erfahrung ist, dass die konservativen Christen gerne beten statt aktiv zu werden und gerne aktionistisch werden statt zu beten.
    Das Schlusswort dieses Kongresses begann mit einer treffenden Diagnose, wie wir sie am laufenden Band hören, und endete, wie bei diesem Thema gewohnt, jämmerlich. Auch die Diagnose ging einer Konkretisierung aus dem Weg: „Viele Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland haben ihr reformatorisches Erbe aufgegeben.“ Es hätte heißen müssen: „Alle Landeskirchen!“ Und ein paar Freikirchen mit Namen zu nennen, wäre auch nicht verkehrt gewesen. Überdies gehört zum „reformatorischen Erbe“ auch das reformatorische Handeln, wie es Al Mohler auf 10 Punkte gebracht hat. Dieses reformatorische Erbe haben in Deutschland nicht nur viele Landeskirchen und Freikirchen aufgegeben.

  2. @Johannes: Ich muss den Übersetzer schützen. Die Übersetzung war punktuell nicht peinlich! Mit Kants „Noumena und Phaenomena“ hätte so mancher Profi ebenfalls seine Schwierigkeiten gehabt. Mohler ist aufgrund seiner schnellen Rede und seines reichen Sprachschatzes schwer zu übersetzen. Und: Der Übersetzer bekam im Vorfeld kein Skript, anhand dessen er sich hätte vorbereiten können. Respekt vor dieser Leistung des Übersetzers, der übrigens ein englischer Muttersprachler ist!

    Das Fazit klingt auch sonst etwas schulmeisterisch.

    Liebe Grüße, Ron

  3. Johannes Strehle meint:

    Ron,
    ich bedaure sehr, dass meine Kritik schulmeisterlich klingt.
    Ein Merkmal unserer Zeit ist, dass die sog. Linksliberalen (links sind sie, liberal nur sehr eingeschränkt) gegenüber allen, die nicht so denken wie sie, als Gouvernanten, Oberlehrer und Moralapostel auftreten, um eine sachliche Auseinandersetzung zu vermeiden.
    Mir geht es im Interesse der Sache, in diesem Fall der „Reformation heute“ (Obertitel von Al Mohlers Referat), um Kritik. Wenn wir uns öfter träfen, würde ich Dich bitten, mir zu erklären, wie ich meine Kritik zum Ausdruck bringen kann, ohne dass sie schulmeisterlich wirkt und dadurch entwertet wird.
    Ich will ein paar Leute fragen, mit denen ich im Gespräch bin.
    Herzlichen Gruß
    Johannes

  4. Matthias meint:

    Ich finde es doch etwas amüsant, Matthias Lohmann vorzuwerfen, er rede nur und handle nicht. Er ist einer der führenden Köpfe hinter E21, hat Mohler und Co nach Deutschland geholt und setzt sich ganz gewiss sehr aktiv für Veränderung in diesem Land ein. Wie gut, dass gerade er darauf verwiesen hat, dass wir mit unserm Tun keine Reformation erzwingen können. Ich finde, die Vorträge haben sich ganz wunderbar ergänzt. Und das Gebet kann man gar nicht überschätzen!

  5. Schandor meint:

    Handeln! Handeln! … Handeln?

    Fang an zu handeln, und die ersten Hindernisse, die Dich zu Fall bringen, sind deine Geschwister in der Gemeinde.

    Handeln müssen die, die was zu sagen haben; NUR an sie kann sich der Aufruf richten, nicht an Fußvolkleute wie mich.

  6. Johannes Strehle meint:

    @ Matthias
    Reicht es aus, als Fazit einer Reformationskonferenz
    aus der Reformation der Southern Baptists zu lernen,
    dass wir weiter beten sollen?
    Und im nächsten Jahr treffen wir uns dann zur nächsten Konferenz
    mit dem nächsten Thema.
    Die Bedeutung des Gebetes demonstriert zum Beispiel Mose:
    Er „sagte zu Josua: Wähle uns Männer aus und zieh aus, kämpfe gegen Amalek! … Josua tat es … Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, dann hatte Israel die Oberhand, wenn er aber seine Hand sinken ließ, dann hatte Amalek die Oberhand. … Dann stützten Aaron und Hur seine Hände. … Und Josua besiegte Amalek.“
    Wer hat denn gesagt, dass wir mit unserem Tun eine Reformation erzwingen könnten? Wir können allerdings durch Unterlassen schuldig werden. Al Mohler erinnerte daran, dass Spurgeon einsehen musste, dass er seinen Kampf gegen die „Liberalisierung“ der Baptisten zu spät begonnen habe. Er hat alles versucht (und sicher nicht zu wenig gebetet) und dann die Konsequenzen gezogen. Das können wir, wie Al Mohler sagte, von ihm lernen. Es ist bezeichnend, wie wenig bekannt die „Downgrade-Kontroverse“ in Deutschland ist. (Kürzlich sprach ich mit einem Baptisten-Pastor, der noch nie gehört hatte, dass und warum der berühmteste Baptist die Baptisten verlassen hat.) So dass dann ein Buch mit dem Titel erscheinen musste: „Spurgeon wie ihn keiner kennt“. Dieses Buch war, wie der Senior-Pastor der gastgebenden Arche-Gemeinde auf eine Frage Rons sagte, der Anstoß für die Reformation dieser Gemeinde.

  7. Johannes Strehle meint:

    @ Schandor
    Al Mohler hat als eine Lektion aus der Reformation der Southern Baptists auf die Bedeutung des Fußvolks hingewiesen. So wie die Kirchen und Verbände heute verfasst sind, braucht man für den (entscheidenden) Austausch des Personals (derer, „die was zu sagen haben“) Mehrheiten. Es ist klar: Ohne Truppen kann man in der Regel keinen Krieg gewinnen. Aber Du hast völlig recht: Selbst gut ausgebildete Truppen können keinen Krieg gewinnen, wenn die Generäle und Offiziere Kriegsdienstverweigerer sind.

  8. Matze meint:

    Was ich für mich aus diesem hervorrganede und interessanten Vortrag gezogen habe ist folgendes:
    – Man kann eine ganze Denomination zu einem bibeltreuen Weg zurückführen. Dazu braucht man: Mitstreiter, Gebete, Hartnäckigkeit und einen langen Atem.
    – Es kann auch nicht klappen. Ich denke aber ergänzend zu Mohler, dass es fast am wichtigsten ist, dass man Mitstreiter hat in seiner Gemeinde. Wenn man ganz alleine steht und niemand hat, der das eigene Denken nachvollziehen und mit einem zusammen beten kann sowie auch Punkte in der Gemeinde anspricht wird es aus meiner Sicht nahezu unmöglich. Ich denke dann ist es wahrscheinlich Zeit sich eine andere Gemeinschaft zu suchen, ob andere Gemeinde oder Hauskirche.

    @Ron und alle Mitstreiter:
    An dieser Stelle herzlichen Dank für das Durchführen der Konferenz und dass der Inhalt durch die ins Netz eingestellten Vorträge nachgehört werden kann. E21, theoblog und vieles im Umfeld ist wirklich ein segensreicher Leuchtturm in unserem Land und es ist Grund zur Dankbarkeit, dass wir dies haben dürfen. Da nehme ich auch gern eine nicht ganz perfekte Übersetzung in Kauf

  9. Theophil Isegrim meint:

    1400 Konferenzteilnehmer. Waren das immer so viele oder ist das über die Zeit stetig gewachsen? Ich finde es beachtlich.

    Die Vorträge werde ich mir später zu Gemüte führen. Und daß das Gebet so eine zentrale Rolle einnimmt freut mich sehr. Bewegung muß aus dem Gebet heraus entstehen. Wie oft haben Dinge toll begonnen? Die Menschen voller Begeisterung und Gottesliebe. Und dann hatten sie Zulauf, und so langsam wendete sich das Blatt und Stolz kam auf. Das geht alles so schnell. Wir sind so leicht verführbar. Deshalb ermahnte Jesus uns auch eindringlich zum Gebet, um widerstehen zu können.

    Wir brauchen auch den Kontakt zu Gott, um herauszufinden, was dran ist. Elia hat sehr eindrucksvoll gegen die Baalspriester gekämpft. Was hat es gebracht?

  10. @Theophil: Wir hatten knapp 1300 Anmeldungen und insbesondere abends zusätzlich Tagesgäste. Ja, das ist beachtlich. Gerade, weil auch junge Leute Freude am Wort Gottes haben. Wunderbar!

