Gesellschaft

Atheismus: Der neue Streit um Gott?

bfe85cd3fb.jpgNicht erst heute polarisiert die Frage nach Gott. Die Gottesfrage beschäftigt seit jeher die Menschen und beim gegenwärtigen ›Atheismuswahn‹ (A.E. McGrath) werden selten neue Argumente aktiviert, sondern schlicht längst überholte Positionen wiederholt.

Michael Kotsch setzt sich in seinem Buch Der Atheismus kurz und bündig mit der Diskussion um Gott und den Atheismus auseinander. Die wichtigsten Argumente für und gegen Gott werde genannt und diskutiert.

Hier gibt es noch eine Leseprobe.

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Der überschätzte Einfluss

180px-George-W-Bush.jpgOliver Maksan geht in der Tagespost den Fragen nach, was George W. Bush glaubt und welchen Einfluss dieser Glaube auf seine Politik hatte. Das Ergebnis: Der Einfluss der Religion auf Bushs öffentliches Wirken wird weitgehend überschätzt. Seine Entscheidung zum Irakkrieg beispielsweise habe nichts mit einem Kreuzzug zu tun. Eher habe der Glaube für Bush während seiner Amtszeit eine persönlich stabilisierende Rolle gespielt. Er half dem scheidenden Präsidenten, »angesichts epochaler Herausforderungen schlicht die Nerven zu behalten«.

Aber woran glaubt George Bush?

Als ein Reporter aus Houston ihn einmal fragte, warum er die Episkopal-Kirche seiner Kindheit gegen die Methodisten-Kirche ausgetauscht habe, antwortete er: »Ich bin mir sicher, dass es da große lehrmäßige Differenzen gibt. Aber ich bin nicht gebildet genug, um ihnen die erklären zu können.« Sein Biograf Jacob Weisberg hat da eine einfache Antwort: »Er versteckt seine religiösen Überzeugungen nicht. Er hat einfach nicht viele.« Weisberg glaubt, dass Bushs Glaube im Grunde vor allem einen Inhalt kennt: Therapie. »Self-help-Methodism« nennt er das, »Selbsthilfe-Methodismus«. Gott ist die starke Macht, die ihm half, seine Probleme mit dem Alkohol und mit sich selbst zu überwinden. Die ihm half, seine Ehe mit Laura zu retten und den überlegenen Vater zu ertragen. Bibel und Gebet als Therapie.

Eiferertum ist ihm fremd. So konnte er zum türkischen Premier Erdogan sagen: »Sie glauben an den Allmächtigen, und ich glaube an den Allmächtigen. Deswegen werden wir ausgezeichnete Partner sein.«

Übrigens untersuchte die Anglistin und Keltologin Lisanna Görtz für ihre Masterarbeit an der Universität Bonn 50 Radiobotschaften Bushs zum Irakkrieg und kam dabei zu dem Ergebnis, dass Bush weniger oft über Gott spricht als die meisten seiner Amtsvorgänger, und dass religiöse Anklänge bei ihm nur in Ansprachen zu christlichen Feiertagen, wie z.B. Ostern und Weihnachten, auftauchen.

Hier der Artikel von Oliver Maskan: www.die-tagespost.de.

Der Murks geht weiter

Hannes Hintermeier findet klare Worte für die deutsche Bildungskatastrophe. Wer in der Schule arbeitet oder selbst schulpflichtige Kinder hat, die eine öffentliche Schule besuchen, wird sich von ihm vielleicht verstanden fühlen.

Die längste Zeit des Tages werden die Kinder also künftig unter staatlicher Aufsicht stehen. Da die Familie in Zeiten des Turbokapitalismus von einer Keimzelle des Staates zu einer Keimzelle des Marktes mutiert, werden in der zwischenzeitlich halbverstaatlichten Wirtschaft erneute Anpassungsleistungen notwendig. Denn ganz intensiv will sich der Staat unter Berufung auf die Chancengleichheit um Kinder aus Zuwandererfamilien kümmern. Diese bedürften der besonderen Obhut des Staates, hat soeben der bayerische Unterrichtsminister Ludwig Spaenle erklärt. Bildungspolitik als Kompensation für versäumte Integrationspolitik?

