Allgemein

Sämtliche allgemeinen Beiträge.

Jesus Christus ist auferstanden

Ostern ist für Christen die große Feier der Auferstehung von Jesus Christus, Höhepunkt im Kirchenjahr. Die Auferstehung des Menschensohnes gibt uns, wenn wir sie im Glauben ergreifen, Versöhnung mit Gott dem Vater, Hoffnung für die Zukunft, erfülltes Leben in der Gegenwart. Jesus sagte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25).

Nachdem Jesus den Kreuzestod starb und begraben wurde, ist er am dritten Tage auferstanden. Das Grab war leer! „Und sehr früh am ersten Tag der Woche kommen sie zum Grab, eben als die Sonne aufging. Und sie sagten zueinander: Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch wie sie hinschauen, sehen sie, dass der Stein weggewälzt ist. Er war sehr gross“ (Mk 16,2–4). Der Mann, der im Grab auf sie wartete, sprach: „Erschreckt nicht! Jesus sucht ihr, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht mehr hier“ (Mk 16,6). Der Sohn Gottes hat die Macht des Todes bezwungen. „Denn wir wissen, dass Christus, einmal von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn“ (Röm 9,9).

Wohl dem, der bekennen kann: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns in seiner grossen Barmherzigkeit neu geboren hat, so dass wir nun durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung und Aussicht auf ein unzerstörbares, unbeflecktes und unverderbliches Erbe haben, das im Himmel aufbewahrt ist für euch“ (1Petr 1,3–4).

Augustinus

Am Freitag wird 20:15 Uhr nochmals der Film „Augustinus“ ausgestrahlt. Auf dem Sender 3sat laufen beide Teile hintereinander:

Hippo Regius im Jahr 430 nach Christus: Seit Monaten wird die Stadt von den Vandalen belagert. Der Papst hat ein Schiff geschickt, mit dem der siebzigjährige Augustinus Hippo verlassen könnte. Ungeachtet des Drängens seiner Nichte Lucilla beschließt er jedoch, an der Seite seiner Mitbürger auszuharren.- Der zweiteilige, aufwendig produzierte Fernsehfilm erzählt die Lebensgeschichte des vor 1.700 Jahren in Thagaste geboren Philosophen

Mehr: www.3sat.de.

John Pipers Nachfolger

201203281517.jpgDas bedeutendste Buch des wahrscheinlich neuen Hauptpastors der Bethlehem Gemeinde heißt:

Jason C. Meyer: The End of the Law: Mosaic Covenant in Pauline Theology, Broadman, 2009

Der Verlag schreibt über das Buch:

Commonly understood as the first theologian of the Christian faith, Paul set forth the categories by which we describe our relationship with Christ. Did he understand the new covenant Jesus announced at the Last Supper primarily as a replacement of the old Mosaic covenant God made with Israel, or as a renewal and completion of the old? Jason Meyer surveys the various differences that have been argued between the two covenants in The End of the Law, carefully and inductively perfoming a semantic, grammatical, and contextual analysis of all the Pauline texts dealing with covenant concepts.

Derzeit ist das Buch für ca. 15 Euro zu haben. Hier Hintergrundinformationen zur Entwicklung in der Gemeinde.

Harvard-Studie bezweifelt Keynes‘ Theorie

Die Theorie, der Staat solle in Krisen mit Mehrausgaben die Privatwirtschaft stimulieren, erlebt seit 2008 eine Renaissance. Doch eine neue Studie negiert diese von John Maynard Keynes prognostizierte Wirkung. DIE ZEIT schreibt über die Studie:

„Höhere staatliche Ausgaben scheinen Aktivitäten in der Privatwirtschaft zu verdrängen“, lautet das Fazit. „Das Ausmaß dieses Effekts ist alles andere als trivial.“ So würden die Mittelzuflüsse aus Washington im Schnitt um 452 Millionen Dollar pro Jahr steigen die Investitions- und Forschungsausgaben sänken im Gegenzug um 92 Millionen Dollar.

Die Forscher hatten das so nicht erwartet. Sie wollten mit ihrer Studie nicht Keynes infrage stellen, sondern zeigen, wie politische Protektion aus Washington der lokalen Wirtschaft hilft. „Dass das durchschnittliche Unternehmen nicht profitiert, war für uns eine enorme Überraschung“, sagt Mitautor Joshua Coval.

Mehr: keynes-oekonomie-theorie.pdf.

Gamification

Ist das Leben ein Spiel?

