Allgemein

Sämtliche allgemeinen Beiträge.

Seelsorge: Aufbaukurs II

AufbauSeminar007_2013Der „Seelsorge Aufbaukurs II“ bietet auch in diesem Jahr interessante Themen an:

    • Methodik der „Biblischen Seelsorge“ – Referent: Michael Martens
    • Seelsorge und Leid – Referent: Thomas Jeising
    • Identitätsentwicklung und Bindung – Referentin: Dr. med. Christl R. Vonholdt
    • Gender Mainstreaming und die Gender Theorien – Referentin: Dr. med. Christl R. Vonholdt

Diesmal treffen wir uns wieder in der Nähe von Salzburg im wunderschönen Österreich.

Noch sind einige wenige Plätze frei!

Weiterführende Informationen und eine Möglichkeit zur Anmeldung sind in diesem Folder zu finden: seminar_Aufbau.pdf.

Warum hält sich die EKD nicht an die Barmer Erklärung?

Sebastian Moll stellt bezüglich der EKD-Orientierungshilfe zur Familie eine treffliche Frage: „Warum hält sich die EKD nicht einfach an die Barmer Erklärung von 1934?“ Dort lesen wir (der Text geht bekanntlich fast vollständig auf Karl Barth zurück, siehe hier):

„Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“

Die Überforderung der Kindheit

Kinder sind zum Projekt permanenter Optimierung geworden, es muss einfach alles perfekt sein: beste Noten, wertvolle Spiele. So wird die Kindheit zum Krampf. Und das schreckt potentielle Eltern ab. Was Nils Minkmar da für die FAZ geschrieben hat, verführt zum Schmunzeln:

Das Blühen der elterlichen Neurosen ist bereits im Sandkasten zu bestaunen. Gut, dass man bei einem Aufenthalt auf den Spielplätzen der Republik in der Regel schon Kinder hat, man würde sonst von dem Projekt leichten Herzens Abstand nehmen. Derart entfesselte Ambitionen würde man sich an manchem deutschen Arbeitsplatz wünschen. Der Spielplatz wird zum Assessmentcenter mit Plastikspielzeug ohne Weichmacher. Die Kleinen werden von ihren eigenen Eltern als künftige Player der globalisierten Ökonomie bewertet, es geht um Sozialkompetenz, Problemlösungskapazität, emotionale Intelligenz und allseitige Optimierung.

Deshalb: Mut zur Lücke!

Hier: www.faz.net.

Das Armutszeugnis der evangelischen Kirche

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, bemüht sich um Schadensbegrenzung. Er verteidigt die umstrittene Orientierungshilfe zur Familie. Gleichzeitig erzählt er, die traditionelle lebenslange Ehe bleibe das Leitbild der Evangelischen Kirche. Das ist Bullshit (siehe dazu hier)!

Matthias Kamann zeigt, weshalb die Orientierungsschrift ein einziges Armutszeugnis ist:

Gewiss, ihr [der Ehe] soll laut EKD-Text der Segen bei der Trauung zuteilwerden, als „wirkmächtiger Zuspruch von Zukunft“. Aber Segenshandlungen fasst das Papier dann auch generell bei „Partnerschaften“ ins Auge – „selbst in ihrem Scheitern“. Durchaus, die EKD „würdigt“ die Rechtsform der Ehe als „besondere Stütze und Hilfe“. Aber zum einen ist „würdigen“ ein seltsam schwaches Verb, mit dem eher ein nachträgliches Wertschätzen als ein vorgebendes Normieren gemeint ist. Und zum andern folgt aus der Würdigung mitnichten eine orientierende Funktion dieser Lebensform. Vielmehr wird die Orientierungskraft einer Leitlinie nicht der Ehe, sondern allgemein dem freundlichen Familienleben in verschiedensten Formen zugesprochen: „Leitlinie einer evangelisch ausgerichteten Förderung von Familien, Ehen und Lebenspartnerschaften muss die konsequente Stärkung von fürsorglichen Beziehungen sein.“ Weiter: „Dabei darf die Form, in der Familie und Partnerschaft gelebt werden, nicht ausschlaggebend sein.“ Dadurch verschwindet jede Möglichkeit, der Form „Ehe“ normativen Rang zuzuschreiben. Das führt zu Folgeschäden.

Bischof Voderholzer: EKD-Papier ist Abkehr von der Bibel

Verrückte Zeiten. Die Katholische Kirche ruft die Evangelische Kirche auf, zur Schrift zurückzukehren. Die Nachrichtenagentur kath.net meldet:

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (…) sieht in der Orientierungsschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands zu Fragen von Ehe und Familie einen Kurswechsel und eine Abkehr von der biblischen Sicht von Mann und Frau. In einer Predigt zum Auftakt der Wolfgangswoche in der Regensburger Sankt-Emmerams-Kirche am vergangenen Sonntag bittet er die „evangelischen Mitchristen“: „Kehrt bitte auf den Boden der Heiligen Schrift zurück. Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernst genommen wird?“

Mehr: www.kath.net.

