Religionsfreiheit in Nordkorea

Mit exorbitanter Weltfremdheit kann der Weltkirchenrat hin und wieder überraschen. Zitat aus einer aktuellen EKD-Pressemitteilung:

„In kommunistischen Nordkorea können Christen nach Aussage des Internationalen Direktors des Weltkirchenrates, Peter Prove, ihren Glauben ausüben. Es sei nicht richtig zu behaupten, dass in Nordkorea keine Religionsfreiheit existiere, sagte Prove dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf.“

Unfassbar! Gut, dass einige Werke bereits reagiert haben, darunter die IGFM. Die Nachrichtenagentur idea schreibt:

Nach Einschätzung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Frankfurt am Main) schockiert Prove mit „grenzenloser, nicht zu überbietender Naivität“. Er mache sich zum „Handlanger, schlimmer, zum Kasper des brutalsten Folterregimes der Gegenwart“, sagte Vorstandssprecher Martin Lessenthin idea. „Theaterveranstaltungen“ sollten die internationale Öffentlichkeit täuschen. Während des Dritten Reiches hätten die Nationalsozialisten ausländische Delegationen durch Vorzeige-Konzentrationslager geführt, um ihre Verbrechen zu verschleiern. Laut Lessenthin hätte sich Prove ohne Schwierigkeiten ein realistischeres Bild von der Situation in Nordkorea machen können.

Mehr: www.idea.de.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Nun, der Gute ist wahrscheinlich einer derer, die auch glauben, es gebe in D Meinungsfreiheit. Spassvögel gibts halt immer.

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