Evangelisation

Francis Schaeffer: Großevangelisationen

Kurz vor seinem Heimgang sprach Francis Schaeffer noch einmal bei einer Fragen & Antworten-Runde zu dem Thema „Evangelisation“. Kurz: Schaeffer war nicht grundsätzlich gegen Großevangelisationen. Aber er legte sehr viel Wert darauf, dass der Inhalt des Evangeliums klar verkündigt wird (also keine emotionsgeladene Verkündigung ohne Inhalt). In unserer Zeit brauchen wir – so Schaeffer – viele persönliche Gespräche, da wir die die Botschaft des Evangeliums gründlich erklären müssen. Er legte viel Wert auf die „wahre Wahrheit“ des Glaubens. Eine typische Formulierung von ihm lautet: Es gibt nur einen Grund, Christ zu sein: die Botschaft des christlichen Glaubens ist wahr.

Matt Chandler: Persönliche Evangelisation

Hier ein (nicht unkritischer) Artikel über Matt Chandler. Joe Maxwell schreibt für CT unter anderem:

For a long time, Chandler had prayed for his dad to know Christ. „I remember being confused with the idea of [Dad having] free will, but then me asking God to save him. To me those two things were incompatible.“

He found the answer in classically Reformed teachings, especially those of John Piper. Chandler embraces the view that God predestines some to heaven and others to hell. Another turning point came at the first Passion conference in 1997—“probably the most delightfully devastating moment of my growth,“ says Chandler. Piper spoke on being a Christian hedonist, and Chandler signed up.

After that, people flocked to his Bible studies, and his itinerant preaching drew thousands. In 2002, Chandler took over First Baptist Church of Highland Village, with about 160 members; today, it is the Village Church, ranked the ninth largest in the SBC.

The high-speed trip hasn’t stopped. Nor has it been easy.

Just as his church was mushrooming in late 2009, Chandler suffered a seizure on Thanksgiving morning and was diagnosed with a malignant brain tumor. Bald from chemotherapy, he kept preaching, inviting people to pray for his healing via regular video updates. Eight months later, doctors proclaimed him cured. Chandler says God miraculously healed him. Later that year, Chandler told Justin Taylor of the Gospel Coalition, „I’m not sure how men and women without a strong view of God’s sovereignty and authority over all things handle things like this.“

It was much easier trusting God when „the stakes“ were lower, „when we were a small church with no money, and thousands of people weren’t downloading my sermons every week,“ says Chandler. Today he is familiar with wild rides; perhaps he’s been prepared to lead hundreds of pastors on one doozy of a future spin.

Alex R. hat mich auf Matts Vortrag über persönliche Evangelisation hingewiesen: www.ministrygrid.com.

Wo bleibt das Wort der Versöhnung?

Kampf gegen die Armut, Krieg oder Ungerechtigkeit – all das mag ein Teil des christlichen Auftrags sein. Doch die Stärke der Kirche liegt woanders, nämlich in der Verkündigung des Wortes. Thomas Schmid trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er schreibt:

Es gibt Christen, die … eine neue Evangelisierung im Sinn haben. Viele von ihnen tun das defensiv und nicht ohne Unterwürfigkeit unter das, was als Geist der Zeit gilt. Man kennt diese Haltung des Anschmiegens an die je aktuellen Themen vor allem aus der evangelischen Kirche.

Da versucht man, die verloren gegangene spirituelle Kompetenz sozial-gesellschaftlich zu kompensieren: Kampf gegen die Armut, Kampf für soziale Gerechtigkeit, hier wie vor allem in den Ländern, die den Sprung in die wirtschaftliche Moderne noch nicht geschafft haben. Religion als Reform-, manchmal als Revolutionsersatz. Aber auch an den Katholiken ist diese Versuchung, den Glauben nicht für sich stehen zu lassen, sondern diesseitig auszubuchstabieren, nicht spurlos vorbei gegangen.

Papst Franziskus hat in seinem ersten apostolischen Schreiben einen überaus klaren Ton angeschlagen. Dort macht er zwar Mut und fordert gewissermaßen eine fröhliche Kirche: eine Kirche, deren Botschaft keine Drohbotschaft ist, eine Kirche, die sich nicht einigelt, sondern in die Welt geht und sich mit den Menschen, wie sie sind, ins Benehmen setzt.

Hier der Beitrag: www.welt.de.

Kirche hoch zwei

Der DLF hat einen Kurzbeitrag über den Ökumenischen Kongress „Kirche hoch zwei“, der vom 14.–16. Februar in Hannover veranstaltet wurde, gesendet. Im Beitrag ist auch Michael Herbst zu hören, der 2004 zusammen mit Jörg Ohlemacher das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung begründete. Der Trend ist klar: Nicht Kirche für die Menschen, sondern Kirche gemeinsam mit den Menschen. Das kann nur eine Perspektive sein.