    Liebe Grüße, Ron

  11. Matthias Lohmann meint:

    @Johannes.
    wenn Du mich so verstanden hast, dass ich sage „lasst uns beten und sonst nichts weiter tun“, dann hast Du mich missverstanden. ABER … gerade Leute wie ich, tendieren manchmal dazu, das Gebet zu vernachlässigen und so zu tun (und zu denken), als könnten wir eine neue Reformation produzieren. Von daher war dieser Aufruf, der ja kein Aufruf zu „Gebet allein“ war, zum einen eine Auslegung von Ps 85 und zum anderen eine Botschaft für Leute wie mich. Wenn Du ein fleißiger Beter bist und eher den Aufruf zum Handeln brauchst (und allen, denen es so geht) sage ich: „werdet aktiv“. Über das, was ich in Richtung Bund FeG tue, werde ich mich an dieser Stelle und zu dieser Zeit nicht öffentlich äußern. Dafür bitte ich um Verständnis. Aber eines kann ich verraten … ich bete für die Verantwortlichen im Bund und ich bin aktiv.
    Mit herzlichen Segenswünschen,
    Matthias Lohmann

  12. Johannes Strehle meint:

    @ Matthias Lohmann
    Zunächst einmal: Ich schätze Deine Arbeit sehr. Deswegen übe ich Kritik.
    Es ist (nicht nur für mich) erfreulich, dass ich Dich missverstanden habe.
    Ich fürchte nur (und bin mir ziemlich sicher), dass nicht nur ich Dich missverstanden habe (auf der Grundlage von reichlich Erfahrungen mit konservativen Christen). Wenn ich mich richtig erinnere, war es Spurgeon, der gesagt hat, (und damit meinte er in erster Linie die Führungskräfte) wir müssen uns nicht nur verständlich ausdrücken, sondern so, dass wir (ich setze hinzu: im Rahmen des Menschen Möglichen) nicht missverstanden werden können. Deine Botschaft ist nun per idea in die Welt gegangen (in den Teil der Welt, der durch idea erreicht wird, der aber für Reformationen in Deutschland wichtig ist). Und wie ich diesen Teil der Welt kenne, wird sie auch dort vielfach missverstanden werden. Die Gegner von Reformationen werden sich beruhigt zurücklehnen: Im konservativen Lager (wie eh und je) nichts Neues. Nach wie vor keine ernst zu nehmenden Gegner. Die Gleichgültigen sagen sich auch: Nichts Neues. Und diejenigen, die darauf warten, dass die verantwortlichen konservativen Christen endlich das Signal geben, die Rückeroberung (wie bei den Southern Baptists) zu beginnen, sagen sich auch: Es tut sich wieder nichts wie eh und je. Satirisch würde ich sagen: Matthias Lohmann hat das clever gemacht: Er hat die Gegner der Reformation in den „Schlaf der Sicherheit“ gewiegt, bevor er den Angriff startet. Denn Al Mohler hat doch gesagt: Die Liberalen waren siegessicher. Sie hatten schließlich ohne großen Widerstand immer gewonnen. (Das Lied vom „Schlaf der Sicherheit“ kennst Du sicher, auch wenn diese Lieder in Freikirchen aus der Mode gekommen sind.)
    Ob Dein Schweigen über eine Reformation der FeG und Verständnis dafür richtig sind, könnte ich nur beurteilen, wenn ich die Informationen hätte, die Du nicht gibst. Von Luther können wir jedenfalls lernen, wie wichtig Öffentlichkeit für Reformation ist. Die Gegner von Reformation drängen bei jeder Gelegenheit mit frommen Worten darauf, Öffentlichkeit zu vermeiden. Und sie wissen, warum. Mit ihrer Zeitgeist-Theologie sind sie sehr öffentlichkeitswirksam. Wenn Du mit Deiner Reformationstrategie (selbstverständlich mit Gebet im Vertrauen auf die Kraft Gottes) Erfolg hast, werde ich im Rückblick volles Verständnis für Dein Schweigen haben.
    Ich wünsche Dir Gottes Weisheit, Klugheit und Mut für Deine reformatorischen Aktivitäten!
    Herzlichen Gruß
    Johannes Strehle

  13. Matthias Lohmann meint:

    @Johannes Strehle:
    Danke für die guten Wünsche.
    Ich bin ganz bei Dir, dass wir uns so ausdrücken sollten, dass wir nicht missverstanden werden. Aber wenn man aus Spurgeon’s Predigten kurze Twitter-Zitate machen würde, wäre das auch nicht mehr so sicher 🙂
    Und natürlich bin ich kein Spurgeon. Ich will mich da aber trotzdem bemühen.
    Sei herzlich gegrüßt,
    Matthias

  14. G. Behringer meint:

    Träume ich, oder hat hier tatsächlich eine ganze Denomination der Menschenweisheit und dem Größenwahn von Bill Hybels und Co. widerstanden? Wie sieht es denn aus bei ihnen wegen den emergenten Irrlehren oder dem Katholizismus oder der Ökumene! Wie sieht es aus wegen der Frauenordination?

  15. Die Arbeit von Evangelium21 ist äußerst erfreulich und es ist phantastisch, dass die Resonanz so groß ist! Der Vortrag von Albert Mohler verstärkt aber auch bei mir den Eindruck, dass christliche Leiter eigentlich noch deutlicher werden müssten. Wenn wir durch unser Bleiben dem Unglauben Respektabilität verschaffen und die Verbreitung von Irrlehren finanzieren, dann sollten wir gehen, sagt Mohler zu Recht. Hier sollten sich mal die Leiter des Netzwerks Bibel und Bekenntnis Gedanken machen, die selbst längst einsehen, dass ihre Bemühungen zwar bei einigen Freikirchen etwas nutzen, nicht aber bei der EKD. Ein klarer Aufruf zum Austritt ist meines Erachtens überfällig, wenn man Mohlers Maßstab anlegt…

  16. Johannes Strehle meint:

    @ Daniel
    So ist es.

  17. Matze meint:

    @ Daniel
    – Woher weisst Du, dass die Bemühungen von Bibel und Bekenntnis in der EKD zumindest bei einzelnen nichts nützen und was soll bei den Freikirchen besser sein?
    – Ich denke es gibt eine zu große Erwartungshaltung an Bibel und Bekenntnis:
    Parzanys Einsatz im Bereich Homosexualität und Glaubensgrundlagen ist ihm hoch anzurechnen. Andererseits hat er an dem Buch „Lieber Bruder in Rom“ mitgeschrieben und unterstützt auch den ökumenischen Prozess über die IKGB. Deshalb ist Bibel und Bekenntnis sicher eine Hilfe, wird aber keine große Veränderungen bringen
    – Es ist wichtig, dass Mohlers Gedanken möglichst weit verbreitet werden und Christen zur Stellungnahme herausgefordert werden: Habe ich in meiner Gemeinde Voraussetzungen, dass ich bleiben kann oder muß ich mir eine ander Gemeinschaft suchen.

  18. G. Behringer meint:

    @Matthias Lohmann,
    Ein Pastor wie Sie, mitten im Bund der FeG, ist mir eine freudige Überraschung! Ist denn die Selbstständigkeit der einzelnen Gemeinde innerhalb unseres Bundes der FeG genügend groß, um mit Ihren absolut biblisch richtigen Gedanken zusammen mit der ganzen Gemeinde an das Ziel zu kommen?
    Denn aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen mit meiner (noch) FeG, kann ich nicht mehr an eine Reformation unseres Bundes glauben! Unsere Bundesleitungen haben meiner Ansicht nach, bis auf den heutigen Tag das Ansehen bei den Großkirchen gesucht und das haben sie anscheinend gewonnen! Aber um was für einen Preis?
    Ich nenne gerne Roß und Reiter!
    Ein Reiter ist für mich Johannes Reimer, er hat die emergenten Irrlehren mit Erfolg bei uns eingeführt!
    Ein anderer ist Rolf Krüger, Chefredakteur von Jesus.de, behauptet ungebremst in Idea Spektrum, wenn Jesus heute auf der Erde leben würde, dann würde er die Ehe für alle (also auch für Homosexuelle)einführen!
    In seinem Blog aufnkaffe.net verteidigt er dies mit aberwitzigen Argumenten!
    Ich habe Ansgar Hörsting über die Website unseres Bundes eine Nachricht gesendet, warum er da nicht einschreitet und dem Treiben von Herrn Krüger nicht ein Ende bereitet!
    Ein anderer Reiter ist Herr Hartl vom Gebetshaus Augsburg!
    Nach Jahren „guter“ Gemeinschaft im ACK unserer Bundesleitung und nach Gemeinschaft mit Papst und verschiedenen kath. Würdenträgern sind unsere Nachwuchspastoren samt den Senioren und der gesamten Schafherde bereit zu glauben, das die kath. Kirche sich zu einer vorbildlichen Kirche entwickelt hat!
    Und Herr Hartl scheint dies zu bestätigen! Er kann wirklich gut predigen. Dieser Mann hat wirklich etwas zu sagen! Aber kein Wort über die Marienanbetung von Franziskus etc.
    Im Prinzip predigt er sehr ähnlich wie mein Pastor mit sehr viel Wahrheit! Aber er läßt die unangenehmen, unpassenden und wegen der ökumenischen Korrektheit nicht erlaubten Themen und einer überzogenen Gästefreundlichkeit einfach unter den Tisch fallen!
    So kann man auch Verse aus der Bibel streichen!

