Allgemein

Sämtliche allgemeinen Beiträge.

J24

Jonas hat in seinem Blog auf ein frisches Blog mit dem Namen Jesus24.de verwiesen:

Es enthält sehr viele gute Beiträge, die uns im Leben als Christen herausfordern. So zum Beispiel eine achtteilige Serie über die Bedeutung und den Wert der verbindlichen Gemeindemitgliedschaft oder eine bisher(?) zweiteilige Serie über die Glaubwürdigkeit der Bibel. Da sich viele von Euch für das Evangelium interessieren, wie meine Statistik zeigt, empfehle ich auch herzlich den Blogpost bei J24 zur verändernden Kraft des Evangeliums.

Der Autor, Waldemar Justus, stellt sich in seinem Blog vor: „Meine Leidenschaft und Sehnsucht ist es, meinen Gott und Retter — Jesus Christus — zu verherrlichen. Sein Blut macht mich frei und lässt mich in Seiner Gegenwart aufatmen. Durch seine souveräne Gnade reinigt er mich von jeglicher Schuld und gibt mir überwältigende Freude in seinem Geist. Komm, und sieh selbst!
Soli Deo Gloria — Waldemar Justus“

Ich schließe mich Jonas an: Reinschnuppern!

Livestream der Desiring God-Konferenz

Die Desiring God-Konferenz beginnt heute in Minneapolis (Minnesota, USA). Geplant sind folgende Vorträge:

Freitag: 28. September

  • 20:30 – 21:30 – John Piper: “Prelude to Acting the Miracle: Putting Sanctification in Its Place”

Samstag, 29. September

  • 10:00 – 11:00 – Kevin DeYoung: “Incentives for Acting the Miracle: Fear, Rewards, and the Multiplicity of Biblical Motivations”
  • 11:30 – 12:30 – Ed Welch: “Sinners Learning to Act the Miracle: Restoring Broken People and the Limits of Life in the Body”
  • 14:45 – 15:45 – Jarvis Williams: “Acting the Miracle in the Everyday: Word of God, Means of Grace, and the Practical Pursuit of Maturity”
  • 16:15 – 17:15 – Panel Discussion: DeYoung, Moore, Piper, Welch, and Williams
  • 20:30 – 21:30 – Russell Moore: “Acting the Miracle Together: Corporate Dynamics in Christian Sanctification”

Sonntag, 30. September

  • 11:00 – 12:00 – John Piper: “Remember the Gospel, Act the Miracle: Future Grace, the Word of the Cross, and the Purifying Power of God’s Promises”

Die Vorträge können über das Internet live gehört werden: www.desiringgod.org/live. Ich vermute, wir sind der Zeit dort 6 Stunden voraus. Nachtrag: Tatsächlich sind es 7 Stunden (siehe Kommentar von Christian).

König Kunde kauft ein Kind

Erobern in Österreich die Marktliberalen die Fortpflanzungsmedizin? Eine Polemik zur bevorstehenden Empfehlung der Bioethikkommission des Bundeskanzleramts, die umstrittene Präimplantationsdiagnostik gesetzlich zuzulassen, hat Prof. Dr. Sören Hoffmann verfasst. Kinder sind keine Produkte. Hier kommt Marx, zurecht, zu seinem Recht:

Das Recht, das noch Recht ist, definiert den Raum einer freien Begegnung. Es erzwingt nicht, voluntaristisch, eine Präsenz. Das Recht ist keine Wunscherfüllungsmaschine, am wenigsten übrigens dann, wenn auf den einen Wunsch (z. B. den Wunsch, keinen Zeugungsakt zu vollziehen) ein anderer folgt, der die Folgen des ersten (also z. B. die Kinderlosigkeit) nicht wünscht. Große begriffliche Toleranz mag dabei auch widersprechendes Wünschen noch irgendwie „Selbstbestimmung“ nennen.

Aber Selbstbestimmung gibt es im Recht nicht im Monolog. Das Recht, auch das Biorecht, koordiniert die Selbstbestimmung des Einen mit der des Anderen. Wenn Kinder gerade keine „Produkte“, keine Wunschmarionetten, sondern Andere und zur Selbstbestimmung Bestimmte sind, begegnen sie in solchen Räumen. Ein „Recht“ auf sie selbst, die Kinder, gibt es dann nicht – für niemanden.

Hier: derstandard.at.

Gottes Plan – kein Zufall!

Ich freue mich sehr, dass Vaughan Roberts einer der Hauptredner der Evangelium21-Konferenz 2013 sein wird. Freundlicherweise hat der 3L Verlag die Einleitung und das erste Kapitel seines Buches:

  • Vaughan Roberts, Gottes Plan – Kein Zufall! Die Bibel im Zusammenhang erklärt, Waldems: 3L Verlag, 160 S., 12,20 €.

bereitgestellt. Die PDF-Datei kann hier heruntergeladen werden: www.evangelium21.net.


