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Feuilleton & Kunst

Spurgeon-Konferenz 2015

Image001Auch in diesem Jahr wird es am Studienzentrum München des Martin Bucer Seminars wieder eine Spurgeon-Konferenz geben, und zwar in der Zeit vom 05.08.2015 – 08.08.2015.

Die Spurgeon Konferenz benannt nach Charles Haddon Spurgeon, „the Prince of Preachers“, möchte Predigern aufzeigen, wie sie Gottes Wort verstehen, auslegen und predigen können. Die Vorträge sollen ermutigen und herausfordern. In Gruppenarbeiten soll das Erlernte weiter vertieft und praktisch angewandt werden.

Wir freuen uns, dass David Jackman uns auch in diesem Jahr als Redner dienen wird. Nach dem Galaterbrief im letzten Jahr wird er uns dieses Mal mit in den Propheten Jesaja hineinnehmen. Wir wollen dabei das Genre Prophetie und dann eben in besonderer Weise den größten der alttestamentlichen Propheten kennen lernen. Davids Vorträge werden in Englisch gehalten und auf Deutsch übersetzt werden.

Den Flyer und damit auch einen detaillierteren Programmablauf und die Möglichkeit zur Anmeldung werden demnächst angeboten.

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William Philip: Warum wir beten

William Philip, Pfarrer der St. George’s-Tron Gemeinde in Glasgow (Schottland) und Leiter von Cornhill in Schottland, hat ein bereits viel beachtetes Buch über das Gebet veröffentlicht:

  • William Philip: Why we Pray, Wheaton, Illinois: Crossway 2015, S. 110

9781433542862mDavid Jackman, früherer President des Proclamation Trust in London und Hauptredner der Spurgeon-Konferenz, schreibt über das Buch:

„Ein herrlich erfrischendes, biblisch realistisches und persönlich motivierendes Buch. Es macht Schluss mit Stereotypen und Schuldgefühlen im Blick auf das Gebet. Es stellt uns unsere erstaunlichen Privilegien als Kinder Gottes vor Augen. Es wird Ihrem Herzen Gutes tun!“

Hier die Einführung und das Vorwort von Alistair Begg: 9781433542862.pdf.

Die narzisstische Sackgasse

Melanie Mühl beschreibt in ihrem FAZ-Artikel „Ich kam, ich sah, ich wirke!“ die Kultur der krankhaften Selbstliebe. Überall begegnen uns Narzissten, sogar im eigenen Spiegel.

Die permanente Aufforderung zur Selbstbetrachtung hat etwas Übergriffiges. Ob man nicht die optimale Helligkeit seiner Zähne herausholen wolle? fragt der Zahnarzt, noch bevor er sich ein Bild über deren Gesundheitszustand gemacht hat, und der Hautarzt warnt eindringlich vor der sich andeutenden Zornesfalte. Botox helfe. Im Grunde ist es unmöglich, durch eine Zeitschrift zu blättern, ohne animiert zu werden, sein Ich testend unter die Lupe zu nehmen. Wie gut bin ich im Bett? Wie wirke ich auf Männer? Bin ich der geborene Erfolgstyp? Ganze Industriezweige verdienen enorm viel Geld damit, die Ichbezogenheit beharrlich voranzutreiben. Je früher man mit der Selbstoptimierung beginnt, so wird einem suggeriert, desto besser. Der Ratgeber- und Coaching-Markt boomt. „Ich kam, ich sah, ich wirke! Mehr Charisma für mehr Erfolg!“- „Ich bin ich und ich bin gut“. Ich. Ich. Ich – das ist das stärkste Verkaufsargument solcher Buchtitel. Voraussetzung dieser hemmungslosen Selbstbejahung ist der komplette Verzicht auf alle Vergleichsmaßstäbe.

Zu einer erfolgreichen Erwerbsbiographie reicht es nicht mehr zu studieren und ein paar Praktika zu absolvieren. Die Internetseite „studium-ratgeber“ empfiehlt vielmehr Folgendes: „Die eigene Person als Marke definieren und etablieren – in der heutigen Arbeitswelt unverzichtbar. Das fängt schon bei der ,Bewerbungsschlacht‘ um die guten Jobs an.“ Von „Markenpersönlichkeit“ und „Ego-Marketing“ ist die Rede. Die Werbeindustrie und die Massenmedien züchten mit ihrer Sehnsuchtsstimulierung nach Erfolg, Ruhm und Reichtum narzisstische Charakterzüge geradezu heran.