    „Das durchschnittliche Bibelwissen ist auf einem historischen Tiefststand, das theologische Desinteresse frappierend und die ethische Orientierungslosigkeit riesengroß“

    Dieser schreckliche geistliche Zustand in unserem Bund ist m.E. hausgemacht!

    Wissen wir denn nicht wohin dieser Zustand der Christenheit führen wird, er wird bei der Hure Babylon enden!

    Schandor’s Geschichte ist meine Geschichte!

    Trotzdem glaube ich an eine Reformation an meinem Ort!

    Ihnen, lieber Matthias Lohmann, wünsche ich allen erdenklichen Segen Gottes

  19. Theophil Isegrim meint:

    @ G. Behringer:

    Hier steht alles wissenswerte zu Evangelium21

    https://www.evangelium21.net/theologische-grundlage

  20. G. Behringer meint:

    @Theophil:
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Wie habe ich mich zunächst über die Evangelium21-Konferenz gefreut.
    Aber bald war ich skeptisch und nach einer Recherche im Internet, haben sich meine Vermutungen bestätigt!

    Ganz besonders tun mir die Geschwister leid, welche ihre ganze Hoffnung auf diese neue Bewegung aus den USA und das Netzwerk21 gesetzt haben!

    Genau wie ich einem wiedergeborenen Katholiken sagen muß, dass er sich jetzt unbedingt vom Marien- und Heiligenkult, von der „heiligen“ Messe, vom gesamten Papsttum usw. innerlich und organisatorisch lösen muß,
    so muß ich auch einem charismatischen Christen dringend raten, seine charismatische Heimat zu verlassen und sich mit Jesu Hilfe Geschwister zu suchen, die nicht die Irrlehre der zweiten Erfahrung praktizieren, die nicht unbedingt in fremden Sprachen reden müssen u.v.m., damit sie ihr Glaubensziel unbeschadet erreichen, oder sogar noch den Glauben verlieren!

    Denn bei beiden Bewegungen spielen Dämonen eine immer größere Rolle!
    Deshalb gibt es ja auch ohne Probleme eine katholische, charismatische Bewegung!

    Einmal fremden Geistern die Hand gereicht und du wirst sie so schnell nicht mehr los! Im Normalfall gewinnen diese immer größeren Einfluss!

    Bei der kath. Kirche ist es ja bekannt, dass sie je länger, je mehr katasttrophale Dinge zu ihrer Lehre hinzugefügt hat!
    In der charismatischen Bewegung kann man ähnliches beobachten: erst der Torontosegen, dann das sogenannte Soaking (sich auf Gräber berühmter verstorbener Christen legen, um geistliche Vollmacht zu erlangen), geheimnisvoller Goldstaub im Gottesdienst, giftige Schlangen im Gottesdienst (um zu beweisen, dass ihr Biß überhaupt nicht schadet – leider sind dabei schon einige Menschen dabei gestorben) und so weiter und so fort! Wer Ausführlicheres will, der gehe auf die Website von Alexander Seibel.

    Die kath. Kirche wie die charismatische Bewegung haben ein großes Problem: Beide fügen zum Wort Gottes hinzu und nehmen davon weg! Dies macht man nicht ungestraft! Dies macht keiner!

    Und wenn ich nun mit Erschrecken erkennen muss, dass diese neue Bewegung aus den USA mit der charismatischen Bewegung völlig eins ist und auch mit der kath. Kirche liebäugelt, dann frage ich mich: Was soll das für eine Reformation sein? Und das viel Wahrheit mit drin ist, macht den Durchblick/die Geisterunterscheidung nur noch schwieriger! Außerdem entwickeln Sie emergente Irrlehren weiter wie das kontextualisieren oder das soziale Evangelium!

    Entgegen der Behauptung: Wir haben die Lösung für diese Zeit, führen sie immer weiter in die Irre, aber auf eine wesentlich raffiniertere Art!

    Sie haben dabei ein völlig weißes Mäntelchen (ein Schafspelz) um, wie Herr Hartl, oder der Papst Franziskus

    Die Tragik in dieser Sache ist, dass viele aufrechte Mitarbeiter zu Verführern umgepolt werden!

    Was würde ich dafür geben, wenn ich Unrecht hätte!

    Liebe Geschwister, Jesus hat in seinem Wort vor falschen Propheten und Irrlehrern gewarnt! Trauen wir Jesus zu, dass er höchstes Interesse hat uns jetzt Aufklärung zukommen zu lassen? „Suchet, so werdet ihr finden“, sagt er doch einem jeden von uns!

    Und wenn ihr erkennt, was in unserer Zeit so alles an geistlichen Katastrophen geschieht, dann verlasst nicht euren kostbaren Glauben (denn das ist ja gerade das Ziel des Bösen), sondern bindet euch umso fester an unseren wunderbaren Herrn Jesus!

    „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Joh. 14,21

  21. G. Behringer: Da muss ich doch einmal zurückfragen: Sie fordern einen kompromisslosen Einsatz für die Wahrheit, berufen sich aber bei Ihrer Diagnose auf Informationen irgendwelcher – wahrscheinlich dubioser – Internetquellen? So etwas macht sprachllos. Geisterunterscheidung geht anders!

    Liebe Grüße, Ron

  22. Matze meint:

    @G. Behringer
    aus Ihrer Antwort:
    „Und wenn ich nun mit Erschrecken erkennen muss, dass diese neue Bewegung aus den USA mit der charismatischen Bewegung völlig eins ist und auch mit der kath. Kirche liebäugelt, dann frage ich mich: Was soll das für eine Reformation sein? Und das viel Wahrheit mit drin ist, macht den Durchblick/die Geisterunterscheidung nur noch schwieriger! Außerdem entwickeln Sie emergente Irrlehren weiter wie das kontextualisieren oder das soziale Evangelium!“
    Da sich dies anscheinend auf E 21 bezieht: Können Sie dies bitte begründen und Belege anführen auf welche Aussagen oder Inormationen Sie dies beziehen
    Ich war selbst nicht auf der E21 Konferenz. Was ich aber bis jetzt an Vorträgen angehört habe enthält klare Abgrenzungen zur katholischen Lehre. Auch ein zweiter Segen der Charismatiker widerspricht ganz klar den SOLAs von Luther.

  23. @Matze:
    Ich beziehe mich auf die Bewertung von Parzany selbst, der in seiner Zwischenbilanz schreibt: „Im Blick auf die Landeskirchen haben wir nichts erreicht“ und dann schildert, wie dort ohne Rücksicht ein antibiblischer Kurs durchgedrückt wird. Ich gebe Dir Recht, dass Parzanys Einsatz sehr erfreulich und ihm hoch anzurechnen ist. Im Hinblick auf die EKD aber scheinen mir Mohlers Kriterien erfüllt zu sein: Begründete (!) Hoffnung auf irgendeine Art von Änderung gibt es schon lange nicht mehr. Und durch ein Bleiben finanziert man Irrlehren und verschafft der EKD Respektabilität. Meines Erachtens ist eine klare Distanzierung der Gläubigen von der EKD überfällig. Siehst Du das anders?

  24. G. Behringer meint:

    Liebe Geschwister,
    Bündnisse aller Art sind große Mode in der Christenheit, sie versprechen wohl größeres Ansehen und Einfluss. Fast immer werden dabei lehrmäßige Kompromisse eingegangen, man denkt: Hauptsache in den maßgebenden Dingen ist man eins! Was für ein schrecklicher Irrtum!
    1.Kor. 5,6b: „Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?“

    Wenn eine Sünde oder eine Irrlehre (Sauerteig) in seiner Gemeinde oder in einem Gemeindebund duldet und nicht eindeutig dagegen Stellung bezieht und diesen Sauerteig somit abschneidet, der wird erleben, dass die Sünden/Irrlehren sich so fortpflanzen, bis die Gemeinde/der Gemeindebund völlig verdorben (durchsäuert) ist!

    So sicher wie auf den Abend der nächste Morgen kommt, so sicher wird bei mangelnder Gemeindezucht die Gemeinde verdorben!

