Juni 2018

Das Ende des Internets, wie wir es kennen

Enno Park, Journalist und Wirtschaftsinformatiker, befürchtet in den nächsten Jahren beträchtliche Einschränkungen der freien Meinungsäußerung im Internet. Große Konzerne und die Politik übernehmen mehr und mehr die Kontrolle. Parteien und vor allem EU-Politiker werden nicht müde, schärfere Regulierungen zu fordern.

Mit solchen Gesten vertreten sie natürlich nur die Interessen der Bürger. Das ist ja die Aufgabe der Politik (Ironie aus).

Der Trend ist eindeutig: Das Internet konzentriert sich immer weiter auf einige wenige Monopolisten, die ihrerseits zunehmend staatlich reguliert werden. Das Ausüben der Rede- und Meinungsfreiheit wird immer schwieriger, egal ob auf diesen Plattformen oder jenseits von ihnen.

Vielleicht muss man sich an den Gedanken gewöhnen, dass auch für das Internet die weitgehend unregulierte Anfangszeit vorbeigeht. Angesichts von Hate Speech und Propaganda werden viele nicht allzu traurig darüber sein. Aber es wäre das Ende des offenen Internet, wie wir es kennen. Immerhin hätte seine anarchistische Frühphase gut 50 Jahre gedauert.

Hier der DLF-Beitrag:

 

Kultur des Lebens (1): Melissa Ohden trifft ihre Mutter

Christen wird gern nachgesagt, sie seien nachtragend, unversöhnlich und verbreiteten Hass. Melissa Ohden ist ein lebender Gegenbeweis. Als sie 14 Jahre alt war, erfuhr sie, dass sie eine Abtreibung überlebt hatte. Was passierte, als sie viele Jahre später ihre Mutter traf, erzählt sie in diesem Interview. Sehr bewegend!

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Die zwei Geburten

Heinrich Bullinger (Dekade 1, Schriften III, 2006,  S. 73):

Denn durch unsere erste Geburt wird der Mensch zum Tode, durch die zweite zum Leben geboren. Diese Wiedergeburt aber geschieht durch den Geist Gottes, der durch den Glauben unsere Herzen erfüllt, nämlich durch den Glauben an Christus, der um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtsprechung willen auferstanden ist [vgl. Röm 4,25].

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Open Access-Bibliothek zur Religion

Die Digital Theological Library hat eine Open Access-Bibliothek mit Werken zur Religion und Theologie erstellt. Der Betreiber schreibt über das Anliegen:

Die Aufgabe der Open Access Digital Theological Library (OADTL) ist es, qualitativ hochwertige Inhalte in der Religionswissenschaft und verwandten Disziplinen aus Verlagsseiten, institutionellen Sammlungen und öffentlich zugänglichen Bibliotheken zu kuratieren. Die OADTL nutzt das weltweit fortschrittlichste Katalogisierungs- und Entdeckungssystem für Bibliotheken, WorldShare von OCLC, um Inhalte leicht auffindbar und abrufbar zu machen. Das OADTL ist mit professionellen Bibliothekaren besetzt und listet Inhalte ohne Rücksicht auf theologische oder konfessionelle Sichtweisen. Es ist zu hoffen, dass der verstärkte Zugang zu qualitativ hochwertigen religionswissenschaftlichen Inhalten den Wissenschaftlern und Studenten der Religionswissenschaft zugute kommt.

Hier gibt es den Zugang: oadtl.org.

Jordan Peterson: „12 Rules for Life“

Der kanadische Psychologe Jordan Peterson hat sich mit politisch Korrekten, Gender-Freaks und Feministen angelegt. Seine Thesen sind konservativ und provozieren den lauten Widerspruch der linken Elite.

In der DLF-Besprechung des Buches 12 Rules for Life – An Antidote to Chaos unterstellt Raphael Smarzoch dem Psychologen Peterson kriegerische Rhetorik, Unzeitgemäßheit und ein dualistisches Weltbild. Ein Weltbild nämlich, in dem zwischen dem Guten und dem Bösen unterschieden wird. Wie schlimm!

Raphael Smarzoch sagt:

In Zeiten, in denen das Internet eindeutige Kategorisierungen aufgelöst hat, mutet dieses Denken befremdlich an. Peterson sucht nach Kontinuitäten, nach festen Zuschreibungen, die seiner Meinung nach von der Postmoderne relativiert worden sind. Jacques Derridas Philosophie bezeichnet er als „nihilistisch und destruktiv“. Die Frankfurter Schule, dessen populärsten Vertreter Theodor W. Adorno er nicht einmal namentlich nennt, vergleicht er mit einer marxistischen Hexenküche. Peterson geht es um die Aufrechterhaltung von Traditionen und die Suche nach einer festen Ordnung, die er als männlich charakterisiert. Chaos hingegen sei das Ewig-Weibliche.

