Das Sühneopfer von Jesus Christus

»Keine Begriffe des theologischen Wortschatzes rund um das Kreuz haben mehr Kritik hervorgerufen, als ›Genugtuung‹ und ›Stellvertretung‹«, schrieb John Stott 1986 in seinem vielleicht wichtigsten Buch: The Cross of Christ (S. 111).

Einerseits ist die Sühnetat von Jesus Christus alt- und neutestamentlich so vielfältig bezeugt, dass sie mit Recht zum Herz der christlichen Dogmatik gehört. Andererseits muss Josef Blank feststellen (»Weißt Du, was Versöhnung heißt« in Blank, Werbick (Hg.), Sühne und Versöhnung, 1986, S. 21):

Wahrscheinlich begegnet heute keine Lehre des Christentums größeren Schwierigkeiten als die traditionelle Lehre, daß uns Jesus Christus durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz von unseren Sünden erlöst hat.

Keine Frage, die Bibel überliefert uns eine Fülle von Begriffen, Bildern und Zugängen zum Versöhnungswerk von Jesus Christus. Wir finden nicht nur einen Typus der Versöhnungslehre (vgl. dazu G. Aulén, »Die drei Haupttypen des christlichen Versöhnungsgedankens«, Zeitschrift für Systematische Theologie, Jg. 8, 1930). Der klassische ›Christus-Victor‹-Typus betont beispielsweise in angemessener Weise die Siegestat von Christus über die Mächte des Bösen. Der lateinische Typus der Versöhnungslehre hebt demgegenüber den satisfaktorischen Gerechtigkeitsausgleich hervor, der Gott gegeben wird (und ist damit grundsätzlich (nicht argumentativ) älter als die ›Satisfaktionslehre‹ Anselms).

Aber doch fällt auf, dass die kirchengeschichtlich etablierten Typen der Versöhnungslehre seit der Aufklärung (vgl. besonders Kant und Schleiermacher) hinter eine humanisierende Versöhnungslehre zurückfallen. Heute wird bevorzugt nur noch von der Liebe Gottes gesprochen. Nicht Gott muss versöhnt werden, sondern Gott ist der versöhnende Versöhner für uns Menschen.

Was ist da passiert?

Der Gedanke, dass Christus stellvertretend für uns Menschen sterben musste, erscheint dem aufgeklärten Europäer als ungerecht und viel zu blutig. Die Vorstellung, dass ein Unschuldiger die Schuld der Welt auf sich nimmt und durch sein vollkommenes Opfer bezahlt, erinnert an einen kosmischen Kindesmiss­brauch (vgl. z.B. Brock, Chalke o. McLaren). Rudolf Bultmann hat das Problem so formuliert (»Neues Testament und Mythologie« in: Kerygma und Mythos, 1954, S. 20) :

Wie kann meine Schuld durch den Tod eines Schuldlosen (wenn man von einem solchen überhaupt reden darf) gesühnt werden? Welche primitiven Begriffe von Schuld und Gerechtigkeit liegen solcher Vorstellung zugrunde? Welch primitiver Gottesbegriff? Soll die Anschauung vom sündentilgenden Tode Christi aus der Opfervorstellung verstanden werden: welch primitive  Mythologie, daß ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschen sühnt! Oder aus der Rechtsanschauung, so daß also in dem Rechtshandel zwischen Gott und Mensch durch den Tod Christi den Forderungen Gottes Genugtuung geleistet wäre: dann könnte die Sünde ja nur juristisch als äußerliche Gebotsübertretung verstanden sein, und die ethischen Maßstäbe wären ausge­schaltet!

Der aufgeklärte Mensch kann und will also mit seinem Selbstverständnis einen zornigen Gott überhaupt nicht mehr denken und bereinigt folglich die biblische Versöhnungslehre durch Verkürzung und Umdeutung von dem anstößigen Sühnewerk (vgl. z. B. die Zitate von Grün, Chalke u. Mann).

Aber ist Versöhnung mit Gott ohne Sühne möglich?

Nein! »Versöhnung bedeutet die Wiederherstellung eines guten Verhältnisses zwischen Feinden. Um dieses Verhältnis im Gegenüber von Gott und Mensch zu erreichen, müssen die Faktoren beseitigt werden, die die Feindschaft hervorrufen. Das geschieht durch Sühne« (H.-G. Link, »Versöhnung« in: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament, Bd. 2, S. 1309). Versöhnung mit Gott gibt es also nur als Versühnung durch Jesus Christus (vgl. a. 1Joh 2,2).

Ein Denkanstoß, da derzeit gern über Kontextualisierung gesprochen wird: Kann es sein, dass wir unter dem Einfluss des Humanismus die biblischen Sühnetexte in ihrer Schärfe und Härte gar nicht mehr wahrnehmen? Ist es der »aufgeklärte Verstehenshorizont«, der uns den Blick auf den zornigen Gott und die blutige Versöhnungstat am Kreuz vernebelt? Ist unsere Deutung des biblischen Befunds verzerrt durch moderne oder postmoderne Verstehens­voraus­setzungen? Sollten wir deshalb nicht besser umgekehrt unsere Verstehens- und Lebenszusammenhänge auf der Grundlage der Heiligen Schrift deuten? Dann nämlich zeigt sich: Gott ist kein niedlicher jemand, der dafür da ist, unsere emotionale Bedürftigkeit zufrieden zu stellen. Gott ist gerecht und er ist heilig. Wir als Sünder können vor diesem Gott nicht bestehen und haben den göttlichen Zorn verdient. Es gibt nur eine einzige (Er)-Lösung (Röm 3,24–25):

Ganz unverdient, aus reiner Gnade, lässt Gott sie [die ungerechten Sünder] vor seinem Urteil als gerecht bestehen – aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist. Ihn hat Gott zum Sühneopfer verordnet. Sein Blut, das am Kreuz vergossen wurde, hat die Schuld getilgt – und das wird wirksam für alle, die es im Glauben annehmen.

