Apologetik

Studientage „Apologetik“

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An dem Wochenende vom 12.05.–14.05.2023 veranstaltet das MBS-Studienzentrum München Studientage zur „Apologetik“, der „Verteidigungswissenschaft“ des christlichen Glaubens. Wir verbringen die Tage in einem Jugendhaus des Chiemgauer Voralpenlandes mit Selbstversorgung. Bisher waren diese Tage sehr gemeinschaftsfördernd und inspirierend. Die Kosten für das Wochenende liegen pro Person bei 100 Euro. Über die Einzelheiten werden die Teilnehmer in einem Teilnehmerbrief informiert. Mehr Informationen gibt es im Flyer: Apologetik Mai-2023-a.pdf.

Gasthörer sind übrigens herzlich eingeladen. Die Veranstaltung bietet auch eine gute Gelegenheit, das Studienzentrum in München näher kennenzulernen. Wer Interesse hat, kann sich über das Kontaktformular bei mir melden. Eine Kurzvorstellung wäre hilfreich.

Ostern – eine großartige Gelegenheit

Velimir Milenkovic hat das kürzlich hier vorgestellte Buch Ostern unglaublich? besprochen. Er schreibt: 

Die Geschichte über den Tod und die Auferstehung von Jesus wirft bei vielen Hörern gleich mehrere Fragen auf: apologetische und theologische. Die britische Apologetin Rebecca McLaughlin hat ein kurzes Buch über vier der wichtigsten Fragen an die Auferstehung geschrieben. Es heißt Ostern – unglaublich? und ist gerade auf Deutsch erschienen (cvmd und CV Dillenburg, 2023).

Die Autorin hat bereits mit Kreuzverhör und Weihnachten – unglaublich? evangelistische Bestseller vorgelegt. Im neuen »Osterbuch« bleibt sie ihrem bewährten Konzept treu: relevante Fragen über den christlichen Glauben ehrlich, sensibel, bestens informiert und biblisch fundiert zu beantworten. Die »vier Fragen, die jeder an die Auferstehungsgeschichte stellen sollte« (so der Untertitel) lauten:

  1. Ist das Leben Jesu historisch belegbar?
  2. Ist der Tod Jesu ethisch begründbar?
  3. Ist die Auferstehung Jesu historisch glaubwürdig?
  4. Ist das Angebot Jesu attraktiv?

Die beiden Fragen zur Historizität (von Jesu Tod und Auferstehung) gehören zum Bereich der klassischen Apologetik. Hinter der Frage, ob der Tod von Jesus ethisch gerechtfertigt sei, steckt eine brandaktuelle (und -gefährliche) Debatte, die viele Evangelikale verunsichert: Verlangt Gott wirklich nach einem blutigen Opfer für die Sünden der Welt? Rebecca McLaughlin verteidigt in ihrem Buch die biblisch-konservative Lehre des rechtfertigenden Sühnetodes. Das Kapitel zur vierten Frage verdeutlicht das »helle Licht des Evangeliums« und lädt seine Leser zum Glauben an Jesus ein.

Mehr hier: www.gesunde-gemeinden.de.

Bavinck: Es gibt keine atheistische Welt

Herman Bavinck schreibt (Reformed Dogmatics: God and Creation, Bd. 2, S. 56–57):

Nun ist die Tatsache, dass die Welt die Bühne der Selbstoffenbarung Gottes ist, kaum zu leugnen. Daran lässt die Heilige Schrift zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel aufkommen. Sie errichtet keinen Altar für den unbekannten Gott, sondern verkündet den Gott, der die Welt geschaffen hat (vgl. Apg 17,23–24), dessen Macht und Gottheit vom menschlichen Verstand in den geschaffenen Dingen deutlich wahrgenommen werden kann (vgl. Röm 1,19–20), der vor allem die Menschen nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat (vgl. Gen 1,26), als seine Nachkommen, die in ihm leben und sich bewegen (vgl. Apg 17,28). Er hat zu ihnen durch Propheten und Apostel gesprochen, vor allem durch seinen Sohn selbst (vgl. Hebr 1,1), und offenbart sich ihnen nun ständig (vgl. Mt 16,17; Joh 14,22-23 usw.). Nach der Heiligen Schrift ist das ganze Universum eine Schöpfung und damit auch eine Offenbarung Gottes.

