Wissenschaft

Theorie der Erdentstehung wankt

„Panta rhei“. Ich habe es geahnt. In ein paar Jahren brauchen wir wieder neue Schulbücher:

Erstmals haben Himmelsforscher in einem Ring aus Gas und Staub um einen Braunen Zwerg millimetergroße Staubkörner gefunden. Bei dieser Klasse von Sternen sollte es derart massive Staubkörner eigentlich nicht geben. Dadurch gerät die Theorie der Erdentstehung ins Wanken.

Mehr: www.focus.de.

Wer und was dominiert die Sozialwissenschaften?

Heute habe ich in einer sozialwissenschaftlichen Datenbank mit Werken aus den Jahren 1915 bis 2012 nach dem Schlagwort „Michel Foucault“ recherchiert. Ich fand 2529 Quellen. Karl Popper ist 134 Mal, Jürgen Habermas gleich 3586 Mal verschlagwortet. Eine Anfrage zu Bonhoeffer in der gleichen Datenbank lieferte dagegen nur eine Quelle. Das Schlagwort „Realismus“ war 491 Mal, „Konstruktivismus“ dagegen 1648 Mal indexiert.

Vieles, was in diesen Werken steht, ist allerdings nur Hirngespinst, wie sich leicht mit einem Zitat von Michel Foucault beweisen lässt (Michel Foucault, Der Mensch ist ein Erfahrungstier, 1996, S. 28):

Das Problem der Wahrheit dessen, was ich sage, ist für mich ein sehr schwieriges, ja sogar das zentrale Problem. Auf diese Frage habe ich bisher niemals geantwortet. Gleichzeitig benutze ich jedoch ganz klassische Methoden: die Beweisführung oder zumindest das, was in historischen Zusammenhängen als Beweis gelten darf – Verweise auf Texte, Quellen, Autoritäten und die Herstellung von Bezügen zwischen Ideen und Tatsachen; Schemata, die ein Verständnis ermöglichen, oder Erklärungstypen. Nichts davon ist originell. Insoweit kann alles, was ich in meinen Büchern sage, verifiziert oder widerlegt werden, nicht anders als bei jedem anderen historischen Buch.

Trotzdem sagen die Leute, die mich lesen, und besonders diejenigen, die von meiner Arbeit etwas halten, oft lächelnd: „Im Grunde weißt du genau, daß alles, was du sagst, nur Fiktion ist.“ Ich antworte stets: „Natürlich; daß es etwas anderes wäre, davon kann gar keine Rede sein.“

Also: Was dominiert die Sozialwissenschaften? Schimäre!

Ein evolutionsbiologisches Dogma wankt

Zum ersten Mal haben Forscher ein Gen entdeckt, das einzig und allein beim Menschen auftaucht. Es spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Gehirns – und widerspricht einem Dogma der Evolutionsbiologen.

FOCUS-Redakteur Michael Odenwald schreibt:

Das Gen – oder besser: sein Produkt, eine kurze so genannte Mikro-RNA, die nur wenige Nukleotide enthält – ist in zwei Gehirnregionen stark aktiv, nämlich im präfrontalen Cortex, einem Teil der Großhirnrinde, sowie im Kleinhirn. Dort kontrolliert es Prozesse der Entscheidungsfindung und steuert unsere Sprachfähigkeit, indem es die Funktion weiterer Gene reguliert.

Damit, sagen Taylor und seine Kollegen, wirke es sich an entscheidender Stelle auf die hoch entwickelten Gehirnfunktionen aus, die uns zu Menschen machen. Dabei weist es eine bislang einzigartige Entwicklungsgeschichte auf. Bislang galt es in der Evolutionsbiologie als eine Art Dogma, dass die Unterschiede zwischen den Arten aus Veränderungen bereits vorhandener Gene resultierten. Diese konnten mutieren, im Erbgut plötzlich doppelt auftauchen, Teile verlieren oder sogar ganz aus dem Genom entfernt werden.

Anders bei miR-941: Das Gen erschien laut Taylor sozusagen mit einem Schlag und voll funktional im menschlichen Genom.

