Mai 2010

Digitalisierung der Vatikanischen Bibliothek

80.000 Handschriften der Vatikanischen Bibliothek werden digitalisiert und anschließend der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das Scannen ist eine gewaltige Herausforderung. 30 Scanner kommen zum Einsatz; bis zu 120 Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten. Schätzungsweise werden für die Abwicklung des gesamten Projektes 10 Jahre benötigt.

Hier die DLF-Berichterstattung das Testprojekt: dlf_20100505_0936_fa89262d.mp3.

Im Zweifel für den Zweifel?

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»Ehrliche Antworten auf ehrliche Fragen«, hieß es zur Zeit von Francis und Edith Schaeffer im L’Abri-Studienzentrum. Junge Leute strömten in die Schweiz, weil sie brennende Fragen loswerden wollten und nach tragfähigen Antworten suchten. Die Zeit der Antworten scheint vorbei zu sein. Für viele ist der Zweifel heute Manifest und Programm. Menschen suchen, weil sie nicht finden wollen. Eben: »Im Zweifel für den Zweifel!« (Tocotronic).

Der Zweifel schützt, deckt Irrtümer auf, eröffnet neue Sichtweisen und hilft beim Entdecken begehbarer Wege. Wenn aber Skepsis alles ist, was wir haben, wenn die Zweifel uns im Innern spalten, wenn es der Kritik immer schwerer fällt, kritisch zu sein, weil sie alles, was sie zu kritisieren pflegte, bereits zerstört hat, ist die Zeit gekommen, auch den Zweifel in Zweifel zu ziehen.
In der Zeit vom 21.–25. Juni veranstaltet das Martin Bucer Seminar zusammen mit L’Abri Holland und der L’Abri-Kontaktarbeit aus Deutschland eine Studienwoche zu apologetischen Themen. Während der Woche werden fachkundige Referenten Vorträge und Workshops anbieten, Zweifeln Raum geben und zeigen, dass es gute Gründe gibt, dem Evangelium von Jesus Christus zu vertrauen und es auf vielfältige Weise in der Gesellschaft zu bezeugen.

Studenten, Pastoren, apologetisch interessierte Christen und andere Neugierige sind herzlich eingeladen, in dieser Woche zusammen mit anderen zu glauben, zu zweifeln und zu vertrauen.

Flyer mit Anmeldemöglichkeit hier: flyer.pdf.

Ich hoffe, wir sehen uns!

Interview mit Tim Keller

Wie wurde aus dem introvertierten Tim Keller ein erfolgreicher und überzeugender Prediger? Marvin Olasky hat mit Tim Keller darüber gesprochen.

If you just go to towns like New York and spend all your time ministering, you never learn to pastor. You just learn how to do public communication. Ultimately, your preaching will be worse if you do not know how to pastor because you have not gotten involved in the hurts of people’s lives. I learned a lot from Hopewell and if I had not gone there, I would not know a lot of that. It makes me a much better preacher today, way, way better than if I had never been there.

Hier: www.worldmag.com.

Usbekistan: Religionsfreiheit massiv bedroht

In Usbekistan werden unverändert Christen und Moslems wegen Ausübung ihrer Religionsfreiheit eingekerkert. Am 13. April wies das Landgericht für Strafsachen Syrdarya durch den vorsitzenden Richter Myrza Pardayev die Berufung des Baptisten Tohar Haydarov zurück. Er war in erster Instanz wegen Drogendelikten zu 10 Jahren Haft verurteilt wurden. Baptisten, die ihn gut kennen sind vollkommen überzeugt, dass die Anklage gegen ihn auf gefälschten Beweisen beruht und bezeichnen Haydarov als Mann mit reinem Gewissen und ehrlichen Christen.

Drei moslemische Frauen wurden für die Leitung bzw. Teilnahme an nicht registrierten religiösen Versammlungen zu zwischen sechs ein halb und sieben Jahren Arbeitslager verurteilt. Sie wurden wegen Verletzung von Artikel 159 (»Versuche zur Änderung der verfassungsmäßigen Ordnung Usbekistans«) und Artikel 244-1 (»Erstellung oder Verbreitung von Materialien, welche die öffentliche Sicherheit und Ordnung bedrohen«) des Strafgesetzbuchs angeklagt. Die Angehörigen der Verurteilten wurden unter Einschüchterungen aufgefordert, nicht gegen das Urteil zu berufen. Die Bedingungen in usbekischen Arbeitslagern können besonders hart sein, mit mangelnder Hygiene und gefährlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Körperliche Züchtigung durch die Aufseher ist kein Einzelfall. Überdies herrschen in den Arbeitslagern kriminelle Banden über ihre Mitgefangenen. In Gefängnissen und Arbeitslagern ist jede Religionsausübung, z.B. sichtbares Beten oder der Besitz religiöser Literatur, verboten. Seelsorger haben keinen Zutritt zu den Gefangenen.

Die usbekischen Behörden haben auch wieder begonnen, Angehörige religiöser Minderheiten zu kurzen Gefängnisstrafen zu verurteilen. Einschüchterungsmaßnahmen dieser Art trafen unter anderem die zwei Protestanten Azamat Rajapov und Abdusattor Kurbonov, die zu je 15 Tagen Freiheitsentzug verurteilt wurden. In Almalyk, in der Nähe der Hauptstadt Taschkent, versendet der Polizeichef immer wieder Briefe mit Androhung eines Strafverfahrens an Gläubige verschiedener Religionen. Überdies erreichen Forum 18 Meldungen, dass festgenommenen Frauen (in seltenen Fällen auch Männern) von männlichen Beamten offen oder durch Andeutungen mit sexuellen Übergriffen gedroht wird. Die Opfer wagen es so gut wie nie, derartige Erfahrungen öffentlich bekannt zu geben.

Im März hat der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen seine Besorgnis über die Einschränkung der Religionsfreiheit, insbesondere für nicht registrierte Gemeinschaften, zum Ausdruck gebracht. Besonders besorgt ist man über die Anklagen vor Strafgerichten und die Verhängung von Gefängnisstrafen aus religiösen Gründen, sowie über die Kriminalisierung der Verbreitung von Glaubensüberzeugungen. Der Ausschuss empfiehlt dem Mitgliedsstaat Usbekistan, seine Gesetze, insbesondere Artikel 216-2 des Strafgesetzes, so zu ändern, dass diese den Anforderungen des internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte entsprechen.

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo

Gender Voodoo

Harald Martenstein meint, die Gender-Politik und Voodoo laufen auf das Gleiche hinaus. In der ZEIT online schreibt er:

Es gibt neue Religionen. Zwischen Männern und Frauen existieren, auch im Verhalten und im Alltag, eine ganze Reihe Unterschiede, die biologisch bedingt sind und nichts mit Gesellschaft zu tun haben, sie können auch nicht wegerzogen werden. Diejenige Strömung der Gender Studies, die diese offensichtliche Tatsache leugnet, hat etwa so viel mit Wissenschaft zu tun wie der Voodoo-Kult auf Haiti. Gender-Professorinnen sollten folglich nicht aus dem Wissenschaftsetat finanziert werden, sondern aus der Kirchensteuer.

Hier mehr: www.zeit.de.

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