In einem absoluten Sinn ist also nichts atheistisch. Und dieses Zeugnis der Heiligen Schrift wird von allen Seiten bestätigt. Es gibt keine atheistische Welt. Es gibt keine atheistischen Völker. Es gibt auch keine atheistischen Personen. Die Welt kann nicht atheistisch gedacht werden, denn dann könnte sie nicht das Werk Gottes sein, sondern müsste die Schöpfung eines Anti-Gottes sein.

Rezension: Der Siegeszug des modernen Selbst

Thimo Schnittjer hat eine sehr hilfreiche Rezension zum Buch: Der Siegeszug des modernen Selbst von Carl Trueman für den Bibelbund verfasst. Er schreibt: 

Carl R. Trueman, Historiker und Theologe, hat mit diesem Werk, welches im Jahr 2020 zunächst in Englisch veröffentlicht wurde, eine bedeutende Analyse des modernen Selbst vorgelegt. Das Werk fand weite Verbreitung (vgl. z.B. die ungewöhnlich hohe Bewertungsanzahl bei Amazon) und traf offenbar den Nerv der Zeit. Die Übersetzung ins Deutsche ist aber nicht nur deshalb, sondern gerade wegen der starken Analyse sehr zu begrüßen.

Grundlegend für Truemans Darstellung sind die Forschungserträge des Philosophen Charles Taylor, des Soziologen Philip Rieff und des Ehtikers Alasdair MacIntyre. Von Charles Taylor übernimmt er u.a. die Erkenntnis, dass die westliche Weltsicht die Welt nunmehr als Rohmaterial begreift, „aus dem sich das Individuum Sinn und Bedeutung erschaffen kann“ (S. 47), ganz im Gegensatz zur früheren Sichtweise, wonach die Welt eine Ordnung und einen Sinn habe, die es zu ergründen gelte (sog. Übergang von der mimetischen zur poietischen Sichtweise).

Rieff dagegen beschreibt die Kultur des Menschen mit verschiedenen Typen. Der momentan vorherrschende Menschentyp sei der des „psychologischen Menschen“, der seine Identität „durch die nach innen gerichtete Suche nach persönlichem Glück“ (S. 54) finde. Die (moderne) Sinnstiftung, eigenen Gefühlen und Wünschen Ausdruck zu verleihen, bezeichnet Taylor als expressiven Individualismus. Die therapeutischen Bedürfnisse des Menschen stehen bei dieser Weltsicht im Mittelpunkt.

Diese Weltsicht hat weitreichende und ernstzunehmende Folgen für die Gesellschaft. Traditionelle Moralvorstellungen werden als problematisch angesehen, weil sie den inneren Wünschen im Wege stehen. Auch Meinungs- und Redefreiheit werden als Unterdrückungsmittel verstanden (so z.B. bei Herbert Marcuse), wie sich in der Diskussion um die Wortneuschöpfung „Hassrede“ zeigt. Rieff beschreibt deshalb die aktuelle Situation nicht als Kultur, sondern als Antikultur, die darauf ausgerichtet ist, traditionelle Ordnungen bewusst zu destabilisieren bzw. zu zerstören. Später bezeichnet Trueman sie auch als antihistorisch, weil sie auf verschiedene Art und Weise Gegebenheiten zu vergessen machen sucht (S. 114ff.).

Mehr hier: bibelbund.de.

