G. Habermas: Der historische Jesus

Das Buch Evidence for the Historical Jesus von Gary Habermas kann derzeit auf der Internetseite des Professors heruntergeladen werden. Um was geht es in dem Buch?

The search for the historical Jesus is a hot topic in both popular and academic circles today and has drawn a lot of attention from national magazines, such as Time, Newsweek, and U.S. News & World Report. Further, the media has given an undue amount of attention to the outlandish statements of the Jesus Seminar, a self-selected liberal group representing a very small percentage of New Testament scholarship. This book addresses the questions surrounding the debate over the historical Jesus and shows that there are a significant number of historical facts about Jesus in secular and non-New Testament sources which prove that the Jesus of history is the same Jesus of the Christian faith.

Hier: www.garyhabermas.com.

VD: RN

Erstaunliche Gnade

220px John NewtonDer DLF hat einen kurzen Beitrag über John Newton und das Lied „Amazing Grace“ zusammengestellt. Wer war John Newton? Ich zitiere mal aus Wikipedia:

Ab August 1755 nahm er eine Stelle als Tidensachverständiger beim Zollhaus Liverpool an. 1762 berichtete er in Briefen an den Baptisten-Pastor John Fawcett von seiner Hinwendung zum christlichen Glauben. Am 29. April 1764 wurde er zum Diakon vereidigt und im Juni zum anglikanischen Priester (Church of England) ordiniert. Seine weit beachtete Biographie erschien erstmals im August 1764.

Zusammen mit dem Dichter William Cowper schrieb Newton mehrere geistliche Lieder. Sein bekanntestes Lied Amazing Grace (dt.: erstaunliche Gnade) entstand im Dezember 1772, als Newton Vortragsreihen über die Pilgerreise zur seligen Ewigkeit von John Bunyan hielt und die Neujahrspredigt 1773 über (1 Chr 17,16 ELB) vorbereitete. Darin beschreibt er u. a. seine Errettung als eine von Gott erwiesene Gnade. Im Juli 1779 wurde Amazing Grace in den 428 Seiten umfassenden Olney-Hymnen veröffentlicht, deren Lieder alle von Newton und Cowper stammen.

1763 schrieb Newton das Buch A Review of Ecclesiastical History, in dem er sich kritisch zum Kolonialismus äußert: „Uns wird von Kindesbeinen an beigebracht, jene zu bewundern, die in der Sprache der Welt grosse Kapitäne und Eroberer genannt werden, weil sie darauf brannten, Mord und Schrecken in jeden Teil des Globus zu tragen und durch die Entvölkerung von Ländern ihre eigenen Namen zu verherrlichen, während der Geist der Grossherzigkeit des heiligen Paulus fast überhaupt keine Beachtung findet.“

Newtons Biographie wurde zum wichtigen Anstoß für William Wilberforce, dessen Leben im Film Amazing Grace von 2006 dargestellt ist. William Wilberforces große Errungenschaft ist sein wesentlicher Beitrag zur Abschaffung der Sklaverei im englischen Empire.

Hier der Beitrag:

 

Peter Hintze zum Leiden

Wer einen Beleg dafür braucht, dass Theologen viel Unsinn erzählen, hier ist er: Peter Hintze sagte heute in der Bundestagsdebatte zur Sterbehilfe mit großem Pathos:

Leiden ist immer sinnlos.

Schaeffer und die Gesellschaftstransformation

Ich mehrmals erlebt, wie über Francis Schaeffers Position zur Gesellschaftstransformation diskutiert wurde. Glaubte er an die Transformation der Kultur durch den christlichen Glauben? War er ein Optimist oder ein Pessimist? Wie stand er zum Verhältnis von Verkündigung und Evangelisation?