Wenn man Elemente aus der Computerspielewelt in den Alltag überträgt, nennt man das „Gamification“. Gamification ist dort nützlich, wo etwas motivierender, herausfordernder und spaßiger gestaltet werden kann. Beispielsweise bei monotoner Arbeit im Unternehmen. Gamification kann allerdings auch emotional versklaven. Der Computer-Experte Andreas Lange erklärt, wie Gamification unseren Alltag beeinflusst.

Hier eine SWR2 Kontext-Produktion zum Thema. Obwohl sie m.E. viel zu unkritisch ist, kann ich sie empfehlen, da sie auf tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung aufmerksam macht:

[podcast]http://mp3-download.swr.de/swr2/kontext/2012/03/14/swr2-kontext-20120314-1905-die-welt-ist-ein-spiel.6444m.mp3[/podcast]

Das iPad als eBook-Reader

Michael Spehr hat sich das neue iPad genauer angeschaut und ausgewogen rezensiert. Für Leute, die viel lesen, könnte dieser Abschnitt Entscheidungshilfe sein:

Wer auf dem iPad seine Bücher liest, sieht sicherlich knackscharfe Buchstaben. Draußen bei hellem Sonnenschein ist die Anzeige jedoch wie gehabt schlecht ablesbar. Ein E-Book-Reader mit elektronischer Tinte ist für Sonne, Urlaub und Strand die bessere Lösung. Und meist auch die leichtere: Denn mit 652 oder 662 Gramm (in der Mobilfunk-Variante) ist das jüngste iPad 50 Gramm schwerer als das iPad 2, und das spürt man schon bei längerem Lesen. Dass das Display nach unseren subjektiven Eindrücken etwas stärker spiegelt als beim iPad 2 und schlechter gegen Fingerfett geschützt ist, sei nur am Rande angemerkt.

Mehr: www.faz.net.

Geht der Ökumenischer Weltkirchenrat unter?

Der Ökumenischer Weltkirchenrat (ÖRK) steckt in einer Krise. Über die Jahre haben sich enorme Schulden angesammelt, besonders wegen der Pensionsfonds. Wenn nicht bald 30 Millionen Schweizer Franken zur Verfügung gestellt werden, droht die Insolvenz. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) stellt derzeit mehr als ein Drittel der Mittel für den ÖRK zur Verfügung. Allerdings will sie angesichts der Verschuldung nicht einfach einspringen.

Hier ein Bericht der DLF:

[podcast]http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2012/03/12/dlf_20120312_0936_b4829312.mp3[/podcast]

Calvins Abschiedsrede

Matthias Freudenberg schreibt in seinem Aufsatz „Calvins Einfluss auf die Entwicklung des reformierten Verständnisses der Kirche“, (M. Hofheinz; W. Liebmann; M. Salmann: Calvins Erbe, Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, S.19–20):

Kurz vor seinem Tod sprach Calvin davon, dass man sogar Hunde auf ihn gehetzt und geschrien habe: „Faß, faß!“ Seine Arbeit wurde immer wieder von theologischen Gegnern und vom Genfer Rat in Frage gestellt. Umgekehrt räumte Calvin kurz vor seinem Tod in einer Abschiedsrede an die Pfarrer ein: „Ich habe viele Schwächen gehabt, die Ihr ertragen mußtet.“ Calvin sagte das nicht nur deshalb, weil er um seine persönlichen Grenzen und Schwächen wusste, sondern weil es zu seinem theologischen Verständnis der Kirche gehörte, dass diese in der Spannung von begrenztem Menschenwerk und göttlicher Verheißung existiert.

Wie manipulativ ist Kony 2012?

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2003 wurde ich mit meinen Freunden in Uganda in einen schweren Unfall verwickelt. Todesangst und Dank lagen an diesem Abend sehr eng beieinander.

Da ich 2003 in Uganda war (und damals noch gerade mit dem Leben davon gekommen bin, siehe Foto), habe ich  viel über LRA und Joseph Kony gehört. Was dieser Mann mit seiner Armee in Uganda und anderswo angestellt hat, ist unvorstellbar grausam und bedrückend. Zugleich muss ich bekennen, dass ich gegenüber der Video-Produktion von „Invisible Children“ skeptisch bin. Mein erster Gedanke war: Das ist gut gemeint, aber hier wird der Zuschauer manipuliert. Wenn ich nun Sätze wie:

Kony 2012 wird in die Geschichte der erfolgreichsten Viralkampagnen und in die Lehrbücher für Propaganda eingehen, soviel steht fest.

lese, wird mein Misstrauen beflügelt.

Um dem Hype um Konie 2012 zu relativieren, hier der Verweis auf einige kritische Berichte:

VD: AW

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