Wer verstanden hat, was »reine Gnade« ist, und damit weiß, dass sie nicht billig ist, und glaubt, muss mit staunendem und frohem Herzen Jesus Christus anbeten, der sich selbst für unsere Erlösung gegeben hat (1Tim 2,6)!

Empfehlungen zum Thema »Kreuz und Sühne«:

  • John Stott, The Cross of Christ, Leicester: IVP, 1986.
  • Martyn Lloyd-Jones, The Cross: God‘s Way of Salvation, Eastbourne, Kingsway, 1986.
  • I. Howard Marshall hat eine hervorragende Untersuchung (mit vielen Quellen) zur Sühne­theologie verfasst, die frei herunter geladen werden kann: www.eauk.org.

Diesen Beitrag gibt es ebenfalls im PDF-Format: suehneundversoehnung.pdf

Kommentare

  1. guter post.
    ich hänge mal einen blogauszug meines früheren mentors john mark hicks, david lipscomb university, john mark hicks ministries, an:

    „Since our interpretations of the atonement (and texts that speak of the atonement in Scripture) are always limited, it should be no surprise that at various times in the history of the church particular ways of thinking about the atonement (or particular metaphors) have dominated. The patristic era emphasized ransom (usually a ransom paid to Satan) and Christus Victor (Christ’s triumph over the powers of evil at the cross and in his resurrection) partly due to the ancient culture’s obsession with demonic forces and their power in the lives of people. Eastern churches tended to emphasize the incarnation rather than the cross as the centerpiece of how God reconciles the world to himself as they stressed the mystery of the union between God and humanity. The medieval Archbishop Anselm emphasized the honor of God in ways that reflected the feudal setting of the medieval world. Calvin, a trained lawyer, emphasized the legal dimensions of atonement (penal substitution) as his context was focused on the nature of righteousness and justice in salvation. Hugo Grotius, the father of international law, emphasized the exemplary nature of the punishment Christ suffered as a function of God’s moral governance of the world which was a primary concern for international law on the eve of and during the 17th century’s Thirty Year’s War. The social movements of late 19th century political liberalism and Marxism emphasized a social justice that Ritschl and others also saw as the atoning function of Jesus through the progress of the kingdom of God. Those who embrace a pacifist tradition (e.g., Mennonites) have generally emphasized a transformative version of the atoning work of Jesus–it is not fundamentally about legality but about transformation as we become like Jesus. Contemporary Emergent thinkers tend to emphasize the missional, transformative and social dimensions of the atonement by seeing the political and social character of the mission of Jesus in his ministry as part of the inbreaking of God’s kingdom into the world.“

    und

    „Given the situatedness in which we understand and proclaim the gospel, it is natural that one or two metaphors might emerge at any given time as the most relevant to the times. Theology is, to that extent, culturally situated and shaped by its situation. Anselm’s satisfaction theory worked in the feudal era and Calvin’s penal substitution resonated with his hearers who were seeking legal assurance of salvation. It may be different metaphors today; perhaps liberationist or missional or incarnational themes proclaim the good news today in ways that are readily understand in the culture where penal substitution and governmental theories do not. Diverse metaphors enable proclamation to diverse audiences in diverse times.“

    der volle artikel aus seiner „hermeutics“ serie ist hier zu finden:
    http://johnmarkhicks.wordpress.com/2008/05/18/created-for-hermeneutics-part-v-theological-application/

    natürlich darf man als christ die texte über das sühnopfer christi und die dadurch geschehene versöhnung mit gott in keiner weise verneinen, wie chalke und grün das machen. aber, dass auch andere sichtweisen parallel neben den oben genannten stehen dürfen darf auch ruhig vertreten werden. kann ich als evangelist einem menschen christus erst dann wirksam nahe bringen wenn er verstanden hat was „sühneopfer“ bedeutet? oder kann ich ihn auch durch andere metaphern zu christus führen? oder anders: muss sühneopfer und versöhnung der einstieg sein? dass sie bestandteil einer guten theologie – und damit unabdingbar im menschlichen selbstverständnis und errettungsprozess – sind, steht ausser frage. aber besonders sie sozialen, politischen, beruflichen und gesellschaftlichen prägungen der von hicks oben genannten theologen scheinen sich direkt auf die anwendung und schwerpunkte ihrer theologie ausgewirkt zu haben. warum sollte es uns da anders gehen?

    einen guten einstieg in dieses thema gibts im abschnitt „views of the atonement“ aus dem werk „charts of christian theology & doctrine“ von h. wayne house. die tabelle verdeutlicht auf einen blick wie vielschichtig der opfertod jesu in der geschichte diskutiert wurde.

  2. Lieber Markus,

    vielen Dank für Deinen Hinweis und Deine hilfreichen Erwägungen!

