Gender Neutralität im U.S. Kongress

Das U.S. Repräsentantenhaus hat per Resolution erlassen, dass im Kongress von nun an geschlechtsneutral (gender neutral) gesprochen wird. Aus »his« wird »such« und selbst dann, wenn von männlichen und weiblichen Mitgliedern die Rede ist, wird jetzt »he« und »she« ganz offiziell durch »such individual« ersetzt.

Diese Maßnahme soll der Tatsache Rechnung tragen, dass im Kongress immer mehr Frauen mitarbeiten. Die sprachliche Neutralisierung der Geschlechter, die durch diese Sprachregelung eingeführt wird, scheint kaum jemand zu stören.

Hier die Resolution und die Quelle: thinkprogress.org.

R. Scott Clark bloggt live von der Calvin-Konferenz am WSC

banner.jpgDas Westminster Seminary (Kalifornien, U.S.A.) veranstaltet am nächsten Wochenende eine Konferenz anlässlich des Calvinjahres 2009. R. Scott Clark, Professor für Historische und Systematische Theologie, wird in seinem Blog live von der Konferenz berichten. Hier einige Programmbeiträge:

  • W. Robert Godfrey – Calvin: Why He Still Matters
  • S.M. Baugh – Calvin as Bible Interpreter
  • R. Scott Clark – Calvin and the Reform of Worship
  • Michael S. Horton – Calvin on Law and Gospel
  • Hywel R. Jones – Calvin and Preaching
  • W. Robert Godfrey – Calvin: The Friendly Reformer

Das Konferenzprogramm startet 7:00 PM in der Kalifornischen Zeitzone (PST). Wer also samstags gern früh aufsteht, kann ab 4:00 Uhr morgens dabei sein.

Hier weitere Informationen: www.wscal.edu.

Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 9: Das rechte Lesen der Psalmen)

30. Es muss also, mein Sohn, jeder, der dieses Buch liest, mit reinem Herzen alles lesen, was in demselben von Gott eingeben ist, und es dann wie aus dem Paradies als Gewinn hinnehmen, wozu er es brauchen zu können glaubt. Ich glaube nämlich, dass in diesen Worten des Buches das ganze Leben der Menschen und die Stimmungen der Seele und die Bewegungen der Gedanken umfangen und umschlossen sind, und dass unter den Menschen darüber hinaus sich nichts mehr findet. Denn bedarf es der Reue oder des Bekenntnisses, oder hat Trübsal oder eine Versuchung uns erfasst, oder hat jemand Verfolgung gelitten, und ist er den Machtstellungen entronnen, oder hat ihn Schmerz oder Verwirrung erfasst, und hat er so ein Leiden, wie deren im Vorhergehenden angegeben sind, oder sieht er auch, dass er selbst fortschreite, der Feind aber aufgehalten werde, oder will er den Herrn loben, ihm Dank sagen, ihn preisen, so findet er die Unterweisung hierin in den göttlichen Psalmen. Denn er kann sie, da sie für das alles ausgesprochen sind, auswählen und das Geschriebene so vortragen, wie wenn es von ihm handelte, und indem er sich in die Stimmung versetzt, in der es geschrieben ist, es an Gott richten.

Überraschend friedliche Weihnachten in Orissa

indien2Nach Monaten ständiger Angriffe auf Christen und trotz Drohungen radikaler Hindus, Weihnachten durch Gewaltaktionen zu stören, konnten die Christen in Orissa Christi Geburt in Frieden feiern. Sowohl die Regierung des Bundesstaates Orissa als auch die indischen Bundesbehörden haben dafür gesorgt, dass die Christen die Feiertage in Sicherheit genießen konnten. Korrespondenten von Gospel for Asia berichten, dass die mitternächtlichen Gottesdienste unter den wachsamen Augen der von der Regierung aufgebotenen Sicherheitskräfte stattfanden. Auch die Christen in den Flüchtlingslagern konnten Weihnachten feiern.

Die friedlichen Weihnachten waren eine angenehme Überraschung für die Christen, die seit August Angriffen von Extremisten ausgesetzt waren. Die Gewaltausbrüche begannen nach der Ermordung eines Hinduführers. Obwohl sich maoistischen Rebellen zu seiner Ermordung bekannt haben, nahmen seine Anhänger seinen Tod zum Vorwand zur Gewalttätigkeit gegen Christen. Schätzungen zufolge kamen etwa 500 Menschen ums Leben, Tauende wurden obdachlos, weil Extremisten ihre Häuser niedergebrannt haben. Auch Dutzende Kirchen und Gebetsräume wurden zerstört. Eine allgemein bekannte Extremistengruppe hatte angekündigt, Kirchen bzw. christliche Gemeinden anzugreifen, die Weihnachtsgottesdienste durchführen.

