Moderne Pharisäer

Norbert Bolz kritisiert die auf ein Soziales Evangelium konzentrierte kirchliche Verkündigung in den Ostertagen scharf:

So hört man von ihren Repräsentanten und Pfarrern nur noch selten etwas über das Ärgernis und den Skandal des Wortes vom Kreuz, so wie es im Zentrum der Paulus-Briefe und damit des Neuen Testaments steht. Aber man bekommt am Sonntag sehr viel zu hören über die unzähligen kleinen Kreuze dieser Welt wie Hunger, Flüchtlingselend, Klimakatastrophe usf.

Der Pfarrer tritt immer häufiger als Gutmensch auf – und das heißt in der Sprache des Neuen Testaments: als Pharisäer. Dabei missbraucht er seine Predigt für einen sentimentalen Moralismus. Er ersetzt den Skandal des Gekreuzigten zunehmend durch einen neutralen Kult der Menschheit. Thomas Mann hat das schon vor hundert Jahren „Verrat am Kreuz“ genannt. Was dann noch bleibt, ist die Sentimentalität einer unrealistischen Menschenfreundlichkeit.

Mehr (allerdings hinter der Bezahlwand): www.welt.de.

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Jutta

Ich gehe nicht hinter die Bezahlwand. Aber er hat recht. Und die Welteinheit im Sinne der Einen Welt mit der Welteinheitsreligion und den Einschränkungen wird kommen, so oder so. Ob im Zuge von Corona, oder etwas anderem ..
Weil Gott das so will.
Das Böse muss ausreifen und es wird ausreifen. Und der Abfall beginnt inmitten von Gottes Volk zuerst.
Wie wir sehen können …
Möchte die Preidgten von Olaf Latzel empfehlen. Klar, deutlich, nüchtern.
Das Kreuz in der Mitte, der Lebensmittelpunkt.