    Um kurz zu antworten (stecke noch in den Predigtvorbereitungen für morgen):

    1. Da die Bibel selbst verschiedene Sinnbilder bereitstellt, sollten wir aus dieser Fülle schöpfen. Es gibt übrigens eine interessante Untersuchung von Darren Summer über Calvin’s Doctrine of the Atonement. Dort kann man lesen (The Princeton Theological Review, Vol 13, No. 2, Fall 2007 (S. 50):

    Calvin often laid different metaphors side by side, so that the ideas they represent – ransom, victory, blood sacrifice – might play off one another, filling out the whole picture as one that is more than the sum of its parts. Truth is to be perceived from as many vantage points as possible. The theory of the atonement commonly associated with the Genevan reformer is penal substitution.

    The metaphor is that of a judge, God, and the accused criminal, humanity. The verdict is “Guilty;” the punishment is death. But then comes Jesus Christ, who offers the most unimaginable defense: He will stand in our place and take the death sentence so that the judge is left to declare men and women free. I do not contend that Calvin did not actually advocate this view of Christ’s work (he certainly did), nor that this view of the atonement is by any means tangential in Calvin’s writings. Rather, I hope to demonstrate that it is by no means the only view that he advocated. The atonement metaphors of recapitulation, ransom, victory, sacrifice, and the like should not be made subordinate to the juridical model in a proper explication of Calvin’s thought. Though guided at a fundamental level by the principle of substitution, Calvin did not allow his doctrine of the atonement to be limited to one metaphor or a few metaphors within the same vein, but allowed the multiplicity of biblical metaphor to inform a theology that is always consistent and whole in all its parts. His theology is richer for it, as would be ours.

    2. Ich bin ca. 26 Jahre Christ und würde mich hüten, zu behaupten, die Sühnetat von Jesus Christus verstanden zu haben. In bin dabei, zu verstehen und komme dabei immer mehr ins Staunen. Also würde ich die Maßstäbe in der missionarischen Arbeit nicht zu hoch ansetzen. Aber eine Gemeinde sollte darauf bedacht sein, über »Sühne« zu unterrichten, sonst betrügt sie ihre Mitglieder.

    3. Und doch bin ich überzeugt, dass ohne die Auflehnung des Menschen gegen Gott zu verstehen, auch das Evangelium von der Gnade nicht verstanden werden kann. So gehört als m.E. nicht notwendig das Sühneopfer im engeren Sinn, wohl aber die Thematisierung unsere Sündhaftigkeit in unsere missionarischen Arbeit.

    Soviel kurz von mir. Ich muss nun wieder ran an die Predigt. 😉

    Liebe Grüße, Ron

  3. U.G.Doehn meint:

    Mir scheint, als würde die kontroverse Diskussion um Sühne und Opfertod Christi die historische Dimension vernachlässigen, die sich in der Umkehr des Opfers findet. Es ist nicht länger der flehende Mensch, der die Gottheit versöhnen will, der sich Gunst erbittet etc und aus diesem Grund seiner Gottheit opfert. So ist der Umkehrschluss von Jesus als ein gewaltiger emanzipatorischer Schritt der Menschheit hin zu einem erweiterten Verständnis ihrer Existinz zu begreifen. Gott begibt sich sichtbat und nachvollziehbar in die Welt,macht sich seiner Schöpfung gleich, erhebt den Menschen nicht allein zu sich auf sondern mehr noch erhebt ihn über sich hinauf, indem er sich dieser Menschheit hinopfert.
    Es ist und bleibt ja doch Gott. Gott allein, Gott er einzige, derunfassliche. Alle seine Emmanationen sind doch nur hilflose Versuche, sich dieser Unfassbarkeit anzunähern.
    Es erscheint mir nicht recht, wenn man Jesus schematisch zu einem leiblichen Sohn funktionalisiert. Auch unser trinitatischer Gott bleibt doch ein Gott, bleibt doch der einzige Gott und als dieser begegnet er uns in unserem Christus, davon dürfen wir nicht absehen. So opfert also nicht Gott seinen Sohn, sondern in diesem sich selbst. – Und was für ein besseres Motiv als die Liebe könnte ihn dazu bewegen? Gott liebt seine Schöpfung so, dass sie ihm ein Selbstofer wert ist. (Genauer dieses Opfergeschehen ist naturwissenschaftliches Faktum). Ein Opfer, das ich also keineswegs metaphorisch begreife, so als litte Gott nicht mit seiner Schöpfung, so als sei er unnahbar und einzig transzendent. Nein, Gott ist seiner Schöpfung immanent. Und ganz gleich wie groß oder wie klein die Räume sind, in die wir vordringen wollen, überall ist er schon da – gleichsam im Nichts aufgehoben. Wenn man so will, dann ist Gott das ganz große und das ganz kleine Nichts (Das eine interstellar im Universum, das andere im Atom als der nichtige Raum zwischen Elektronen und Atomkernen -jene 99,7% des Atomvolumens.)
    Wenn sichTheologen nun anheischig machen, über Sinn und Zweck von Opfer und Sühne zu theologisieren, dann erscheint dies sogesehen, ignorant (bestenfalls). Wer auch nur oberflächlich, so wie ich, in den Weltraum hinausschaut, der muss einfach begreifen wie sehr dort Opferungen Grundlage vieler Vorgänge sind. Dass wir – unsere Astrophysiker darin die Sühne nicht ausspähten, heißt erst einmal nich viel. Sühne ist so weit ich weiß keine relevante Kategorie der Weltraumforschung oder der Quantenphysik. Gleichwohl bin ich sicher, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird.
    Dazu wäre Theologie vielleicht noch gut, die ansonsten dazu neigt, in Grabenkämpfen zuersticken und Ratlosigkeit zu verbreiten.