Da passt ein Zitat von David Platt ganz gut:

„In einer Welt, wo sich alles um das Selbst dreht, darum: sich zu schützen, sich selbst zu fördern, sich selbst zu trösten, sich um sich selbst zu kümmern, sagt Jesus: „Ans Kreuz mit dem Selbst. Lege alle Selbsterhaltung auf die Seite, um für Gottes Verherrlichung zu leben, egal, was das für die Kultur um dich herum bedeutet.“

Prüfung von Sinnangeboten

In Berlin diskutierten kürzlich Sekten- oder Weltanschauungsbeauftragte verschiedener Religionen über Glaubensgemeinschaften, religiöse Splittergruppen und über Apologetik. Der DLF schreibt dazu:

„Der Begriff Apologetik ist aus der Mode gekommen, ganz klar, die Sache aber nicht. Es geht darum, auch unterscheidungsfähig zu bleiben, auskunftsfähig im Gegenüber zu anderen religiösen Bewegungen und Weltanschauungen. Und ich denke, in einer Zeit, in der der weltanschaulich-religiöse Pluralismus zunimmt, ist es notwendig auch ein eigenes Profil zu entwickeln und vor allem natürlich auch Unterschiede zu benennen.“

Der evangelische Theologe Matthias Pöhlmann. Er ist Ansprechpartner für Sekten, Psychogruppen, Neureligionen und Weltanschauungen bei der bayrischen Landeskirche. Er hält seine Aufgabe nicht für überholt. Einerseits könne sich im Internetzeitalter zwar jeder rund um die Uhr über Glauben in all seinen Facetten kundig machen. Andererseits gebe es mehr als nur die großen Kirchen und Weltreligionen. Die Szene der Sinnangebote werde immer unübersichtlicher.

Übrigens beginnt am Samstag am MBS SZ in München eine Einführung in die Apologetik (Vorlesung: Mit ungeteiltem Herzen – Grundriss einer christlichen Apologetik, Teil I: Ausgangspunkte). Wir beschäftigen uns mit Themen wie: Apologetik im Neuen Testament, Apologetik in der Frühen Kirche, im Mittelalter sowie in der Neuzeit und schauen auch ein wenig in die Gegenwart.

Hier nun der DLF-Beitrag von Thomas Klatt:

 

Sozialreligion ist stärkste Konfession

Studien belegen, dass sozialreligiöse Irrlehren in Deutschland hohe Popularität genießen. Der Alarmismus gegenüber allem, was „rechts“ ist, lässt den Linksradikalismus als salonfähig durchgehen. Ulf Poschardt schreibt für DIE WELT:

Die Kirchen leeren sich, doch die Moral der linken Kirchentage hat die Werteserienausstattung der Deutschen erreicht und ersetzt. Links ist normal. Deshalb sind die Befunde der jüngsten Studie über die Popularität linken Gedankenguts weniger in ihrer Tendenz als in ihrer Wucht beeindruckend. Die Wiedervereinigung machte das Land protestantischer und atheistischer. Die Gläubigen des Sozialismus und die Frömmler des Kommunismus geben im Osten weiter den Ton an.

Doch der Glaube an die Revolution als eine gute Sache ist landesweit fast ebenso mehrheitsfähig, ebenso wie die rührende Einschätzung, dass Sozialismus wie Kommunismus gute Sachen seien, die bislang nur schlecht ausgeführt wurden. Eine satte Mehrheit hält die Demokratie durch die Macht der Wirtschaft für beschädigt.

Mehr: www.welt.de.