    Deshalb ist es auch Gottes große Weisheit, dass er uns neben der weltweiten Gemeinde, nur und ausschließlich die Ortsgemeinde in seinem Wort als Vorbild gegeben hat, also nur 1 Gemeinde an jedem Ort! Siehe die 7 Sendschreiben – Jesus wandelt mitten unter den sieben Leuchtern und nicht unter den Gemeindebünden! Weder die Meggagemeinde, noch die 10 Gemeinden an meinem Ort haben ein biblisches Vorbild! Ein Schutz gegen Sauerteige wäre wesentlich einfacher! Und wir wären wesentlich glaubwürdiger den Menschen in unserer Stadt gegenüber! Lest bitte Psalm 133!

    Die letzten Tage der Endzeit sind jetzt! Freie überschaubare, völlig unabhängige Gemeinden sind angesagt!

    Bei Fragen, bitte an Jesus wenden!

    Die folgenden Links, beweisen die nicht abgeschnittenen Sauerteige von verschiedenen Bewegungen!

    Ist der neue Calvinismus auf einem biblischen Weg?
    Kritik von John MacArthur:
    http://www.betanien.de/forum/viewtopic.php?t=1438

    Mark Driscoll ein Mitbegründer der Emerging Church:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Emerging_Church

    Dr. Peter Masters, Pastor des Metropolitan Tabernacle:
    „Wenn diese Art von Calvinismus Verbreitung findet, dann wird wahrhaftige biblische Frömmigkeit Angriffen ausgesetzt sein wie nie zuvor.“
    http://veraxinstitut.ch/neo-kalvinismus/305-der-neue-calvinismus

    The Gospel Coalition:
    http://veraxinstitut.ch/neo-kalvinismus/308-die-gospel-coalition-2

    Mystizismus in Tim Kellers Gemeinde
    Die Frucht von Kellers Annäherung an die Kirche von Rom ist seine….:
    http://veraxinstitut.ch/neo-kalvinismus/314-tim-keller-3

    John Piper:
    http://veraxinstitut.ch/neo-kalvinismus/316-john-piper-1

    Kann man Mark Driscoll heute vertrauen?:
    http://www.sonntagsblatt.de/news/aktuell/2014_49_17_01.htm

    Verrat der Evangelikalen an der Reformation:
    http://www.bibelkreis.ch/bereancall/TBCNewsletter2006_02_D.htm

    Zum Thema Ökumene mit der kath. Kirche:
    Albert Mohler ein Mitunterzeichner der Manhattan-Deklaration:
    https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/05/manhattan-deklaration-oekumenische-vermischung-im-eintreten-fuer-christliche-werte/

    Liebe Grüße

  25. @G. Behringer: Na, dann ist ja alles klar. Wie erwartet. So geht also theologische Urteilsbildung? Leute, Leute …

    Liebe Grüße, Ron

  26. G. Behringer meint:

    Lieber Ron, ich verstehe Ihren Frust wirklich gut. Aber was mußte Martin Luther alles durchmachen. Sehen Sie doch Spurgeon an, am Ende seines Lebens einsam und böser Streit mitten in seiner Familie, aber er war bis zum Ende dem Wort Gottes treu. Wir leben in einer Zeit, wo wir Christen beweisen müssen, ob wir Jesus und sein Wort wirklich lieben, auch wenn liebe Freunde nicht mitmachen!

    Paul Washer mit seinem YouTube Video: 10 Anklagen gegen die moderne Gemeinde, hat mir sehr geholfen!

    Ich wünsche Ihnen, das Sie mindestens in Ihrer Stadt eine wirklich biblische Reformation vorantreiben.

  27. Matze meint:

    @ Daniel
    ich habe versucht klarzumachen, dass die Erwartungshaltung an Bibel und Bekenntnis aus den genannten Gründen nicht zu hoch sein darf. In der Sache, wie sich der einzelne Gläubige zur EKD (und auch zu vielen Gemeinden in den Freikirchen) zu stellen hat gebe ich Dir grundsätzlich Recht. (Wobei es hier in meiner Region einige Kirchengemeinden in der EKD gibt, von denen sich manche Freikirche eine Scheibe abschneiden kann und die dem jeweiligen Oberkirchenrat teilweise massiv auf das Dach steigen!) Wir müssen prüfen, was wir in unserer Gemeindesituation tun können oder nicht und dann entscheiden ob wir bleiben können oder nicht. Dafür war Mohlers Vortrag sehr hilfreich

    @G.Behringer
    mir ist die Argumentation nicht ganz klar, deshalb mein Statement ich vermute, was
    Sie sagen wollen
    – Die Ortsgemeinde Theorie ist nirgends biblisch begründet. Auch praktisch: Wenn es dann zwei oder mehr gute Gemeinden in einem Ort hat wer entscheidet dann welche die richtige ist. Und wie soll es dann praktisch durchführbar z.B. in New York nur eine Gemeinde geben.
    – Es ist mir KEINE Bibelstelle bekannt, die sich grundsätzlich gegen Bündnisse unter Christen wendet. Deshalb ist eine grundsätzliche Verurteilung von Bündnissen nicht richtig und auch nicht sinnvoll, da wir gerade in der Endzeit gegenseitige Hilfe brauchen. Wir müssen aber natürlich prüfen, welche Theologie in Bündnissen steckt
    – Zur Kritik am Calvinismus und allgemein: In JEDER Gemeinde gibt es Schwächen und Fehler, auch in den sog. Ortsgemeinden. Es ist wichtig, dass wir um uns zusammenfinden nicht 100 % Übereinstimmung erwarten, sondern Übereinstimmung in den biblischen Grundfragen. Wenn wir die 100% wollen muss jeder Christ seine eigene Gemeinde aufmachen (Achtung Ironie)
    – Das ähnliche gilt dafür, es pauschal für notwendig zu erklären sofort aus seiner Gemeinde rauszugehen, wenn diese theologische Lehren hat, die nicht biblisch sind. Es ist leider auch unter bibeltreuen Gemeinden nicht immer alles Gold was glänzt. Wir müssen vor einem Austritt zuerst einmal eine „bessere“ Gemeinden finden oder Geschwister, mit denen wir in einer Hauskirche o.ä. Gemeinschaft pflegen können.

    Ich denke, dass bei diesen Fragen pauschale Aussagen und Antworten nicht helfen. SEIN Geist ist doch in uns! Er will uns doch in alle Wahrheit leiten. Lasst uns doch einander gegenseitig auf diesem Weg ermutigen ohne zu vergessen auf Irrlehren, Irrwege und Irrtümer hinzuweisen

  28. G. Behringer meint:

    Lieber Matze,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Im nachfolgenden Text können Sie vielleicht Antworten auf Fragen bekommen.

    Was bedeutet das Wort Gemeinde?
    Es bedeutet die „Herausgerufenen“ aus den Heiden und Juden zum neutestamentlichen Volk Gottes, auch Leib Christi genannt! Ursprünglich bezeichnete dieses Wort die Versammlung der Ortsvorsteher einer politischen Gemeinde. Im NT sind die Gemeinde die Gläubigen weltweit, aber im biblischen Normalfall gehören zu einer Gemeinde sämtliche Geschwister an einem Ort, nicht mehr und nicht weniger:

    1.Kor. 12,27 „Ihr (alle Gläubigen in Korinth) aber seid [der] Leib des Christus, und jeder ist ein Glied [daran] nach seinem Teil.“

    In den 7 Sendschreiben in den Offenbarungen des Johannes sehen wir deutlich, daß alle Ortsgemeinden separat vor Jesus verantwortlich sind!
    Dies deckt sich auch deutlich mit den Briefen im NT, die meisten sind an eine Ortsgemeinde geschrieben (Römer, Korinther, Epheser, Thessalonicher, Philipper usw.) Oder sie sind an verschiedene Gemeinden/Christen geschrieben worden, wie der Brief an die Galater, oder den an die Hebräer, aber nie an mehrere Gemeinden an einem Ort!
    Ein Vorbild für einen Gemeindebund, wie wir ihn haben, suchen wir im NT vergeblich!

    Ein Negativ-Vorbild aus dem AT
    Aber es gibt nichts neues unter der Sonne, und so haben wir im AT für die Gemeinde Jesu im NT ein Beispiel wie man es nicht machen sollte: Das Volk der Juden sollte ursprünglich ein Volk ohne König sein, jeder Stamm für sich und nur Gott direkt als König! Und was geschah? Sie wollten unbedingt einen König wie die Heidenvölker um sie herum! Gott in seiner Geduld erfüllte ihnen den Wunsch! Aber war dieser Wunsch gut? Nein, genau eine Generation, nämlich unter König David ging es gut, am Ende der zweiten Generation, unter König Salomon, ging es schon schwer bergab und nach der Spaltung in Nord- und Südreich ging es im Zickzackkurs bis zum endgültigen Aus!

