Theologie

Die Geschlechterillusion

Gender-Studies haben Sukkurs an den Universitäten in Deutschland und der Schweiz. Sie vertreten die These, dass Menschen ihr Geschlecht frei wählen können. Stimmt das? Lange durften die Gender-Theoretiker ihre Behauptungen verbreiten, ohne auf Widerstand zu stoßen. Immer mehr Leute erkennen inzwischen jedoch, dass der Kaiser keine Kleider anhat.

Hier ein bissiger Kommentar von Axel Meyer, erschienen bei der NZZ:

Die Naturwissenschaften haben den Genderismus lange Zeit als evidenzfreies Gerede belächelt, doch langsam regt sich Widerstand. Dabei ist die Kritik nicht durch Phobien oder Intoleranz motiviert, wie von den Kritisierten gerne unterstellt wird. Vielmehr speist sie sich aus einer erkenntnistheoretischen Sicht, die sich mit dem konstruktivistischen Zugang der Gender-Forscherinnen und ihrer politischen Unterstützerinnen nicht deckt. Naturwissenschafter wollen die Welt primär nicht bekehren, sondern verstehen. Sie suchen nach Antworten, die sich an einer objektiven Wahrheit orientieren, nicht an subjektiven Selbstbeschreibungen oder Dekonstruktionen von diesem oder jenem.

Ein Begriff wie Wahrheit wird in jener Gedankenwelt, in der sich die Gender-Wissenschafterinnen bewegen (rund 90 Prozent aller mehr als 200 Professoren Deutschlands, die das Wort Gender im Titel haben, sind weiblichen Geschlechts), nicht akzeptiert, nicht einmal im Sinne einer regulativen Idee. Alles wird durch eine kulturelle Post-dies-, Modern-das-Brille gesehen. Evolutionsbiologische Erklärungen, abgestützt durch zahlreiche Befunde, Experimente, Studien und Erkenntnisse, werden von Gender-Forscherinnen als «Biologismus» abgetan.

Doch nein, mit Verlaub, so gut die Absicht der Leugnung auch sein mag: Biologie ist kein«-ismus». Sie ist eine objektive experimentelle Wissenschaft wie die Physik. Ihre Erkenntnisse haben auch für die kulturellste aller Arten, den Homo sapiens, Gültigkeit.

Mehr: www.nzz.ch.

Die Botschaft der Bergpredigt

511bq0BbSvL SX360 BO1 204 203 200John Stotts Auslegung der Bergpredigt ist eine fantastische Hilfe zum besseren Verständnis ihrer Botschaft. Die wunderbare Frauke Bielefeld hat das Buch meisterhaft in die deutsche Sprache übersetzt, sodass die Lektüre inhaltlich und sprachlich ein Vergnügen ist.

Hier eine Kostprobe:

So wie beim Salz wird auch beim Licht eine Bedingung eingeführt: „Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten.“ So wie das Salz seinen Salzgehalt verlieren kann, so kann das Licht in uns dunkel werden, wie wir auch später in 6,23 sehen werden. Aber das Licht Christi in uns soll von uns ausstrahlen, sodass die Menschen es sehen können. Kein Dorf, das sich in eine Talmulde schmiegt, sodass seine Lichter in der Senke verschwinden, sondern wie eine „Stadt auf einem Berge“, die „nicht verborgen sein“ kann und deren Lichter meilenweit zu sehen sind. Oder wie eine brennende Lampe, „ein brennendes und scheinendes Licht“ (Joh 5,35) wie Johannes der Täufer, die an zentraler Stelle im Haus auf einen Leuchter gesetzt wird, damit sie weithin Licht gibt, anstatt unter einen Eimer oder Topf [Luther. „Scheffel“], wo sie nichts Gutes mehr tun kann.