Gegenkatechese für ein digitales Zeitalter

Wir werden heute täglich mit säkularen Narrativen bombardiert, etwa in Werbung, Tweets, Musik, Geschichten, Stellungnahmen usw. Säkulare Narrative sind Überzeugungen über die Wirklichkeit, die uns von den meisten kulturellen Institutionen als unumstößliche, offensichtliche Wahrheiten eingeschärft werden. Etwa:

  • Identität: „Man muss sich selbst treu sein.“
  • Freiheit: „Man sollte frei sein, so zu leben, wie man will, solange man niemandem wehtut.“
  • Glück: „Du musst das tun, was dich glücklich macht. Das darfst du für niemanden opfern.“
  • Wissenschaft: „Der einzige Weg, unsere Probleme zu lösen, ist durch objektive Wissenschaft und Fakten.“
  • Moral: „Jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden, was richtig und falsch ist.“
  • Gerechtigkeit: „Wir sind verpflichtet, für die Freiheit, die Rechte und das Wohl aller Menschen auf der Welt zu arbeiten.“
  • Geschichte: „Die Geschichte neigt sich dem sozialen Fortschritt zu und weg von der Religion.“

Ein jüngstes Beispiel: Der Kinofilm „Call Jane“ vermittelt die Botschaft, dass Abtreibung eine Angelegenheit frauenfreundlicher Gesundheitsversorgung ist und die allermeisten, die abgetrieben haben, froh über ihre Entscheidung sind. Die Perspektiven der Kinder, die abgetrieben wurden, bekommen keinen Raum. Wichtig ist, dass der Entschluss zum Schwangerschaftsabbruch das Leben leichter macht. Was wir lernen sollen: Ein Recht auf Abtreibung macht die Welt gerechter, solidarischer und schöner.

Tim Keller meint, dass wir – um der Wucht solcher säkularen Narrative begegnen zu können, so etwas wie eine Gegenkatechese benötigen. Denn:

Während jede dieser kulturellen Botschaften teilweise wahr ist (und tatsächlich, trotz Verzerrungen, historisch in der christlichen Lehre verwurzelt ist), sind sie alle theologisch falsch und in der Tat sogar schädlich für das menschliche Leben. Viele biblische Lehren und Wahrheiten untergraben, schwächen oder gleichen alle diese Narrative aus, und doch zeigt unsere gegenwärtige geistliche Unterweisung das nicht. Wir brauchen einen Gegenkatechismus, der die Katechismen der Welt den Christen erklärt, widerlegt und neu erzählt. In unserer Gegenkatechese wird jede der grundlegenden Narrative des säkularen Katechismus identifiziert, mit Beispielen aus der heutigen Kultur belegt, zum Teil bejaht, weil sie gewöhnlich eine Verzerrung oder ein götzendienerisches Ungleichgewicht von etwas Wahrem darstellen. Außerdem müssen sie untergraben und kritisiert werden, und es muss gezeigt werden, dass sie in ihrer besten Form nur in Christus erfüllt werden.

Mehr hier: www.evangelium21.net.

Rebecca McLaughlin: Kreuzverhör

246231 e85aeab7 ac89 5b1e 8e4e cdb50d53efedDie Christliche Verlagsgesellschaft hat in Kooperation mit dem Christlichen Veranstaltungs- und Mediendienst (cvmd) zwei hilfreiche apologetische Bücher von Rebecca McLaughlin herausgegeben. Das Buch Kreuzverhör: 12 harte Fragen an den christlichen Glauben wendet sich an Jugendliche und Erwachsene und behandelt Fragen wie: Fördert Religion nicht Gewalt? Hat die Wissenschaft den christlichen Glauben nicht widerlegt? Wie kann ein liebender Gott so viel Leid zulassen? usw. Das Buch 10 Fragen über Gott, die sich jeder junge Mensch stellen sollte wendet sich an Teenies und behandelt ähnliche Fragen niederschwelliger. Der Verlag schreibt:

Wie können wir glauben, dass die Bibel wahr ist? Warum können wir uns nicht einfach darauf einigen, dass Liebe Liebe ist? Ist das Christentum nicht gegen Vielfalt und Diversität? Auf dem Weg zur Schule, beim Abhängen mit Freunden oder beim Scrollen durch die sozialen Medien werden Teenager mit Sicherheit vor echte Herausforderungen in Bezug auf den Glauben an Jesus Christus gestellt. Und unabhängig davon, ob Sie sich selbst als Nachfolger Christi betrachten oder nicht, können diese Fragen wie eine Zerreißprobe wirken. Gestützt auf modernste Forschung, persönliche Geschichten, Bilder und Vergleiche aus der Jugendliteratur und sorgfältiges Bibelstudium weicht dieses Buch den schwierigen Fragen nicht aus. Stattdessen lädt es junge Menschen dazu ein, ihre drängendsten Fragen über den christlichen Glauben zu stellen und überraschende, Leben spendende Antworten zu finden.

Die Bücher gibt es es zum Beispiel in den christliche Bücherstuben hier und hier.

Gespräch mit Ranald Macaulay

Frederik Mulder hat sich mit Ranald Macaulay über Francis Schaeffer (Ranald ist mit Susan, einer Tochter von Francis und Edith Schaeffer, verheiratet) und den Einfluss der Christen auf das gesellschaftliche Leben unterhalten. Vielen Dank!

Hier der Teil 1:

Der Siegeszug des modernen Selbst

Daniel stellt in seiner ausführlichen Rezension sein Lieblingsbuch aus dem Jahr 2021 vor. Es geht um The Rise and Triumph of the Modern Self von Carl R. Trueman. Daniel schreibt: 

Um verstehen zu können, warum die Aussage “Ich bin ein Mann gefangen im Körper einer Frau” heutzutage zutiefst die Identität einer Person ausmacht, oder etwas allgemeiner formuliert, warum Sexualität in unseren Tagen für den Großteil der Menschen Identität ist, bedient sich Trueman der Frameworks der Philosophen Charles Taylor und Alasdair MacIntyre sowie des Soziologen Philip Rieff. Besonders hilfreich bei Taylor ist der von ihm geprägte Begriff der sozialen Idee (social imaginary), der beschreibt, wie sich Individuen die Welt, in der sie leben, und ihre Beziehung zu ihr vorstellen. Hier gilt es zwei Arten der Weltanschauung zu unterscheiden: während Mimesis die Welt als einen Ort ansieht, in dem Sinn von außen vorgegeben ist oder zumindest gefunden werden kann, beschreibt Poiesis eine Welt als Ort, der letzlich allein von Atomen bestimmt wird und den es in einer anderen Konstellation des Zufalls nie gegeben hätte. Eine erste Beobachtung von Trueman ist diejenige, dass die Welt in unserer Zeit von einer vormals mimetischen zu einer mehr und mehr poetisch aufgefassten geworden ist.

Rieffs Arbeit hilft uns zu verstehen, dass der Mensch lernt, wer er ist, wenn er lernt, wie er zu seiner Gesellschaft passen kann. Die Auffassung hat hierbei im Zeitablauf einen signifikanten Wandel erlebt: hat früher der political man sich selbst als Teil eines antiken/mittelalterlichen Stadtstaates gesehen, dem gegenüber man loyal sein musste, spürte der religious man in der Folge eine starke Beziehung zu seinem Glauben. Die Unterscheidung zwischen dem economic man und dem heutigen psychologic man lässt sich gut anhand eines Beispiels beschreiben: der economic man war dann zufrieden mit seiner Arbeit, wenn er sich und seine Familie ernähren und Schuhe für seine Kinder kaufen konnte – unabhängig davon, wie schmutzig und hart sein Job war. Dem heutigen psychologic man jedoch ist es wichtig, Erfüllung, Verantwortung und Spaß in seiner Arbeit zu finden, auch wenn das negative Folgen für seine Außenwelt bedeuten würde – individuelles psychologisches Wohlbefinden triumphiert.

