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Wissenschaftler kritisieren Genderpraxis

Trotz heftiger Kritik treiben viele Redaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Förderung der sogenannten gendergerechten Sprache voran. Nun haben 700 Sprachwissenschaftler einen kritischen Aufruf unterzeichnet. In einem Brief, der an sämtliche Fernsehräte verschickt wurde, weisen sie darauf hin, dass die Sender bisher nicht zu den formulierten Argumenten gegen das Gendern Stellung genommen haben.

In dem Aufruf heißt es: 

Seit 2020 hat die Verwendung der sogenannten gendergerechten Sprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) in erheblichem Maße zugenommen. Ausgangspunkt dieser Sprachpraxis ist die Bewertung des generischen Maskulinums als diskriminierende Sprachform, die wir als Sprachwissenschaftler und Philologen zurückweisen. Wir fordern eine kritische Neubewertung des Sprachgebrauchs im ÖRR auf sprachwissenschaftlicher Grundlage.

Die Sprachverwendung des ÖRR ist Vorbild und Maßstab für Millionen von Zuschauern, Zuhörern und Lesern. Daraus erwächst für die Sender die Verpflichtung, sich in Texten und Formulierungen an geltenden Sprachnormen zu orientieren und mit dem Kulturgut Sprache regelkonform, verantwortungsbewusst und ideologiefrei umzugehen. Mehr als drei Viertel der Medienkonsumenten bevorzugen Umfragen zufolge den etablierten Sprachgebrauch – der ÖRR sollte den Wunsch der Mehrheit respektieren.

Mehr: www.linguistik-vs-gendern.de.

Verbotsfieber

Das Verbotsfieber treibt immer neue Blüten. In Utah (USA) wird die Heilige Schrift aus Schulbibliotheken entfernt, da sie sei voll von „sexueller Amoralität“ sei. Ein Elternteil hatte sich „beschwert“. Die FAZ schreibt: 

Ein offenbar von den ausufernden Bü cherverboten frustrierter Elternteil hatte im Dezember des vergangenen Jahres daraufhin beklagt, dass bei den Bemühungen einer Elterngruppe namens Utah Parents United, gewisse Bücher aus Schulen und Bibliotheken zu verbannen, die Bibel als eines der „am schlimmsten von Sex beherrschten Bücher überhaupt“ übersehen worden sei. Die Bibel enthalte „Inzest, Masturbation, Sex mit Tieren, Prostitution, Genitalverstümmelung, Oral sex, Dildos, Vergewaltigung und Kindermord“, heißt es in der Klage.

Utahs Moralhüter sahen sich glatt gehalten, der Sache mit allem Ernst nachzugehen. Ein Ausschuss nahm sich die Bibel zur Überprüfung vor und beschloss tatsächlich, das Buch „wegen Vulgarität oder Gewalt“ nur noch Oberschülern, als o ab der neunten Klasse, zugänglich zu machen, wie Christopher Williams, ein Sprecher des Schulbezirks, gegenüber NBC News sagte.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.faz.net.

Theologie für Kinder

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Kinder leiden stärker an der Selbstsäkularisierung der Gemeinden als wir uns das vorstellen können. Unterhaltungsprogramme, die dazu da sind, Kinder in den Kirchen zu halten, können diesen Prozess nicht aufhalten. Was Kinder benötigen, ist eine lebendige Verkündigung und Erklärung des wunderbaren Evangeliums von Jesus Christus. 

Als Verlag Verbum Medien haben wir daher entschieden, eine (systematische) Theologie für Kinder herauszugeben. Das Buch Theologie für Kinder von Marty Machowski hilft Familien, wichtige Wahrheiten über Gott, sich selbst und die Welt, in der sie leben, an ihre Kinder weiterzugeben. Selbst komplexere theologische Aussagen werden durch anschauliche Analogien greifbar gemacht. Das Buch kann jüngeren Kindern vorgelesen werden oder man lässt es sich von Schulkindern vorlesen. Teenies können die verschiedenen Bibelstellen nachschlagen. Das Buch enthält ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen der Bibel, die Kinder kennen sollten, sowie für jedes Kapitel Fragen zur Wiederholung. Das Buch bietet damit für die ganze Familie ein solides Fundament biblischer Wahrheiten. Zudem ist es wirklich schön illustriert. 

Ich empfehle das Buch Familien und solchen, die mit Kindern etwa in der Gemeinde arbeiten, von Herzen. Es kann derzeit zum Vorzugspreis hier bestellt werden: verbum-medien.de.