  4. Frauke Bielefeldt meint:

    Hi Ron, ich bin per google auf deinem Blog gelandet! 🙂
    Herzliche Grüße an dich, und vielleicht hast du ja „Nerv“ für die folgende Frage:

    Ich lektoriere gerade Driscolls „Death by Love“ (das bald auf Dt. bei puls medien erscheinen soll) und bin über den Begriff „triumph theory of atonement“ gestolpert. Der steht nämlich so nirgends sonst und der Satzbau ist an der Stelle ziemlich unklar. Er meint wohl damit, dass Satan eben nicht ausbezahlt wird durch das Sühneopfer, sondern besiegt.
    Weißt du, ob es dazu einen entsprechenden dt. Begriff gibt? (Sorry, wahrsch. habe ich in Soteriologie etwas geschlafen, ich kann mich v.a. an Satisfaktionstheorie und so erinnern, aber Triumph/Sieg in Kombination mit Sühneopfer als Theorietitel??)

    Frauke

  5. Hi Frauke, 🙂

    ich vermute, das ist eine Anspielung auf den „Christus-Victor-Typus“ der Sühnelehre. Die Formulierung dürfte zurückgehen auf: G. Aulén, „Die drei Haupttypen des christlichen Versöhnungsgedankens“, Zeitschrift für Systematische Theologie, Jg. 8, 1930.

    Siehe mal hier: http://www.theopedia.com/Christus_Victor

    Liebe Grüße, Ron

  6. Zitat aus dem Piltobeitrag: „Aber ist Versöhnung mit Gott ohne Sühne möglich?
    Nein! »Versöhnung bedeutet die Wiederherstellung eines guten Verhältnisses zwischen Feinden.“ (Zitatende)

    Das ist zunächst mal nicht die Bedeutung (von Sühne oder Versöhnung), sondern lediglich eine Vorstellung seitens des Redners bezüglich dem Inhalt gleichnahmigen Nomens. .

    Die Deutung ist allein dem Wort selbst zu überlassen, weil es sonst nicht die Bedeutung DES Wortes ist, sondern diejenige des Redners. (Dass diesbezüglich auch die Linguisten nicht unterscheiden ist weder Trost noch eine Entschuldigung)

    Hinterher sind wir nämlich in etwa nur so schlau wie nach dem Satz: „Philosophie ist die Liebe, Sehnsucht oder Suche nach WEISHEIT“ … denn, was ist denn Weisheit?

    Was ist Weisheit … wenn nicht nur ebensoviel wie Weisung oder kundgegebenes Gebot alias „Überlieferung“?

    Frag das mal einen „Philosophen“!

    Heute herrscht weisgott nicht mehr der Eindruck, dass Philosophen das Gebot lieben, denn weder leben noch loben sie es. Vielmehr verrennen sie sich immer tiefer in lauter selbstgezimmerte Widersprüche, was schließlich das genaue Gegenteil von Weisheit oder Gewissheit ist, woraus leztlich nur noch geschlossen werden kann, dass der vermeintlich Philosoph eben kein Philosoph ist, denn eigentlich sucht er ja den Streit.

    Oder sucht er die Schlichtung des Streites, und daher den direkten Vergleich zwischen der Aussage des Herrn Hinz und der Aussage des Herrn Kunz? Mag sein – dasselbe hat aber schon einen ganz anderen Namen, nämlich „vor Gericht in Sachen Hinz gegen Kunz“

    Das kommt daher, weil für die Sachen vor himmlischem Gericht schon die Lautvariante „Sagen“ reserviert worden ist – da geht es dann um entsprechend viel größere Kaliber, also weder um Tages- oder Regionalpolitik, geschweige denn um Muckenschiß oder Trivialitäten.

    Vielmehr geht es dann um die Frage, warum der Sohn so ähnlich wie die Sühne oder die Versöhnung heißt, oder warum ausgerechnet die Biologen noch mit am allerwenigsten vom Leben, Lieben oder Loben verstehen. In Bio- und Zoologie bezeichnet dasselbe Nomen (Sohn) einen Verwandtschaftsgrad, aber dort, wo der HErr, das Wort oder der Logos regiert, ist das vielmehr ein Synonym für Verstand und Geständigkeit. Sühnen meint beipflichten / gestehen / ein Recht einräumen.

    Der Vater unterrichtet den Sohn, aber der Sohn gibt auch dem Vater bescheid, sodaß beide einander unterrichten und einander antworten – in ein und derselben Sprache, also nicht etwa in willkürlicher Auswahl des ein oder anderen Idioms mit je eigener / anderer Auswahl an „Definitionen“.

    Soll die Rede nicht „Widerrede“ sondern Antwort sein, dann müssen die Reden einander „entsprechen“, also spiegelt der Sohn den Vater und umgekehrt – selbst wenn der Vater ganz unbedingt der Ältere ist, denn in dieser Sache / Sage gibt’s keine „Moden“. Man spricht entweder richtig und gerecht … oder falsch und ungerecht. Die berühmteste Analogie dazu lautet „Altes Testament = Neues Testament“, denn der Sohnemann sagte ja noch extra dazu, dass er das alte Gesetz keineswegs aufheben wolle – ganz im Gegenteil.

