Gesellschaft

Stasi Mediathek

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) hat einige Unterlagen der Staatssicherheit online stellen lassen. Obwohl der Umfang der zugänglichen Dokumente überschaubar ist, sind ganz interessante Sachen zu finden. Leider scheint bei etlichen Filmen, ich rede nicht von Überwachungsaufnahmen, sondern z.B. von Schulungsfilmen, die Tonspur zu fehlen. Schade.

Mein Favorit ist der Mitschnitt einer Diskussion der Mitarbeiter der Bezirksverwaltung Cottbus aus dem Jahr 1989. Die Mitarbeiter der Bezirksverwaltung sprechen mit dem Sekretär für Propaganda bei der zentralen Parteileitung der Stadt, Werner Thomala, über aktuelle politische Probleme. Da wurde doch tatsächlich noch im Herbst 1989 von den propagandistischen Methoden Lenins geschwärmt. Aber ist gibt auch innerhalb des Stabes kritische Rückfragen, z.B. zum Vorwurf der gefälschten Wahlergebnisse.

Hier die Mediathek: www.stasi-mediathek.de.

Eine Religion des Friedens?

Nach jeder Attacke von Islamisten heißt es, sie dürfe nicht in Verbindung gebracht werden mit dem Islam, der eine Religion des Friedens sei. Dieses Beschwichtigen muss endlich aufhören, meint Ayaan Hirsi Ali. Sie hat recht!

Es gibt im Koran zahlreiche Aufrufe zu einem gewaltsamen Dschihad. Aber der Koran steht da keineswegs allein da. In zu großen Teilen des Islam ist der Dschihad ein durch und durch modernes Konzept. Die „Bibel“ des Dschihads im 20. Jahrhundert – und ein inspirierendes Werk für viele islamistische Gruppen heute – ist „Das Koran-Konzept des Krieges“, ein Buch, geschrieben Mitte der 1970er-Jahre vom pakistanischen General S. K. Malik. Er argumentiert, weil Gott – Allah – selbst jedes Wort im Koran geschaffen hat, sind die Regeln des Krieges im Koran von höherem Gewicht als die Regeln, die von Sterblichen aufgestellt wurden.

In Maliks Analyse der Strategie des Koran ist das Zentrum des Konflikts die menschliche Seele – und nicht irgendein physisches Schlachtfeld. Der Schlüssel zum Sieg, so habe es Allah durch die militärischen Aktionen des Propheten Mohammed gelehrt, sei es, die Seele des Feindes zu treffen. Und der beste Weg ist der Terror. Terror, so schreibt Malik, ist „der Punkt, an dem sich die Mittel und das Ziel treffen“. Terror, ergänzt er, „ist nicht das Mittel, um dem Feind eine Entscheidung aufzuzwingen. Er ist die Entscheidung selbst.“

Die Verantwortlichen für das Gemetzel in Paris – genauso wie der Mann, der 2004 den niederländischen Regisseur Theo van Gogh ermordete – wollen uns Terror oktroyieren. Und jedesmal, wenn wir uns auf ihre Sicht einer berechtigten religiösen Gewalt einlassen, geben wir ihnen genau, was sie wollen.

Mehr: www.welt.de.

Traditionelle Familie stärkt Kinder

Eine umfangreiche empirische Studie zu Familienstrukturen aus dem Jahr 2012 zeigt, dass Kinder in mehrfacher Hinsicht dort am besten gedeihen, wo sie bei ihren Eltern aufwachsen (obwohl der Verstand für diese Einsicht ausreichen sollte). Der Arzt Peter May stellt die Studie von Prof. Mark Regnerus (University of Texas, USA):

  • M. Regnerus: „How different are the adult children of parents who have same-sex relationships? Findings from the New Family Structures Study“, Social Science Research 41 (2012), S. 752–770

kurz vor: Parenting.pdf

Frauenquote ist Menschenrechtsverstoß

Aaron Rhodes erklärt kurz und knapp, weshalb Quotenlösungen gegen fundamentale Rechte verstoßen. Bemerkenswert, dass er offen anspricht, was etliche Menschen intuitiv spüren: Viele Parlamentarier wollen nicht die Interessen des Volkes vertreten, sondern das Volk gemäß ihrer eigenen Leitkultur erziehen. Die Quote und der damit erwünschte „Kulturwandel“ wurden, ohne dass es eine die Wähler einbeziehende Auseinandersetzung gab, von „Mama Staat“ mittels Nutzen-Argumentation einfach durchgedrückt: „Eine offene Debatte über die Frauenquote gab es nicht: Kritik wurde als Machotum abgetan und – wie etwa von VertreterInnen der Grünen – ‚inakzeptabel’genannt.“

Rhodes schreibt:

Die Grundrechte der Europäer, besonders die Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit, werden immer häufiger im Namen der „Toleranz“ und des „sozialen Friedens“ beschnitten. Das ist auch möglich geworden, weil der Europäische Gerichtshof diese fundamentalen Menschenrechte zu häufig nicht schützt.