New Journalism

Der New Journalism, bei dem journalistische Recherche mit Techniken des fiktionalen Schreibens vermischt und der Autor selbst Teil der Story wird, nimmt auch in den Medienformaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks immer mehr Raum ein. Ich habe hier schon mehrfach auf bedenkliche Beiträge beim öffentlich-rechtlichen Jugendangebot „funk“ hingewiesen (siehe z.B. hier und hier). Eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung bestätigt „erstaunliche“ Schieflagen genau dort. Der Programmdirektor weist diese freilich zurück. Der DLF berichtet: 

In weniger als 15 Prozent der Fälle werde der Blick über Deutschland hinaus erweitert. Für kritikwürdig wird auch die regionale Gewichtung gehalten. Ostdeutsche Bundesländer kämen (ohne Berlin) nur in fünf Prozent der Beiträge vor, Lebensrealitäten außerhalb von Großstädten in weniger als zwölf Prozent.

Der Studie zufolge weisen Beiträge zudem eine subjektive Tendenz auf und folgten damit einer nischigen journalistischen Praxis – dem sogenannten New Journalism. Dabei dominiere eine gefühlsorientierte Aufbereitung der Themen. Studienleiter Brinkmann betonte im DLF, dies sei bei funk auf die Spitze getrieben worden. Es werde damit eine Grenze ausgelotet, aber nicht übertreten. Mit klassischem, auf jung gebürstetem Journalismus würde man junge Menschen vermutlich nicht erreichen, vermutet Brinkmann.

Philipp Schild, Programmgeschäftsführer bei funk,verteidigteim Deutschlandfunk das Konzept des Senders. Der Zugang über eine Reportage sei nun mal subjektiv. Schild unterstrich, das subjektive Erleben stehe nicht für die Gesamtheit. Man habe klare journalistische Standards. Meinung werde gekennzeichnet und von Fakten getrennt.

Schaut man sich in der Studie die Grafik auf Seite 53 an, auf der die herausgehobenen Themen des Kanals markiert werden, so ist klar: Es geht vor allem um Sex und sexuelle Vielfalt. Der Siegeszug des modernen Selbst kann hier besonders imposant beobachtet werden: Ich bin, was ich fühle. Vor allem bin ich ein sexuelles Wesen. Und genau darauf kommt es an. 

Die Studie von Janis Brinkmann endet mit den Worten:

Wenn subjektiver Journalismus also zum Selbstzweck wird, von einem Prinzip journalistischer Konstruktion von Wirklichkeit zu deren Inszenierung, bietet sich – angelehnt an Gaye Tuchman (1972) – dafür der Begriff eines „strategischen Rituals“ der Subjektivität an. Ein Phänomen, das sich im gegenwärtigen Journalismus an vielen Stellen beobachten lässt, wenn die teilnehmende Beobachtung von Reporter:innen nicht mehr der journalistischen Erkundung von Wirklichkeit dient, sondern lediglich der Generierung von – ökonomisch verwertbarer – Aufmerksamkeit durch einen subjektiv-journalistisch inszenierten Voyeurismus. 

Hier: www.deutschlandfunk.de.

Auch glücklich verheiratete Frauen sind Opfer

Noch nie ging es den Frauen wahrscheinlich so gut wie heute, zumindest in der westlichen Welt. Dennoch werden immer neue Benachteiligungen ausfindig gemacht. Das Patriarchat lebt weiter als Phantom. Glücklichen Frauen bleibt da nichts anderes übrig, als Opfer zu sein – ohne das sie es merken. 

Birgit Schmid schreibt in einem Kommentar für die NZZ:

Das Narrativ von der andauernden Männerherrschaft bietet Identifikation, man wird Teil einer kämpferischen Gemeinschaft. Dass man etwas nur genug oft hören muss, um schliesslich selber daran zu glauben, zeigt ein Befund der vieldiskutierten Umfrage an der Universität Zürich: Viele Studentinnen gaben an, keine Nachteile aufgrund ihres Geschlechts an der Uni zu erleben. Dennoch antworteten sie auf die Frage, ob sie als Frau benachteiligt würden, mit Ja. Die Ökonomin Margit Osterloh erklärt sich das damit, dass den Frauen ständig eingeredet werde, sie würden diskriminiert. Sie hätten demnach verinnerlicht, was sie nie so erlebten.

Den Frauen geht es so gut wie nie zuvor. Viele finden aber, es werde immer schlimmer. Man nennt dies das Tocqueville-Paradox: Je gerechter Gesellschaften sind, desto ungerechter erscheinen sie einem. Man reagiert sensibler auf Unterschiede. Daraus zieht der Feminismus in der Wohlstandsgesellschaft teilweise seine Berechtigung. Wären seine Ziele erreicht, brauchte es ihn nicht mehr.