    Also mir kommt diese Tragödie übertragen auf die Zeit des NT sehr bekannt vor: In der Urgemeinde lief es trotz aller Schwierigkeiten sehr gut, viele kamen zum Glauben, die Gemeinden waren noch an jedem Ort nur eine Gemeinde unter einer Ältestenschaft! Aber bald schwangen sich Christen wie Könige über eine ganze Stadt oder einen ganzen Bezirk auf (und die Christen damals hatten anscheinend keine Probleme!) z.B. zum der Bischof von Ephesus, oder Smyrna! Und die Christen vergaßen bald die Apostellehre, in der etwas von der allgemeinen Priesterschaft steht und das die Ältesten nicht wie die Welt vorstehen sollen! Und wie damals die Spaltung im alten Volk Gottes, wurde wieder im NT anstelle von Einheit, Spaltungen große Mode! Heute redet man zwar viel von Einheit, aber eine Einheit wie Gott sie sich vorstellt, davon sind wir meilenweit entfernt! Und im AT war es so: war der König gut, ging es dem ganzen Volk gut, war er gottlos, erlitten sie eine Niederlage nach der anderen! Im NT wieder dasselbe, ist der „Klerus“ der Gemeindeleitung oder die Bundesleitung/der Präses gut, geht es der ganzen Gemeinde gut, sind die „Könige“ schlecht, geht die Gemeinde früher oder später unter!

    Und genauso wie damals das Volk der Juden von Gott abfiel und das Wort Gottes völlig in Vergessenheit geriet, so fällt genau die Gemeinde Jesu zu großen Teilen von Gott ab!

    2.Thess. 2,3: „Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens,…“ und 1.Tim. 4,1: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden,…“

    Dieser für die letzten Tage vorhergesagten Glaubensabfall ist meiner Meinung nach da! Für mich sind dabei zwei Kriterien unter einigen anderen besonders maßgebend: 1. die Ökumene allgemein, und speziell mit der kath. Kirche und 2. das Verharmlosen der Sünde der Homosexuallität, oder gar das Erlauben der Homosexuallität in den eigenen Reihen! Ich erspare mir an dieser Stelle eine Aufzählung, wo diese Sünde schon überall erlaubt wird!

    Die biblische Unabhängigkeit jeder Ortsgemeinde!
    Es fehlt uns völlig die Erkenntnis und daher auch die Lehre einer von Gott gewollten Einheit in einer Gemeinde! So warnt Paulus im 1. Kor.1,10:

    „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.“

    Also „vollkommen zusammengefügt“ und keine Toleranz mit „kleinen“ Irrlehren und nicht „Hauptsache wir sind in den wichtigen Dingen eins“ oder „Einheit in Vielfalt“.
    Die Korinther waren noch umfassend eins und wurden ermahnt eins zu bleiben! So schreibt Paulus an die Epheser 4,1-6:

    „So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“

    In Epheser 4,11-13 schreibt nun Paulus wie eine biblische Einheit wieder hergestellt und vorangetrieben werden soll:

    „Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus; ….“

    Hier kann man nun exakt sehen, dass bestimmte Geschwister den Dienst haben, den Leib des Christus zu erbauen, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife! In dem vielzitierten Bibelvers Johannes 17, 22+23 bittet Jesus seinen Vater:

    „Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“

    Dies wäre der Dienst der Pastoren und anderer lehrenden Brüder! Wollen wir, dass Unsere Gemeindemitglieder zur vollkommenen Mannesreife und zu vollendeter Einheit kommen und wir erleben, dass die Welt erkennt, dass Jesus vom Vater gesandt war und er die Welt liebt? Noch eine große Verheißung aus dem AT dazu:

    Psalm 133, 1-3 „Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind! Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider; wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions; denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.“

    Schon im AT war dies eine große Verheißung für die Einheit unter dem Volk Gottes und auch im NT ist dies eine gewaltige Verheißung: „denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit! Also Einheit wird belohnt!

    Wenn also Gott in seinem Wort eine umfassende Einheit in der Wahrheit bezeugt, dann habe ich dies erstmal im Glauben als Gottes Wille anzunehmen! Mir ist natürlich klar, dass diese Einheit in einer Gemeinde ein großes Wunder Gottes ist!

    Hier ist die Lösung:
    Matth. 21,21+22 „Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.
    Und alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen!“

    Wer hilft mit um eine biblische Gemeinde an seinem Ort zu beten!
    Und nicht auf die Berge sehen, sondern auf die Verheißung Gottes!

    Wegen der Größe der Gemeinde: Die Gemeinde in Jerusalem bestand aus mehreren Tausend Christen, sie trafen sich hin und her in den Häusern (in Hauskreisen) und manchmal in der Halle Salomos.
    Der Bau eines Gemeindezentrums, oder eines Kirchengebäudes um die ganze Gemeinde an einem Ort zu versammeln, wird an keiner Stelle in der Apostellehre verboten, aber es wird auch an keiner Stelle empfohlen!
    Die Christen z.B. in China beweisen, dass die Gemeinde auch im Untergrund sehr gut funktioniert! Eine Gemeinde ohne Gemeindezentrum ist trotzdem eine vollwertige Gemeinde!

    Wir täten gut daran, die ganze Gemeinde in funktionierende Hauskreise zu organisieren, denn es ist prophezeit, dass eine Zeit kommt, in der Christen von allen Völkern verfolgt werden, ich denke wir sind nahe daran!

    Wenn nun eine Gemeinde sich trennen muß von unbußfertigen Gruppen wegen Irrlehre oder sonstiger Sünden, dann ist es sehr traurig, aber absolut richtig und notwendig, denn Sauerteige müssen abgeschnitten werden, wie ich in meinem obigen Kommentar schon mal erklärt habe!
    Aber die zwei Gruppen von Christen (die unbußfertige Gruppe sind ja trotzdem noch Christen) an ihrem Ort sind zu einem unglaubwürdigen, schlechten Zeugnis geworden, deshalb sollten sie beide Gruppen um des Evangeliums Willen, ihren Stolz und Besserwisserei bei Jesus abgeben und ernsthaft darum ringen wieder eins zu werden!

    Liebe Grüße

    en Dank für Ihre Antwort. Im nachfolgenden Text können Sie vielleicht Antworten auf Fragen bekommen.

    Was bedeutet das Wort Gemeinde?
    Es bedeutet die „Herausgerufenen“ aus den Heiden und Juden zum neutestamentlichen Volk Gottes, auch Leib Christi genannt! Ursprünglich bezeichnete dieses Wort die Versammlung der Ortsvorsteher einer politischen Gemeinde. Im NT ist die Gemeinde die Gläubigen weltweit, aber im biblischen Normalfall gehören zu einer Gemeinde sämtliche Geschwister an einem Ort, nicht mehr und nicht weniger:

    1.Kor. 12,27 „Ihr (alle Gläubigen in Korinth) aber seid [der] Leib des Christus, und jeder ist ein Glied [daran] nach seinem Teil.“

    In den 7 Sendschreiben in den Offenbarungen des Johannes sehen wir deutlich, daß alle Ortsgemeinden separat vor Jesus verantwortlich sind!
    Dies deckt sich auch deutlich mit den Briefen im NT, die meisten sind an eine Ortsgemeinde geschrieben (Römer, Korinther, Epheser, Thessalonicher, Philipper usw.) Oder sie sind an verschiedene Gemeinden/Christen geschrieben worden, wie der Brief an die Galater, oder den an die Hebräer, aber nie an mehrere Gemeinden an einem Ort!
    Ein Vorbild für einen Gemeindebund, wie wir ihn haben, suchen wir im NT vergeblich!

    Ein Negativ-Vorbild aus dem AT
    Aber es gibt nichts neues unter der Sonne, und so haben wir im AT für die Gemeinde Jesu im NT ein Beispiel wie man es nicht machen sollte: Das Volk der Juden sollte ursprünglich ein Volk ohne König sein, jeder Stamm für sich und nur Gott direkt als König! Und was geschah? Sie wollten unbedingt einen König wie die Heidenvölker um sie herum! Gott in seiner Geduld erfüllte ihnen den Wunsch! Aber war dieser Wunsch gut? Nein, genau eine Generation, nämlich unter König David ging es gut, am Ende der zweiten Generation, unter König Salomon, ging es schon schwer bergab und nach der Spaltung in Nord- und Südreich ging es im Zickzackkurs bis zum endgültigen Aus!