Mehr: www.focus.de.

VD: TS

Kritik des neuronalen Determinismus

513AKl8WBGL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_AA300_SH20_OU03_.jpgWie viel erklärt uns die Hirnforschung? Aus Sicht von Neurobiologen regiert das neuronale Geschehen im Kopf unser Bewusstsein. Brigitte Falkenburg vertritt in ihrem Buch Mythos Determinismus einen neuen Ansatz bei der Kritik des Determinismus. Als Physikerin und Philosophin hinterfragt sie die Aussagen von Hirnforschern und stellt fest, dass die Neurobiologie an längst überholten mechanistischen Vorstellungen festhält und dadurch zu Fehlschlüssen über den menschlichen Geist und den freien Willen gelangt.

Alexander Soutschek hat für Gehirn und Geist das Buch rezensiert:

Die Frage, ob und inwiefern die Erkenntnisse der Neurowissenschaften unser Menschenbild verändern, ist seit Langem Gegenstand hitziger Debatten. Besonders die These, unser Verhalten sei vollständig durch neuronale Prozesse bestimmt und es gebe für einen freien Willen daher in einem naturwissenschaftlichen Weltbild keinen Platz, wird von vielen Philosophen bestritten. Sie versuchen dagegen aufzuzeigen, weshalb der freie Wille durchaus mit den Erkenntnissen der Hirnforschung vereinbar sei. Doch damit können sie viele Neurowissenschaftler nicht überzeugen. Die Philosophieprofessorin Brigitte Falkenburg von der TU Dortmund fährt eine ganz andere Strategie: Anstatt für eine Vereinbarkeit von Freiheit und neuronalem Determinismus zu argumentieren, hinterfragt sie die Grundannahme, dass die Abläufe im Gehirn deterministisch ablaufen. Nach ihrer Analyse beruhen die Argumente der Neurowissenschaftler gegen den freien Willen auf der Annahme, jedes neuronale Geschehen sei strikt durch das Verhältnis von Ursache und Wirkung festgelegt. Ein solcher Determinismus stehe jedoch im Widerspruch zu zwei weiteren Grundannahmen über den menschlichen Geist, nämlich dass geistige Phänomene von physikalischen zu trennen sind und diese sogar verursachen können.

Mehr: www.gehirn-und-geist.de.

VD: CF

Wiener Uni bevorzugt Frauen

Quote ist in, auch wenn dabei mit zweierlei Maß gemessen wird. Weil beim Aufnahmetest für angehende Ärzte zu wenige Frauen durchkamen, änderte die Universität Wien das Verfahren – Bewerberinnen brauchen künftig weniger Punkte als männliche Testpersonen. Die gute Nachricht: Auch Frauen wehren sich gegen die „Quote“.

Jahrelang hatten sich mehr Frauen als Männer um einen Studienplatz an der Medizinischen Universität Wien beworben. Doch stets hatten die Männer beim Aufnahmetest besser abgeschnitten. Das ist unfair, fand die Hochschule, und reformierte ihr Testverfahren. Zum ersten Mal wurden Bewerberinnen dieses Jahr besser bewertet als ihre männlichen Konkurrenten.

Mehr: www.spiegel.de.

Die Habermas-Methode

Der von mir geschätzte Althistoriker Egon Flaig (siehe auch hier) hat kürzlich eine Polemik gegen die Habermas-Methode veröffentlicht. Anlässlich des inzwischen 25 Jahre alten »Historikerstreits« wirft er dem Sozialphilosophen vor, zu jener Zeit journalistische Tricks verwendet zu haben, »die sonst dem Lumpenjournalismus vorbehalten waren«. Es hätte, so Flaig, »keine Nachsicht geben dürfen, denn das Ausmaß der Zitate-Verkrümmungen war gigantisch«.