Das bedeutet, dass wir als Jünger Jesu weder die Wahrheit, die wir kennen, noch die Wahrheit darüber, wer wir selbst sind, verbergen sollen. Geben wir nicht etwas anderes vor, als wir sind, sondern stehen sichtbar zu unserem Christsein! „Flucht in die Unsichtbarkeit ist Verleugnung des Rufes. Gemeinde Jesu, die unsichtbare Gemeinde sein will, ist keine nachfolgende Gemeinde mehr“ (Bonhoeffer).

Seien wir unser echtes christliches Selbst, leben wir nach den Seligpreisungen und schämen wir uns nicht für Christus! Dann werden andere uns und unsere Werke sehen und den Vater preisen, weil es nicht ausbleiben kann, dass sie erkennen, dass wir durch Gottes Gnade sind, was wir sind, dass unser Licht sein Licht ist und er seine Werke in und durch uns tut. So werden sie das Licht ehren, nicht die Lampe – unseren Vater im Himmel, nicht die Kinder, die er in die Welt gesetzt hat und die eine gewisse Familienähnlichkeit mit ihm aufweisen. Selbst diejenigen, die uns schlecht machen, werden ihren Teil dazu beitragen, wenn sie uns um eben dieser Gerechtigkeit willen verfolgen (V. 10-12).

Es sind nicht mehr viele Exemplare auf dem Markt. Noch ist das Buch hier günstig zu erwerben.

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Nachtrag vom 04.04.2017: Das Buch ist inzwischen ausverkauft.

10 Jahre Yogyakarta-Prinzipien

Die Yogyakarta-Prinzipien (engl. „The Yogyakarta Principles. Principles on the application of international human rights law in relation to sexual orientation and gender identity“) bringen gemäß eigenem Anspruch mit 29 Prinzipien die Menschenrechte in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zu Anwendung. Sie am 23. März 2007 von international anerkannten Menschenrechtlern im indonesischen Yogyakarta veröffentlicht, um mögliche Fälle einer Verletzung der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, zusammengefasst LGBT, ahnden zu können.

Der Philosoph Daniel Moody zieht ein Resümee:

It is becoming more and more clear that the so-called LGBT movement is less a natural union of fellow travellers and more a communion of the contradictory. To see the fault line running between the LGB (sexual orientation) and the T (gender identity), let us employ the Yogyakarta Principles’ own definitions.

Sexual orientation, we are told, refers to “each person’s capacity for profound emotional, affectional and sexual attraction to, and intimate and sexual relations with, individuals of a different gender or the same gender or more than one gender.” Here, gender is not a synonym of sex, as is evident from the use of the phrase “more than one” rather than “both.” In turn, gender identity is defined as

  • each person’s deeply felt internal and individual experience of gender, which may or may not correspond with the sex assigned at birth, including the personal sense of the body (which may involve, if freely chosen, modification of bodily appearance or function by medical, surgical or other means) and other expressions of gender, including dress, speech and mannerisms.

It takes a lot of lawyers to say so much without saying anything at all. If our gender identity is a state of mind defined without reference to our sex (i.e., our body), then our gender identity is “the identity of our gender.” But gender itself is not defined anywhere within the Yogyakarta Principles. We are told what gender is not—sex—but not what it is.

Here’s the fault line: if sexual orientation is defined in terms of gender, and if gender is not defined in terms of sex, then sex has been extracted from sexual orientation. But sexual orientation is entirely dependent on sex, because it is entirely dependent on sexual difference—no two people can know they are the same (sex) as each other without first knowing they are not different (sexes) from each other.

Mehr: www.thepublicdiscourse.com.

Spurgeon-Konferenz 2017

Auch in diesem Jahr wird es in München wieder eine Spurgeon-Konferenz geben. Die Konferenz, benannt nach Charles Haddon Spurgeon – „the Prince of Preachers“, möchte Christen aufzeigen, wie sie Gottes Wort verstehen, auslegen und predigen können. Die Konferenzvorträge von Andrew Page und anderen sollen ermutigen und herausfordern, biblische Texte zu verkündigen. In Gruppenarbeiten soll das Erlernte dann weiter vertieft und praktisch angewandt werden.

