Warum Denzel Washington kein Pastor wurde
In einem Interview mit beliefnet.com erklärt Denzel Washington, warum er als Schauspieler berufen ist, das Evangelium zu verkündigen.
Feuilleton & Kunst
In einem Interview mit beliefnet.com erklärt Denzel Washington, warum er als Schauspieler berufen ist, das Evangelium zu verkündigen.
Douglas Groothius hat eine Rezension über Grazy for God geschrieben, die einige der Fragen beantwortet, die Frank Schaeffers Buch aufwirft. Meines Erachtens trifft Douglas, der mit der komplexen Persönlichkeit »Frank« vertraut ist, sowohl Stärken als auch Schwächen der »Abrechnung«.
Frank – für seinen Zynismus bekannt – erklärt seinen Abschied vom Evangelikalismus übrigens mit Worten, die mir bekannt vorkommen.
Ich denke, ich hatte ein Problem damit, ein Evangelikaler zu bleiben, weil sich die evangelikale Gemeinschaft veränderte. Es waren die Zusammenführung des Unterhaltungsgeschäfts mit dem Glauben, die flapsig leichte, kitschige Hässlichkeit des amerikanischen Christentums, die schiere Dummheit, die Paranoia der amerikanischen Rechten, die mit der Popkultur verheirateten Platitüden, all das . . . war es, was mich verrückt machte.
Ähnliche Gedanken gehen auch mir ab und zu durch den Kopf und ich meine, diese Worte geben die Stimmung der jungen Leute adäquat wieder, die so wie bisher nicht mehr weitermachen wollen.
Die Hermeneutik von Walter C. Kaiser Jr. und Moisés Silva ist in einer neuen Auflage erschienen. Da Kaiser und Silva die Autorität der Schrift bejahen und dennoch in vielen Fragen unterschiedlicher Meinung sind, fordern sie den Leser heraus, im Dialog mit den Autoren eigene Standpunkte zu entwickeln. Die neue Auflage wurde um vier Kapitel ergänzt.
Der Verlag Zondervan bietet das Inhaltsverzeichnis und einen Teil des ersten Kapitels zum Herunterladen an: 0310279518_samptxt.pdf.
John W. Whitehead hat für The Rutherford Institute Frank Schaeffer zu seinem Buch Grazy for God befragt. Noch immer spürt man Franky, dem Sohn von Edith und Francis Schaeffer, seinen L’Abri-Frust ab. Einige Passagen klingen allerdings überraschend versöhnlich.
Viele Kinder erfolgsverwöhnter Leiterpersönlichkeiten werden die Enttäuschungen von Frank nachvollziehen können. Für die Fragen und Sorgen anderer Menschen haben diese nämlich manchmal mehr Zeit als für die der eigenen Familie. Auf ihre »Karriere« bedachte Arbeiter im »Weinberg des Herrn« sollten also nicht vergessen, dass Gott ihnen ihre Kinder anvertraut hat. Fünzehn Jahre sind schnell vorrüber.
Übrigens: Wenn man ein Buch von Frank liest, sollte man beachten, dass seine Schwestern manches anders sehen als er. Frank selbst sagt:
There are no people who are truly god-like or perfect. We are all flawed human beings. But I will admit that although I do go after some people, the real point of the book is to reflect on what my memories are. The book recounts the point where various people touched my life as a child or as an adolescent or as a young adult or whatever it might be. Those are my memories. Other people have other memories. But to the extent that I include things in the book, to my best knowledge, they are true. Does that give a full picture of somebody’s life? Absolutely not.
Hier gehts zum Interview: oldspeak.
Als ich vor einigen Tagen die Dokumentation Rebellion of Thought vorstellte, hatte ich noch keine Gelegenheit, den Film in voller Länge zu sehen. In der Nacht vom Freitag zum Samstag war es endlich so weit. Meine Familie ging zu Bett, ich füllte mir ein Glas Rotwein und legte die DVD ein. Um es gleich zu sagen: Der Film ist ein Gesamtkunstwerk von atemberaubender Qualität und Schönheit. Musik, Kameraführung und Dramaturgie sind geradezu perfekt aufeinander abgestimmt und gehen unter die Haut.