    Also mir kommt diese Tragödie übertragen auf die Zeit des NT sehr bekannt vor: In der Urgemeinde lief es trotz aller Schwierigkeiten sehr gut, viele kamen zum Glauben, die Gemeinden waren noch an jedem Ort nur eine Gemeinde unter einer Ältestenschaft! Aber bald schwangen sich Christen wie Könige über eine ganze Stadt oder einen ganzen Bezirk auf (und die Christen damals hatten anscheinend keine Probleme!) z.B. zum der Bischof von Ephesus, oder Smyrna! Und die Christen vergaßen bald die Apostellehre, in der etwas von der allgemeinen Priesterschaft steht und das die Ältesten nicht wie die Welt vorstehen sollen! Und wie damals die Spaltung im alten Volk Gottes, wurde wieder im NT anstelle von Einheit, Spaltungen große Mode! Heute redet man zwar viel von Einheit, aber eine Einheit wie Gott sie sich vorstellt, davon sind wir meilenweit entfernt! Und im AT war es so: war der König gut, ging es dem ganzen Volk gut, war er gottlos, erlitten sie eine Niederlage nach der anderen! Im NT wieder dasselbe, ist der „Klerus“ der Gemeindeleitung oder die Bundesleitung/der Präses gut, geht es der ganzen Gemeinde gut, sind die „Könige“ schlecht, geht die Gemeinde früher oder später unter!

    Und genauso wie damals das Volk der Juden von Gott abfiel und das Wort Gottes völlig in Vergessenheit geriet, so fällt genau die Gemeinde Jesu zu großen Teilen von Gott ab!

    2.Thess. 2,3: „Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens,…“ und 1.Tim. 4,1: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden,…“

    Dieser für die letzten Tage vorhergesagten Glaubensabfall ist meiner Meinung nach da! Für mich sind dabei zwei Kriterien unter einigen anderen besonders maßgebend: 1. die Ökumene allgemein, und speziell mit der kath. Kirche und 2. das Verharmlosen der Sünde der Homosexuallität, oder gar das Erlauben der Homosexuallität in den eigenen Reihen! Ich erspare mir an dieser Stelle eine Aufzählung, wo diese Sünde schon überall erlaubt wird!

    Die biblische Unabhängigkeit jeder Ortsgemeinde!
    Es fehlt uns völlig die Erkenntnis und daher auch die Lehre einer von Gott gewollten Einheit in einer Gemeinde! So warnt Paulus im 1. Kor.1,10:

    „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.“

    Also „vollkommen zusammengefügt“ und keine Toleranz mit „kleinen“ Irrlehren und nicht „Hauptsache wir sind in den wichtigen Dingen eins“ oder „Einheit in Vielfalt“.
    Die Korinther waren noch umfassend eins und wurden ermahnt eins zu bleiben! So schreibt Paulus an die Epheser 4,1-6:

    „So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“

    In Epheser 4,11-13 schreibt nun Paulus wie eine biblische Einheit wieder hergestellt und vorangetrieben werden soll:

    „Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus; ….“

    Hier kann man nun exakt sehen, dass bestimmte Geschwister den Dienst haben, den Leib des Christus zu erbauen, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife! In dem vielzitierten Bibelvers Johannes 17, 22+23 bittet Jesus seinen Vater:

    „Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“

    Dies wäre der Dienst der Pastoren und anderer lehrenden Brüder! Wollen wir, dass Unsere Gemeindemitglieder zur vollkommenen Mannesreife und zu vollendeter Einheit kommen und wir erleben, dass die Welt erkennt, dass Jesus vom Vater gesandt war und er die Welt liebt? Noch eine große Verheißung aus dem AT dazu:

    Psalm 133, 1-3 „Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind! Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider; wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions; denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.“

    Schon im AT war dies eine große Verheißung für die Einheit unter dem Volk Gottes und auch im NT ist dies eine gewaltige Verheißung: „denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit! Also Einheit wird belohnt!

    Wenn also Gott in seinem Wort eine umfassende Einheit in der Wahrheit bezeugt, dann habe ich dies erstmal im Glauben als Gottes Wille anzunehmen! Mir ist natürlich klar, dass diese Einheit in einer Gemeinde ein großes Wunder Gottes ist!

    Hier ist die Lösung:
    Matth. 21,21+22 „Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.
    Und alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen!“

    Wer hilft mit um eine biblische Gemeinde an seinem Ort zu bauen, zu erbeten?
    Und nicht auf die Berge sehen, sondern auf die Verheißung Gottes!

    Wegen der Größe der Gemeinde: Die Gemeinde in Jerusalem bestand aus mehreren Tausend Christen, sie trafen sich hin und her in den Häusern (in Hauskreisen) und manchmal in der Halle Salomos.
    Der Bau eines Gemeindezentrums, oder eines Kirchengebäudes um die ganze Gemeinde an einem Ort zu versammeln, wird an keiner Stelle in der Apostellehre verboten, aber es wird auch an keiner Stelle empfohlen!
    Die Christen z.B. in China beweisen, dass die Gemeinde auch im Untergrund sehr gut funktioniert! Eine Gemeinde ohne Gemeindezentrum ist trotzdem eine vollwertige Gemeinde!

    Wir täten gut daran, die ganze Gemeinde in funktionierende Hauskreise zu organisieren, denn es ist prophezeit, dass eine Zeit kommt, in der Christen von allen Völkern verfolgt werden, ich denke wir sind nahe daran!

    Wenn nun eine Gemeinde sich trennen muß von unbußfertigen Gruppen wegen Irrlehre oder sonstiger Sünden, dann ist es sehr traurig, aber absolut richtig und notwendig, denn Sauerteige müssen abgeschnitten werden, wie ich in meinem obigen Kommentar schon mal erklärt habe!
    Aber die zwei Gruppen von Christen (die unbußfertige Gruppe sind ja trotzdem noch Christen) an ihrem Ort sind zu einem unglaubwürdigen, schlechten Zeugnis geworden, deshalb sollten sie beide Gruppen um des Evangeliums Willen, ihren Stolz und Besserwisserei bei Jesus abgeben und ernsthaft darum ringen wieder eins zu werden!

    Liebe Grüße

  29. Theophil Isegrim meint:

    @ G. Behringer:

    Ich bin nun schon einige Zeit hier. Lese die Beiträge und auch die Kommentare. Den Meisten hier muß man die Bedeutung und die Wichtigkeit Gottes Wort nicht nahe bringen. Wir kommen aus den verschiedensten Richtungen, aber beim Wort als Grundlage sind wir uns überwiegend einig. An Klugheit und Verständnis mangelt es hier auch nicht. Ich weiß nicht so recht, wenn ich irgendwo neu hinkomme, schaue ich mir erstmal die Lage an, um mir eine Meinung zu bilden – es sei denn die Irrlehre ist offensichtlich. Aber Sie versuchen hier direkt zu belehren, obwohl Sie nicht wissen, ob das hier überhaupt nötig.

    Liebe und Wahrheit gehören untrennbar zueinander. Man darf das eine nicht gegen das andere vernachlässigen.

  30. Schandor meint:

    G. Behringer

    Erster Preis für den längsten Kommentar, der hier je verfasst worden ist.

    Nur ändern Kommentare nichts. Selbst wenn Sie recht hätten. Wovon ich nicht überzeugt bin. Vom Gegenteil übrigens auch nicht.

  31. Matze meint:

    @ G. Behringer
    Danke für Ihre umfangreiche Darstellung.
    Im Glauben gibt es manche Dinge, die sich eigentlich ausschliessen, aber trotzdem so sind.
    So z. B. der Glaube an eine absolute Wahrheit und das Bewusstsein “ dass unser Wissen Stückwerk ist“. Aus eigener umfangreicher leidvoller Erfahrung werde ich NIE in eine Gemeinde gehen, die für sich selbst in ALLEM auf dem Standpunkt steht richtig zu liegen.
    Wenn ich in einer solchen Gemeinde wäre würde ich stolz werden auf das hohe Level, das ich nun erreicht habe. Da Stolz keine christliche Tugend ist scheint mir das nicht erstrebenswert. Gott will uns zu demütigen Menschen machen und oft zeigt er uns, wenn wir ehrlich sind, deshalb Grenzen auf und ab und zu sogar bei unserem eigenen Wissen und der eigenen Erkenntnis

  32. G. Behringer meint:

    Lieber Schandor, aus Versehen ist mir wohl mein ganzer Kommentar zweimal reingerutscht! Pardon!
    Lieber Theophil es tut mir leid, ich war schulmeisterlich!
    Erst war meine Freude über die neuen Calvinisten riesengroß, dann war meine Endtäuschung riesengroß! Und da habe ich wohl meinen Frust von der Seele geschrieben!
    Aber mir geht es wirklich um die Sache!
    Was ich wirklich schade finde ist, dass kein einziger von Ihnen, mir anhand der Bibel ein Gegenargument gebracht hat!
    Wenn ich durch mein liebloses Verhalten alle guten Argumente zunichte gemacht habe, dass wäre dann meine Schuld!