Gender-Vielfalt in Führungspositionen und Berufsgruppen hat Vorteile für alle. Doch statt die Verantwortung an den Staat abzugeben, der restriktive und beschwerliche Gesetze verhängt, ist die Zivilgesellschaft gefordert. Eltern, bürgerschaftliche Vereine, religiöse Organisationen, Schulen und Universitäten müssen mehr tun, um Frauen und Minderheiten darin zu unterstützen, ehrgeizig zu sein, etwas zu erreichen und sich nach vorne zu kämpfen. Es ist eben nicht nur Aufgabe der Unternehmen, sondern aller gesellschaftlichen Kräfte, gegen Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Rasse oder anderen Identitätsmerkmalen vorzugehen.

Ja, aufgrund eines neuen Gesetzes wird es in Deutschland schon bald mehr Frauen in Aufsichtsräten geben. Damit einher geht allerdings ein Staat, der wieder ein Stück mehr in unser Leben eingreift. So entsteht ein Staat, der Gleichheit verordnet, anstatt gleiche Chancen für alle zu schaffen. Das ist eine vertane Chance, denn eine Vielfalt, die aus der Gesellschaft erwächst, ist beständiger als eine, die per Gesetz vorgegeben wird.

Hier mehr: www.zeit.de.

„Sollen sich die Kinder doch wehren“

Gerhard Amendt schreibt in seinem ausgezeichneten Beitrag „Sollen sich die Kinder doch wehren“ für die FAZ (Ausgabe Nr. 303 vom 31.12.2014, S. 6):

Die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ spricht sich nicht für das Recht von Pädophilen aus, auf Kinder straffrei zugreifen zu dürfen. Darum geht es ihr nicht. Sie übernimmt jedoch die Zielvorstellungen, die der pädophilen Propaganda und der Charakterstörung zugrunde liegen. Sie will die Grenze zwischen den Generationen und den Geschlechtern überschreiten und letztlich abschaffen. Beides ist jedoch maßgeblich für eine kultivierte Gesellschaft. Diese Überschreitung der Generationengrenze begründet die Gemeinsamkeit mit der Pädophilie. Sie bringt den Wunsch zum Ausdruck, dass Inzest als Inbegriff der Grenzziehung nicht nur straffrei gestellt, sondern wertgeschätzt wird. In diesem Sinne bedeutet Sexualisierung, dass zärtliche und sorgende Beziehungen mit Kindern von sexuellen Impulsen gerade nicht frei sein sollen. Ganz im Gegenteil, erst wenn auch Zärtlichkeit resexualisiert wird, ist die Voraussetzung für sexualisierende Vielfalt geschaffen. Wenn die Rede vom „Dekonstruieren“ ist, dann sollen Lehrer, die Schamgefühle und Respekt in der Sexualpädagogik hegen, durch Vertreter von Lobbygruppen ersetzt werden. Es soll abgeschafft werden, was der Grenzüberschreitung im Wege steht. Wer sich dem widersetzt, gilt als unaufgeklärt und als Repräsentant einer sexualfeindlichen Kultur. Vielleicht gilt das demnächst auch für eine sogenannte Vielfaltphobie der Kritiker.

Sex für alle Klassenstufen

Der Hannoveraner Landtag hat beschlossen, dass künftig in allen Jahrgängen und allen Fächern „geschlechtliche Identitäten“ behandelt werden müssen. Doch was als Fortschritt erscheint, ist ein Rückfall in die Zensur und die staatliche Bevormundung – auf dem Rücken der Kinder.