 

Ayaan Hirsi Ali: Westen sollte seine Werte verteidigen

Die in Somalia geborene niederländische Publizistin Ayaan Hirsi Ali hat sich gegenüber der WELT über den Aufruhr in der muslimischen Welt und die Reaktionen darauf geäußert und plädiert für wahrhaftige Auseinandersetzung.

Als die einzig verbliebene Supermacht stehen die USA vor der großen Herausforderung, so weit es geht Konflikte zu vermeiden. Das ist umso schwieriger, als der amerikanische Einfluss abnimmt und der seiner Feinde wächst. Im Verhältnis zur muslimischen Welt hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten Folgendes gezeigt: Zu propagieren, dass sich gegenseitig ausschließende Moralvorstellungen vereinbaren lassen, löst das Problem nicht – ganz im Gegenteil, es verzögert nur die unausweichliche Auseinandersetzung in diesem ideologischen Streit.

Amerika wird genauso wenig von der Meinungsfreiheit abweichen, wie die Muslime nicht akzeptieren werden, dass eine Beleidigung ihrer religiösen Ikonen straffrei bleiben darf. Von daher ist der einzige Ausweg eine wahrhafte Auseinandersetzung, bei der jede Seite versucht, der anderen zu beweisen, dass die jeweiligen Wertvorstellungen überlegen sind. Mit anderen Worten: Der Westen sollte endlich aufhören mit der moralischen Relativierung und damit beginnen, seine Werte zu verteidigen. Das wird im Endeffekt weniger Leben kosten, als sich vorübergehend mit Diktatoren und Tyrannen zu verbünden.

Hier: www.welt.de.

D.A. Carson: Was ist das Evangelium?

Heute sind allerlei „Evangeliumsdefinitionen“ im Umlauf. Manche Christen reduzieren z.B. das Evangelium auf ihre Errettung. Andere glauben, Evangelium will von uns heute gelebt werden, ist also etwas, was wir tun.

Was ist das Evangelium? Eine guter Einstieg für eine Beantwortung der Frage ist ein Wortstudium zur Begriffsfamilie um εὐαγγέλιον. Wenn dieses Wortstudium von dem Neutestamentler D.A. Carson stammt, kann das ja nur ein Lesevergnügen sein.

This essay is … also the beginning of a fresh probe into the subject by looking at “gospel” words—at εὐαγγέλιον and cognates. In my mind this is part of two larger projects aimed at showing (a) how the New Testament relates these gospel words to a wide swath of theological and pastoral themes and (b) how we would be wiser to stop talking so much about what “evangelicalism” is without deeper reflection on what the “evangel” is, what “the gospel” is. Those larger projects are merely hinted at in this chapter, of course.

Hier: for_the_fame_of_gods_name.excerpt.pdf.

Judith Butlers leninistische Denkmethoden

Die Philosophin und Gendertheoretikerin Judith Butler bekommt den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt. Sie ist eine äußerst einseitige Israel-Kritikerin. Das passt, findet Alan Posener:

Womit wir bei der Philosophin Judith Butler wären, die in diesem Jahr den Theodor-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt erhalten soll. Butler ist berühmt für ihre komplizierten Sätze. Dafür hat sie sogar den ersten Preis im „Wettbewerb für schlechtes Schreiben“ erhalten, der von der Zeitschrift „Philosophy and Literature“ veranstaltet wird. Der in der Laudatio zitierte Satz Butlers geht so: „The move from a structuralist account in which capital is understood to structure social relations in relatively homologous ways to a view of hegemony in which power relations are subject to repetition, convergence, and rearticulation brought the question of temporality into the thinking of structure, and marked a shift from a form of Althusserian theory that takes structural totalities as theoretical objects to one in which the insights into the contingent possibility of structure inaugurate a renewed conception of hegemony as bound up with the contingent sites and strategies of the rearticulation of power.“ Auf Deutsch: Ganz so leicht, wie sich die Marxisten die Welt erklären, ist sie nicht.

Und das ist richtig. Leider hat sich Judith Butler einer noch simpleren Welterklärung angeschlossen, nämlich der zuerst von Lenin formulierten Theorie des Imperialismus. Nach Lenin sind selbst die reaktionärsten Regime zu unterstützen, wenn sie nur gegen den „Imperialismus“ – also den Westen – kämpfen. Als Beispiel zitiert er den Emir von Afghanistan, der mehr gegen den britischen Imperialismus leiste als die gesamte Labour Party.

Mehr: www.welt.de.

Islamischer Religionsunterricht in NRW

Die Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher hat das NRW-Modell zum Islamunterricht kritisiert. Sie befürchtet, dass Konservative Beiratsmitglieder zu viel Einfluss auf die Schüler haben könnten. Liberalere Muslime dagegen blieben ungehört. Der KÖLNER STADT-ANZEIGER meldet:

Nordrhein-Westfalen bietet seit Ende August als erstes Bundesland bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht als reguläres Schulfach an. Weil es bei den Muslimen noch keine Religionsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes als Ansprechpartner für den Staat gibt, wurde befristet bis 2019 ein Beirat aus acht Vertretern von Islamverbänden und qualifizierten Einzelpersonen berufen – wobei die Verbände allen Mitgliedern zustimmen müssen.