Trueman zeigt auf, dass eine frühere Gesellschaft bildende Institutionen (Schulen, Universitäten) dahingehend nutzte, Einzelne zu formen und sie ihren Werten und Normen gerecht zu erziehen. Infolge des Shifts zum psychologic man jedoch sind externe Muster zur Repression geworden und Schüler gehen heute in die Schule um zu performen, nicht um geformt zu werden. Das Individuum ist zum König mutiert. Wenn Identität jedoch eine Sache allein der social imaginary des Einzelnen geworden und das Denken des Menschen als souverän angesehen wird, so wird Identität so unendlich wie die menschliche Vorstellungskraft. Jeder kann jeder werden und sein. 

Mehr hier: philemonblog.de.

Übrigens: Der Verlag Verbum Medien arbeitet derzeit in Kooperation mit dem Netzwerk Evangelium21 an einer deutscher Ausgabe des Buches.

Apologetik der christlichen Sexualethik

Die christliche Sexualethik weise zu verteidigen, ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Evangelium21 hat eine Erklärung in deutscher Sprache veröffentlicht, die genau dieses Anliegen verfolgt. Die 47. Generalsynode der Presbyterian Church in America (PCA) beauftragte im Jahr 2019 einen Studienausschuss (zu dem u.a. Bryan Chapell, Kevin DeYoung und Tim Keller gehörten), eine Stellungnahme zum Thema der menschlichen Sexualität zu erarbeiten. Diese Stellungnahme wurde im Mai 2020 veröffentlicht und im Juni 2021 von der verspätet stattfindenden 48. Generalsynode entgegengenommen. 

Hier ein Auszug:

Zweitens sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass die moderne Bewegung der sexuellen Befreiung in vieler Hinsicht ein Rückschritt ist. Sie dreht die Uhr zurück auf die zugrundeliegende Logik Roms. Die moderne Kultur hat die Verbindung zwischen Sex und Gott aufgehoben und Sex wieder mit der sozialen Ordnung verknüpft. Damit ist Sex wiederum losgelöst von der Forderung einer lebenslangen Bindung durch die Ehe. Erneut geht es beim Sex um Selbsterfüllung, nicht um Selbsthingabe. Doch wie Harper bemerkt, behält die moderne sexuelle Revolution einige der christlichen Gaben an die Welt bei: das Konzept der Einvernehmlichkeit und dass Sex etwas Gutes ist. Daher ist die heutige sexuelle Kultur zwar weniger brutal als die damalige heidnische Kultur (dank der verbliebenen christlichen Elemente), sie entpersonalisiert aber dennoch und macht zum Objekt. Es gibt zahlreiche Studien und Erfahrungsberichte, die zeigen, dass die Menschen deutlich einsamer sind, da Sex nun nicht nur von der Ehe abgekoppelt wird, sondern durch das riesige, raffinierte Reich der Pornografie von persönlicher Beziehung überhaupt. Im alten Rom gab es gewöhnlich einen Beteiligten – den mit der Macht –, der den anderen Beteiligten als Objekt benutzte, um seine körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Heute benutzen sich die Beteiligten oft gegenseitig, indem sie den anderen als Objekt zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse gebrauchen – mit dem man nur so lange in Beziehung steht, wie diese Bedürfnisse befriedigt werden.

Das Bemühen der modernen Kultur, einige Teile der christlichen Sexualethik beizubehalten, aber andere nicht, hat enorme Spannungen erzeugt.

Der Gedanke der Einvernehmlichkeit passt am besten zu einem Bund, nicht zu sexuellen Abenteuern. Insbesondere Frauen können sich als Objekt missbraucht fühlen. Die frühen Christen wurden mit dem gleichen Vorwurf wie wir konfrontiert – dass unsere Sexualethik erdrückend, eine Spaßbremse, negativ, repressiv und unrealistisch sei. Doch sie wussten auch: Selbst wenn sexuelle Selbstbeherrschung auf kurze Sicht schwer ist, ist doch die christliche Sexualethik auf lange Sicht erfüllender und weniger entmenschlichend. Wir müssen auch heute Wege finden, um zuversichtlich über die revolutionär gute Nachricht des Christentums bezüglich Sex zu sprechen.

Mehr: www.evangelium21.net.

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