„Pilgerreise“ wird verfilmt

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John Bunyan: Eines Christen Reise nach der seligen Ewigkeit, Titelseite der Züricher Übersetzung von 1765. Bild: Wikipedia.

Der bekannte christliche Roman Pilgerreise zur seligen Ewigkeit des englischen Predigers John Bunyan soll verfilmt werden. Der Regisseur verspricht einen Glaubensfilm.

Das Medienmagazin PRO schreibt:

Das Buch, das nun für einen Film als Vorlage dient, erschien 1678 unter dem Titel „A Pilgrim’s Progress“ („Der Fortschritt eines Pilgers“). Der Autor, der englische Baptistenprediger John Bunyan, unterstellte sich nicht der anglikanischen Staatskirche und wurde deswegen 1660 während eines Gottesdienstes verhaftet. In der zwölf Jahre währenden Haft schrieb er mehrere Bücher. Drei Jahre nach seiner Entlassung wurde er erneut inhaftiert – wegen Missachtung des Predigtverbots. In dieser Zeit schrieb er sein Hauptwerk, die „Pilgerreise zur seligen Ewigkeit“.

Erst am Ende seines Lebens hörten die Banachteiligungen wegen seines Glaubens auf. Im Jahr 1687, ein Jahr vor Bunyans Tod, gab der englische König Jakob II. den zuvor unterdrückten Glaubensgemeinschaften mehr Freiheiten. John Bunyan starb am 31. August 1688, er wurde in London beerdigt.

Seine „Pilgerreise“ wurde inzwischen in 200 Sprachen übersetzt und gehört zu den bedeutendsten Werken der englischen christlichen Literatur. Manche Theologen sagen, die Pilgerreise sei nach der Bibel das am zweithäufigsten gelesene christliche Buch. Es gab bereits 1912, 1978 und 2008 Versuche, den Stoff zu verfilmen.

Die Hauptperson mit dem Namen Christ (im Original Christian) ist auf dem Weg aus der „Stadt der Zerstörung“ (als Allegorie auf die irdische Welt) in die „Himmlische Stadt“ Zion. Doch die Sünde sowie andere Umstände behindern seine Reise. Der Protagonist begegnet einer Reihe von Personen, die allegorisch für die Herausforderungen im Leben eines Christen stehen, also etwa den Männern Simpel, Faul und Dünkel sowie dem Palast Schönheit und dem Tal der Demütigung.

Mehr: www.pro-medienmagazin.de.

Die Pilgerreise von John Bunyan

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Kommentare

  1. Jutta meint:

    Oh nee.. das war mein erster Gedanke.
    Wenn ich das schon lese:
    Zitat:
    „Mit mehr echtem Schmutz und Action, alles soll mutiger und stylisher werden als das, was die Zuschauer bisher zu Gesicht bekamen, es soll nach großem Kino aussehen.“

    Jaklar, das Leben und der Glaubenskampf sind echt großes Kino.
    Ebenso der Kampf am Kreuz für unseren Heiland und die Auferstehung.
    So vergraulen wir junge Menschen noch mehr.
    Die können doch die Ernsthaftigkeit, die Heiligkeit gar nicht mehr begreifen, wenn alles in Bildern ausgedrückt wird.
    Vielleicht gilt das Bilderverbot doch nicht nur für GOTT selbst.

    Satan schlägt mal wieder zu.

    Interessant, dass die Muslime mit dem Islam das niemals machen würden.
    Haben Christen Freiheit falsch verstanden ?

  2. Roderich meint:

    @Jutta,
    warum so negativ? Ein gut gemachter Film, der christliche Inhalte präsentiert, darf ruhig die besten „special effects“, sehr gute Schauspieler, beste Regie etc. verwenden. Oder wie sollen wir sonst Hollywood „zurückerobern“?

    (Gute special effects muss übrigens nicht heißen, dass die Ehrfurcht vor Gott dabei zu kurz kommt).

    Ich denke, wir müssten schon abwarten, was dabei herauskommt, und dann konkrete Kritikpunkte und Stärken des Films besprechen.

    (Was machst Du eigentlich beruflich? Da Du offenbar viel Zeit hast, hier zu kommentieren).

  3. Danke für die freundlichen Worte, Herr Roderich. Ich arbeite und bei Themen, die mich interessieren, kommentiere ich eben. Verboten ? Aber Sie haben Recht, bei meiner „Negativität“ sollte ich das lieber lassen und mehr die Bibel lesen. Die ist es wert.
    Ich kenne das Metier.
    Und so wenig wie es christliche Rockmusik geben kann, gibt es christliche Filme.
    Die wenigsten Filmemacher beherrschen die Andeutung, die die Bilder im Kopf des Zuschauers lassen.