Mehr: www.nzz.ch.

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Drag-Lesungen für Kinder

In München sollen Drag-Darsteller Mädchen und Jungen ab vier Jahren bei einer Lesung in „farbenfrohe Welten“ mitnehmen. Was die örtlichen Grünen als Vielfalt feiern, ist in Wahrheit knallharte queere Identitätspolitik. Hier werden Grenzen nicht nur überschritten, sondern eingerissen. Beatrice Achterberg kommentiert treffend:

Im Münchner Veranstaltungshinweis liest sich das so: Die Kinder sollen mitgenommen werden in «farbenfrohe Welten, die unabhängig vom Geschlecht zeigen, was das Leben für euch bereithält, und dass wir alles tun können, wenn wir an unseren Träumen festhalten». Queertheoretische Identitätspolitik, die das Geschlecht in den Mittelpunkt rückt, wird in kindliche Geschichten gewoben. Über diesen Umweg konfrontiert man kleine Kinder mit ihrer Geschlechtlichkeit. Darum geht es. Das ist die Absicht.

Mehr: www.nzz.ch.

Herold

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Die monatliche Zeitschrift Herold erscheint mittlerweile seit 64 Jahren und wird weltweit an über 25.000 Leser versandt. Jede Ausgabe widmet sich einem bestimmten biblisch-theologischen Thema und entfaltet dieses durch Kurzpredigten, Artikel und Andachten. Oberste Priorität hat dabei die bibeltreue Verkündigung und seelsorgerlich-praktische Anwendung.

Ausgaben der Zeitschrift Herold können bei der Herold Mission bestellt werden. Übrigens kann man Ausgaben auch sehr gut verschenken. Die Zeitschrift kostet keine Gebühren. Doch lohnt sich die Unterstützung des Missionswerks durch Spenden.

Hier: herold-mission.com.

E21-Regionalkonferenz mit Tom Schreiner

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Vom 2.–3. Juni 2023 findet die E21-Regionalkonferenz Mitte in der Immanuel-Gemeinde in Wetzlar statt. Das Thema lautet „Theologie für die Gemeinde“. Die Hauptredner werden Tom Schreiner, Helge Stadelmann und Daniel Knoll sein. Thomas R. Schreiner ist in Deutschland vor allem den Bibelauslegern bekannt. Er ist ein amerikanischer reformierter Neutestamentler und James Buchanan Harrison-Professor für die Auslegung des Neuen Testaments am Southern Baptist Theological Seminary (USA).  

Eine Möglickkeit zur Anmeldung gibt es hier: www.evangelium21.net.

Die Zukunft der Anglikanischen Kirche

In der Anglischen Kirche hat es ein Erdbeben gegeben. Das theologisch konservative Netzwerk Gafcon in der anglikanischen Kirche (Global Anglican Future Conference) und die Gemeinschaft der Anglikanischen Kirchen des Globalen Südens (Global South Fellowship of Anglican Churches) haben sich von der Kirche von England und ihrem Oberhaupt, dem Erzbischof Justin Welby, getrennt. Die Nachrichtenagentur IDEA schrieb dazu

Welby habe durch seine öffentliche Unterstützung für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare einen Verrat an seinen Ordinations- und Weihegelübden begangen. Deshalb sei „seine Führungsrolle in der anglikanischen Gemeinschaft völlig unhaltbar“. Seine Forderung, die Vertreter unterschiedlicher Positionen zur Homo-Segnung müssten in der anglikanischen Gemeinschaft in „guter Meinungsverschiedenheit“ zusammenleben, sei inakzeptabel.

„Wir weisen die Behauptung zurück, dass zwei widersprüchliche Positionen in Fragen des Heils beide gültig sein können“, so die Erklärung. Nach biblischer Lehre dürfe Sexualität nur in einer exklusiven, lebenslangen Ehe zwischen einem Mann und einer Frau stattfinden.