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Wer sich mit den Überlegungen von Prof. Herbst vertrauter machen möchte, kann sich auch ein ERF-Interview anschauen:

Nicht mit dem Wort Gottes „herumtricksen“

Vor Versuchen in der Verkündigung, die christliche Botschaft den Wünschen der Hörer anzupassen, hat der Leiter der evangelistischen Aktion ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), gewarnt. idea schreibt:

„Wir Evangelisten stehen pausenlos in der Versuchung, das Evangelium so zu verdrehen, dass es den Leuten gefällt“, sagte der ehemalige CVJM-Generalsekretär am 18. Februar in Gunzenhausen (Mittelfranken). Er hielt dort eine Bibelarbeit vor der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften). Parzany: „Wir tricksen nicht mit dem Wort Gottes herum.“ Er sprach über eine Stelle aus dem 2. Korintherbrief (4,1-6), in der es im Vers 5 heißt: „Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er sei der Herr …“ Parzany rief ferner dazu auf, mehr Vertrauen in die Kraft des Evangeliums zu haben. Was heute fehle, sei ein tiefer Glaube „an die Wirksamkeit des Wortes Gottes, das nicht leer zurückkommt“.

Hier: www.idea.de.

Archbishop Kwashi: Zeugnis geben in der Kraft des Heiligen Geistes

Archbishop Benjamin Kwashi aus Nigeria hat mit seiner Familie schon Verfolgung erlebt. Sein Haus wurde vollständig niedergebrannt. In seinem Vortrag auf dem Lausanner Kongress spricht er über Evangelisation in der Kraft des Heiligen Geistes und äussert sich, meines Erachtens völlig zu Recht, deutlich zur Kraftlosigkeit im Evangelikalismus des Westens. Wenn wir über Fußball sprechen, sind wir europäischen Christen überzeugte und entschiedene Menschen, reden wir über das Evangelium, sind wir zurückhaltend und meiden das klare Bekenntnis.

Was ist nur los mit uns? Wir sollten uns schämen! Hören wir auf unsere afrikanischen Brüder, wenn sie über das Kreuz und ein Leben in der Kraft der Auferstehung sprechen. Lernen wir von ihnen!

Bucer: Reformator, Evangelist und Seelsorger

Andrew Purves schreibt in Pastoral Theology in the Classical Tradition über den Reformator Martin Bucer:

The evangelical heart of Bucer’s theology leads him to see evangelism as a primary feature of pastoral care, an evangelism directed both to those who have not yet heard and responded to the word of Christ the Lord, as well as those who have been part of the body of Christ but who have fallen away. Not only are the lost sheep to be sought, but also the stayed sheep are to be restored. In such a way, according to Bucer, pastoral care must have as a primary responsibility a concern for salvation of the sinners lost and strayed who are still God’s elect … Bucer insists that pastoral evangelism is to be pursued with the highest diligence and unremitted effort.

Hier der Kontext zum Zitat: www.reclaimingthemind.org.

Warum Tim Keller in der Großstadt erfolgreich Gemeinde baut

imagesTim Stafford stellt für CT Pastor Tim Keller vor und erklärt uns, warum er gern und erfolgreich in Manhatten Gemeinde baut. Die Kellers haben eine geistliche Perspektive für Menschen in der Großstadt entdeckt und arbeiten beharrlich daran, dass die Menschen selbst eine neue Identität finden:

The Kellers became absolute enthusiasts for the city. Artist Makoto Fujimura had returned from years of study in Japan to join the New York art scene, but he lived with his wife and young children in a safe New Jersey suburb. »Tim was the first to say, ›Live in the city.‹ That was really compelling. I’d never heard that before. It was a crazy idea.«

Keller’s reading of Scripture fueled his enthusiasm. Conn had taught him a positive biblical view of cities. As he studied New York, he began to draw out that understanding. Surely God’s command to exiled Israelites applied to Christians in New York: »seek the peace and prosperity of the city to which I have carried you« (Jer. 29:7). Long before that, God had designated cities as places of refuge when Israel entered the Promised Land. They remain so today, Keller noted—which explains why poor people, immigrants, and vulnerable minorities such as homosexuals cluster in cities. They attract people who are open to change. Paul did most of his missionary work in cities, and early Christianity flourished within them. Revelation portrays the final descent of the kingdom of God to earth as a city, although a garden city, with fruit trees and a life-giving river at its center. Keller suggests that, had Adam and Eve lived sinlessly and obeyed God’s directions, they would have made Eden into just such a city.

rfg.jpgHier der vollständige Artikel: www.christianitytoday.com.

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