Der Streit um die deutsche Verantwortung bei der Judenvernichtung im Dritten Reich ist für Flaig allerdings auch Anlass, um allgemein eine Wissenschaft zu kritisieren, die sich von der Leitidee der Wahrheit verabschiedet hat. Die Suspendierung des Diskurses über Wahrheitsansprüche führt nach Flaig zu einer Atmosphäre der Denkverbote und moralischen Diffamierungen. Originalton (FAZ vom 13. Juli 2011, Nr. 160, S. N4):

Wir sind Zeugen geworden eines Kulturbruchs, nämlich einer weitgehenden Negierung der Errungenschaften des Griechentums. Da die Verbindlichkeiten nicht mehr über den Streit entlang von Wahrheitsregeln herstellbar sind, müssen neue, ganz anders geartete Verbindlichkeiten moralisch erzwungen werden. Daher die pestartige Virulenz der Political Correctness und des Gutmenschentums mit seiner spezifischen Intelligenz. Die moralischen Diffamierungen müssen folglich immer mehr zunehmen. Bequemer als das logon didonai [Anm.: Diese griech. Formulierung, die wörtlich mit »Sprache o. Rede geben« zu übersetzen ist, spielt auf das plantonische Ideal eines philosophierenden Menschen an, der Rechenschaft ablegt für das, was der sagt.] ist die habermassche Diskursethik: Audacter calumniare, semper aliquid haeret [Anm.: lat. für »nur keck verleumdet, etwas bleibt immer hängen«].

Die ausführliche Darlegung Flaigs dazu findet sich in: Mathias Brodkorb (Hg.): Singuläres Auschwitz? Ernst Nolte, Jürgen Habermas und 25 Jahre ›Historikerstreit‹, Banzkow 2011.

Wie Wissenschaft unbildet

Der amerikanische Soziologe Andrew Abbott hat untersucht, wie die Wissensgesellschaft den Erwerb von Wissen vernachlässigt – und dadurch die Idiotie befördert.

Klagen darüber, die Studenten wüssten nicht mehr, wer Bismarck oder was Kausalität ist, greifen zu kurz. Der Wikipedia-Taschenrechner würde ihnen das eventuell sagen, aber sie haben oft keine Kenntnis davon, wie sie ihn benutzen sollen. Die Wissenschaft, so Abbott, beteiligt sich an dieser Form der Unbildung, indem sie aufs Publizieren mehr Wert legt als aufs Nachgedachthaben, was eben nur manchmal dasselbe ist. In dem Maße, in dem sie aber Zitationszahlen oder Drittmittelaufkommen für auskunftsfähig über Qualität behandelt, befördert sie, in den Worten Abbotts, Idiotie – zum Beispiel, indem sie das Zitieren ungelesener Beiträge deren Autor gutschreibt.

Die universitäre Ausbildung müsste demnach in erster Linie keine zur Wissenschaft, sondern zum Lesen, Nachdenken und Argumentieren sein. Denn wie man das macht, ist nicht selbstverständlich. Nicht einmal für Wissenschaftler. »Wir fangen immer erst an zu denken«, lautet der letzte Satz von Abbotts Beitrag.

Hier: www.faz.net.

Krumme Wege der Vernunft

Fynn Ole Engler und Jürgen Renn stellen für die FAZ den Arzt und Wissenschaftstheoretiker Ludwik Fleck (1896 bis 1961) vor. Sein Hauptwerk Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache (1935) enthält etliche Thesen über die soziologischen Dimensionen von Wissenschaft, die den Logischen Empirismus des Wiener Kreises infrage stellten. Thomas Kuhn sollte später mit ähnlichen Behauptungen Ruhm erlangen.

Doch wie verhält sich eigentlich Schlicks Versuch, den Anspruch der Wissenschaft auf Wahrheit zu rechtfertigen, zu den historischen und sozialen Prozessen der Entwicklung der Wissenschaft, die für Fleck im Vordergrund standen? Lässt sich überhaupt beides zusammendenken: der Anspruch auf Rationalität und die Tatsache, dass Wissenschaft durch und durch ein Teil unserer unvollkommenen, stets im Wandel begriffenen Menschenwelt ist? Diese Fragen sind nicht nur für eine und dazu noch kontrafaktische Geschichtsschreibung relevant, sondern gewinnen gerade mit Blick auf die immer noch zunehmend wichtige Rolle der Wissenschaft für die Zukunft der Menschheit an Brisanz.