    Folglich darf man nicht davor zurückschrecken, den Zoologen einen Lügner zu nennen, oder zumindest eines der Lüge Opfer.

    Wenn er nun aber ans Kreuz geht – freiwillig – und die Lüge ebenso freiwillig gesteht, dann ist das eine „Versöhnung“ mit dem Wort allerhöchstpersönlich, und dann kann und darf er auch den Bergen gebieten, sich (allmählich) zu erheben und ins Meer zu stürzen, denn selbiges machen die ja ohnehin. Lediglich die Verlautung des Sachverhaltes traf nicht ganz den Sachverhalt, und auch nur deshalb kam es dem Zoologen so vor, als ob der Hase ganz anders laufe, wie er voraussagt und als ob der HErr ganz anderes wolle, wie das Schaf.

    „Wollen“ meint nicht nur hier „Wort wählen“.

    Wenn die Willensäußerung nun endlich mal dem Willen des HErrn gleichgeschaltet ist – nämlich vor lauter Einsicht in den Willen des Regenten – dann ist freilich auch das Lamm ein Regent und die Ebenbildlichkeit perfekt.

    Der Moslem rafft die Sohnschaft Gottes ja nur deshalb nicht, weil er zoologischen Reden folgt, und dieserzufolge ja schon selbst Vater eines Sohnes und / oder einer Tochter ist. Extrem „vermessen“ also! Vater meint Water – nicht etwa was ein Zoologe oder Moslem meint, also ist er „irregeführt“.

    Versteht mich aber bitte nicht falsch – ich hab keinerlei Lust oder Interesse daran, noch weiter gegen den Islam zu hetzen. Das sollte nur ein kleines Beispiel dafür sein, wiegroße Löcher schon mit ganz kleinen „Mißverständnissen“ in ein gemeinsames Kleid gerissen werden können. Dem genauen Wortlaut kann gar nicht genug Beachtung geschenkt werden, den was du diesem antust, das tust du auch seinen Nächsten an.

    Wenn nur das wiedergutgemacht ist, dann ist alles wiedergutgemacht!

    Und dass es unterdessen nicht darauf ankommt, wiewenig Blutvergießen mit wieviel Blutvergießen aufgewogen wird, aber ich ja schon an anderer Stelle begründet. Nur um (D)EIN Geständnis geht es – und das du es feierlich gelobst!

    Liebe Grüße, Alexander

  7. Tja, und um Verzeihung bitte ich:

    „Piltobeitrag“ sollte natürlich vielmehr Pilot-beitrag heißen. (Schreibfehler gleich in oberster Zeile)

  8. Roderich meint:

    Der Moslem rafft die Sohnschaft Gottes ja nur deshalb nicht, weil er zoologischen Reden folgt, und dieserzufolge ja schon selbst Vater eines Sohnes und / oder einer Tochter ist. Extrem “vermessen” also! Vater meint Water – nicht etwa was ein Zoologe oder Moslem meint, also ist er “irregeführt”.

    Ich fürchte, da hetzt Du eigentlich mehr gegen das Christentum als gegen die Moslems.
    Denn dass Jesus Gottes Sohn war, und aus Fleisch und Blut hier auf Erden wandelte, das ist schon wörtlich so zu verstehen.
    Sonst höhlst Du den Kern der Bedeutung des Wirkens Jesu Christi auf Erden aus.
    Ob „Vater“ in irgendeiner Weise mit „Water“ Wortstamm-verwandt ist, ist doch irrelevant. Wortverwandtschaft besagt nicht Austauschbarkeit. Vor allem keine willkürliche Austauschbarkeit (denn es gibt ja auch viele andere Worte, die mit Vater verwandt sind), und dann wären alle Christen darauf angewiesen, dass Du (nach Gutdünken) erst mal erklärst, mit welchem Wort man welches nun zu ersetzen hat. Wenn es nicht Dein Gutdünken ist, was wären dann die objektiven Regeln?
    Abgesehen davon – ich wiederhole mich von anderen „threads“ – widerspricht dies jedem Prinzip von „klarer Kommunikation“. Im Prinzip unterstellst Du der Bibel, man sei extrem unklar in ihrer Bedeutung. Das würde die „Nachfolge Jesu“ aber quasi unmöglich machen.
    Gottes Wort ist ja dazu da, dass wir es glauben, und ihm gehorchen. Genau das wird aber schwierig bis unmöglich, wenn wir die Klarheit der Kommunikation grundsätzlich in Frage stellen.
    Und nochmals: im Alltag – wenn Du einkaufen gehst oder sonst irgendwie mit Menschen redest – wendest Du diese Methode ja auch nicht an. Warum also gerade bei der Bibel?
    Es muss daran liegen, dass Du eine andere Weltsicht schon mitbringst und an die Bibel heranträgst.

  9. Hallo Roderich,

    wenn das Wort sagt: „Vater“, dann klingt „Water“ an, und wenn du behauptest, dass dasselbe Wort nicht auf Water oder Wasser deutet, sondern vielmehr auf deine Vorstellungen, dann bezichtigst du das WORT alias Gott der Lüge oder Irreführung!