Im Wort Gottes baden

Tony Merida schreibt in seinem empfehlenswerten Buch Faithful Preaching (Nashville (Tennessee): B&H Publishing, 2009, S. 10–11):

UnknownMein Mentor, Jim Shaddix, oft die Analogie eines Schwimmbades benutzt, um den Wort-gesättigten Charakter der Auslegungspredigt zu erklären. Er sagte, dass Prediger in der Regel die Bibel in einer von drei Weisen verwenden. Eine Weise besteht darin, dass sie das Wort als Sprungbrett benutzen. Bei diesem Verfahren liest der Prediger den Text, kehrt aber nie zu ihm zurück. Eine weitere Weise ist es, wenn der Prediger das Wort als Gartenmöbel benutzt; er kehrt also gelegentlich wieder zum Text zurück. Bibelauslegende Prediger verwenden das Wort hingegen wie ein Schwimmbecken. Sie nehmen die Zuhörer mit auf ein Bad im biblischen Text.

Auf der elementarsten Ebene ist die Auslegungspredigt eine Form der Predigt, bei der die Zuhörer nach der Predigt mit dem Wort Gottes nass geworden sind. Ihre Bibel bleibt offen, während der Prediger fortfährt, die Bedeutung eines bestimmten Textes oder mehrerer Texte zu erklären und anzuwenden.

Freilich gibt es einige Predigten, die nicht einmal in der Nähe des Schwimmbeckens kommen! Sie haben gar keinen Text. An diesem Punkt sollten die Zuhörer an anderer Stelle nach Wasser suchen.

J. Barclay über „Paul and the Faithfulness of God“

John M.G. Barclay, Lightfoot Professor an der Fakultät für Theologie und Religion der Universität Durham, hat N.T. Wrights Paul and the Faithfulness of God (SPCK, 2013) im Scottish Journal of Theology besprochen:

Wright presents his work as the historical recovery of the original Paul, against a history of misreadings, whether Platonic, Augustinian, medieval, Reformation, Enlightenment, modern or post-modern. All are confidently swatted aside, although none are here studied in depth: in general, reception history is regarded as a ‘recent fashion’ (48). Indeed, the persistent rhetoric of this book is that, to understand Paul, one simply needs to do better history. What is required is ‘sheer history’ (1261, n.731), since exegesis is ‘a branch of history’ (1515). Recognising that his reading might be taken to be Christian, he indicates that ‘the “Christian” view I take, in my tradition at least, is to let the text be the text, rather than make it say what we want’ (1133). That, of course, is a false or at least a highly simplistic way of representing our hermeneutical options. As his own earlier exposition of ‘critical realism’ appeared to acknowledge, there is no possibility of simply ‘letting the text be the text’: all readers start and remain in a location that shapes their reading, otherwise they could make no sense of the text at all. Exegesis has an indispensible historical responsibility, but the synthetic literary and ideological work that goes into making sense of Paul is by no means merely a historical task. Wright is quick to tell us what has led others astray and diagnoses theological (or anti-theological) prejudice with freedom. What he fails to tell us is where he is reading from, and for what goal. This lack of hermeneutical self-reflection (or at least, self-disclosure) may arise from the fact that Wright’s own theology is tacitly in agreement with (his reconstruction of) Paul’s; at least no critical gap emerges in the course of this exposition. But by presenting himself ‚as a historian and an exegete’ who ‘must stick to the text and try to understand what it actually says, and not what I would like it to say’ (1133) he has masked his own agency as a reader whose work of ‘understanding’ and connecting these complex texts inevitably (and properly) brings his own interests and conceptual tools to bear on their interpretation.

My tone may seem unduly negative. There are many valuable passages in this book, and its energy, breadth, confidence and ambition are on a scale commensurate with its size. In the history of the discipline few scholars have attempted such an original yet comprehensive construal of Pauline theology, and in the modern era perhaps only Schweitzer could match the liveliness of Wright’s mind. But I doubt that many Pauline scholars will accept the large synthetic schema that Wright presents, for all its attractions, while the stimulus offered by this book will be lessened, and perhaps cancelled, by it’s persistently shrill and overheated rhetoric.

Mehr hier: 14230.pdf.

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Supplementa Calviniana

Rob Bradshaw hat einen schwer zugänglichen Vortrag zur Reihe Supplementa Calviniana online gestellt:

  • SUPPLEMENTA CALVINIANA: AN ACCOUNT OF THE MANUSCRIPTS OF CALVIN’S SERMONS NOW IN COURSE OF PREPARATION by The Rev. T. H. L. PARKER, M.A., D.D. Vicar of Oakington, Cambridge, 1962

Hier: calviniana_parker.pdf.

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