Als die Filmemacher Brad und Kent C. Williamson damit begannen, Philosophen und Theologen über den Umbruch von der Moderne zur Postmoderne zu befragen, war ihnen selbst noch nicht klar, dass sie das Projekt auf unerwartete Weise verändern sollte. So verknüpft der Film sachliche Informationen über die Postmoderne und Dialoge der Macher über ihre Reise zu einem authentischen Christsein mit anderen kleinen Geschichten.
Die Schnittfolge ist extrem rasant, so dass die Gesprächspartner manchmal ihre Sätze nicht beenden können. Das macht den Film sehr unruhig, passt aber zur Kultur der Postmoderne. Auch die verschiedenen Frames, die das Videobild rahmen, sind stilgerecht und untermalen den Perspektivialismus. Die gewollte Fragmentarisierung ist jedoch zugleich eine Schwäche des Films. Nur selten wird ein Gedanke zu Ende geführt. Der Film will inspirieren, nicht erklären.
Zu den interviewten Experten gehören Leute wie Bruce Benson (Philosoph, Wheaton), D.A. Carson (Neutestamentler, Trinity), Jim Spiegel (Philosoph, Taylor) oder Angus Menuge (Philosoph, Concordia). Auch Win Corduan (Taylor), mein ehemaliger Lehrer im Fach Religionsphilosophie, ist dabei (habe ihn kaum wiedererkannt).
Der großer Schocker kommt am Ende des Films. Ich gebe es zu: Ich saß fassungslos im Sessel und hatte Tränen in den Augen.
Hier gibt es eine Pressemappe zum Film.
Vern Sheridan Poythress hat ein ausgezeichnetes Essay über das Weltbild des Neuen Testaments verfasst. Der Beitrag für das Buch:
wurde freundlicherweise vom Verlag zum Download freigegeben: 2007NTWorldview.pdf.
Gestern lag das vor einigen Wochen bestellte Buch The Future of Justification: A Response to N.T. Wright von John Piper im Briefkasten. Hier kurz ein erster Eindruck:
Das Paperback umfasst 239 Seiten, ist in elf Kapitel (S. 13–188) und sechs Anhänge (S. 189–225) gegliedert und enthält ein Bibelstellen-, Personen- und Sachregister (siehe unten). Es ist in einem gut verständlichem Amerikanisch geschrieben und somit auch für theologisch interessierte Laien lesbar. Wer kein Griechisch gelernt hat, wird eine Umlautschrift beim zitierten Grundtext vermissen. Übersetzungen ins Englische werden allerdings durchgehend angeboten.
Piper will mit dieser Publikation vor allem die reformierte Rechtfertigungslehre gegen die Revisionen durch die Neue Paulusperspektive, insbesondere gegen Wright, verteidigen.
Der Neutestamentler Thomas R. Schreiner, Verfechter der »Alten Paulusperspektive«, schreibt zum Buch:
In this captivating book John Piper defends the truth that justification is the heart of the gospel. Wright’s views are presented with scrupulous fairness. I found this book to be not only doctrinally faithful but also spiritually strengthening.
Piper hat das Manuskript vor der Veröffentlichung an N.T. Wright geschickt und Anmerkungen erbeten. Wright sandte ein 11.000 Wörter umfassendes Antwortschreiben zurück und präzisiesierte seine eigenen Auffassungen. Piper hat daraufhin das Skript nochmals überarbeitet und erweitert. Da N.T. Wright kürzlich in einem Interview John Piper für seine Fairness lobte, darf der Leser davon ausgehen, dass die Positionen des populären Bischofs zutreffend wiedergegeben werden.
Ich habe vor einigen Tagen Pipers eher pastoralen Vortrag auf der diesjährigen Hauptversammlung der ETS gehört und war etwas enttäuscht (vielleicht sollte ich ihn nochmal hören). Das Buch erweckt allerdings den Eindruck, Piper hat während seines Studienaufenthaltes am Tyndal House in Cambridge (dort entstanden die ersten Vorarbeiten) theologisch tief geschürft. The Future of Justification enthält gründliche Auslegungen (besonders natürlich des Römerbriefes) und ist eine geistlich herausfordernde Lektüre. Ich freue mich auf einige gemütliche Lesestunden in der Weihnachtszeit.