Hier nimmt er selbst Stellung, ein Jahr vor seinem Heimgang:

Enzyklika „Laudato si“

Die Umweltenzyklika von Franziskus polarisiert. Es gibt vie Lob für den „grünen Papst“, aber auch viel Kritik. Von Wirtschaft hat er keine Ahnung, meint der Volkswirt, Publizist und Katholik Michael Rutz.

Hier die gute Analyse:

Der Papst verfolgt hier ein Gesellschaftsmodell, das mit dem der westlichen Demokratien wenig gemein hat. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn es sich nicht um dem Papst der größten Kirche der Welt handelte, die sich in langen Kämpfen der Kirchengeschichte zu einem freiheitlichen Menschen- und Gesellschaftsbild durchgerungen hat und es mit freiheitlichen und demokratischen Macht­systemen zu vereinigen wusste.

In diesem päpstlichen Sendschreiben ist davon nicht viel übrig. Niemand wird dem Papst die ernsthafte Sorge um das ökologische System des Erdballs absprechen können, dafür hat es tatsächlich an zu vielen Stellen Schaden genommen. Aber wie kommt er darauf, dafür das marktwirtschaftliche System haftbar zu machen? Wer hat ihn da beraten? Wer hat ihm die Theorie und Praxis der knappheitsanzeigenden und ressourcenschonenden Preisbildung vorenthalten?

Warum hat man ihm die katastrophalen Misserfolge jeder Planwirtschaft nicht ausreichend dokumentiert? Und weitere Fragen: Wieso hat er sich in dieser Enzyklika nicht mit den Vorzügen der sozialen Marktwirtschaft auseinandergesetzt und ihren verteilungspolitischen Maßgaben? Warum hat er vielleicht das »Kapital« von Karl Marx, aber nicht das von Reinhard Marx gelesen, in dem Wirtschaft und Gesellschaft daran gemessen werden, »ob sie der Personenwürde und Freiheit des Menschen dienen oder sie beeinträchtigen«, weshalb »der sozialistische Kollektivismus für die Kirche nie eine bedenkenswerte Alternative« sein könne?

Vor allem aber: Wie kommt er darauf, dass eine nachhaltige Umweltpolitik und marktwirtschaftliche Mechanismen im Gegensatz zueinander stünden?

Mehr: www.christundwelt.de.

Ohne mich

Die Redakteurin Liane Bednarz beschreibt für Christ & Welt, warum sie aus der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgetreten ist und was sie an der Katholischen Kirche anzieht. Authentisch und irgendwie verständlich! Ein tieferer Blick hinter die Kulissen der Katholische Kirche dürfte freilich zeigen, dass dort die Nöte vergleichbar groß sind. Das Zeugnis verdeutlicht insgesamt, dass wahrheitssuchende Menschen sich vom „sozialen Evangelium“ betrogen fühlen und der Bedarf für einen geistlichen und intellektuellen Aufbruch immens ist. Kyrie eleison.

Man verstehe mich bitte nicht falsch: Natürlich ist auch ein religiöser empathieloser Rigorismus abzulehnen, der nur noch auf das Jenseits starrt und sich allein um das eigene Seelenheil sorgt. Aber die Umdeutung zentraler biblischer Begriffe wie »Friede« und »Gerechtigkeit« in diesseitige Politik schreckte mich zutiefst ab. Und meistens, wenn ich diese Irritation gegenüber Vertretern der evangelischen Kirche zum Ausdruck brachte, stieß ich auf Verständnislosigkeit.

Eigentlich wurde fast alles, was in der Bibel steht, relativiert. Im Jahre 2013 mit der »Orientierungshilfe« sogar das grundsätzlich auf die Ewigkeit angelegte Versprechen der Ewigkeit der Ehe. Wenn man selbst miterlebt hatte, wie allein der Vers »Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen« (Markus 10,2), die Ehe von zwei Menschen ungeachtet aller Turbulenzen an dem einstigen Versprechen hat festhalten lassen, war man verwundert. Gleichzeitig, auch das soll nicht verschwiegen werden, hat mich der enorm strenge, oftmals antiintellektuelle Kurs einiger Freikirchen abgeschreckt. Und so bin ich jahrelang zwischen evangelischen Landeskirchen einerseits und Freikirchen andererseits mäandert.

