Dane Orlund: 39 Predigtregeln
Dane Ortlund, Autor von Gütig und Sanft sowie Tiefer (#ad), hat seine 39 Predigtregeln, nach denen er jede Predigt zu gestalten versucht, veröffentlicht. Mit seiner freundlichen Genehmigung darf ich sie hier wiedergeben:
- Jesus predigte Frieden (Eph 2,17); sei kein besserer Prediger als Jesus.
- Predige zuerst dir selbst.
- Predige aus deinem Herzen, nicht nur zu ihren Herzen.
- Nutze deine eigene Notlage.
- Wie sehr musst du die Menschen hassen, um sie beeindrucken zu wollen, anstatt ihnen zu helfen?
- Ein durchgängiger Ton der Ermutigung.
- Lebendige Bilder. Innerlich, sinnlich. Wenig Rot mit Analogien.
- Sie sind verzweifelter, als sie zeigen.
- Die Kraft liegt im Wort, nicht in deiner Klugheit.
- Der Geist wirkt mit deiner Schwäche und deiner Not, nicht mit deiner Stärke und Ihrer Vollkommenheit.
- Denke dich satt, bete dich strahlend.
- Sei konkret, nicht abstrakt.
- Konkretheit vermittelt Universalität.
- Sei klar. Lewis: Schafe. Wenn du ihnen einen Weg zum Missverständnis bietest, werden sie ihn nehmen.
- Sei einfach, aber nicht simplistisch.
- Streiche alles Überflüssige gnadenlos.
- Lächle. Und meine es ernst. Predigen ist ein Akt pastoraler Liebe.
- Lehre allein reicht nicht aus, aber die Menschen wollen die Lehre kennenlernen.
- Zeige regelmäßig etwas von deiner eigenen Schwäche.
- Teilen ihnen deine neuen exegetischen Entdeckungen mit.
- Verlange nicht von Adjektiven, die Arbeit zu leisten, die Verben leisten sollten.
- Mache das Evangelium an einer Stelle deutlich.
- Es sind sowohl Ungläubige als auch Gläubige anwesend.
- Es sind sowohl eifrige als auch stagnierende Gläubige anwesend.
- Denke an die Kinder und spreche sie direkt an.
- Spreche mit deiner natürlichen Alltagsstimme; widerstehe jeder Form der „Predigerstimme”.
- Gehe mit Einwänden um.
- Wenn du unsicher bist, ist kürzer besser.
- Höre mit der Predigt auf, solange du noch Zuhörer hast.
- Du siehst nicht so glücklich aus, wie du bist; strecke dich also nach Freude aus.
- Wenn sie sich von dir geliebt fühlen (vgl. Phil 4,1), werden sie mit dir leiden (vgl. Phil 4,14).
- „Wir werden dich noch einmal darüber hören“ (Apg 17,32). Wecke ihr Interesse an Jesus, auch wenn sie sich noch nicht in seine Arme geworfen haben.
- Lass deine Hauptpunkte nicht auf andere Texte in der Bibel übertragbar sein.
- Verlangsame das Tempo, um jedes einzelne Wort des Textes wahrzunehmen – was er sagt und was er nicht sagt.
- Beruhige dich und seien du selbst.
- Sei ein Landwirt, kein Penny-Stock-Händler. Crockpot (elektrischer Schongarer), keine Mikrowelle.
- Gebrauche keine Beredsamkeit, gebrauche lieber Ausstrahlung.
- T.F. Tenney: „Predige jede Predigt so, als säße dein Sohn in der letzten Reihe und gäbe der Kirche eine letzte Chance.“
- Tinktur. Gib ihnen einen Vorgeschmack darauf, wie Jesus selbst ist. Rutherford.
Wolf Christian Jaeschke schreibt in dem gerade von ihm herausgegebenen Buch
Peter Adam schreibt in „‚Preaching of a Lively Kind‘ – Calvin’s Engaged Expository Preaching“ (in: Mark D. Thompson (Hg.), Engaging with Calvin, S. 13–41, hier S. 13–14):