  4. Roderich meint:

    Und so wenig wie es christliche Rockmusik geben kann, gibt es christliche Filme.

    Damit vergleicht man eine Unterkatetorie (Kategorie Musik ==> Unterkategorie Rockmusik) mit einer ganzen Kategorie (Kategorie Filme).

    Ich würde sagen, Filme können durchaus christlich sein.

  5. Dieses Interview – und ja, es gab eine Zeit, am Anfang meines Glaubenslebens, denn ich hatte niemanden, der mit mir die Bibel gelesen hätte oder anständige Bibelarbeit gemacht , da habe ich leider zu viele Filme gescchaut, in der Annahme, dass das ja christliche Filme wären – hat mich sehr berührt:
    http://showme.co.za/witbank/events-entertainment/a-faithful-testimony-frank-rautenbach-at-new-life-church/

    Er hat in zwei sehr guten Filmen mitgespielt, die aber das Thema Glaube sehr dezent und angemessen behandelt haben.

    Und ja – es gibt sie schon, die Filme christlichen Inhalts, die auch gut sind .. aber je mehr Erfolg sie haben, die Filmemacher, je „professioneller sie werden, desto gefährdeter und desto beliebiger werden sie.

    Frage also: christliche Filme, oder Filme von und für Christen gemacht christlichen Inhalts ?

    Was die Unterkategorie Rock´n Roll betrifft – nun, ich denke, das ist eine eigenständige Musikrichtung, die der Gewaltmusik zuzuordnen ist.
    Siehe Artikel von Dr Klaus Miehling.

    Und dann ist mir noch eingefallen, dass ich mal selbst – Schauspielerin war mein früherer Beruf, und ich habe sogar Hauptrollen gespielt und habe eine Ausbildung – einen Charakter gespielt habe, der gefoltert wurde. Das war ein junges Mädchen, die als Hexe verfolgt wurde.
    Ich habe so nachgedacht, nachdem ich nun auch Bücher gelsen habe, über die Hugenotten.
    Blanche Gamond, Marie Durant.
    Und ganz ehrlich: selbst wenn ich den Beruf heute noch ausüben würde, würde ich es nicht wagen, so etwas zu spielen.Weder einen Christen, der gefoltert wird, noch einen Gefolterten ohne Glaubenshintergrund.
    Nicht nur, dass ich finde, dass man das nicht spielen kann … ( und ich weiss einiges über Schauspieltechniken usw… ) man darf es auch nicht.
    Ich fand das aber auch schon damals fragwürdig, bei Filmen wie Schindlers Liste zB .. kann man einen Holocaust „spielen“ ?
    Einen Überlebenden ?
    Haben wir die leiseste Ahnung, was es bedeuten kann/ muss , durch diese Hölle gegangen zu sein ?

    Und ich stehe nach wie vor dazu: diese vollmundige Ankündigung, wie man diesen Film drehen will, Die Pilgerreise, verspricht lediglich ein Hollywoodspektakel und dann kann man sich wieder gefühlig und „up to date“ fühlen.
    Das aber hat nichts mit unserem alltäglichen Glaubenskampf zu tun, der in der Regel grau und langweilig und ermüdend ist und und ganz oft auch ausgelaugt zurück lässt … wenn da nicht der HErr wäre …. der uns in Seinem herzlichen Erbarmen tröstet.

  6. Achso, a propos Musik.
    Momentan arbeite ich nicht, ich bin krank. ( Könnte ich ja dann wieder mehr kommentieren ;-)) )
    An meiner Arbeitstelle haben sie seit 10 Monaten Musikbeschallung. „ModerneMusik“.
    Amerikanisches Gesäusel, Gejaule, alte Lieder auf neu getrimmt, will sagen: mit Hiphop bzw Raprhythmen unterlegt .. Texte die dem Egoleben frönen, von der großen Liebe singen, Fun, usw … und das hat mich krank gemacht.
    Ich kann das nicht ausblenden, wenn ich es minimum 6 Stunden am Tag nonstop hören MUSS und in einer Laustärke, die mehr als Hintergrundslautstärke ist.
    Was damit erreicht werden soll, ist ja auch klar.
    Nun.
    Ich weiss, ohne Jesus wäre ich schon längst durchgedreht und nun weiss ich endlich. dass man körperlich wirklich krank werden kann und wie sich diese neue Krankheit „Burnout“ anfühlt.
    Betet für mich, dass ich mit 54 noch einen Arbeit finden darf.
    Ich bin zuversichtlich, dass der HERR sich erbarmt.

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