Und die Allgemeinbildung? Kern- beziehungsweise Methodenkompetenz heißt das Zauberwort. Geschichtsunterricht setzt dann eben in der Römischen Republik ein: Was sich davor ereignet hat, findet fortan Google. Man müsse »nicht besonders schlau sein«, um das Abitur in acht Jahren zu schaffen, so Minister Banzer, die meisten europäischen Schüler schafften das auch. Dem Wähler schwant: Im Angesicht der bildungspolitischen Angebote kann er hü oder hott ankreuzen. Der Murks geht weiter.

Hier der vollständige Beitrag: www.faz.net.

Um Gottes willen!

Wolf Schmidt, Redakteur im Inlands-Ressort der taz, hat die Evangelikalen »auf’s Korn« genommen. Seiner Meinung nach kämpfen sie gegen Emanzipation und Evolutionslehre, Pornografie, Homosexualität und den Islam.

In den USA wird am Ende der Ära Bush ein Viertel der Bevölkerung den Evangelikalen zugerechnet, das wären mehr als 70 Millionen ultrakonservative Protestanten, die auf einer wörtlichen Auslegung der Bibel bestehen. Selbst der neue Präsident Barack Obama kommt offenbar nicht an ihnen vorbei: Bei seiner Amtseinsetzung am 20. Januar wird der evangelikale Pastor Rick Warren – ein erbitterter Gegner von Homoehe und Abtreibung – um Gottes Beistand bitten. In Deutschland dagegen haben sich die evangelikalen Christen lange abgeschottet und öffentlich wenig eingemischt – ganz im Sinne von Luthers Zwei-Reiche-Lehre, die politische Zurückhaltung nahe legt. Sie kuschelten sich in ihren frommen Ghettos ein, kritisierten selbst die Vertreter der Evangelikalen die eigenen Schäfchen immer wieder. Inzwischen ist aber von politischer Zurückhaltung nichts mehr zu spüren. Wenn von diesem Sonntag an rund 350.000 deutsche Evangelikale an ihrer jährlichen Gebetswoche teilnehmen, beten sie auch »für Christen in Schlüsselpositionen von Politik, Kultur, Medien und Wirtschaft«; »für unsere Regierung im Land bei der Beurteilung des Islam«; und dafür, »dass unser Land und die Gesellschaft wieder mehr von christlichen Werten und der christlichen Botschaft geprägt werden«.

Hier der ganze Artikel: www.taz.de, der übrigens auf der Seite der taz kommentiert werden darf.

Gender Neutralität im U.S. Kongress

Das U.S. Repräsentantenhaus hat per Resolution erlassen, dass im Kongress von nun an geschlechtsneutral (gender neutral) gesprochen wird. Aus »his« wird »such« und selbst dann, wenn von männlichen und weiblichen Mitgliedern die Rede ist, wird jetzt »he« und »she« ganz offiziell durch »such individual« ersetzt.

Diese Maßnahme soll der Tatsache Rechnung tragen, dass im Kongress immer mehr Frauen mitarbeiten. Die sprachliche Neutralisierung der Geschlechter, die durch diese Sprachregelung eingeführt wird, scheint kaum jemand zu stören.

Hier die Resolution und die Quelle: thinkprogress.org.

Überraschend friedliche Weihnachten in Orissa

indien2Nach Monaten ständiger Angriffe auf Christen und trotz Drohungen radikaler Hindus, Weihnachten durch Gewaltaktionen zu stören, konnten die Christen in Orissa Christi Geburt in Frieden feiern. Sowohl die Regierung des Bundesstaates Orissa als auch die indischen Bundesbehörden haben dafür gesorgt, dass die Christen die Feiertage in Sicherheit genießen konnten. Korrespondenten von Gospel for Asia berichten, dass die mitternächtlichen Gottesdienste unter den wachsamen Augen der von der Regierung aufgebotenen Sicherheitskräfte stattfanden. Auch die Christen in den Flüchtlingslagern konnten Weihnachten feiern.

