Luthers Vorrede zum Römerbrief ist mehr als doppelt so lang wie die allgemeine Vorrede zum Neuen Testament. Schon allein das zeigt, wie wichtig der Paulusbrief für den Reformator war. Er bezeichnet ihn „als das rechte Hauptstück des Neuen Testamentes“. Denn er „enthält das allerlauterste Evangelium, würdig und wert, dass ein Christenmensch diesen Brief nicht nur Wort für Wort auswendig lernt, sondern täglich damit umgeht wie mit dem täglichen Brot für die Seele“. Er schreibt in seiner Einleitung:
Niemals kann er jedenfalls zu viel und zu gründlich gelesen oder betrachtet werden. Und je mehr er behandelt wird, desto kostbarer wird er, und umso besser schmeckt er. Deshalb will ich auch meinen Dienst dazutun und durch diese Vorrede einen Eingang bereiten, soweit mir Gott hilft, damit er desto besser von jedermann verstanden wird. Denn er ist bisher durch Glossen und mancherlei Geschwätz übel verfinstert worden, wo er doch an sich ein helles Licht darstellt, völlig ausreichend, die ganze Heilige Schrift zu erleuchten.
Hier kann die Vorrede eingesehen werden: www.evangelium21.net.