Alexander Kessler schreibt für CICERO:

Es liegt so vieles im Argen an unseren deutschen staatlichen Schulen. Die Klassen, hört man, sind zu groß, die Leistungsunterschiede der Schüler sind es nicht minder. Adenauer und Honecker auseinander zu halten, gelingt nicht jedem Gymnasiasten, warum und ob da eine Mauer in Berlin stand, entzieht sich mancher Kenntnis, und generell müsse man froh sein, wenn die Hochschulreife ausreicht, eine Bewerbung als Mechatroniker oder Hair-Stylist eigenhändig aufzusetzen. Ganz zu schweigen von den Herausforderungen an Gesamt- und Hauptschulen, wo Erziehung oftmals Betreuung und Umgangsformentraining bedeutet.

Die niedersächsische Landesregierung hat vor diesem Hintergrund messerscharf geschlossen: Wir müssen über Sex reden. Und zwar viel mehr und viel öfter als bisher. Das Geschlechterwissen soll die neue Schlüsselqualifikation an unseren Schulen werden. Wer kann dagegen etwas sagen? Tatsächlich boomt die Körperindustrie in nie gekanntem Ausmaß, da mögen sich schon die Kleinsten beizeiten in den richtigen Termini rüsten. Wer zu welchen Zwecken unter welchen Bedingungen mit wem in die Kiste steigt: Darauf lässt sich ein Karriereplan gründen. Es lockt sowohl das darstellende wie auch das betreuende Gewerbe, die Sozial- ebenso wie die Sexindustrie. Und ist es nicht herrlich emanzipatorisch, wenn auch an niedersächsischen Grundschulen nun endlich „Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität (…) verbindlich thematisiert werden“ müssen?

So steht es im gestern von den Regierungsparteien SPD und Grüne und der Oppositionspartei FDP im Hannoveraner Landtag durchgewunkenen Entschließungsantrag 17/2348. In „allen Fächern“ und „allen Klassenstufen“ muss nun die „Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten und gleichgeschlechtlicher Lebensweisen“ angemessen behandelt und abgebildet werden.

Hier mehr: www.cicero.de.

Wagenknecht’s ideologisches Sendungsbewußtsein

Starke Worte, die der Musiker und Schriftsteller Reiner Kunze vom Stapel gelassen hat. Bravo!

Frau Wagenknecht nennt die Friedliche Revolution von 1989 eine „direkte Konterrevolution“. Wir haben es bei Frau Wagenknecht also mit einer Gegnerin des Prager Frühlings, mit einer Gegnerin der Entspannungspolitik der Brandt-Scheel-Regierung, mit einer Gegnerin der Friedlichen Revolution von 1989 und mit einer Vertreterin eines nach ihren eigenen Worten „konsequenten, kompromißlosen Kampfes“ zu tun, dessen „letztliches Ziel … die Überwindung dieser Gesellschaftsordnung“ ist (gemeint ist die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland). Kann man noch extremer links sein?

In diesen programmatischen Äußerungen von Frau Wagenknecht paaren sich politische Finsternis und ideologisches Sendungsbewußtsein, wie man es nach Auschwitz und dem stalinistischen GULAG nicht für möglich halten sollte. Wenn Frau Wagenknecht im Zusammenhang mit ihrer Wahl an die Fraktionsspitze der Partei „Die Linke“ mitteilt, sie lasse ihre Mitgliedschaft in der „Kommunistischen Plattform“ ruhen, ist das nach meinem Verständnis ein Schläfertum mit Ansage.

Hier mehr: www.deutscherarbeitgeberverband.de.

Die „große Lüge der Frauenpolitik“

Das Ministerium für Gesundheit und Emanzipation (!) in NRW hatte Bordellbetreiber, Prostituierte und Freier eingeladen, Empfehlungen für die künftige Prostitutionspolitik des Landes zu erarbeiten. Nun plädiert NRW fast geschlossen dafür, Prostitution von jedem Imagemakel zu befreien und die Frauen für ein Leben in, nicht außerhalb der Prostitution zu stärken. Kurz: „Es soll keinen Grund mehr geben, seinen Körper nicht zu verkaufen“. Auf diesen Nenner bringt es Lea Ackermann, Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation Solwodi, in einem bemerkenswerten Interview, das bei WELT online gelesen werden kann.

Frau Ackermann stellt die richtige Frage:  „Und man muss all die Politiker, die Prostitution nun attraktiv gestalten wollen, schon mal fragen: Wünschen Sie sich denn auch, dass Ihre eigene Tochter anschaffen geht?“

Hier die Leseempfehlung: www.welt.de.