Auf diese Weise könnten die etablierten Islamverbände ganze Schülergenerationen mit ihren Vorstellungen prägen, während die Ansichten von wenig organisierten liberalen Muslime in den öffentlichen Schulen ungehört blieben, kritisierte Schirrmacher. Sie sieht eine „Gefahr der Islamisierung“, zumal zwei Beiratsmitglieder in der Vergangenheit durch fundamentalistische Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht hätten. Das Beiratsmodell breche zudem mit geltendem Verfassungsrecht. Bereits zuvor hatte der hessische Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) verfassungsrechtliche Bedenken gegen das nordrhein-westfälische Konzept geäußert. „Hier simuliert der Staat Religion“, kritisierte Hahn die Beiratslösung.

Die ausführliche Pressemeldung des Instituts gibt es hier: PM068.pdf.

Die Schule der Zukunft

Es lohnt sich, die Anliegen pädagogischer Strömungen konsequent zu Ende zu denken. Ein schwedischer Kommunalpolitiker hat sich die Mühe gemacht, den Gedanken der Reformpädagogik zu radikalisieren. Wie so oft denken die Schweden europäische Bildungspolitik voraus. Das Ergebnis: Die Schulen können nun auch auf „Lernbegleiter“ verzichten.

Es geht natürlich wieder um „Entgrenzung“, um die ganz persönliche Reise eines jeden Kindes. Ob der Traum der Schülers in Erfüllung geht? SPIEGEL ONLINE schreibt:

„Eine Schule, die die Zukunft ist, hat keine Klassen, keinen Unterricht, keine Stufen, keine Schüler oder Lehrer. Stattdessen ist es ein unerhört komplexes Umfeld, in der Menschen sich mit sich selbst beschäftigen, ihren Ansichten und ihren Ressourcen, um den Tag reicher zu beenden, als man ihn begonnen hat.“

Zudem solle die Schule der Zukunft subjektiv sein: Schüler sollten sich selbst überlegen, welches Ziel und welche Bedeutung ihre ganz persönliche Reise habe.

Die Bedingungen, so der Vorschlag, könnten auf zweierlei Arten gelöst werden: „Zunächst sollten Schulgebäude die letzte Alternative sein, wenn es um Umgebungen fürs Lernen geht, nicht die erste.“ Zum anderen müssten Gebäude zukünftig wesentlich effektiver genutzt werden als heute. Warum soll man die Schule nicht für andere Akteure öffnen? Für Mama und Papa beispielsweise: „Der einfachste Weg nach vorn wäre es, dass die Schule wenigstens für die Eltern der Schüler ein attraktives Umfeld ist, wenn sie in ihrem Alltag nach einem alternativen Arbeitsplatz suchen.“ Das würde die Kosten senken und die Grenze zwischen Schule und dem Rest der Welt aufweichen.

Ich schlage ganz progressiv vor, noch weiter zu denken. Schafft die Schulen wieder ab und traut den Eltern zu, dass sie die Kinder bilden können. Also: Anstatt Mama und Papa jetzt auch noch in die Schulen zu schicken, damit die Gebäude effektiver genutzt werden, lasst doch einfach die Kids bei den Eltern. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern macht den Kindern noch mehr Spass.

Dylan – Aus tiefster Not schreit er zu ihm

51zhUff5OaL._AA300_.jpgEs ist nicht das erste und hoffentlich auch nicht das letzte religiöse Album von Bob Dylan. „Tempest“ aber überzeugt selbst Zweifler: Der Theologen Knut Wenzel hat für die FAZ die CD der Woche besprochen:

Und jetzt also: „Tempest“, statt eines religiösen Albums. Es ist ein grandioses Pop-Album geworden. Das rein Religiöse ist nicht seine Antithese, sondern sein doppelter Boden. „Tempest“ ist durchtränkt von religiöser Metaphorik, aber es ist keineswegs ein religiöses Album. Oder wir müssen an Kunstwerken wie diesem lernen, dass wir nicht mehr wissen, was eine rein religiöse und was eine bloß profane Äußerung ist. Das religiöse Ausdrucksrepertoire ist, aufs Ganze gesehen, unüberschaubar; dem engeren jüdisch-christlichen Feld aber entnimmt Dylan ein Lieblingsidiom; oft und oft hatte man sich gewünscht, er würde ablassen von ihm: dem der Apokalyptik. Hier nun überzeugt dies Idiom mit einem Mal auch den Skeptiker.

Wie sieht die Apokalypse nach Bob Dylan im Jahr 2012 aus? Sie hat alle selbstgerechte Überheblichkeit verloren. Sie verdammt nicht mehr die Welt ob ihrer Schlechtigkeit, sie beklagt ihren Nieder- und Untergang. Nicht mehr von Hass ist diese apokalyptische Vision befeuert, wenn man einmal vom Hasslied „Pay in Blood“ absieht, das zugleich der funkigste Song des Albums ist. Vielmehr wird die Klage von Wertschätzung gewärmt.

Mehr: www.faz.net.

 

 

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