Syst. Theologie

Athanasius über das Sühneopfer von Jesus Christus

AthanasiusAthanasius von Alexandria (ca. 298–373 n.Chr.) war Bischof von Alexandria in Ägypten und wurde bereits zu Lebzeiten als Säule der Kirche und Vater der Orthodoxie bezeichnet. In seinem berühmten Brief über die Psalmen an Marcellinus schreibt er über den Tod von Jesus Christus:

Denn er [Jesus Christus] starb nicht, weil er selbst schuldig war, sondern er litt stellvertretend für uns und übertrug den Zorn, den Gott aufgrund unserer Übertretungen wider uns hatte, auf seine eigene Person. Deshalb heißt es bei Jesaja: ›Er lud unsere Schwachheit auf sich‹.

Bitte auch den Beitrag Das Sühneopfer von Jesus Christus lesen.

Christus und die Kultur

Mein Kollege Thomas K. Johnson ist 2006 in einem Vortrag der bedeutsamen Frage nachgegangen, wie sich christlicher Glaube und Kultur zueinander verhalten. Hier ein Auszug:

Das Wort Gottes leistet einen bereichernden Beitrag zur säkularen Kultur. Was bedeutet das? Auch wenn ein großer Teil des säkularen Europas das christliche Erbe, das es geformt hat, verleugnet und außer Acht lässt, gibt es viele Elemente in der europäischen Kultur, die unter dem Einfluss der biblischen Botschaft hervorgebracht und entwickelt wurden. Dies sind Aktivitäten, Institutionen oder Denkweisen, die kaum mit einer ungläubigen Weltsicht im Einklang zu stehen scheinen, und die, historisch gesehen, das Resultat des Einflusses der biblischen Botschaft auf die europäische Zivilisation zu sein scheinen. Als Gläubige können wir das als eine Art des Handelns Gottes sehen, durch die er diese Welt zu einem sehr viel schöneren und lebensfreundlicheren Ort gemacht hat.

Der Vortrag »Christus und die Kultur« kann frei herunter geladen werden: mbstexte100.pdf.

Menschenrechte für Tiere?

Tierschützer fordern, dass Tiere, die Schmerz empfinden können, rechtlich mit Menschen gleichgestellt werden. Die Tierschützer berufen sich dabei auf die utilitaristische Ethik des umstrittenen Philosophen Peter Singer.

Hier der Artikel: www.welt.de.

Die Herausforderung der Postmoderne-Diskussion für die Theologie der Gegenwart

Matthias Schnell-Heisch hat 1995 in Tübingen bei Hans Küng und Eberhard Jüngel über das Thema »Die Herausforderung der Postmoderne-Diskussion für die Theologie der Gegenwart« promoviert. Die 1994 eingereichte Arbeit verarbeitet viel Primärliteratur und ist, wie das Inhaltsverzeichnis zeigt, noch frei von Schablonen, die sich seit Mitte der 90er Jahre (Middleton & Walsh, 1995 u. Grenz, 1996) in der amerikanisch-evangelikalen Literatur verfestigt haben.

Schnell-Heisch fasst seine Arbeit wie folgt zusammen:

• Der Erste Hauptteil der Arbeit hat die Aufgabe, die Genese des Begriffs »Postmoderne« innerhalb der verschiedenen Bereiche der Kultur (»Architektur«, »Literaturwissenschaft«, »Philosophie« und »Soziologie») nachzuzeichnen, die wichtigsten Postmoderne-Konzeptionen vorzustellen, die Beziehungslinien zwischen den verschiedenen Sektoren herauszuarbeiten und eine kritische Analyse der einzelnen Positionen vorzunehmen, um erstens einen detaillierten Überblick der Diskussion zu gewinnen und zweitens eine fundierte Grundlage für die theologische Postmoderne-Diskussion zu erarbeiten.

• Der Zweite Hauptteil ist ganz der theologischen Postmoderne-Diskusssion gewidmet. Wie im Ersten Hauptteil sind auch hier Darstellung und Kritik voneinander getrennt: Nach der Darstellung der drei thematischen Schwerpunkte (»Christlicher Glaube im Pluralismus»; »Dekonstruktion», postliberale Theologie, Ästhetisierung der Religion«; »Postmoderne Theologie als ganzheitliche Theologie«), die sich in der theologischen Diskussion herauskristallisieren, schließt sich auch hier in einem vierten Kapitel eine Kritik der theologischen Postmoderne-Diskussion an.

• Im Epilog wird dann der Versuch unternommen, die theologische Postmoderne-Diskussion zu bilanzieren und Prospektiven für die Theologie zu entwickeln. Das Anliegen besteht aber weder darin, die verschiedenen theologischen Konzepte zu synthetisieren, noch darin, eine weitere theologische Postmoderne-Konzeption zu entwickeln. Vielmehr wird hier nach den Chancen und Grenzen der einzelnen Beiträge zur theologischen Postmoderne-Diskussion gefragt und die bleibenden Herausforderungen der Postmoderne-Diskussion für Theologie und Kirche benannt.

Freundlicherweise hat Matthias Schnell-Heisch seine Dissertation inzwischen im Internet publiziert. Sie kann hier in Form von mehreren PDF-Dateien herunter geladen werden: www.schnell-heisch.de.

Kann man mit Vernunft Gottes Existenz beweisen?

Für den Atheisten von heute ist ein allmächtiger Vater im Himmel nur der Wunsch oder Wahn einer patriarchalischen Gesellschaft. Kann man so einem Atheisten Gott überhaupt noch beweisen?

DIE WELT hat einen Dialog über Gottesbeweise, die Rationalität des Glaubens und die Chancenlosigkeit der Wissenschaft, das Absolute zu widerlegen, publiziert. Der Prälat Walter Brandmüller, Priester und Präsident der Päpstlichen Kommission für Geschichtswissenschaften und Canonicus von St. Peter in Rom, spricht mit Ingo Langner, einem Dokumentarfilmer und Publizisten aus Berlin.

Hier geht es zum Interview: www.welt.de.

Der Homosexuelle

Der homosexuelle Mann muss nicht immer homosexuell bleiben. Keiner ist dazu verpflichtet, schwul zu sein.

Den Artikel »Der homosexuelle Mann« von Elmar Kraushaar können Sie bei der taz lesen: www.taz.de.

Gott, eine Hirnfunktion?

Seit Jahrunderten versuchen Wissenschafter und Philosophen, das Wesen Gottes und der Religion zu erklären. Neue Ergebnisse der Gehirnforschung legen den Gedanken nahe, dass wir von Natur aus zum Glauben programmiert sind. Professor Georg Northoff: »Wir müssen glauben und können nicht anders.«

Lesen die den Artikel, den Georg Northoff in Kantscher Manier für Die Welt geschrieben hat, hier: www.welt.de.

40 von 100 Kindern in Südafrika sind Vergewaltigungsopfer

Für eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit, vergewaltigt zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen. Dies errechnete der britische Sender BBC aus Zahlenmaterial, das die University of South Africa (UNISA) zur Verfügung gestellt hat. Die TAZ schreibt:

In Südafrika sind nach einer Studie 40 Prozent aller Schüler unter 18 Jahren vergewaltigt worden. Das ist das Ergebnis einer Befragung an 1.200 Schulen des Landes, die am Montag veröffentlicht wurde. Die Forscher Neil Andersson und Ari Ho-Foster vom CIET Trust in Johannesburg hatten die sexuelle Gewalt unter Schülern untersucht. In 20 Prozent aller Fälle gaben die Opfer an, der Täter sei ein Lehrer gewesen.

Hier der vollständige Beitrag: www.taz.de.

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