    Machen wir’s also halt mal so:

    Bring uns einfach einen Beweis dafür bei, dass der wahre Inhalt eines Wortes mit dem Inhalt deines Kopfes identisch ist. Im Klartext:

    Begründe deine Deutung oder Definition des Nomens „Vater“ sachlich! Zeige die Sache auf, welche deine bloße Vermutung oder Vorstellung (vom Inhalt des Nomens „Vater“) begründen, beweisen oder untermauern kann.

    „Sache“ meint auch diesenfalles ein sichtbares oder zumindest hörbares Zeichen, das auch andere Zeugen sehen oder hören können, denn nur solche Zeichen beweisen etwas.

    Konkret: Zeige das Ding, welches vom Wort wegführend direkt auf den Inhalt deiner Vorstellungen verweist, denn wenn ein solcher Be-, Hin- oder Verweis nicht existiert oder nicht aufgefunden werden kann, dann ist deine Vorstellung vom Inhalte des Nomens „Vater“ einfach nur ganz „grundlos“ unterstellt und außerdem von niemandem erkennbar. So wie du oder ich, können nämlich auch andere Leser / Hörer keine Gedanken lesen.

    Wenn du dich aber ohnehin nur in unbegründbarer, freier Phantasie bewegen wolltest, also ohne sicheren Verweis oder Beweis, dann sag es bitte gleich.

    Ansonsten gilt aber auch in diesem Thread (Das Sühneopfer von Jesus) dasselbe wie für den Thread „Eifer braucht Vernunft“: Auf den Disput zwischen Roderich und Alexander Leibitz werde ich nur dort ausführlicher eingehen, wo das auch die „Überschrift“ oder das Thema ist. Hier an Ort und Stelle hast du zumindest von mir aus genau einen Versuch, den „Beweis“ zu erbringen, und du kannst dir dafür auch beliebig viel Zeit lassen. Solange du den Beweis aber nicht vorlegen kannst, werde ich zum Thema „Roderich gegen Alexander“ nichts mehr sagen.

    Unter „Das Sühneopfer von Jesus Christus“ (auf TheoBlog) würde ich ganz gerne beim Thema bleiben, obschon etwas Abrücken von wilder Spekulation bezüglich der Auslegung solcher „Nennung“.

    Vielleicht gelingt es dir ja wenigstens, deine Beweisführung zugleich in irgendeinem Zusammenhang mit dem hiergenannten „Sühneopfer“ zu formulieren – so hätten nämlich auch die anderen Leser / Referenten was davon.

    Liebe Grüße, Alexander

  10. Wortverwandtschaft ist freilich nicht Wortersatz, aber ganz gewiss „Bedeutungsverwandtschaft“. Grundlegendstes Prinzip der Rede oder des Wortes ist, dass sich Bedeutungen mindestens genauso ähnlich sind wie zwei in Vergleich gestellte Vokabeln oder Zeichenfolgen.

    Was ähnlich klingt muss Ähnliches bedeuten.

    Das widerspricht zwar der „Konvention“ und linguistischer Lehre, erfüllte aber das göttliche (= logische) Präjudiz (2. Gebot). Folglich ist Gott gegen die Ergebnisse vermeintlicher „Konvention“, da eine Übereinkunft (= Konvention) ja gar nicht wirklich vorliegt. Die Konvention nach linguistischem Muster ist bestenfalls geheuchelt, weil sich dieselbe – sofern überhaupt vorhanden – zu allererstst in üblicher Rede spiegeln würde, doch das ist ganz offensichtlich NICHT der Fall.

    Gewöhnliche Definitionen haben stets die Form „A = B“ (A bedeute Blablabla …)

    Bitte, wo ist da die Übereinkunft, und wann sind Definitionen schon mal über mehr als 100 Jahre beibehalten worden? Die nächste Definition wird lauten „A = C“ und die übernächste: „A = D“ oder „D = E“. Es ist nur allzu offensichtlich, dass eben KEINE Konvention vorliegt – weder eine Übereinkunft, noch eine Übereinstimmung, Konsequenz noch Konsistenz. Moderne Sprache ist vollkommen Inkonsistent und völlig unlogisch.

    Sprache, Wort oder Logos ist aber ein Pseudonym des HErrn! Vor allem das ist mal in den Schädel zu bringen!

    Fakt ist also, das der aktuelle Sprachgebrauch samt aller Linguistik durch und durch blasphemisch ist, und wir auch nur insofern oder deshalb NICHT im „Himmel“ sind. Wer in den Himmel will – in den „siebenten Himmel“ (!) – der muß zunächst was an seiner Auffassung von Sprache ändern, nämlich zu lügen aufhören.

    Gerade die Masche der „Gender-studie“ ist das aktuell beste Beispiel für „Lüge“ oder babylonische Hochstapelei.

    Und was das mit dem göttlichen Sühneopfer zu tun hat, ist außerdem ebenfalls ganz sonnenklar, weil das eben nur wieder gut macht, was bloß Adam verbockt hat, und das einzige, was der verbockt hat, war lediglich die neue Definition von „Tod“ und „Eva“.

    Der Tod (Thot / Theos) sollte plötzlich des Menschen allergrößter Feind sein, und Eva sollte plötzlich wie „Lillith“ aufzufassen sein – das hinterlistige Weib, dass seinen Fang lediglich auffressen oder sonstwie vernichten wolle. Jedenfalls ein Weib, von dem kein Mensch sagen könne, was es tut oder beabsichtigt. Außerdem meint der Ausdruck „Weib“ ohnehin nur den menschlichen Leib, nämlich „Gewebe“, während „Mann“ ganz ausdrücklich für den „Mahnen“ (Mahnung) steht – das ist das Erinnerungsvermögen.

