Juni 2018

Sieg der Vernunft: Konditor muss nicht

Der Oberste Gerichtshof in den USA hat einem Konditor rechtgegeben, der sich geweigert hat, eine Torte für eine schwule Hochzeit zu backen. Somit hat die Vernunft sich durchgesetzt. Kaum auszudenken, was passiert wäre, wenn sich die LGBT-Lobby durchgesetzt hätte. Der DLF meldet:

Die Entscheidung fiel mit 7 gegen 2 Richterstimmen. Das Urteil betont das Recht auf Religionsfreiheit. Der Fall reicht sechs Jahre zurück. Damals hatte ein schwules Paar seine Hochzeitstorte beim dem Konditor in Denver im US-Bundesstaat Colorado in Auftrag geben wollen. Der lehnte aber ab, mit dem Hinweis, zu einer Ehe gehörten laut Bibel Mann und Frau. Eine gleichgeschlechtliche Hochzeit wolle er nicht unterstützen. Das Paar legte Beschwerde bei der Bürgerrechtkommission von Colorado ein, die erklärte, das Verhalten des Bäckers sei diskriminierend.

Mehr hier und hier.

Vom Ursprung göttlicher Weisheit

Heinrich Bullinger über den Ursprung gesunder kirchlicher Lehre:

Alle christlichen Glaubenssätze und alle Grundsätze einer rechten, guten und gottgefälligen Lebensweise, kurz: alle wahre und göttliche Weisheit ist seit je den Zeugnissen und Urteilssprüchen des Wortes Gottes entnommen worden. So können auch heute wirklich weise Männer und treue, von Gott berufene Diener der Kirchen ihre Lehre aus keiner anderen Quelle als dem Worte Gottes schöpfen und wahrhaft begründen. Wer also das Wesen des Wortes Gottes und dessen Beschaffenheit nicht kennt, der ist selbst im Haus des Herrn und im Kreis der Hörerschaft Christi, aber auch beim Lesen der Heiligen Schrift nichts anderes als ein blinder, gehörloser und vernunftloser Mensch. Wenn also viele respektlos und nachlässig wirken, wenn sie die heiligen Predigten hören, beruht dies einzig darauf, dass sie die Kraft und wahre Beschaffenheit des Wortes Gottes weder recht verstehen noch sorgfältig genug erwägen.

H. Bullinger, Dekade 1, Schriften III, S. 57.

Staatsräson und Moralin helfen nicht

Markus M. Haefligers Artikel über die Legalisierung der Abtreibung in Irland zeigt drei Dinge: Erstens kann die Verbindung von Staat und Kirche eine Säkularisierung höchstens bremsen, nicht aufhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine politisch erzwungene christliche Kultur die Basis verliert, ist hoch. Zweitens schreitet die Säkularisierung im katholischen Irland inzwischen rasant voran. Zudem wird drittens deutlich, dass die Abwendung vom christlichen Glauben konkrete Konsequenzen im ethischen Bereich hat. Die Freude über eine wachsende Kultur des Todes ist spürbar. 

Die 66 Prozent Ja-Stimmen beim Abtreibungsreferendum markieren eine Zeitenwende. Irlands Kirchengeschichte war jahrhundertelang ein Zerrspiegel von dessen Verhältnis zur grossen Insel auf der gegenüberliegenden Seite der Irischen See. Als die Reformation die Britischen Inseln erfasste, bäumten sich die Gläubigen vielerorts auf. Sie erkannten in den Edikten des Königs Henry VIII. Gesinnungslumperei und in der Konfiskation der Kirchenvermögen die Raffgier des Adels. In entlegenen englischen Kirchenprovinzen wurden die Aufstände unterdrückt, aber unter der Landbevölkerung Irlands behauptete sich der Katholizismus.

Ein frommer Lebenswandel hatte im 19. Jahrhundert Popularität erlangt als Gegenentwurf zu der als verlogen empfundenen Moral der britischen Herrschaft. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1922 wurde Strenggläubigkeit zur Staatsideologie. Der Freistaat übernahm ein verarmtes Staatswesen und konnte sich den Ausbau staatlicher Aufgaben nicht leisten, die Kirche sprang ein. So übte sie bis in die 1960er Jahre die Aufsicht über die Zensur aus. Während anderswo die Säkularisierung um sich griff, drängte Irland die Trennung von Staat und Kirche zurück. Das ging so weit, dass die Bischofssynode die Aufnahme diplomatischer Beziehungen durch Dublin mit dem Vatikan als «überflüssig» ablehnte, da sie sich für zuständig hielt. 

Mehr: www.nzz.ch.

BibleWorks hört auf

Ich habe vielen Jahre mit der BibelSoftware BibleWorks gearbeitet und diese unter dem Betriebssystem Windows sehr geschätzt. Jetzt stellt die Firma die Arbeit mit dem Produkt wahrscheinlich ein. In einer Meldung heißt es:

BibleWorks dient der Gemeinde seit 26 Jahren mit einer Reihe professioneller Werkzeuge, die es den Studierenden des Wortes ermöglichen sollen, „das Wort der Wahrheit richtig zu teilen“. Aber es ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden, dass der Bedarf an unseren Diensten so weit zurückgegangen ist, dass wir glauben, dass der Herr uns unsere Gaben auf andere Weise nutzen lassen möchte. Dementsprechend wird BibleWorks zum 15. Juni 2018 seine Tätigkeit als Anbieter von Bibel-Software-Tools einstellen. Wir machen diese Ankündigung mit Traurigkeit, aber auch mit Dankbarkeit, gegenüber Gott und einer Vielzahl von treuen Nutzern, die einen großen Teil ihres Lebens bei uns verbracht haben. Wir wissen, dass Sie in Zukunft viele Fragen haben werden. Wir werden unser Bestes tun, um einige davon hier zu beantworten.

Wir beten weiter, dass der Herr einen Weg für die Fortsetzung des Programms bietet, und wir erforschen einige Möglichkeiten. Aber es gibt derzeit keine konkreten Pläne für die zukünftige Entwicklung. Ich möchte persönlich den vielen Tausenden von Menschen danken, die im letzten Vierteljahrhundert BibleWorks benutzt und unterstützt haben. Möge der Herr Deine Arbeit für Seine Herrlichkeit segnen.

Der Support wird zum 15. Juni 2018 eingestellt.

An so einem Fall wird deutlich, dass eingekaufte digitale Bibliotheken mit der Schließung einer Firma verloren gehen könnten. Viele werden dennoch nicht auf Bibel-Software verzichten wollen. Für den deutschen Markt würde ich als Alternative Logos empfehlen. Wer mit englischsprachigen Ressourcen auskommt, sollte sich Accordance genauer anschauen.

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