Die friedlichen Weihnachten waren eine angenehme Überraschung für die Christen, die seit August Angriffen von Extremisten ausgesetzt waren. Die Gewaltausbrüche begannen nach der Ermordung eines Hinduführers. Obwohl sich maoistischen Rebellen zu seiner Ermordung bekannt haben, nahmen seine Anhänger seinen Tod zum Vorwand zur Gewalttätigkeit gegen Christen. Schätzungen zufolge kamen etwa 500 Menschen ums Leben, Tauende wurden obdachlos, weil Extremisten ihre Häuser niedergebrannt haben. Auch Dutzende Kirchen und Gebetsräume wurden zerstört. Eine allgemein bekannte Extremistengruppe hatte angekündigt, Kirchen bzw. christliche Gemeinden anzugreifen, die Weihnachtsgottesdienste durchführen.

Christen in Indien und in vielen anderen Ländern haben für die indischen Christen gebetet, als die Drohungen bekannt wurden und der Herr hat diese Gebete erhört. Lob und Dank sei Ihm. Die einheimischen Missionare und Christen in Orissa bitten weiterhin um Gebet. Sie sind besorgt, dass die radikalen Gruppen ihre Angriffe auf Christen wieder aufnehmen werden, sobald die Sicherheitskräfte das Gebiet verlassen haben.

Jungs haben keine Lobby

photocaseux6678my1.jpgIn den 70er-Jahren entwickelte sich unter dem Druck der Frauenbewegung ein Trend, Mädchen in der Schule spezifisch und nachhaltig zu fördern. Eine Lobby, die sich für die Jungen stark macht, gibt es bislang jedoch nicht. Zudem fehlen männliche Lehrkräfte, die den Jungen eine Indentifikationsfläche bieten. 86 Prozent der Lehrerschaft an Grundschulen ist weiblich.

Annette Kuhn hat für DIE WELT recherchiert, warum Jungs in der Schule oft die Verlierer sind: www.welt.de.

Die Bibel erobert China – millionenfach

Chinesische FlaggeEine Million Heilige Schriften laufen Monat für Monat in China vom Band. Die Gesamtauflage der chinesischen Bibel kommt bald an die Mao-Bibel heran, das kleine rote Buch mit den Aussprüchen des Großen Vorsitzenden. Dennoch darf sie in staatlichen Läden nicht verkauft werden. DIE WELT schreibt:

Der atheistische Staat hat 1987 der evangelischen Kirche die Bibeldruckerei genehmigt. Die lässt nun neben anderen religiösen Schriften vor allem die Heilige Schrift am laufenden Band produzieren. Der oberste Religionsbeauftragte der Partei, Ye Xiaowen, gratulierte erstmals im Dezember 2007 offiziell: »Es macht uns froh zu sehen, wie hier die Bibeln hergestellt werden.« Anlass für seine Glückwünsche, mit denen Chinas Partei um die Mitarbeit der Religionen bei ihrer »Einheitsfront zum harmonischen Aufbau Chinas« wirbt, war der Druck der 50.000.000. Bibel in Nanking.

Mehr zur Verbreitung der Bibel in China gibt es hier: www.welt.de.

Volker Beck: Kein Nachgeben gegenüber dem Druck der Evangelikalen

Volker Beck will den »Evangelikalismus« erneut zum bundespolitischen Thema machen und ruft zum Kampf gegen die Moralethik der Katholischen Kirche auf.

Wieder bemüht er die foucaultsche These:  »Es geht ihr [gemeint ist die Evangelische Allianz] um Macht und Einfluss.« Ihm geht es – so scheint er es wohl zu sehen – nur um Aufklärung und Freiheit. Warum habe ich nur das Gefühl, dass er unter Berufung auf die Freiheit mit Hilfe des Staates verbieten möchte, anders zu denken, als er es für richtig hält?

Hier seine Meldung: www.volkerbeck.de.

Viele Länder unterdrücken christliche Minderheiten

4_0Obwohl das Recht auf Religionsfreiheit seit Jahrzehnten als Menschenrecht international anerkannt ist, wird es in der Praxis leider in zahlreichen Regionen der Erde auf vielfache Weise missachtet. Heimo Schwilk hat für DIE WELT einen Beitrag über die neue Dokumentation Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2008 von der Organisation »Kirche in Not« verfasst. Er schreibt:

Während in Deutschland Advent gefeiert wird, werden Christen fast überall dort, wo sie Minderheit sind, verfolgt. Sie werden an der freien Religionsausübung gehindert, ihnen werden Berufe verwehrt. Streng islamische Staaten drohen praktizierenden Christen mit der Todesstrafe.

Hier der vollständige Artikel: www.welt.de.

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