    Liebe Grüße

  33. Schandor meint:

    G. Behringer

    Mit einem Augenzwinkern: Der „Calvinismus“ – ob’s den so gibt?
    Ich will Ihnen gar nicht widersprechen.
    Ich bin nur nicht überzeugt.
    Aber eben auch nicht von Piper&Co.
    Sie haben unheimlich viel Heiligkeit, aber das, was sie als Denkfutter liefern, war mir immer zu wenig.
    Und die lieben Calvinisten aus Amerika haben gar kein Evangelium, keine frohe Botschaft. Obs Kryptokatholizismus ist? Ich weiß es nicht. Frohe Kunde ists jedenfalls keine.
    Heil als verlorener Mensch finden Sie dort nicht, denn bei Calvinists musst Du im Grunde schon heilig sein, um errettet werden zu können.

    Zum Thema Musik kann ich deswegen nichts sagen,
    weil mir christliche Musik immer schon seltsam vorgekommen ist,
    zumindest seit sie zur Popmusik verkommen ist, egal, in welcher Kirche.

  34. Johannes G. meint:

    @Schandor: Mich würde interessieren, was genau du an der (neuen) christlichen Musik seltsam findest: Ist es der textliche / musikalische Stil, der Inhalt oder beides?

    Das interessiert mich u.a. deshalb, weil ich selbst einen im christlichen Umfeld eher exotischen Musikgeschmack habe und mit dem Großteil moderner Lieder auch nichts anfgangen kann. Ich kann eine Vielzahl aus inhaltlichen und oft auch stilistischen Gründen jedenfalls nicht guten Gewissens mitsingen. Ich höre jedoch z.B. neben barocker und klassischer Musik gerne auch durchaus anspruchsvolle „härtere“ moderne Sachen (was z.B. in manchen Kreisen grundsätzlich als „Teufelszeug“ angesehen wird), wo die Texte – etwas überspitzt ausgedrückt – hingegen nicht selten mehr Tiefgang haben als ein ganzes „Feiert Jesus“ Buch.

    Liebe Grüße
    Jo

  35. @ G. Behringer: Tja, mit Argumenten ist das eben nicht so einfach, gerade auch, wenn sie dann noch biblisch widerlegt werden sollen. Ich fange mal mit einer Sache an und werde es dann wohl auch dabei belassen. Der Neue Calvinismus ist gefährlich, weil es Verbindungen zu Mark Driscol gibt und er die Ernergente Bewegung mitbegründet hat.

    Das ist kein Argument, sondern eine Verkettung von Annahmen.

    Mark gehörte tatsächlich zu den Gründern der emergenten Bewegung. Aber er hat sich schon früh deutlich von ihr distanziert und hilfreiche Aufklärungsvorträge dazu gehalten. Er wurde einer der schärfsten Kritiker der EmCh.

    Tatsächlich wurde Mark einige Jahre mit den Neuen Calvinisten identifiziert und er selbst sah das auch so. Allerdings gab es immer Vorbehalte und letztlich auch eine Krise, die Mark mehr oder weniger aus der Bewegung geführt hat. Er hat unreif gehandelt und die Befürchtungen einiger Beobachter leider eingelöst.

    Wenn Sie meinen Artikel zum Neuen Calvinismus lesen (zu finden hier), werden sie merken, dass die Bewegung aus meiner Sicht fragil ist und sich konsolidieren muss, wenn sich nicht zum Pop verkommen möchte. Vielleicht zeigt Ihnen das ja, dass wir Selbstkritik brauchen und selbstkritisch sind. Gerade der Hype um Leute wie Mark, der auch an Personenkult erinnerte, ist eine gefährliche Sache. Es geht nicht um Leute, seien Sie noch so begabt, es geht um Christus und seine Ehre.

    Kurz: Der Verweis auf Mark Driscol unterstreicht, dass der NC ernst zu nehmen ist. Mark hat sich von der EmCh gelöst und konnte später innerhalb des NC nicht machen, was er wollte. Hoffen wir, dass er aus seinen Fehlern lernt und sich die berechtigte Kritik zu Herzen nimmt.

    Liebe Grüße, Ron

  36. Schandor meint:

    @Jo

    Es ist beides. Das Kirchenvolk, das wenig las, bekam früher noch biblische Wahrheiten (Trost, Ermahnung und noch mehr von diesen Dingen) über oft wiederholte Liedertexte ins Gedächtnis.
    Damit ist heute Schluss: Es werden christliche Liebeslieder und seichte Texte vermittelt.
    Die Ausnahmen, die es geben mag, berühren mich hier nicht.
    Soviel zur Vermittlung von Texten; was davon an Gehalt transportiert werden kann, sieht man etwa an den Paul-Gerhard-Liedern. Derlei ist unserer Kultur fremd geworden.
    Amerikanische Schmus-Liedersingerei á la Darlene Zschech ist zwar musikalisch reizvoll. Aber was es reizt, das begreift Durchschnittsmensch nicht.
    Pop-Musik ist als Musikstill immer und ausnahmslos auf romantisch-erotische oder gar viszerale Reize aus, dagegen können engagierte Christen wettern, wie sie wollen. Ich kann nicht dafür, dass manche Menschen das nicht empfinden können. Aber wer um die Ursprünge der POP-Musik weiß, der weiß auch, dass die „Erfinder“ derselben genau das beabsichtigt hatten. Der Beat spielt auf erotische oder viszerale Reize an, daran kann kein, aber gar kein Text etwas ändern.
    Nur Unwissenheit kann sich diesen Musikstil sehr zur Freude der Pop-Musik und dem dahinterstehenden Geist zunutze machen. Daran gibt es nichts zu rütteln.
    Das aber ist keine Kritik, sondern eine bloße Feststellung.
    Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Marshal McLuhan: The medium is the message. Haben auch nur sehr wenige verstanden.
    Mir gefallen ebenfalls Pop-Stücke, auch Nummern aus dem Genre Rock-Musik, wenngleich ich hinzufügen möchte, dass ich mir den Genuss dieser akustischen Darbietungen nur äußerst selten ins Ohr gleiten lasse, weil mir einfach nicht (mehr) danach ist.
    Aber eines ist und bleibt deutlich: Diese Art von Musik ins Christentum zu importieren, das wäre früheren Generationen nicht im Traum eingefallen.
    Es geht um den Musikstil, ja. Und für einen solchen Befund muss man keineswegs den etwas aparten Ausführen eines Dr. Roger Liebi folgen, wie ich hinzufügen möchte.

  37. Johannes G. meint:

    @Schandor: Danke für diese tlw. blumigen Erläuterungen – auch wenn ich manches davon nicht in dieser verabsolutierenden Form nachvollziehen kann… 😉

  38. Schandor meint:

    Ja, verabsolutieren muss ich ein wenig, sonst kommts wieder nur cum grano salis an.

    Man müsste mal versuchen, in einer Disco der 90er Jahre Bach zu spielen und den Leuten zu sagen: Auch das ist Musik, auch dazu kann man tanzen, auch da „geht die Post ab“ — die Leute würden schallend lachen.

  39. Johannes G. meint:

    @Schandor: Man müsste vielleicht vorher genauer erläutern, was man mit „da geht die Post ab“ meint. Mir ist z.B. nicht ganz klar, was du dir darunter in diesem Zusammenhang vorstellst. Aber wir müssen das auch nicht weiter vertiefen… 😉

    Liebe Grüße
    Jo

  40. Johannes Strehle meint:

    Es freut mich sehr, auf Christen zu treffen, die die zeitgenössische Kirchenmusik, die sich wie ein Flächenbrand durch die evangelikale Welt gefressen hat, auch kritisch beurteilen.
    Ich will meine Gedanken dazu aufschreiben. Aber es wird ein wenig Zeit in Anspruch nehmen.

  41. G. Behringer meint:

    Lieber Johannes Strehle,
    hier kurz meine Gedanken zum charismatischen Lobpreis: Die alten Kirchenlieder sind für mich im Durchschnitt inhaltsschwerer, aber nicht immer! Es gibt wirklich sehr schöne, moderne Anbetungslieder!
    Aber in vielen modernen Lobpreisliedern wird mir zu viel versprochen (ich geb mich dir hin…., mein ganzes Leben gehört dir…., egal was du mir nimmst…. usw.). Wenn diese Versprechen wenigstens zu 50% echt wären, dann hätten wir ja eine große Anzahl von hingegebenen, erweckten Christen in unseren Kirchen und Gemeinden!
    Aber dies haben wir bestimmt nicht! Hand aufs Herz: Wer denkt sich etwas dabei, wenn jemand unverheiratet in den Urlaub fährt!
    Was mich auch stört, ist die Lautstärke der Instrumente, besonders des Schlagzeugs!
    Die verschiedenen Musikstile, wie Rock, Rap, Hip-Hop finde ich für die Anbetung Gottes ungeeignet, weil sie die Seele zu sehr aufputscht. Da kann ich mich oft nicht richtig auf den Text konzentrieren, ob ich ihn auch so singen kann! Beim Beten überlege ich mir ja auch genau, was ich durch meinen Mund rauslasse! Durch die Lautstärke und durch den Musikstil wird mir das Nachdenken nicht gerade einfach gemacht! Wir sollen doch im Geist und in der Wahrheit anbeten!