Die Kirchenprovinzen, Diözesen und Kirchenleiter, die sich von dieser biblischen Lehre entfernt hätten, müssten Buße tun. „Wir sehnen uns nach dieser Umkehr, aber solange sie nicht umkehren, bleibt unsere Gemeinschaft mit ihnen unterbrochen.“

Beide Zusammenschlüsse repräsentieren gemeinsam rund 85 Prozent der anglikanischen Christen weltweit. Und erstaunlicherweise sind ihre Vertreter bei dem Treffen übereingekommen, neue Strukturen einer weltweiten Gemeinschaft ihrer Kirchen aufzubauen. Diese werden dann unabhängig von der Kirche von England und ihrem Oberhaupt arbeiten. Das ist für die liberale Kirche des Westen ein Desaster. Für Gafcon und die Kirchen des Globalen Südens ist es dagegen ein mutiger Gehorsamsschritt in die Unabhängigkeit und möglicherweise in die Armut. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass Gott sich zu seiner Kirche stellt und sie versorgen wird. 

Klaus Hickel, Pastor der anglikanischen Leipzig English Church (LEC), war bei dem Ereignis dabei und hat für den TheoBlog nachfolgend die Ergebnisse zusammengefasst: 

GAFCON IV in Kigali

Wenn christliche Denominationen und Gemeindeverbände sich immer tiefer in das theologisch liberale Labyrinth hinein verirren, stellen sich bekenntnistreue Gemeinden zwangsläufig die Frage, wie lange sie in historisch gewachsenen Strukturen verbleiben können. Für anglikanische Gemeinden und Einzelpersonen, die heterodoxe Strukturen aus ganz unterschiedlichen Gründen verlassen müssen oder aktiv daraus verdrängt werden, besteht seit 2008 dank weitsichtiger Entscheidungen ein „Rettungsboot“ mit dem Namen Global Anglican Future Conference (Gafcon). Gafcon veranstaltet seither im fünfjährigen Rhythmus die weltweite GAFCON-Konferenz für bekenntnistreue Anglikaner, zuletzt GAFCON IV vom 16. bis 21. April 2023 in Kigali, Ruanda.

Unter dem Eindruck aktueller revisionistischer Entscheidungen in der Church of England im Bereich Sexualethik stand GAFCON IV unter dem Motto „To Whom Shall We Go?“ (Joh 6,68). Die Antwort findet sich in der abschließenden Erklärung der GAFCON IV-Konferenz – dem Kigali Commitment 2023, das unter großem Beifall der Delegierten verlesen wurde. In der abschließenden Pressemitteilung heißt es:

Diese Konferenz hat deutlich gemacht, dass die Mehrheit der Anglikaner weltweit das Vertrauen in den Erzbischof von Canterbury verloren hat, einen gottgefälligen Weg in die Zukunft zu finden, der für diejenigen akzeptabel ist, die sich der Wahrhaftigkeit, Klarheit, Genugsamkeit und Autorität der Heiligen Schrift verpflichtet fühlen. Das betrübt uns, aber sie (Anm.: die Bischöfe der Church of England) sind es, die sich von uns abgewandt haben“, sagt Dr. Michael Stead, (Anm.: Bischof von South Sydney und Vorsitzender des Gafcon-Ausschusses).

Im Kigali Commitment heißt es: „Ziel und Auftrag der Kirche ist es, einer verlorenen Welt den herrlichen Reichtum des Evangeliums zu verkünden, indem sie den gekreuzigten und auferstandenen Christus predigt und ihre Glieder treu als seine Jünger zusammenleben.“

„Das Evangelium des auferstandenen Herrn Jesus hat für uns Priorität, und wir freuen uns darauf, uns wieder der Aufgabe zu widmen, Christus den Völkern treu zu verkünden“, so Bischof Stead.

Mit dem Kigali Commitment 2023 sieht sich Gafcon einer grundlegenden Neuausrichtung („Reset“) der anglikanischen Gemeinschaft verpflichtet. Entscheidende Bedeutung kommt hierbei der reformatorischen Glaubenslehre und insbesondere dem Schriftverständnis zu. Das Kigali Commitment stellt hierzu fest:

Die gegenwärtigen Spaltungen in der Anglikanischen Gemeinschaft sind durch radikale Abweichungen vom Evangelium des Herrn Jesus Christus verursacht worden. Einige in der Gemeinschaft haben sich von den hohlen und trügerischen Philosophien dieser Welt gefangen nehmen lassen (Kolosser 2,8). Ein solches Versagen, Gottes Wort zu hören und zu beherzigen, untergräbt die Mission der Kirche als Ganzes.

Die Bibel ist Gottes geschriebenes, von Gott ausgehauchtes Wort, wie es von seinen treuen Boten geschrieben wurde (2Timotheus 3,16). Sie trägt Gottes eigene Autorität, ist ihr eigener Ausleger und muss nicht ergänzt werden, noch kann sie jemals durch menschliche Weisheit aufgehoben werden.