Christen in Indien und in vielen anderen Ländern haben für die indischen Christen gebetet, als die Drohungen bekannt wurden und der Herr hat diese Gebete erhört. Lob und Dank sei Ihm. Die einheimischen Missionare und Christen in Orissa bitten weiterhin um Gebet. Sie sind besorgt, dass die radikalen Gruppen ihre Angriffe auf Christen wieder aufnehmen werden, sobald die Sicherheitskräfte das Gebiet verlassen haben.

Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 8: Lob Gottes in der Not)

24. Da unsere Natur ohnmächtig ist, so hast du, wenn du wegen der Bedrängnisse des Lebens gleichsam zum Bettler geworden und einmal verzagt bist und Trost finden willst, den Psalm 101. Und da es sich geziemt, dass wir durch alles und in allem Gott Dank sagen, so kannst du, wenn du Gott preisen willst, um deine Seele anzuspornen, Psalm 102 und 103 vortragen.

Willst du Gott loben und wissen, wie und aus welchem Grunde man ihn loben soll, und welche Worte der Lobpreisende gebrauchen soll, so hast du die Psalmen 104, 106, 112, 116, 134, 145, 146, 147, 148, 149 und 150.

Glaubst du an das, was der Herr gesprochen hat, und glaubst du, was du im Gebete sprichst, so trage Psalm 115 vor. Fühlst du, dass du in deinen Werken fortschreitest, so dass du sagen kannst: »Was hinter mit ist, vergesse ich, und nach dem, was vor mir ist, strecke ich mich aus« so kannst du für jede einzelne Stufe des Fortschreitens die fünfzehn Stufengesänge singen.

Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 7: Die Flucht zu Gott in starker Bedrängnis)

19. … Und hast du von den Verfolgern Bedrängnis zu dulden, und willst du den Nutzen der Geduld kennen lernen, so singe den Psalm 39.

Siehst du viele Arme und Bettler, und willst du diesen Barmherzigkeit erweisen, so kannst du die, welche bereits Barmherzigkeit erwiesen haben, loben, die Übrigen aber dazu ermuntern, in dem du Psalm 40 vorträgst.

Hast du dann dein ganzes Verlangen auf Gott gerichtet, und hörst du die Feinde schmähen, so lass dich nicht verwirren, sondern indem du die unsterbliche Frucht einer solchen Sehnsucht dir zu Gemüte führst, tröste deine Seele mit der Hoffnung auf Gott, und indem du durch diese ihre Schmerzen in dieser Welt erleichterst und besänftigst, trage den Psalm 41 vor.

Willst du dich unaufhörlich an die Wohltaten Gottes erinnern, die er den Vätern erwiesen hat, sowohl beim Auszug aus Ägypten als auch beim Aufenthalt in der Wüste, wo Gott gut und die Menschen undankbar waren, so hast du Psalm 43, 77, 88, 104, 105, 106 und 113.

Hast du dich aber zu Gott geflüchtet, und bist du den Drangsalen entronnen, die über dich gekommen sind, und willst du Gott Dank sagen und die dir erwiesene Menschenfreundlichkeit schildern, so hast du Psalm 45.

Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 6: Trost durch die Psalmen bei Verfolgung und Bosheit)

18. Siehst du, dass du wegen des Glaubens an Christus von allen Freunden und Verwandten gehasst und verfolgt wirfst, so werde wegen dieser Wahrnehmung nicht kleinmütig und lass den Mut nicht sinken, wenn deine Bekannten sich von dir abwenden. Vielmehr erhebe dich darüber und schaue in die Zukunft und singe den Psalm 30.

Siehst du aber, die getauft und vor der hinfälligen Geburt erlöst sind, und bewunderst du die Menschenfreundlichkeit Gottes, so singe auf dieselben den Psalm 31. Und willst du mit vielen singen, so sammle die gerechten Männer mit rechtschaffendem Lebenswandel und singen den Psalm 32.

Bist du unter die Feinde geraten und ihnen schlau entgangen und ihrer Verfolgung ausgewichen, so rufe, wenn du danken willst, die sanftmütigen Männer zusammen und singe mit ihnen den Psalm 33. Und siehst du den Wetteifer in der Bosheit bei den Übertretern des Gesetzes, so glaube nicht, dass die Bosheit in ihnen naturgemäß sei, wie die Häretiker sagen. Trage vielmehr den Psalm 35 vor, und du wirst sehen, dass sie selbst die Urheber der Sünde sind.