  42. G. Behringer meint:

    @Schandor

    „Pop-Musik ist als Musikstill immer und ausnahmslos auf romantisch-erotische oder gar viszerale Reize aus, dagegen können engagierte Christen wettern, wie sie wollen. Ich kann nicht dafür, dass manche Menschen das nicht empfinden können. Aber wer um die Ursprünge der POP-Musik weiß, der weiß auch, dass die „Erfinder“ derselben genau das beabsichtigt hatten. Der Beat spielt auf erotische oder viszerale Reize an, daran kann kein, aber gar kein Text etwas ändern.
    Nur Unwissenheit kann sich diesen Musikstil sehr zur Freude der Pop-Musik und dem dahinterstehenden Geist zunutze machen. Daran gibt es nichts zu rütteln.“

    Bin einer Meinung mit Ihnen!

  43. G. Behringer meint:

    @Ron:
    Sie schreiben: „Tja, mit Argumenten ist das eben nicht so einfach, gerade auch, wenn sie dann noch biblisch widerlegt werden sollen.“

    Ja, leider ist es heutzutage so. Das kommt daher, weil das durchschnittliche Bibelwissen ist auf einem historischen Tiefststand ist, das theologische Desinteresse frappierend und die ethische Orientierungslosigkeit riesengroß ist!
    Das sehe ich genau gleich wie Herr Lohmann!

    Aber Sie können doch bestimmt erfassen, dass z.B. der Papst Franziskus ein bekennender Marienverehrer ist, der nach seiner Wahl zum Papst als erstes zur Marienkapelle gepilgert ist und sich bei Maria bedankt hat! Nun können die Namen der Götzen noch so schön klingen, wie Maria, vor Gott ist es genau dasselbe wie der Götze Baal, oder das goldene Kalb!

    Ex 22,19: „Jeder, der den Göttern opfert und nicht dem Herrn allein, der soll dem Bann verfallen.“

    Soll man sich nun mit Freunden des Papstes zusammenschließen und ihnen gemeinsame Sache machen? Nein, man muß sich schnell von ihnen trennen, Hirten müssen ein gutes Vorbild für die Herde sein!

    Da Sie nun genau wissen, dass Herr Schirrmacher ein Verehrer und Freund des Papstes ist, machen Sie über Ihre Zusammenarbeit mit Herrn Schirrmacher sich an der Verführung zur kath. Kirche und zur Verharmlosung deren Götzendienstes mitschuldig!

    In erster Linie um Gottes Willen, aber auch um Ihrer anbefohlenen Herde Willen, sollten Sie einen klaren Weg gehen und keine Kompromisse mehr eingehen!

    Bitte denken Sie nicht, diese Worte seien lieblos, diese sind bestimmt hart, aber nicht lieblos! Sie wollen helfen und nicht richten!

    Liebe Grüße

  44. Schandor meint:

    @Johannes Strehle

    Ich erwarte Ihre Ausführungen mit großer Neugier und ebensolchem Interesse!

    Liebe Grüße!

  45. @G. Behringer: So funktioniert Aufklärung nicht. Das Argument lautet: Weil ich mit jemandem zusammenarbeite, der Papst Franziskus schätzt, arbeite ich mit Papst Franziskus zusammen und mache mich schuldig.

    Fällt Ihnen da nicht etwas auf?

    Liebe Grüße, Ron

  46. Matze meint:

    @G. Behringer

    ich bin nicht in der Rolle Ron zu verteidigen fühle mich aber trotzdem herausgefordert zu antworten
    Diese Diskussion hatten wir früher auch schon wie z.B. bei der Wehrdienstverweigerung: Mach ich mich schuldig, wenn ich bei einem Bäcker einkaufe der die Bundeswehr beliefert, natürlich nicht.
    Der kath. Kirche hängt doch keine mystische Kraft, die sich überträgt wenn ich mit einem Katholiken rede. Ich gehe gern in geistliche Konzerte in der kath. Kirche und bin gleichzeitig Gegner der Ökumene, ohne dass ich Angst habe, dass mich in der kath. Kirche irgendwas falsch prägt oder ähnliches. nur weil ich über die Schwelle trete. Jesus prägt mich und führt mich. Wenn wir so denken, müssten 99,9 % aller Christen ihren Job in der Welt kündigen, weil die Unternehmen genauso neg. Prägung haben können wie die Kirche!

  47. G. Behringer meint:

    2.Kor. 6,15-18 bis 2.Kor.7.1: „Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!

    Wenn Sie mit eindeutigen Freunden und Verehrern des Papstes zusammenarbeiten, beflecken Sie den Heiligen Geist, der in ihnen wohnt mit den unreinen Dämonen des Papstes!

    Wir müssen uns als Christen von solchen Götzendienern absondern und eindeutig dazu Stellung nehmen, besonders als Hirte!
    Der Sauerteig des Papsttums arbeitet unaufhaltsam, wenn er nicht abgeschnitten wird!

    Deshalb ist jede Form von Ökumene eine Katastrophe!

    Liebe Grüße

  48. G. Behringer: Eine ehrlich gemeinte Rückfrage: Würden Sie sich im Fall eines Schlaganfalls in die Notaufnahme eines katholischen Krankenhauses einweisen lassen?

    Ich persönlich habe hier im Blog übrigens mehrfach Äußerungen des aktuellen Papstes (hoffentlich unmissverständlich) dokumentiert und kommentiert:

    http://theoblog.de/?s=Papst+frankziskus

    Liebe Grüße, Ron

  49. G. Behringer meint:

    Lieber Matze,

    sie schrieben am 8. Mai in Ihrem Kommentar:
    „Danke für Ihre umfangreiche Darstellung. Im Glauben gibt es manche Dinge, die sich eigentlich ausschliessen, aber trotzdem so sind. So z. B. der Glaube an eine absolute Wahrheit und das Bewusstsein “ dass unser Wissen Stückwerk ist“

    Dazu möchte ich Ihnen sagen: Unser Wissen ist Stückwerk, aber gleichzeitig will Gott, daß wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus;
    dies ist kein Wiederspruch, wir Christen müssen nur zusammentragen was wir an Erkenntnis/Stückwerk bekommen haben, und schon steigt der geistliche Grundwasserspiegel aller Christen! Das ist genau das, was Gott will! Besonders müssen die Lehrer dazu ihren Teil dazu beitragen!

    Zu Ihrem letzten Kommentar möchte ich sagen: Besonders ein Christ in irgendeiner leitenden Position führt seine Schäfchen nicht nur durch sein Reden, sondern auch durch sein Leben, sein Vorbild!

    Da Herr Kubsch nicht nur irgendwie mit Herrn Schirrmacher befreundet ist, sondern Herr Kubsch arbeitet mit Herrn Schirrmacher in seinem Martin Bucer Institut in einer Arbeit über die Reformation in einer geistlichen Arbeit mit. Und dies ist für seine Freunde ein klares Signal: wenn Ron mit einem Freund und Bewunderer des Papstes zusammenarbeitet, dann ist wohl der Papst auch irgendwie in Ordnung!
    Für mich ist dies Verführung durch ein schlechtes Vorbild!
    Und wenn Herr Kubsch dann über den Papst irgendeine Aufklärung bringt, ist er dann Glaubwürdig?

    Natürlich können Sie ohne Bedenken in ein katholisches Konzert gehen und Freunde aus irgendeiner Religion haben, eine geistliche Zusammenarbeit ist dies ja nicht!

    Mit Verführern wie Herr Schirrmacher als ein Bewunderer des geistlichen Weges des Papstes, der sogar mit vielen Religionen zusammen betet und arbeiten will, darf man auf keinen Fall zusammenarbeiten!

    Herr Schirrmacher hatte anfangs in Bezug auf die kath. Kirche eine völlig andere, eine völlig klare biblische Haltung!

    Liebe Grüße

  50. G. Behringer: Ich muss damit leben, dass Sie mich nicht ernst nehmen. Schade!

    Liebe Grüße, Ron

  51. Matze meint:

    @G. Behringer

    vorschnelle Urteile auf Grund von Zusammenarbeiten und daraus folgenden Vermutungen darf und werde ich mir nach meinem Verständnis des Evangeliums nicht zu eigen machen.

  52. G. Behringer meint:

    Lieber Ron,

    ich wünsche Ihnen allen Segen Gottes!

    Liebe Grüße

  53. @G. Behringer: Vielen Dank, Ron

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