Warum ist Wayne Grudem am Phoenix Seminar gelandet?

Warum unterrichtet Wayne Grudem, Autor einer bekannten Systematischen Theologie (siehe hier), eigentlich am Phoenix Seminar? Als sich Grudem dort bewarb, hatte er in seiner persönlichen Bibliothek mehr Bücher als das gesamte theologische Seminar in ihrer.

Die Antwort, die übrigens etwas mit einem Buch namens „Gelbe Seiten“ zu tun hat, gibt es in diesem liebevoll gemachten Video:

Die Infantilisierung des Journalismus

Beim Obama-Besuch überboten sich die elektronischen Medien im Vermelden von Banalitäten. Auf die Demokratie wirkt der Echtzeit-Journalismus verheerend. Edo Reents stellt für die FAZ fest, dass in der aktuellen Berichterstattung zur Geltung kommt, was früher allenfalls Kinder interessiert hätte:

Der Echtzeitjournalismus hat uns geistig auf den Wilhelminismus zurückgeworfen. Die Berichterstattung zum Deutschland-Besuch des amerikanischen Präsidenten hat aus interessierten Zeitgenossen Untertanen gemacht, die sich mit der Aufzählung von Banalitäten zufriedengeben müssen. Wir sind von Königskinderhochzeiten allerhand gewohnt: Wie sehen sie aus? Weint sie? Küssen sie sich? Passt der Ring? Regnet es? Man lässt sich dergleichen im Bewusstsein, dass das alles mit Politik nicht viel zu tun hat und die Bevölkerung offenbar hin und wieder ein Ventil für gewisse royalistische Neigungen braucht, noch gefallen und will auch niemandem die Freude daran nehmen.

Was soll man aber anfangen mit folgenden, laufend online zu lesenden Informationen: „Obama ist erstaunt über Berlins Hitze“, „Gauck weinte bei der amerikanischen Hymne“, „Obamas Dienstwagen ist ein mächtiges Gefährt“? Das Problem sind nicht die Informationen als solche, sondern, dass sie zu den politischen Nachrichten, die es ja auch gibt, in kein Verhältnis mehr gesetzt und nicht mehr hierarchisiert werden. Es ist, zumal bei dieser, tatsächlich auch vom Präsidenten bemerkten Hitze, nicht nur ungesund, den Ereignissen dermaßen hinterherzuhecheln wie die Online-Reporter; es verwirrt auch eine an Politik interessierte Öffentlichkeit.

Hier: www.faz.net.

Wenn Lymphknoten so bunt wie Tattoos sind

Der Siegeszug der Tattoos über den Körper scheint unaufhaltsam. Musiker und Sportler fördern den Trend. Bei den 18- bis 27-Jährigen ist in Europa inzwischen jeder vierte tätowiert. Ignoriert wird dabei, dass viele Tätowier-Farben Gifte enthalten. Und niemand weiß, was beim Tätowieren unter die Haut wandert.

„Jeder verlässt sich darauf, dass die Behörden es richten“, sagt Wolfgang Bäumler, Physiker an der Universität Regensburg und einer der Referenten. Doch das Vertrauen in die Behörden sei nicht gerechtfertigt. Es gebe kaum Wissen über die Wirkung der Farben – vor allem nicht über langfristige Folgen.

Bäumler hat seit Ende der 90er Jahre zahlreiche Untersuchungen zu den Pigmenten erstellt. „Die Farben bleiben nicht an der Stelle, wo sie eingestochen werden“, sagt er. Aber wohin sie im Körper abtransportiert werden, sei nicht erforscht. „Bei Tattoos in der Nähe von Lymphknoten sind diese auf jeden Fall genauso bunt wie die Tätowierung.“

Mehr: www.welt.de.

Im Zweifel zuschlagen

Wenn die Staatsmacht Demonstrationen gewaltsam auflöst, hat das vor allem einen Sinn: Der Protest soll kriminalisiert werden, meint Jakob Augstein:

Aber ganz gleich, ob der Staat die Demonstranten kauft oder verprügelt – er schätzt sie nicht. Er misstraut ihnen. Er diskreditiert sie … Jeder Widerstand ist dem Staat verdächtig. Dem Gesetz ist Folge zu leisten. Ein Staat, der seiner Demonstranten nur mit Gewalt Herr werden kann, verliert vor den Augen der Öffentlichkeit seine Legitimation. Der gewalttätige Staat ist der schwache Staat.

Beschwert sich Augstein da etwa über die Eskalationen bei den Protesten in Frankreich? Nein, er schreibt (nur) über die Entwicklungen in Frankfurt und Istanbul.

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