Siehst du die Bösen viel Gesetzwidrigkeit vollbringen und gegen die Kleinen sich erheben, und willst du jemand ermahnen, es nicht mit ihnen zu halten und ihnen nicht nachzueifern, weil sie bald verschwinden, so trage für dich und andere den Psalm 36 vor.

Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 5: Das vollkommene Opfer und Vorbild unseres Erlösers)

13. Das ist aber wieder die Gnade des Heilandes. Denn da er um unsertwillen Mensch geworden ist, hat er seinen eigenen Leib für uns im Tode geopfert, um alle vom Tode zu befreien. Und indem er seine himmlische und ganz tadellose Lebensweise uns zeigen wollte, drückte er dieselbe an sich aus, damit nicht irgend jemand vom Feinde leicht hintergangen werde, indem ihm als Pfand der Sicherheit sein für uns errungener Sieg über den Teufel dient, damit jeder seine Rede vernehme und, in dem er ihn wie im Bilde schaut, von ihm Beispiele für sein Handeln entlehne, indem er vernimmt: »Lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen.«

Eine vollkommenere Anleitung zu Tugend kann man aber nicht finden, als die der Herr an sich selbst ausgeprägt hat. Denn sei es Geduld, oder Menschenliebe, oder Güte, oder Mut, oder Barmherzigkeit, oder Gerechtigkeit, alles wird man an ihm vorfinden, so dass, wer das menschliche Leben des Herrn betrachtet, seine [eigene] Tugend vermisst.

Weil das dem Paulus bekannt war, sagte er: »Seid meine Nachahmer, wie ich Christi.« Denn wie Gesetzgeber bei den Heiden machen sich nur durch Worte verdient; der Herr aber, da er in Wahrheit Herr über alle ist und für das Sorge trägt, was er gemacht hat, gibt nicht bloß Gesetze, sondern hat sich selbst als Vorbild hingestellt, damit die, welche wollen, die Kraft erkennen, sie zu vollziehen. Denn deshalb ließ er sich auch vor seiner Ankunft unter uns in denen vernehmen, die diese Psalmen sangen, damit, wie er in sich den vollkommenen und himmlischen Menschen zeigte, so auch, wer will, aus den Psalmen die Bewegungen und Stimmungen der Seelen abnehmen können und in ihnen auch die Heilung und Besserung jeder Bewegung finde.

Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 4: Die Einheit der Schrift im Blick auf den Erlöser)

9. Es ist mir nämlich, fuhr [der Greis] weiter fort, keineswegs unbekannt, dass in jedem Teil der Schrift im Bezug auf den Heiland vorzugsweise das Gleiche ausgesprochen wird, und das dieses ein der ganzen Schrift gemeinsamer Gegenstand und die nämliche Übereinstimmung des Geistes ist. Und so wie man den Inhalt der übrigen Bücher in diesem finden kann, so findet man auch den Inhalt dieses Buches oft in den übrigen. Denn auch Moses schreibt einen Gesang. Wieder kann man in jedem Buch Prophezeiungen, Gesetzgebungen und geschichtliche Darstellung sehen. Denn dieser Geist ist in allen, und gemäß der Verteilung desselben auf jeden Einzelnen teilt jener die ihm verliehene Gnade mit und spendet sie in Fülle, sei es Prophezeiung, oder Gesetzgebung, oder Erinnerung an Geschehenes, oder die Gnade der Psalmen. Da es aber ein und derselbe Geist ist, von dem alle Mitteilungen kommen, er selbst aber von Natur unteilbar ist, so ist er deshalb in sich ganz, der Vorstellung nach aber werden jedem die Offenbarungen und Mitteilungen des Geistes zu Teil, und sonach ist oft jeder Einzelne, indem er nach Maßgabe des vorhandenen Bedürfnisses Belehrung annimmt, Diener des Wortes. So prophezeit und singt, wie schon gesagt, manchmal der gesetzgebende Moses, und geben die prophezeienden Propheten manchmal Gebote: »Waschet euch, seid rein!« und: »Wasche dein Herz von der Bosheit ab, Jerusalem!« und geben manchmal geschichtliche Nachrichten, wie Daniel über Susanna, Jesaja über Rabschake und Sanherib. In dieser Weise drückt nun auch das Buch der Psalmen, dem die Darstellung in Gesängen eigen ist, was in den Büchern ausführlich dargestellt ist, seinerseits mit Gesang in erhabener Weise aus, wie wir gesagt haben.

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