Hier die Besprechung:

 

Das Buch 12 Rules for Life – An Antidote to Chaos soll übrigens noch in diesem Jahr in deutscher Sprache erscheinen.

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Christsein in Westeuropa

Westeuropa gilt als eine der säkularsten Regionen der Welt. Die Forscher des renommierten amerikanischen Pew-Zentrums haben die Einstellung zur Religion in Westeuropa untersucht. Der DLF-Redakteur hat die Studie gelesen und meint, Europa sei christlicher als erwartet und überzeugte Christen seien gegenüber Muslimen besondern kritisch.

Hier der DLF-Beitrag:

 

Groteske Attacken

Wenn ein Intellektueller mal etwas sagt, was nicht in den Mainstream passt, muss er sich auf einiges gefasst an:

Wenn etwa Rüdiger Safranski, der am heutigen Dienstag den noch von Helmut Schmidtinitiierten Deutschen Nationalpreis erhält, schon vor Monaten im „Spiegel“ zu einem Stichwortgeber der Neuen Rechten stilisiert wurde, zu einem geistigen Brandstifter, der philosophisch die Dekonstruktion nicht kapiert habe und nun „fast verzweifelt“ versuche, „in der Welt außerhalb seines Wohnortes Badenweiler eine feste Struktur zu entdecken, mit der man sich gegen den Zustrom und gegen die Integrationsprobleme stemmen kann“ – dann ist das in seinem argumentativen Gehalt so billig, dürftig und drollig, so kahl und, ja, in der Herablassung auch brutal, dass die Projektion mit Händen zu greifen ist. Safranski ist ein überbordendes Erzähltalent, das mit Biographien über Schopenhauer, Heidegger oder Nietzsche ein Massenpublikum für die Philosophie gewann, ein Goethebuch als Bestseller verfasste und aus seinem idealistischem Vernunftbegriff keinen Hehl macht. Ihm völkische Badenweiler Weltfremdheit zu unterstellen, die sich an einem Substanzdenken ergötzte, ist, gelinde gesagt, Unfug.

Mehr: www.faz.net.

Wie werden wir abschneiden?

Francis Schaeffer (Die große Anpassung, 1988, S. 87):

Gottes Wort wird nie vergehen, aber wenn wir auf die Zeiten des Alten Testaments und auf die Zeit nach Christus zurückblicken, dann müssen wir unter Tränen sagen, daß Gottes Wort aufgrund fehlender Standhaftigkeit und Treue des Volkes Gottes vielfach herabgewürdigt wurde, um es der gerade aktuellen, aber vergänglichen und sich verändernden Kultur der jeweiligen Zeit anzupassen, statt die Bibel als das unfehlbare Wort Gottes fest gegründet stehenzulassen, um den Zeitgeist und die kulturelle Umwelt der jeweiligen Epoche zu beurteilen. Im Namen des Herrn Jesus Christus: mögen unsere Kinder und Enkelkinder nicht sagen, daß man dies auch von uns behaupten kann.

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Das Wort Gottes und die Kultur

Francis Schaeffer (Die große Anpassung, 1988, S. 75):

Oder, um es anders zu formulieren: die Kultur muß ständig aufgrund der Bibel beurteilt und nicht etwa die Bibel ständig der sie umgebenden Kultur unterworfen werden. Die frühe Kirche nahm die Bibel zum Maßstab, um damit die römischgriechische Kultur ihrer Tage zu beurteilen. Die Reformation tat dies zu ihrer Zeit in bezug auf die Ende des Mittelalters auftretende Kultur. Und wir dürfen nicht vergessen, daß all die großen Erweckungsprediger dasselbe taten, als sie die Kultur ihrer Tage beurteilten. Die christliche Kirche tat dies in jeder ihrer großen Epochen in der Geschichte.

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Christus im Zentrum, in Deutschland

Die Gospel Coalition hat einen Beitrag über die E21-Konferenz 2018 in Hamburg veröffentlicht:

TGC president Don Carson and TGC Council member Bryan Chapell joined Evangelium 21 (E21) from May 24 to 26 for its eighth main conference in Hamburg, Germany. About 800 attendees came to praise, pray, and fellowship with likeminded believers from all over German-speaking Europe, and to learn more about the conference theme: Christus im Mittelpunkt (Christ in the Center).

The plenary sessions from Carson and Chapell addressed how preaching Christ and his grace in all of Scripture should affect our churches and Christian lives. For the other sessions, E21 leaders Christian Wegert, Kai Soltau, Matthias Lohmann, and Martin Reakes-Williams exposited Mark 8:22–9:13 to unfold what it means to know Christ, live for Christ, follow Christ, and hear Christ. There were also several fantastic seminars on offer this year on themes like “Christ-Centered Family,” “Blogging for the Gospel,” and “Vocation as Calling? Following Christ in the Workplace.”

Mehr: www.thegospelcoalition.org.

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