Die neue Ordnung der digitalen Technik

Markus Keiser hat sich freundlicherweise die Schweizer Studie Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft angeschaut und kurz kommentiert:

Teaser big GDI SWISSCOMEs war Frühling 1990, meine Frau und ich waren auf der Suche nach einem familientauglichen Auto, da wir unser erstes Kind erwarteten. Dem Fahrzeughändler, dem wir gegenüberstanden, ein großer Mann mit dickem Bauch und feinrandiger Brille, hielt einen schwarzen Plastikklotz geheimnisvoll in seiner rechten Hand. Es war eines der ersten Motorola Handys der Natel C Generation (hier ein Bild), riesig in Ausmaßen und schwer in der Hand. „Fr. 6000.- hat es mich gekostet“ vertraute er uns an. Teuerungsbereingt sind das heute um die 8000.- Schweizer Franken.

Dieses Erlebnis von damals erinnert mich immer wieder daran, was diese Geräte einst gekostet haben und wie schnelllebig dieser Markt geworden ist. Das GDI (Gottlieb Duttweiler Institut), benannt nach dem Gründer des heutigen Großverteilers Migros, hat im Auftrag der Swisscom (größter Telekomanbieter der Schweiz) eine Studie über die zukünftige Vernetzung erstellt. Darin werden die Anfänge des Internets besprochen und verschiedene Szenarien für die Zukunft erstellt und durchdacht. Ganz nach dem Moto: Wo geht die Reise hin?
Eines wird nach dem Lesen der Studie klar: Es wird alles noch viel engmaschiger, Mensch und Maschine werden zusammenwachsen und eine interaktive Symbiose bilden und der eine oder andere Science-Fiction Film, den man gesehen hat, scheint Realität zu werden.

Logisch-stringent wird von „neuer Weltordnung“ als Konsequenz dieser neuen Technologien gesprochen, eine Welt, in welcher der Mensch so eng mit Maschinen verbunden ist, dass er ohne sie nicht mehr leben kann. Die Technik wird dem Menschen immer dichter auf den Leib geschnitten, immer kleiner, und legt sich mittlerweile um unsere Handgelenke.
Der nächste Schritt soll die „Digisphäre“ sein, in welcher dem Menschen Chips eingepflanzt werden, um z.B. die Gesundheitsvorsorge zu fördern. „Sie haben die Möglichkeit ihre Krankenkassenbeiträge zu senken, wenn sie es erlauben unseren Gesundheitschip zu tragen, der frühzeitig Alarm schlägt, sobald sich in ihrem Körper ein Gesundheitsrisiko anbahnt“. Wäre das nicht ein verlockendes Angebot um Risiken und Kosten zu senken?

Was tun wir als Christen, um dieser Kontrolle, die in ihrer Konsequenz wirklich total sein, wird zu entkommen? Technologie ist nicht per se schlecht, aber ich bin der Überzeugung, dass wir lernen müssen, nicht einfach alles als gut und gegeben zu akzeptieren. Warum müssen wir „always online“ sein und zwingend einen Smartphone-Datenvertrag haben, damit wir jederzeit mit jedem im Kontakt stehen? Wohin führen diese vermeintlichen Annehmlichkeiten letztlich? Die Gewöhnung an „always online“ ist die Basis für alles, was noch kommen wird!

Als ich vor 24 Jahren das erste Mal diesen „Motorolaknochen“ sah, konnte ich mir nicht vorstellen, wie die technische Entwicklung aussehen wird. Heute sehen wir vielleicht etwas besser, was in den nächsten 24 Jahren kommen mag. Die Verheißungen von damals, nämlich „Freiheit“ und „Flexibilität“, scheinen sich in Zwänge und Beklemmung zu verwandeln.

Markus Keiser

Sklaverei in 5 Ländern besonders hoch

GlobalslaveryindexDas Acton Institute, das ich sehr schätze, verweist auf den zweiten „Globalen Sklaverei-Atlas 2014“, der von „Walk Free Foundation„ herausgegeben wird.

Einige Daten:

In absoluten Zahlen haben folgende Länder die meisten Sklaven:

  • Indien
  • China
  • Pakistan
  • Usbekistan
  • Russland
  • Nigeria
  • Demokratische Republik Kongo
  • Indonesien
  • Bangladesch
  • Thailand

Die aktuelle Prävalenz ist in folgenden Ländern besonders hoch:

  • Mauretanien
  • Usbekistan
  • Haiti
  • Katar
  • IndienP
  • Pakistan
  • Demokratische Republik Kongo
  • Sudan
  • Syrien
  • Zentralafrika

Hier die Einzelheiten: Global_Slavery_Index_2014_final_lowres.pdf.

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