Im Mai 2011 schließlich kam es für mich zu einer Wende. Ausgelöst durch das Buch »Das katholische Abenteuer« des Journalisten Matthias Matussek begann ich, mich mit dem Katholizismus zu beschäftigen, und entdeckte in diesem eine aus meiner Sicht stringentere und sowohl intellektuelle als auch im Herzen verankerte Form der Suche nach der ewigen Wahrheit, die letztlich zu meinem Austritt führte.

Ich erlebe vor allem in den Predigten katholischer Priester insgesamt eine größere Ernsthaftigkeit der Erhabenheit Gottes und der Frage nach dem Jenseits gegenüber. Auch wenn ich damit vielen Menschen in der evangelischen Kirche ihren tiefen Glauben selbstverständlich nicht absprechen möchte. Konvertiert bin ich noch nicht, da ich immer noch offene Fragen habe. Aber ich glaube, ich befinde mich auf dem Weg dorthin.

Mehr: www.christundwelt.de.

VD: AG

Margot Käßmann im Gespräch

Andreas Main hat für den DLF mit Margot Käßmann über den Theologen Heinz Zahrnt gesprochen. Das Interview ist in vielerlei Hinsicht interessant und ernüchternd, da man etwas über Zahrnt und viel über Margot Käßmann hinzulernt.

Hier die Antwort auf die Frage, was von Zahrnt über die Auferstehung Jesu zu erfahren ist:

Es ist egal, ob das Grab leer oder voll war. Sondern das Entscheidende ist, dass die ersten Jünger – ich würde auch sagen Jüngerinnen, Zahrnt hätte das nicht gesagt, diese Erfahrung gemacht haben, dass der Tod nicht das letzte Wort hatte in der Geschichte des Jesus von Nazareth. Ob er im Grab lag oder nicht, ist dafür überhaupt nicht entscheidend. Entscheidend ist die Erfahrung, dass der Tod nicht die Macht hat.

Ob da eine historische Leiche ist, ist nicht relevant. Genauso wenig ist es relevant, ob da ein Kind in einer Krippe lag, wie Lukas das erzählt und es wahrscheinlich gar nicht wahr ist. Ich meine, das ist doch auch eine Frage, die er da sehr klar stellt: Hängt denn der Glaube daran, ob eine Leiche im Grab war? Daran hängt doch nichts – an dieser Frage. Der Glaube hängt an etwas ganz anderem.

Das gesamte Gespräch gibt es hier:

Heiligung im Alltag

Die Herold Schriftenmission hat das Buch Heiligung im Alltag von John Piper herausgegeben. In diesem kleinen Buch sind drei seiner Predigten niedergeschrieben, in denen Piper uns biblische Ratschläge für den täglichen Kampf gegen die Sünde und für ein geheiligtes Leben darbietet. Die angeführten Bibelstellen zeigen, dass wir dies allein aus Gottes Kraft heraus tun können, und im Vertrauen auf den Sieg Jesu am Kreuz. Nur so können wir ein Leben führen, das Gott ehrt und das erfüllt ist mit der Freude an unserem Erlöser.

Im Vorwort schreibt Jonathan Parnell:

Trac159Wir glauben an einen großartigen und gütigen Gott, der alles tun kann, was seinem Willen entspricht. Und von dieser Tatsache ausgehend wollen wir uns mit einem Thema beschäftigen, das uns alle betrifft: Wir möchten Ihn in seiner Größe erkennen und lernen, wie sich seine Güte und seine Allmacht auf unser Leben auswirken. Der dreieinige Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – ist völlig unabhängig und absolut souverän, doch sein Handeln ist niemals willkürlich. Das Hauptziel unserer Existenz ist, dass wir uns an Ihm erfreuen und Ihn verherrlichen. Deshalb ist die persönliche Heiligung für das Christenleben so wichtig!
Gottes Erlösungsplan umfasst nicht nur die bedingungslose Erwählung und das stellvertretende Opfer Christi für unsere Sünden, sondern auch das Wirken des Heiligen Geistes in uns Gläubigen, der uns vor Gott heiligt, indem Er in unser Leben einzieht und beginnt, uns Stück für Stück Christus ähnlicher zu machen. Mit dieser großartigen Veränderung möchten wir uns auf den nächsten Seiten beschäftigen, indem wir sowohl in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft schauen. John Piper schreibt dazu: „Die einzige Sünde, die wir überwinden können, ist eine bereits vergebene Sünde.“ Unsere vergebenen Sünden dürfen wir im Licht des Kreuzes sehen (ein Ereignis, das hinter uns liegt), wo Christus den Zorn Gottes für unsere Sünden auf sich nahm und unsere Schuld tilgte. Dies gibt uns die Kraft, die wir im täglichen Kampf gegen die Sünde so dringend brauchen. Doch wir schauen auch nach vorn, in die Zukunft, wo ewiges Leben und unendliche Freude auf uns warten, die Christus für uns erworben hat. Das Fundament hierfür ist bereits gelegt: Jesus hat alles vollbracht, um uns diese Segnungen zu garantieren! Und diese Tatsache gibt uns auch heute schon die nötige Kraft im Kampf gegen die Sünde. „Die Sünde kann einen Menschen, der weiß, dass sein gegenwärtiges und zukünftiges Leben in Christus geborgen ist, nicht mehr versklaven.“ (John Piper) Gottes Weisheit umfasst Zeit und Ewigkeit: Das vor 2000 Jahren vollbrachte Werk Jesu und Gottes Verheißungen für unsere Zukunft treffen sich in der Gegenwart, wo Er uns die Kraft gibt, der Sünde zu widerstehen. Auf diese Weise wachsen wir in der Gnade und leben aktiv in der Heiligung. Diese Broschüre enthält drei Predigten des amerikanischen Pastors John Piper, in denen es um das tägliche Leben in der Heiligung geht. (Er behandelt vor allem zwei Bibelstellen: Philipper 2,12-13 und Römer 6,5-10.) Ob du nun gegen eine bestimmte Sünde ankämpfst oder dein Glaube durch schwierige Umstände herausgefordert wird – dieses kleine Buch soll dich dazu ermutigen, die Kraft zu nutzen, die Gott uns gibt, damit wir ein Leben führen, das Gott ehrt.

Das übrigens unentgeltliche Buch kann bei der Herold Schriftenmission per E-Mail unter info@herold-schriftenmission.de mit der Bestellnummer 159 bestellt werden.

Verletzten Wunder die Naturgesetze?

Verletzen Wunder die Naturgesetze? Daniel von Wachter meint: Nein! In seinem Vortrag:

  • „Miracles are not violations of the laws of nature because the laws do not entail regularities“

plädiert er für eine neue Sichtweise der Naturgesetze:

Some have tried to make miracles compatible with the laws of nature by re-defining them as something other than interventions. By contrast, this article argues that although miracles are divine interventions, they are not violations of the laws of nature. Miracles are also not exceptions to the laws, nor do the laws not apply to them. The laws never have exceptions, they never are violated or suspended. They probably are necessary and unchangeable. They apply to divine interventions too. We need to reconsider not miracles but laws. The main claim of this article is that laws of nature do not entail regularities, and that therefore miracles do not violate the laws. We need a new theory of the laws of nature, the tendency theory.

Hier der Aufsatz als PDF-Dokument: Wachter-2015-regularities-2015-05-21.pdf.

Professor Wachter hat zu diesem Thema kürzlich auch einen Vortrag an der ETH Zürich gehalten. Hier ein Mitschnitt:

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