    Sogesehen ist die neue Definition von „Mann“ und „Frau“ oder „männlich“ und „weiblich“ im Rahmen aktuell debattierter Genderpolitik doch bloß dasselbe Gefasel in Grün. Dasselbe Spiel läuft aber eben nicht erst seit vorgestern, sondern schon seit nun gut 3000 Jahren genau nur so! Dasselbe ist schon den Pharisäeren und sogar Moses vorgeworfen worden, und zwar jedesmal von Seiten des HErrn!

    Moses wurde NICHT eingelassen ins gelobte Land! Warum wohl nicht?

    Wer hat das Volk schließlich hinein gebracht in das versprochene Königreich – wie hieß der gleich nochmal – Jesos, Joschua oder Jeschu???

    Und was ist mit den zwei Hörnern auf Moses Haupt? Ein Druckfehler („keren“ statt „karan“)? Die Bibel, ein Druckfehler – ist das euer voller Ernst?

    Um einen Druck- oder Übersetzungsfehler kann es sich schon aus zwei Gründen nicht handeln, denn erstens fiele die Bibel dann schon mal komplett flach, weil dann ja vielleicht der komplette Text ein Druckfehler ist (Jedi statt Jesus) und zum zweiten überliefert die älteste Vorlage des Textes nicht auch nur einen einzigen Vokal. Vokale konnten also keineswegs verwechselt oder falsch gelesen werden, denn durch althebräischen Text sind schlichtweg keine vorgegeben.

    Vokale haben außerdem auch kaum Gewicht, denn auch nur deshalb konnte dereinst gut daruf verzichtet werden. Auch „Haus“ und „Hose“ gehen mit „Hase“ auf eine gemeinsame Lautwurzel zurück. Der Unterschied ist nicht so groß, wie jedermann (konventionell) hineininterpretiert, den Vorstellung ist sowieso nicht „Bedeutung“.

    Schaut also bloß, dass ihr mal wieder von hochtrabender Sekundär- und Trivialliteratur runterkommt und euch wieder mehr an der heiligen Schrift und am Herrenwort orientiert. Alles Treu und Glauben ist allein dem eigenen Verstand alias „Logos“ entgegenzubringen, und nicht etwa Calvins, Grüns oder Luthers Sophistereien.

    Sind die Evangelisten etwa erst dann die Evangelisten, wenn auch Calvin damit einverstanden ist? Habt ihr denn euer Hirn im Gegensatz zu Calvin vielleicht schon an der Garderobe abgegeben?

    Sollte nämlich letzteres der Fall sein, hätte ihr ohnehin verloren, denn Calvins Hirn bringt euch ganz bestimmt nicht ins versprochene Land, und Luthers ebenfalls nicht.

    Liebe Grüße, Alexander

  11. schandor meint:

    @Alexander

    Die Masse an Rechtschreibfehlern und sprachlich-linguistischem Unsinn wird nur noch durch Ihren Wahnwitz semiotischer Flachheiten übertroffen. Ist das Kunst?

  12. „Ihr Wahnwitz semiotischer Flachheiten“?

    Wenn Sie Rechtschreib-genie sich mal entscheiden könnten, ob Sie nun eher von meinem Wahnwitz oder jenem, der semiotischen Flachheiten schreiben wollen, könnte ich künstlerische Ambitionen hinter Ihren Kurzbeiträgen vermuten.

    Lesen Sie also erst mal noch ein bisschen bei Bastian Sick (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod), bevor Sie über Kunst oder Semiotik sinnieren.

  13. schandor meint:

    @Alexander

    Der Tip ist gut gemeint, nur leider hat sich bei http://www.belleslettres.eu gezeigt, dass es mit Sicks Sprachweisheiten nicht allzuweit her ist … (da übrigens der Beitrag „Deinetwegen oder wegen dir?“)

    Übrigens: Das Komma zwischen „jenem“ und „der“ müssen Sie unbedingt weglassen; der Satz gerät sonst völlig außer Kontrolle. Das Komma strukturiert den Satz. Außerdem zitieren Sie nicht richtig: Mit „jenem“ + Komma unterstellen Sie mir, Sie in beider Hinsicht des Wahnwitzes geziehen zu haben, was aber nicht der Tatsache entspricht. Im ersten Fall ist es die „Masse“, erst im zweiten Fall der „Wahnwitz“.

    Vielleicht könnten Sie Bastian Sick raten, „erst noch mal ein bisschen“ (oder gerne ein wenig mehr) bei http://www.belleslettres.eu vorbeizuschauen, bevor Sie mich vor dem Sinnieren über Kunst oder Semiotik tadeln 😉

  14. Und was ist eigentlich „Sprach-linguistik“? Muß man sich das in etwa so wie „Rechen-mathematik“ vorstellen?

  15. Christian meint:

    Auch wenn der Eintrag schon ziemlich alt ist, möchte ich darauf hinweisen, dass ihn ein krasser theologischer Fehler durchzieht, der nur unzureichend aufgedeckt wurde. Du schreibst zwar immer von „unserer Versöhnung mit Gott“, meinst aber ständig „Gottes Versöhnung mit uns“! Zu recht kritisierst Du die Auffassung: „Nicht Gott muss versöhnt werden, sondern Gott ist der versöhnende Versöhner für uns Menschen.“, insofern sie sich auf das Mensch-Mensch verhältnis bezieht. Dennoch ist das biblische Zeugnis die Versöhnung des Menschen mit Gott und nicht umgekehrt. Der Mensch(!) zürnt und streitet in seiner Sünde gegen Gott und muss deshalb versöhnt werden – nicht Gott. Es ist ja die Sünde des Menschen, dass er sich zu einem Schöpfer, Richter und Gott neben Gott machen will. Deshalb ist auch die (Anselmische) Satisfaktionslehre großer Unsinn und wurde von Luther zu recht verworfen.

