Beipackzettel für die Psychotherapie
Wenn Menschen eine Therapie beginnen, ahnen sie nichts von möglichen Nebenwirkungen. Die gibt es aber. DIE ZEIT schildert einen Fall:
Es ging aufwärts. In der Psychotherapie hatte die Patientin neues Selbstbewusstsein geschöpft. Jahrelang war sie depressiv gewesen, jetzt wanderte die 38-Jährige, fuhr Ski und lernte neue Leute kennen. Mit ihrer Ehe aber ging es bergab. Seit 15 Jahren war sie verheiratet; ihr Mann hatte sie nur als unsichere, schüchterne Frau, die keine Wünsche äußerte, gekannt. Sie trennte sich von ihm. Doch ihre neue Lebensfreude war fragil. Ihr Mann hatte schon bald eine neue Freundin, sie dagegen verlor Freunde und Bekannte, litt unter der Einsamkeit. Die Depression kam zurück. Sie begann an Selbstmord zu denken. Sie hatte erwartet, dass die Psychotherapie ihr Leben dauerhaft verbessert, stattdessen steckte sie tiefer in der Misere als zuvor.
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Wie viel erklärt uns die Hirnforschung? Aus Sicht von Neurobiologen regiert das neuronale Geschehen im Kopf unser Bewusstsein. Brigitte Falkenburg vertritt in ihrem Buch