Das Thema der Konferenz, die vom 7. bis 10. Juni in Kooperation mit dem Martin Bucer Seminar veranstaltet wird, heißt:

Hosea: Das Gericht und die Gnade Gottes: Wie man einen alttestamentlichen Propheten verstehen und predigen kann, damit Menschen Gott begegnen

Den Konferenz-Flyer gibt es hier: Spurgeon-Konferenz-2017.pdf.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Das Formular zur Anmeldung kann hier erreicht werden: www.evangelium21.net.

„Da traf es mich wie ein Schlag“

Das Timotheus-Magazin hat mit Benjamin Schmidt, dem Leiter der Herold-Schriftenmission gesprochen. Er beschreibt dort, wie Gott ihn in seiner Liebe zu sich gezogen hat:

Meine Eltern sind Christen und haben uns Kindern schon von klein auf das Evangelium erzählt und Nachfolge vorgelebt. Mein Vater, ein Prediger, war und ist für mich ein großes Vorbild. Er hat Christus sehr lieb und hatte viel Kenntnis über Gottes Wort. Und obwohl meine Eltern ein ganz klares Verständnis von Rechtfertigung aus Glauben allein besaßen und uns vermittelten, war meine Sicht sehr moralisch. Ich war der Meinung, Gott ist mit mir zufrieden, wenn ich seine Gebote halte. Als Teenager habe ich krampfhaft versucht danach zu leben, doch natürlich immer wieder versagt. Also sagte ich mit 15 Jahren, dass Gott mich in Ruhe lassen soll. Seine Ansprüche waren für mich zu hoch und mein Leben mir zu wertvoll, um mir ständig etwas von Ihm vorschreiben zu lassen. Damit begann ein sechsjähriger Weg in Alkohol, Sex und Drogen. Ich war immer auf der Suche nach Erfüllung, aber fand sie nicht. Mit 21 Jahren, als ich körperlich und seelisch völlig am Boden war, fiel mir eine Karte mit einem Bibelvers in die Hände, die mein Vater mir Jahre zuvor gegeben hatte. Es war Sacharja 4,6: »Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.« Da traf es mich wie ein Schlag und ich verstand, dass Gott genau weiß, wie unfähig ich bin und dass Er alles getan hatte, damit ich von meiner Schuld frei komme. Heute weiß ich, dass Gott zu Seiner Zeit das in mir getan hat, wovon Paulus im 1. Korinther 2,14 und 2. Korinther 4,6 spricht. Sein Heiliger Geist hat mir die Augen geöffnet, damit ich das Evangelium verstehe, Er hat mir die Herrlichkeit Christi, meines Erlösers, gezeigt. Und das zog mich zu Ihm.

Mehr: timotheusmagazin.de.

Der moralische Relativismus ist tot

CT hat einen interessanten Beitrag mit dem Titel „Der moralische Relativismus ist tot“ veröffentlicht. Gezeigt wird dort, dass sowohl Konservative als auch Liberale an eine (zwar jeweils verschiedene) transzendente, moralische Grundlage appellieren.

Many Christian preachers, apologists, evangelists, and writers have taken heed of the declining numbers, but decades of pitting “Christian worldview” against “moral relativism” left habits that are hard to break. You’ll still hear Christians assume that the reason for so much rampant immorality in our culture is because people reject objective right and wrong. Many still assume that discussions over morals are likely to end with, “Well, that’s your truth, but I have mine.” Make no mistake: Disputes over morality are as strong as they have ever been. But if we view these disputes through the lens of “moral relativism,” it’s not only our understanding of our culture that will suffer. Our evangelistic witness will also be severely blunted.

Hier: www.christianitytoday.com.

