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Sämtliche allgemeinen Beiträge.

Pfarrer Fliege, der Esoteriker

DIE WELT hat inzwischen auch bemerkt, dass Pfarrer Fliege kein Prediger des Evangeliums, sondern ein Vollblutesoteriker ist.

Wer bei all dem Hokuspokus darauf gehofft hatte, in Jürgen Fliege eine Stimme der Vernunft zu finden, die den Menschen rät, ihr Geld nicht zu Zauberern zu tragen und mit einer Warze zum Hautarzt zu gehen, der wurde bitterlich enttäuscht.

Fliege stellte sich immer wieder auf die Seite der paranormalen Dienstleisterinnen. Auch wenn sie nichts taten als mit ihren vagen Vorhersagen im Nebel zu stochern und mit ein wenig Menschenkenntnis auf jede noch so kleine Bestätigung sofort anzuspringen, zeigte sich der Theologe beeindruckt von ihrer »Trefferquote«.

Fliege, der »ein halbes Jahr nur getrommelt hat, um herauszufinden, ob es Geister gibt«, offenbarte in der Sendung, dass er nur ein esoterisch veranlagter Fernsehclown ist, der auch irgendwann einmal ein richtiger Pfarrer gewesen sein soll.

Heute betreibt er eine Webseite , die er seine Internetkirche nennt, und bewirbt dort unter anderem Astrologie, Energiearbeit, Heiler und Nummerologie. Wer das alles aber für unchristlichen Unfug hält und es eher traditionell mag, der kann dort eine virtuelle Kerze anzünden, die »ihr Gebet zum Himmel trägt.«

Fliege jedenfalls fand es legitim, auf der Suche nach Antworten und Hilfe zu Hellsehern zu gehen. Mit seiner christlich verbrämten Esoterik war Fliege nicht allein. Er hatte Verstärkung in Gestalt von Alexa Kriele, die behauptete, mit Engeln Kontakt aufnehmen zu können und deren Botschaften für Normalsterbliche zu übersetzen.

Hier der Artikel: www.welt.de.

Der Baader-Meinhoff-Komplex

John Wilson von Books & Culture ist begeistert von Stefan Aust’s Buch: Der Baader-Meinhoff-Komplex und schreibt:

It’s hard to imagine that anyone is better qualified than Aust to tell this story.

Wilson wäre gut beraten gewesen, zunächst einmal kritische Leser aus Deutschland, wie z.B. Bettina Röhl, zu befragen. Oder hätte er sich von großherzigen tiefenpsychologischen Rechtfertigungen blenden lassen, die Aust schon mal von sich gibt, wenn er über seine Kritiker spricht?

Hier eine Kostprobe:

Ich kann die Position beziehungsweise sagen wir mal die Gefühle, auch die Probleme von Bettina Röhl ein Stück nachvollziehen. Man hat ihr ja ihre Mutter genommen. Die Terroristin Ulrike Meinhof hat ihnen die Mutter Ulrike Meinhof genommen, als sie in den Untergrund gegangen sind. Zu späterer Zeit oder auch schon damals ist ihnen die Mutter von der Öffentlichkeit noch einmal genommen worden. Das ist ein großer Verlust, wie man sich leicht vorstellen kann. Ich glaube, dass sie damit auch heute noch zu kämpfen hat, und jedes Mal, wenn sich jemand mit der Geschichte ihrer Mutter beschäftigt – und das habe ich ja nun weiß Gott intensiv getan -, dann hat sie das Gefühl, dass die Mutter noch mal genommen wird. Da gibt es eine ganze Menge irrationaler Verhaltensweisen. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber ich kenne nun Bettina lange.

Ich habe sie jetzt sehr, sehr lange nicht gesehen. Sie schreibt gelegentlich irgendwelche endlosen Briefe und nimmt dann wieder Kontakt auf oder versucht es. Ich habe das von mir aus so ein bisschen einschlafen lassen. Mir tut das ein bisschen leid, dass sie sich wirklich in die Geschichte ihrer Mutter so verbissen hat. Sie hat übrigens ein sehr gutes Buch über die Anfangszeit geschrieben, fast schon eine große Dokumentation, und das ist ein echtes Buch. Übrigens vor nicht sehr langer Zeit, als das Buch heraus kam – das ist vielleicht ein Jahr her oder ein bisschen länger, eineinhalb Jahre -, haben wir einen Vorabdruck für den „Spiegel“ erworben. Wir haben dann, weil wir das nicht als Passage dort rausnehmen konnten, eine große Geschichte darüber geschrieben. Dafür hat sie auch ein Honorar bekommen. Ich muss Ihnen sagen, Bettina soll doch machen was sie will.

Hier die Buchempfehlungen 2009 von Wilson: www.christianitytoday.com.

»Mama hat Ferien vom Herd«

Diese Werbung für den »Wienerwald« haben wir vor zwei Tagen in einer SPIEGEL-Ausgabe aus dem Jahr 1964 gefunden. Meine Frau hat die Anzeige gerahmt und sucht nun nach einem guten Platz im Wohnraum (vorzugsweise in der Küche). Was sagt uns das über die Familienklischees der Nachkriegszeit? Was sagt es über uns?