    Erst der stellvertretende Tod Jesu versöhnt uns mit Gott und rechtfertigt uns. Keineswegs in dem Sinn, dass Gott „Gnade vor Recht“ walten ließe, sondern Gottes Gerechtigkeit ist seine Gnade. Wir sind mit Christi Blut nicht aus dem „Zorn Gottes“ ausgelöst, sondern aus dem „nichtigen Wandel“ (1. Petr 1,18). Er hat uns von unseren Sünden erlöst, nicht von einem wütenden Gott.

  16. Verzeihen Sie bitte – es fehlen Ihnen einfach schon die grundlegensten Kenntnisse zur Regelung schriftdeutscher Syntax.

    Selbstverständlich heißt es „derjenige, welcher …“ oder „jenem, der“.

    Und da, wo Sie dachten, dass sich Bastians Schwächen gezeigt haben, hat sich auch schon gezeigt, dass die Erde hohl ist.

    Ihre Auffassung von „Demonstratio“ teilen sie ganz offenbar mit jenen Moslems, welchen eine Behauptung schon allein dadurch bewiesen oder gezeigt erscheint, dass sie (schwarz auf Weiss) „geschrieben steht“.

    Bemühen Sie einfach mal nur etwas ihren Verstand, um zwischen echten und artifiziellen (gefakten) Beweismitteln unterscheiden zu können, denn Sie sehen ja selbst, wie schnell eine Behauptung „hingeschrieben“ ist, aber dann immernoch eine ganz unbegründete Behauptung ist.

    Vielmehr zeigt sich, dass Sie noch nicht sehr viel Erfahrung mit aus dem Stegreif und handgetipptem Text auf dem ein oder anderen Blog gemacht haben, denn wenn Ihnen ausgerechnet in meinen Texten zum allerersten mal Rechtschreibfehler auffallen, über die ansonsten kein Mensch ein Wort verliert, dann haben Sie seither entweder immer geschlafen beim Bloggen oder aber erst gestern die Rechtschreibung überhaupt entdeckt.

    Einen Blogger auf eventuell und sehr vereinzelt begangene Rechtschreibfehler anzusprechen, ist schon nicht mal mehr nur die „unterste Stufe“ in Konversation, sondern schlichtweg noch gar nicht dagewesen, also im wahrsten Sinne des Wortes „extrem SELTEN dämlich“.

    Wenn das Thema Rechtschreibung in der dritten oder vierten Grundschulstufe noch ein wichtiges und dementsprechend hervorgehobenes Thema sein soll, sagt gewiss niemand was – Sie jedoch schon! Also was kann man daraus anderes schließen, als dass Sie darüber noch nicht sehr weit hinaus sind?

    Können Sie sonst nix, in „Deutsch“?

    LG, Alexander

  17. Rein formal entspricht die Konstruktion: „Ihr Wahnwitz semiotischer Flachheiten“ ganz exakt der Konstruktion: „Seine Röte langstieliger Rosen“. Ihr Griff ging einfach voll ins Klo, und dasselbe wollen Sie mir jetzt verständlicherweise als Waschbecken verkaufen.

    Sehen Sie mir also bitte nach, wenn ich auf weitere Belehrungen ihrerseits nicht noch tiefer eingehen werde. In einem Abendschulkurs gerne, aber hier bestimmt nicht.

    LG, Alexander

  18. Stephany meint:

    Gott ist kein Monster oder Moloch und deshalb kann er durch einen Foltertod nicht befriedigt und versöhnt werden. Es gibt kein Kind, das nicht zutiefst religiös verletzt wurde, als es zum ersten Mal davon gehört hat. Wir auch! Aber wir haben es vergessen und uns damals nicht getraut, den Arm im Religionsunterricht zu heben und über unseren Schock zu sprechen.
    70 Jahre lang leiden die meisten Menschen an diesen argen Gottesbildern….

  19. Tim-Christian meint:

    @Stephany

    Gott ist ganz gewiss kein Monster oder Moloch; gilt es doch zu bedenken, dass der, der da am Kreuz hängt, wahrer Mensch und wahrer GOTT ist. Gott foltert also nicht ein von ihm irgendwie verschiedenes Kind zu Tode, sondern tritt in Jesus Christus gleichsam selbst an die Stelle der verlorenen Menschheit, um so stellvertretend für uns zu sühnen. Paulus schreibt: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber“ (2 Kor 5,19). Freilich muss hierbei sauber zwischen den trinitarischen Personen und ihren Aufgaben bzw. Ämtern unterschieden werden. Das ändert aber nichts daran, dass wir es mit einem Gott zu tun haben, der aus Menschenliebe selbst für uns die Bresche springt – und zwar gerade am Kreuz.

    LG

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