Jonathan Edwards online

logo.pngDas Jonathan Edwards Center an der Yale University (U.S.A.) hat mit der Veröffentlichung der Ressourcen zu Jonathan Edwards neue Maßstäbe gesetzt. Edwards ist nicht nur einer der großen Intellektuellen Amerikas, er ist ein geistlicher Gigant, beim dem jeder gute Theologe oder Prediger in die Schule gehen sollte.

Das digitale Archiv überzeugt: edwards.yale.edu.

VD: JP

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12 Kommentare
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Tom

Lieber Ron,

kann man einen Mann, der die Haltung von Sklaven praktiziert und bis zu seinem Tod gerechtfertigt hat, wirklich als geistlichen Giganten bezeichnen?

Liebe Grüße
Tom

Sebastian Heck

Tom, kann man einen Mann, der Sünder ist, wirklich als gerecht bezeichnen? (Damit kein Missverständnis entsteht – dass Edwards „gerechtfertigt“ war, „rechtfertigt“ sicherlich icht jede seiner Ansichten oder Praktiken.) A propos, ist denn der biblische Befund zum Thema Sklave so eindeutig negativ, dass wir jeden, der in dieser Frage fehlgeleitet war, nur noch als dumm einschätzen können?

Sebastian Heck

Übrigens, die Leute von Yale arbeiten auch daran, auf derselben Plattform (FirstSource) die kompletten Werke, d.h. die 59 Bände des Corpus Reforatorum von Johannes Calvin in den Originalsprachen zugänglich zu machen. Das wird allen Calvinforschern eine große Hilfe sein (wenn auch nicht ganz kostenlos!) und wird die „Calvini Opera Database“ des Instituuts für Reformationsforschung in Apeldoorn bei weitem in den Schatten stellen.

Cristiano

Hallo Tom,

Auch nur die großen Gottes Diener dürfen Fehlen machen, oder?

Cris.

Cristiano

Ops! Es ist nicht „Fehlen“, aber „Fehler“. Es tut mir leid.

Alexander

Man sollte (meiner Meinung nach zumindest) ja in der Kommentarspalte nicht unbedingt sekundäre Dinge diskutieren. Aber an dem Thema „Sklaverei“ kann ich unmöglich vorübergehen. Tom, wenn Du Edwards aufgrund seiner Position zur Sklaverei den Titel eines „geistlichen Giganten“ aberkennst, dann darfst Du auch Paulus, Petrus, und sehr wahrscheinlich nicht einmal Jesus als „geistlichen Giganten“ bezeichnen. Keiner der drei hat die Sklaverei grundsätzlich in Frage gestellt. Man lese nur Eph. 6,5.6; Kol. 3,22; 1 Tim. 6,1.2 (hier werden nicht einmal die gläubigen Herren = Sklavenhalter kritisiert); Tit. 2,9.10; 1 Petr. 2,18 (meine Lieblingsstelle in diesem Kontext: die Sklaven sollen sich auch den „wunderlichen“ Herren unterordnen). Zu Jesus: in seinen Gleichnissen erscheinen reihenweise Knechte (griech. doulos = Sklave) und Verwalter (griech. oikonomos, in der Antike meistens Sklaven), ohne dass jemals Kritik an der Sklavenhaltung laut wird. Die Lehre aus diesen Stellen ist nun nicht (wie viele es missdeutet haben), dass Jesus und die Apostel die Sklaverei gutgeheißen haben. Sie haben allerdings auch… Weiterlesen »

Alexander

P.S.: Ich wollte nicht sagen, dass die Diskussion um die Sklaverei „sekundär“ ist, sondern dass wir hier ein Thema diskutieren, dass nicht „primär“ etwas mit der Thematik von Rons Posting zu tun hatte. Aber ich will nicht dogmatisch sein.

Katharina

Hallo Ron,

im Zusammenhang mit Jonathan Edwards fiel mir ein, daß dich folgendes interessieren könnte: Mein Amerikanistik-Professor in Tübingen, Dr. Jan Stievermann, arbeitet gerade an der Herausgabe eines Bibelkommentars von Cotton Mather, der „Biblia Americana“. Hier ist der Link zur Homepage: http://www.bibliaamericana.gsu.edu/.

Viele Grüße, Katharina

Katharina

Nachtrag: Einer der Mitherausgeber ist Dr. Minkema von der Yale University Divinity School 🙂