Gott wahrhaft lieben

Luther sagte 1515/1516 in seiner Vorlesung zu Römer 9,3:

Einer über die Maßen herrlichen und wahrhaft apostolischen Liebe entstammt also dies Wort: »Ich habe gewünscht« usw., einer Liebe sowohl zu Christus als zu den Juden. Denn er wünscht Christus aus dieser überschwänglich großen Liebe zu ihm großen Ruhm von den Juden. Und damit er diesen Ruhm habe, wollte er selber gerne von ihm geschieden sein, ohne ihn aber zu hassen. Diese unter ihrem Gegenbild verhüllte Liebe ist die allerstärkste und größte, wo einer durch das Zeichen des höchsten Hasses gegen sich selbst die höchste Liebe zum andern offenbar macht. So wünscht er auch den Juden höchstes Heil, und damit sie dieses Heil erlangten, wollte er gerne seines Heils verlustig gehen. So tut er es auch an einer anderen Stelle (2.Kor 12,15), wo er sagt: »Ich aber will sehr gerne hingeben und hingegeben werden für eure Seelen.«

Merke: Diese Worte kommen denen wunderlich, ja töricht vor, die sich heilig dünken und Gott mit der Liebe sündigen Begehrens lieben, d.h. um ihres Heils und um der ewigen Ruhe willen oder um der Hölle zu entgehen, d. h. nicht um Gottes, sondern um ihrer selbst willen. Sie schwätzen davon, dass die »geordnete« Liebe bei sich selbst beginne, und jeder müsse zunächst sich selbst das Heil wünschen, danach wie sich, so auch dem Nächsten. So denken sie, weil sie nicht wissen, was das heißt: selig und erlöst sein. Es sei denn, sie verstehen darunter ein vergnügliches Dasein führen und es sich gutgehen lassen, wie es sich ihre Phantasie ausmalt, wo doch »Seligsein« heißt, den Willen Gottes und seinen Ruhm in allen Dingen wollen und nichts Eigenes wünschen weder hier noch im zukünftigen Leben.

Für die aber, die Gott wahrhaft lieben mit der Liebe eines Kindes und Freundes, die nicht von Natur da ist, sondern allein vom Heiligen Geist kommt, sind diese Worte wunderschön und Zeugnisse eines Vorbildes von vollkommener Art. Solche fügen sich freiwillig in jeglichen Willen Gottes, auch in die Hölle und den ewigen Tod, wenn es Gott so will, dass sein Wille völlig geschehe. So sehr suchen sie nichts von dem, was das Ihre ist.

 

Die Vorlesung zum Römerbrief 1515/16 wurde von Evangelium21 neu aufgelegt und kann über den 3L Verlag wahrscheinlich bereits auf der E21-Konferenz in Hamburg erworben werden.

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Musste Jesus sterben?

Am kommenden Wochenende werde ich am ITG-Studienzentrum in Innsbruck über das christliche Sühneverständnis sprechen. Das Thema wird heute kontrovers diskutiert. Besonders der Gedanke eines stellvertretenden Sühneopfers wird häufig bestritten. Schon 1986 schrieb John Stott in seinem wahrscheinlich wichtigsten Buch Das Kreuz: „Keine Begriffe des theologischen Wortschatzes rund um das Kreuz haben mehr Kritik hervorgerufen, als ‚Genugtuung‘ und ‚Stellvertretung‘.“

Während wir daran gewöhnt sind, davon zu sprechen, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat (vgl. Apg 4,10; 5,30), macht es uns gewisse Schwierigkeiten, zu akzeptieren, dass die Kreuzigung ebenso Gottes Bestimmung war. Dabei spricht die Bibel durchaus davon, dass in der Kreuzigung Gott seinen Sohn in den Tod gegeben hat und er sterben musste. Während wir auf der einen Seite daran festhalten, dass die Menschen durch ihre Sünde den unschuldigen Sohn ans Kreuz gebracht haben und Jesus sich freiwillig hingab, halten wir Golgatha zugleich für eine Heilstat Gottes.