Hier der Werbetext:

Am Sonntag bleibt die Küche kalt – da geh’n wir in den Wienerwald! Eine prächtige Idee: Mutti hat einmal in der Woche »Ferien vom Herd«! Sie braucht nicht zu braten, nicht anzurichten und abzuspülen. Denn die ganze Familie geht sonntags in den Wienerwald (– das war Vatis Idee!). Und zum Essen gibt es knusprige Hendl, goldbraune pommes frites und pikante Salate, – dazu ein Glas Wein für die Eltern – Ein wahres Sonntagsessen! In mehr als 70 Städten in fünf Ländern Europas bieten über 140 Brathendlstationen freundliche Gastlichkeit – täglich von 11 Uhr vormittags bis in die späte Nacht.

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Kommt der »iSlate«?

Die Computerbranche muss befürchten, dass Apple das seit Langem brachliegende Feld der Tablet-Computer nun aufrollt – wie es bereits mit iPod und iPhone gelungen ist. Bereits im Januar werde Apple ein entsprechendes Produkt präsentieren und die Konkurrenz erblassen lassen – erwartet zumindest die Techszene. Als Name wird »iSlate« kolportiert. Ob sich Amazon darüber freut?

Hier mehr: www.stern.de.

Gesegnete Weihnachten 2009

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Der Prophet Jesaja sagt im Kapitel 9,5:

Zu der Zeit, als der Prophet das Kind ankündigte, lag das Land Israel in Trümmern. Es war von Kriegen überzogen und das Volk war in seiner Existenz bedroht. In dieses Dunkel hinein spricht Jesaja die Verheißung. Es wird ein Reich kommen und wieder Recht und Gerechtigkeit herrschen.

Ungefähr 700 Jahre später, zur Zeit des Kaisers Augustus, erfüllte sich im tieferen Sinne, was beim Propheten Jesaja als Verheißung ausgesprochen war. Der Evangelist Lukas schreibt:

Fürchtet euch nicht! Denn seht, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird: Euch wurde heute der Retter geboren, der Gesalbte, der Herr, in der Stadt Davids. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt.

Er ist gekommen, die Last unserer Sünden zu tragen. Was für ein Evangelium! Freuen wir uns, unser Retter ist geboren. »Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da. Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus.«

Ich wünsche allen TheoBlog-Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das nun bald beginnende Jahr 2010! Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden. Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier!

Schalom, Ron

Glauben und Denken heute 2/2009 Nr. 4

Die Ausgabe 2/2009 von Glauben und Denken heute ist soeben erschienen. Sie enthält folgende Beiträge:

  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher (Editorial): Evangelikale sind Vorkämpfer gegen Sklaverei und Unterdrückung
  • Prof. Dr. Dr. J. W. Montgomery: Der christliche Glaube hat Gründe
  • Francis A. Schaeffer: Das Geheimnis der Kraft und der Freude am Herrn
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher: Der Rassismus und seine Widerlegung
  • Christoph Grötzinger: Neues ITG-Studienzentrum in Linz eröffnet
  • Titus Vogt: Rezension zur elektronischen Ausgabe des Denzinger/Hünermann
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher: Rezension: Der Schutz der Religionsfreiheit im Internationalen Recht von Daniel Ottenberg

Die Aufsätze von John Warwick Montgomery und Francis Schaeffer erscheinen hier erstmalig in deutscher Sprache. Montgomery untersucht die Verlässlichkeit der Dokumente und die Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Zeugen in Bezug auf ihre zentralen Erklärungen, nämlich dass Gott in Jesus Christus gesprochen hat und dass die Bibel eine transzendentale Grundlage für die Erkenntnis und die Würde des Menschen bietet. Der Aufsatz »Das Geheimnis der Kraft und der Freude am Herrn« stammt, wenn auch der Titel etwas anderes vermuten lässt, aus dem Jahr 1951, einer Zeit, in der Francis Schaeffer eine schwere geistlichen Krise durchlebte (beschrieben im Vorwort zum Buch Was ist geistliches Leben?).

Die vollständige Ausgabe von Glauben und Denken heute 2/2009 kann hier herunter geladen werden (ca. 5 MB): www.bucer.eu.

Islamischer Gelehrter will Weihnachten verbieten

Ein erzkonservativer populärer Prediger will Christen in islamischen Ländern das Feiern untersagen. Die islamischen Regierungen sind entsetzt bis pikiert, protestieren aber nicht – denn niemand wagt die direkte Konfrontation mit dem Idol der Massen.

»Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben«, wetterte Scheich Jussuf al-Karadawi in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten, das über das Internet verbreitet wird. Man müsse es den Christen in den islamischen Ländern verbieten, Weihnachten zu feiern. Denn solche Feste seien »haram«, verstießen also gegen den islamischen Glauben.

Hier mehr: www.spiegel.de.

Schon mal einen Kompromiss gemacht?

T.F. Tenney:

Wenn ein Mann mir sagt, dass er nie einen Kompromiss eingegangen ist, weiß ich, dass eines von zwei Dingen über ihn wahr ist: 1) er ist entweder ein Lügner ODER 2) unverheiratet.

Ich würde noch hinzufügen: Nicht jeder Lügner ist verheiratet.

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