Humor

Grotesker Szientismus

Katrin Hummel hat in der FAZ einen Beitrag über das Thema „Sex in der Partnerschaft“ veröffentlicht. Darum geht es: Wenn einer häufiger Sex möchte als der andere, stürzt das manche Paare in eine schwere Krise. Oft sind es die Männer, die ihre Lust als normal darstellen und die Unlust ihrer Partnerin als therapiebedürftig einstufen.

Manche dürfte das Thema sehr interessieren, andere eher weniger. Ich hatte beim Lesen des letzten Abschnitts eine hohe Aufmerksamkeitsbindung. Denn dort treibt der neuzeitliche Szientismus, nach dem sich allein mit naturwissenschaftlichen Methoden alle sinnvollen Fragen beantworten lassen, doch recht seltsame Blüten. Zitat:

Dass ein sexuell erfülltes Leben auch bei betagten Paaren möglich ist und die Ehe keine „Institution zur Lähmung des Geschlechtstriebs“ ist, wie Gottfried Benn es formuliert hat, ist nun sogar bewiesen. Vor kurzem konnte im MRT erstmals nachgewiesen werden, dass es Paare gibt, die nach dreißig Jahren noch richtig verliebt ineinander sind.

Hier der Artikel: www.faz.net.

„Glaube an dich selbst“

G.K. Chesterton schreibt in seinem Buch Orthodoxie (S. 37–38; siehe dazu hier):

Ich erinnere mich, dass ich einmal mit einem wohlhabenden Verleger spazieren ging und der eine Bemerkung machte, die ich schon oft zu hören bekommen hatte; fast kann man sie als Motto der heutigen Welt ansehen … Der Verleger äußerte über jemanden: „Dieser Mann wird es weit bringen; er glaubt an sich.“ Und ich erinnere mich, dass, als ich lauschend den Kopf hob, mein Blick auf einen Omnibus fiel, auf dem der Name „Hanwell“ [Anmerkung: eine psychiatrische Anstalt in London] stand. Ich sagte zu ihm: „Wollen Sie wissen, wo sich die Leute befinden, die am meisten an sich glauben? Ich kann es Ihnen sagen.“

TV-Philosophie: Sloterdijk schimpft über Precht

Es sollte jetzt keinesfalls der Eindruck entstehen, ich sei ein Bewunderer von Peter Sloterdijk. Aber in diesem Fall stehe ich auf seiner Seite und bin zugleich überrascht, dass er so überrascht ist. Es geht ums Fernsehen und da zählt vor allem Telegenität und Quote:

„Precht ist vom Handwerk her Journalist und als solcher Popularisator von Beruf,“ wettert Sloterdijk gegen die Frischzellenkur, die das ZDF dem Sendeplatz angedeihen lassen will. Ob dieser wirklich, wie das ZDF annehme, zu einer Verjüngung des Publikums beitragen werde, bezweifle er allerdings – und legt noch mal nach: „Seine Klientel gleicht eher der von André Rieu, den hören auch vor allem Damen über fünfzig in spätidealistischer Stimmung.“

Mehr hier: www.spiegel.de.

Imaginationstheologie

Ein Gespräch mit Rick Warren:

Frage: Kommen Hunde in den Himmel?

Antwort: Selbstverständlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott meinem Hund den Himmel verweigert.

Frage: Katzen auch?

Antwort: Warum nicht.

Quelle: USA Today:

VD: JW

Sydney

Das derzeit für mich wichtigste Blog trägt den Namen Sydney. 😉

Fremde

Es lohnt sich, Zeugnis von Jesus Christus abzulegen. Warum?

Zum Beispiel darum:


VD: NK

Würde Jesus sich der Occupy-Bewegung anschließen?

Einige Fromme haben nichts anderes zu tun, als darüber zu diskutieren, ob Jesus sich den Protesten der Occupy-Bewegung anschließen würde. Natürlich gibt es auch schon christliche Trittbrettfahrer. Eine baptistische Gemeinde in Charlotte (USA) wirbt mit dem Wahlspruch „Occupy Church“ (Besetzt die Kirche).

Da fällt mir doch glatt der Occupy-Spruch des postmodernen Pop-Philosophen Slavoj Žižek ein (siehe hier):

Ah, dieser Hippie-Scheiß! Ist so öde. Lass uns lieber was essen gehen.

Mehr hier: www.idea.de.

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