Einige Beispieltexte:

Ein sehr starker Text ist Röm 8,32:

„Er [Gott, vgl. V. 31], der seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“

Apg 2,23 spricht davon, dass Jesus von Nazaret gemäß Gottes „unumstößlichem Ratschluss“ (griech. ὡρισμένῃ βουλῇ, ōrysmenē boulē) getötet werden musste. Jesus starb folglich, weil Gott es so geplant hat. In Apg 2,22–24 lesen wir:

„Israeliten, hört diese Worte: Jesus von Nazareth, einen Mann, der sich vor euch als Gesandter Gottes ausgewiesen hat durch machtvolle Taten und Wunder und Zeichen, die Gott – wie ihr selbst wisst – mitten unter euch durch ihn getan hat, ihn, der nach Gottes unumstößlichem Ratschluss und nach seiner Voraussicht preisgegeben werden sollte, habt ihr durch die Hand gesetzloser Menschen ans Kreuz geschlagen und getötet. Ihn hat Gott auferweckt und aus den Wehen des Todes befreit, denn dass er in dessen Gewalt bleiben könnte, war ja unmöglich.“

In Apg 4,28 erklärt gemäß dem lukanischen Bericht die Gemeinde in einem gemeinsamen Gebet, dass Herodes und Pontius Pilatus zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel getan haben, was Gottes Hand und „Ratschluss zuvor bestimmt hatte, damit es geschehen sollte“. Auch die Leidensankündigungen in den Evangelien sprechen davon, dass Jesus leiden musste. In Mk 8,31 schreibt der Evangelist über Jesus:

„Und er begann sie zu lehren: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten und den Hohen Priestern und den Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.“

Markus gebraucht für das „Muss“ seines Totes das griechische δεῖ (dei), welches eine Notwendigkeit bezeichnet. Das Verbum steht für eine göttliche, unabwendbare Bestimmung (vgl. Bauer, WB6, Sp. 343 u. EWNT, Bd. 1, Sp. 668–671; siehe auch die Untersuchung: W. J. Bennett, „The son of man must …“, in: Novum Testamentum 17 (1975), Nr. 2, S. 113–129). In den dann folgenden Leidensankündigungen gebraucht Markus das passivum divinum und drückt damit aus, dass Jesus von Gott dahingeben wurde (vgl. Mk 9,31; 10,33).

Bei Lukas ist die Rede von der Notwendigkeit des Leidens und Sterbens Jesus ebenfalls zu finden. Bevor der Menschensohn wiederkommt, „muss [griech. δεῖ, dei] er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht“ (Lk 17,25). „Der Menschensohn muss [griech. δεῖ, dei]“ – lesen wir in Lk 24,7 – „in die Hände von sündigen Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.“

Im Johannesevangelium ist ähnlich von einem „Muss“ des Erhöhtwerdens des Menschensohnes die Rede. Joh 3,13–15 sagt beispielsweise:

„Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn. Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss [griech. δεῖ, dei] der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.“

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Neue Gemeinden braucht das Land

Ich stimme Stefan (und Tim Keller) zu:

Deshalb stimme ich Timothy Kellers These im Prinzip und auch aus eigener Erfahrung zu. Man muß erstmal eine gesunde, auf das Evangelium ausgerichtete, Gemeinde gründen, die dann als Anschauungsobjekt für andere Gemeinden in der Region dienen kann. Dadurch werden bestehenden Gemeinde herausgefordert aber auch ermutigt, biblische Prinzipien in ihrem eigenen Gemeindekontext einzubauen.

Wenn wir uns eine Rückkehr zum Evangelium in Deutschland wünschen und Gemeinden, die aus der Kraft dieses Evangeliums leben, dann kann es durchaus sinnvoll sein, zu versuchen bestehende Gemeinden zu verändern. Es wird aber darüber hinaus nötig sein, auch an Orten wo es schon protestantische Gemeinden gibt, neue Gemeinden zu gründen, die sowohl eine Außenwirkung auf Menschen haben, die noch keine Christen sind, die aber auch ein Ansporn und ein Vorbild für bestehende Gemeinde am Ort sein können.

Mehr: inara.tv.

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