Für einen die beiden Perspektiven vereinigenden Ansatz spricht immerhin, dass einige der Fragen Flecks auch in der Nachfolgetradition des »Wiener Kreises« eine Rolle gespielt haben, bis hin zu Thomas Kuhn, der selbst direkt auf Fleck zurückgegriffen hat und ihm wohl vor allem auch seine Sicht auf die soziologische Dimension der Wissenschaft verdankt. Indes vermochten weder Fleck noch Kuhn, das Verhältnis zwischen dem Wahrheitsanspruch der Wissenschaft und der historischen Veränderlichkeit selbst wissenschaftlicher Grundbegriffe wie Raum oder Zeit durch wissenschaftliche Revolutionen zu klären. Allerdings, nach Kuhn vollziehen sich diese Umbrüche, jedenfalls in ihrer entscheidenden Phase, geradezu wie religiöse Bekehrungserlebnisse, durch das ein neues, mit dem alten nicht mehr zu vereinbarendes Paradigma den Platz des alten einnimmt. Fleck hingegen sah hier langfristige komplexe Prozesse am Werk, die er nicht nur mit Hilfe soziologischer Kategorien zu klären versuchte, sondern auch mit Rückgriffen auf Einsichten der Psychologie.

Hier treffen sich die Ansätze von Schlick und Fleck auf eine überraschende Weise, die jedoch in den nachfolgenden Auseinandersetzungen zwischen Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie keine so zentrale Rolle mehr gespielt hat, obgleich Kuhn ihre Bedeutung noch sah. Beide orientierten sich nicht nur an der Naturwissenschaft ihrer Zeit, sondern auch an der zeitgenössischen Denkpsychologie, etwa der Gestaltpsychologie, über die Einstein 1922 an Schlick schrieb: »Ich habe ein wenig den Eindruck, dass in Deutschland gegenwärtig die Psychologie gegenüber der Erkenntnistheorie etwas vernachlässigt wird.«

Hier: www.faz.net.

Noam Chomsky Superstar

Der amerikanische Sprachforscher Noam Chomsky ist heute vor allem als linker Aktivist bekannt. Dass er vor sechzig Jahren die gesamte Linguistik revolutionierte, gerät darüber fast in Vergessenheit. Heute sieht man seine Theorien eher skeptisch. Der Linguist Martin Haspelmath vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie findet die politischen Ansichten von Chomsky beispielsweise attraktiv, hält aber seine Linguistik eher für eine Episode. Bei mir ist es umgekehrt.

Hier ein Beitrag von Georg Rüschemeyer:

In der modernen Linguistik steht Chomskys Name vor allem für die sogenannte generative Grammatik, die er bereits in den fünfziger Jahren formulierte. Ausgangspunkt war die Frage, wie es dem Menschen schon als Kind gelingen kann, mit einer begrenzten Zahl sprachlicher Mittel eine unendliche Vielfalt von Sätzen zu erzeugen. Die Antwort des damals noch vorherrschenden Behaviorismus lautete, dass der Spracherwerb wie jegliches erlerntes Verhalten das Resultat eines Reiz-Reaktions-Trainings sei: Kinder lernen Wörter und grammatikalische Regeln durch Imitation des Gehörten sowie durch Lob und Tadel der Eltern – ähnlich wie eine Laborratte lernt, eine bestimmte Taste zu drücken, um Futter zu bekommen oder einen Stromstoß zu vermeiden.

Chomsky lehnte diese Sichtweise ab. Seiner Meinung nach kann nur ein bereits von Anfang an dafür angelegtes Gehirn die Leichtigkeit erklären, mit der Kinder trotz des oft recht geringen Inputs aus ihrer Umwelt Sprache erlernen. Er postulierte einen angeborenen »Spracherwerbsapparat«, der einem bei allen Menschen gleichen Fundus grundlegender Regeln für Produktion und Verständnis von Sprache gehorche.

Mehr: www.faz.net.

