Nordkirche

Die Kirche ist eigentlich dafür da, das Evangelium darzureichen. Allerdings sind es andere Themen, die die Amtsträger bewegen. Die Nordkirche hat sich auf ihrer Landessynode vor allem mit dem Klima, der gleichgeschlechtlichen Ehe und Jugend- und Familienfragen befasst. Sie hat dabei etwa entschieden, künftig nicht mehr zwischen Segnung und Trauung zu unterscheiden. Gleichgeschlechtliche Paare werden also auch getraut.

Das überrascht nicht. Diese Salamitaktik ist durchschaubar. Ziel war es immer, die Trauung durchzusetzen. Die Segnung war nur ein Etappensieg.

Allerdings ist noch eine andere Entscheidung gefallen. Und die hat es in sich. Die Ostsee-Zeitung berichtet (entscheidender Passus hervorgehoben):

Der NDR zitierte Wilm mit den Worten: „Der Begriff Segnung wurde immer häufiger als minderwertiger empfunden als eine Trauung.“ Mit dem Wort Trauung werde eine „Gleichberechtigung und die Aufhebung der Diskriminierung“ erreicht. Mit deutlicher Mehrheit gestrichen wurde außerdem laut NDR ein Abschnitt, der es Pastoren ermöglichen sollte, eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare aus Gewissensgründen abzulehnen.

Hier: www.ostsee-zeitung.de.

Kommentare

  1. Überhaupt nicht überraschend; Symptome eines untergehenden Schiffes.

    Erschütternd viel mehr, dass die, die immer am lautesten „Freiheit!“ etc. rufen, immer die ersten sind, die dem Totalitarismus Vorschub leisten – das ist schon lange keine Kirche mehr.

  2. Das liegt hauptsächlich an den längst gefallenen theol. Fakultäten der Universitäten. Dieses sind heute Vorreiter des Sozialismus und des Wahnsinns. Da können Germanistik- , Soziologie und [hier beliebige Pseudowissenschaft einfügen] nur noch staunen…
    Meine Tochter war vor 2 Jahren am «Reformation Day» in Genf und freute sich auf gute Inhalte, Lobpreis etc. Sie kam etwas verstört nach Hause und berichtete, dass sich dort «alles um Gender und so komisches Zeugs» gedreht habe (bspw. auch das Gott weiblich sei etc.).

    Aber auch ich darf bei aller Polemik nie vergessen, dass auch liberale und sozialistische «Theolügner» vom Herrn Jesus in Gnade empfangen werden, wenn sie umkehren wollen. Eta Linnemann ist ein wundervolles Beispiel, wie Gott sein Volk aus schlimmster Nacht retten kann (das gilt auch für uns, wenn wir mal wieder von der gesunden Lehre abweichen, deshalb sind brüderliche Ermahnungen so wichtig!).

  3. Die Gewissensgründe wurden zwar abgeschafft, aber die theologischen nicht. Ein Pastor kann eine solche Trauung also aus theologischen Gründen ablehnen.

  4. Irgendwas läuft völlig schief heutzutage. Gestern las ich, dass die Studenten am Union Theological Seminary zu Pflanzen beten. Es heißt: “Today in chapel, we confessed to plants,” the nation’s oldest independent seminary declared Tuesday on Twitter. “Together, we held our grief, joy, regret, hope, guilt and sorrow in prayer; offering them to the beings who sustain us but whose gift we too often fail to honor. What do you confess to the plants in your life?” Wieso beten diese Studenten zu Plfanzen und nicht zum Schöpfer, der nicht nur sie selbst (Studenten), sondern auch alles andere, nämlich die Flora und Fauna erschaffen hat?

    Zum obigen Artikel kann man nur sagen, wer die Wahrheit unterdrücken will, der muss zu rabiaten Methoden greifen. Eine dieser gewaltsamen Methoden liegt darin, das Gewissen anderer Menschen per Dekret abtöten zu wollen. Egal ob dieses Dekret nun mit deutlicher Mehrheit oder nur knapp zustandegekommen ist, es bleibt eine Gewalttat.

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