Gottes gutes Wort ist die Regel für unser Leben als Jünger Jesu und die letzte Autorität in der Kirche. Es begründet, stärkt und lenkt unsere Mission in der Welt. Die Gemeinschaft, die wir mit unserem auferstandenen und aufgefahrenen Herrn genießen, wird genährt, wenn wir Gottes Wort vertrauen, ihm gehorchen und uns gegenseitig ermutigen, jeden Bereich unseres Lebens danach auszurichten.

Diese Gemeinschaft wird zerbrochen, wenn wir uns von Gottes Wort abwenden oder versuchen, es in einer Weise umzuinterpretieren, die die klare Lesart des Textes in seinem kanonischen Kontext umstößt und so seine Wahrhaftigkeit, Klarheit, Genugsamkeit und damit seine Autorität leugnet (Jerusalem Declaration #2).

Das Kigali Commitment wird über anglikanische Kreise hinaus begrüßt. Der Presbyterianer Brian Mattson schreibt:

Was für eine Freude ist es, die Kigali-Verpflichtung zu lesen und die unerschütterliche Treue von Kirchenführern in der ganzen Welt und insbesondere im globalen Süden zu sehen. Es sind größtenteils Afrikaner, die entschlossen aufstehen und Englands frühere Orthodoxie verteidigen – oder besser gesagt, den „Glauben, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert wurde“ (Judas 3)! Welch eine Ironie! Der britische Kolonialismus hat die 39 Artikel und das Book of Common Prayer exportiert, und nun haben diese Kolonien zum Leidwesen der Briten alles ein bisschen ernster genommen, als sie es beabsichtigt hatten.

Der vollständige Text des Kigali Commitment sowie weitere Informationen zu Gafcon befinden sich auf der Homepage der Konferenz: gafcon23.org.

Mit einem Anteil von 85 Prozent vertritt Gafcon den weitaus größten Teil der weltweit etwa 85 Millionen Anglikaner. Die Gruppierung versteht sich damit nicht nur als Konferenz, sondern als authentisch anglikanische Gemeinschaft mit klarem Schwerpunkt auf dem afrikanischen Kontinent, insbesondere den Schwergewichten Uganda (11 Mio. Anglikaner) und Nigeria (18 Mio.).

Seit Gründung der Organisation hat Gafcon in besonders stark vom Liberalismus betroffenen Regionen alternative kirchliche Strukturen ins Leben gerufen, darunter auch in Europa und Deutschland (aceanglicans.org).

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Der Verfasser Klaus Hickel ist Pastor für deutschsprachige Gemeindearbeit in der Leipzig English Church. Derzeit bereitet er unter dem Banner von ACE die Gründung einer deutschsprachigen Gemeinde vor (DV).

E21-Konferenz 2023: Jesu Sühneopfer ist der Kern der Evangeliums

Hier ein kurzer Bericht zu Evangelium21-Konferenz von der Nachrichtenagentur IDEA:

Das stellvertretende Sühneopfer Jesu ist der Kern des Evangeliums, das den gefallenen Menschen Rettung bringt. Davon ist der US-Evangelist und Missionar J. Mack Stiles (Louisville/USA) überzeugt. Er sprach auf der diesjährigen Hauptkonferenz des Netzwerks „Evangelium21“, die vom 20. bis 22. April in der Evangelisch-Reformierten Freikirche Arche in Hamburg stattfand.

Das Motto lautete in Anlehnung an den Missionsbefehl Jesu: „Ihr werdet meine Zeugen sein“. Stiles ermutigte die rund 1.100 Konferenzteilnehmer anhand von 2. Korinther 5,11-21, den Auftrag Jesu – Botschafter für ihn zu sein – wieder neu ernst zu nehmen und seine Nachricht den Menschen unverändert zu verkündigen, auch wenn das Widerstände hervorrufe. Dabei seien die Furcht Gottes, eine feste Überzeugung von der Wahrheit der christlichen Botschaft sowie die Liebe Christi die Motivation des Botschafters.

Zur Konferenz gehörte ferner eine Predigtserie über einige zentrale Reden aus der Apostelgeschichte, die von deutschsprachigen Pastoren gehalten wurden. Darunter waren die Pastoren Matthias Lohmann (Freie evangelische Gemeinde München-Mitte), Christian Wegert (Arche Hamburg) und Rudi Tissen (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Unna).

Übrigens: Für die Konferenz 2024, die vom 20.–22. Juni stattfinden soll, hat Carl Trueman zugesagt. Also das Zeitfenster schon mal für Hamburg blocken.

Mehr von IDEA hier: www.idea.de.

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