Hier noch das Inhaltsverzeichnis:
Nachtrag: Das vollständige Buch kann inzwischen, wie Markus im Kommentar mitteilte, hier heruntergeladen werden: books_bfj.pdf.
Vor wenigen Tagen ist in den U.S.A. eine DVD über den Postmodernismus mit dem Titel REBELLION OF THOUGHT erschienen. Das redaktionell von David Fletcher (Wheaton College) verantwortete Projekt enthält Interviews mit evangelikalen Hochschuldozenten über die Wurzeln und Strukturen postmodernen Denkens und führt in die postmoderne Kultur ein.
Bei YouTube kann ein Trailer zum Film abgerufen werden.
Die befragten Kritiker des Postmodernismus sind:
Prof. Horst W. Beck, Verfasser von Büchern wie Christlicher Schöpfungsglaube im Kontext heutiger Wissenschaft (1993) und Biblische Universalität und Wissenschaft – Interdisziplinäre Theologie im Horizont Trinitarischer Schöpfungslehre (2. Aufl. 1994), hat freundlicher Weise ebenfalls eine Rezension über das Buch Wissenschaft ohne Gott? von Lydia Jaeger verfasst. Die Rezension wurde mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers hier online gestellt und kann frei heruntergeladen werden: hwbeck_rez_jaeger.pdf.
Der Beitrag zum Buch wurde ebenfalls mit einem Link auf die Rezension ergänzt.
Im Frühjahr diesen Jahres habe ich viele Stunden mit der Bearbeitung der deutschen Ausgabe des Buches Wissenschaft ohne Gott? von Lydia Jaeger verbracht. Die Arbeit hat Spaß gemacht und sich, wie langsam deutlich wird, auch gelohnt. Die Veröffentlichung wird gern gelesen und ist für Christen, die Interesse am wissenschaftlichen Denken und Arbeiten haben, eine Hilfestellung.
Lydia Jaeger ist Dozentin und Studiendirektorin am Institut Biblique de Nogent-sur-Marne, einer theologischen Ausbildungsstätte bei Paris. Nach einem Diplomstudium der Physik mit Schwerpunkt Theoretische Festkörperphysik an der Universität zu Köln entschied sie sich für ein Studium der Theologie an der Faculté libre de théologie évangelique in Vaux-sur-Seine (Frankreich). Unter der Betreuung von Professor Michel Bitol (CNRS, Paris) erwarb sie an der Sorbonne den Doktorgrad mit einer Arbeit über die möglichen Beziehungen zwischen dem Begriff des Naturgesetzes und religiösen Überzeugungen. Seit 2005 hat sie eine von der Faculté libre de théologie évangelique in Vaux-sur-Seine und dem Institut Biblique de Nogent-sur-Marne gemeinsam eingerichtete dreijährige Forschungsprofessur für zeitgenössisches Denken und Wissenschaftsphilosophie inne.
Das Buch ist als Einführung in die spannungsvolle Beziehung zwischen der Naturwissenschaft und dem christlichen Glauben konzipiert. Waren Christen an der Entwicklung der modernen Wissenschaft beteiligt? Steckt hinter den Gesetzen der Natur ein göttlicher Plan? Welchen Einfluss hat der Glaube auf die wissenschaftliche Forschungsarbeit? Enthält die Bibel wissenschaftliche Angaben? Diese und andere spannende Fragen untersucht die Autorin in einer auch für Laien verständlichen Sprache. Sie spürt dabei den historischen, theologischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Erklärungsversuchen nach und zeigt dem Leser auf faszinierende Weise, dass der Glaube die Wissenschaft erst plausibel macht.
Dr. Reinhard Junker hat eine Rezension zum Buch verfasst, die hier herunterladen werden kann: BQ0039.pdf. Eine Buchbesprechung von Horst. W. Beck kann ebenfalls eingesehen werden: hwbeck_rez_jaeger.pdf.