Das Abkürzungsverzeichnis des RGG

Jeder Bibelschüler oder Theologiestudent muss eine Fülle von wissenschaftlichen Ausarbeitungen verfassen. Dabei soll er unter Beweis stellen, dass er sich in das zu behandelnde Thema eingearbeitet hat und die wichtigsten Techniken wissenschaftlichen Arbeitens beherrscht.

Das Erstellen akademischer Texte erfordert nicht nur Kreativität und Eigenständigkeit, sondern auch Sorgfalt im Umgang mit den verarbeiteten Quellen. Fremder Stoff, der in einer eigenen Arbeit referiert und ausgewertet wird, muss gewissenhaft zitiert und belegt werden. Für Theologen ist das eine oft sehr mühevolle Arbeit, da bereits bei kleineren Hausarbeiten eine Fülle von Quellen zu kennzeichnen sind. Biblische Bücher, außerkanonische Schriften, jüdisches Schrifttum, antike Schriftsteller, Lexika und Wörterbücher und natürlich zahlreiche Fachzeitschriften sind zu benennen.

Damit der wissenschaftliche Apparat nicht zu umfangreich ausfällt, greifen Theologen gern auf Abkürzungen zurück. Das funktioniert allerdings nur, wenn nicht jeder Autor seine eigenen Abkürzungen erfindet. Also haben sich Verzeichnisse etabliert, die das Abkürzen von Titeln vereinheitlichen.

Das bekannteste Verzeichnis ist das Internationales Abkürzungsverzeichnis für Theologie und Grenzgebiete (IATG). Das von Siegfried Schwertner herausgegeben Werk macht schon in der ersten Ausgabe von 1974 für 7500 Titel von Zeitschriften, Serien, Lexika und Quellenverweisen normative Abkürzungsvorschläge. In der zweiten Auflage von 1992 werden noch mehr Werke berücksichtigt. Besitzt jemand dieses Register, kann er z. B. bei Zitaten aus Zeitschriften komfortabel auf entsprechende Abkürzungen zurückgreifen. Für die Zeitschrift für Kulturgeschichte wäre das beispielsweise das Sigel ZKuG. Natürlich wird in dem Verzeichnis auch umgekehrt jede Abkürzung mit dem vollen Titel aufgelöst.

201105240451.jpgDas ITAG kostet jedoch stolze 129,95 Euro. Bevor sich ein Student das Verzeichnis zulegt, wird er wahrscheinlich lieber »nur« 99,00 Euro ausgeben und dafür das neun Bände umfassende Handwörterbuch Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG4) in vierter Auflage erwerben (siehe dazu hier).

Erfreulicherweise hat die Redaktion des RGG4 2006 ein separates Abkürzungsverzeichnis vorgelegt. Bei der Festlegung der Siglen wurde in den meisten Fällen auf das IATG zurückgegriffen. Für Abkürzungen, die dort nicht zu finden sind, wurden die Verzeichnisse des Der neue Pauly (DNP) und des Lexikon für Theologie und Kirche (LThK) eingearbeitet. Die Redaktion von Abkürzungen Theologie und Religionswissenschaften nach RGG schreibt im Vorwort:

Für die biblischen Bücher, die außerkanonischen Schriften, die Handschriften aus Qumran, die rabbinischen Schriften und diejenigen aus Nag Hammadi bietet dieses Verzeichnis einen weitgehend vollständigen Überblick über das vorhandene Schrifttum. Die Abkürzungen der Lexika, Quellenwerke, Serien und Zeitschriften sind sukzessive aus den in der RGG verwendeten Abkürzungen entstanden und wurden Band für Band ergänzt. Dieser Entstehungsprozeß bedingt, daß sie nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben können. Wenn auch keine anderweitigen Quellen zur Ergänzung ausgewertet wurden, so umfaßt das Verzeichnis doch einen Großteil der heute in der Theologie verwendeten Literatur dieser Gattungen.

Ich kann das handliche Buch für 12,90 Euro wärmstens empfehlen. Das Schreiben von Arbeiten macht damit gleich mehr Spass.

 

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