IT

Informationstechnologie

Digitales Erziehungsversagen ist zum Lifestyle geworden

Milosz Matuschek hat bei der NZZ einen deftigen Beitrag zum Thema „Kinder und Smartphones“ veröffentlicht:

Machen wir uns nichts vor: Hinter der digitalen Erziehungsverweigerung steht letztlich der Komfortwunsch der Eltern. Konsum und Unterhaltung zu Pädagogik umzulabeln, wird jedoch ebenso wenig funktionieren, wie das früher bei der Debatte um Fernsehkonsum oder Computerspiele funktioniert hat. Techniknostalgie («wir haben damals auch bis zum Sendeschluss TV geguckt»), Technikignoranz («ist doch nur ein Kommunikationstool wie das Telefon») und der Verweis auf das Erziehungsversagen der anderen («die Hälfte der Klasse hat auch ein Smartphone») sollte niemandem mehr zur Gewissensberuhigung reichen.

Das Gerede vom Anschluss an die Welt von morgen, den man angeblich nicht verpassen darf, ist pure Augenwischerei. Das Smartphone bereitet Kinder nicht aufs Leben vor, es lenkt eher davon ab; die Benutzung von Siri, Google Maps oder Candy Crush kann man später immer noch lernen. Verträge dürfen Minderjährige ohnehin noch nicht abschliessen. Unbemerkt entäussern sie sich jedoch ihrer Daten, lassen sich tracken und erstellen spielerisch nebenbei eine digitale Akte von sich. Viele Kinder isolieren sich, sehen weniger Sinn in Gemeinschaftserlebnissen, schliesslich schickt man sich ja den ganzen Tag schon Emojis, Gifs und amputierte Sätze.

Mehr: www.nzz.ch.

Erste offizielle Logos-Schulung auf deutschem Boden

Wir freuen uns, dass die erste offizielle Logos-Schulung auf deutschem Boden im MBS-Studienzentrum München stattfindet wird. Die Bibelsoftware Logos gehört weltweit zu den Marktführern und bietet seit einigen Jahren hervorragende deutschsprachige Ressourcen an (mehr Informationen unter: de.logos.com).

Die Veranstaltung am 1. Dezember 2018 wird mit einer Vorstellung der neuen Version Logos 8 beginnen. Im Anschluss arbeiten wir uns durch die wichtigsten Funktionen des Programms. Dabei soll es nicht nur darum gehen, wie man bestimmte Funktionen benutzt. Es gibt die Möglichkeit, Fragen zum Programm und einzelnen Produkten zu stellen.

Die Schulung hält Benjamin Misja, der seit acht Jahren privat und beruflich mit Logos arbeitet und seit zwei Jahren als Produktspezialist für den Entwickler in den USA tätig ist.

Das Treffen beginnt um 10.00 Uhr und geht bis ca. 16.30 Uhr. Im Anschluss wird es eine kleine Adventsfeier geben, da dies 2018 die letzte offizielle Veranstaltung im Studienzentrum ist. Im Rahmen der Feier wird die Familie Graber aus den USA eingesegnet. Ben Graber lebt mit seiner Frau und den Kindern seit einigen Wochen in München und wird am Studienzentrum München mitarbeiten.

Gern dürfen Gäste und Bekannte zur Veranstaltung einladen und mitgebracht werden! Der elektronischen Flyer unten darf verteilt werden. Für Gasthörer und Gäste ist diese Schulung kostenlos!

Wir sind dankbar, wenn sich Gäste formlos per E-Mail anmelden unter: muenchen@bucer.de.

Flyer: flyer_Logos_a.pdf. Artikel zur Vorgängerversion Logos 7: Logos7.pdf.

Logos 8 ist da!

Seit einigen Tagen gibt es die Bibel-Software Logos in der Version 8. Ich habe das Paket inzwischen installiert und bin über etliche Neuerungen hocherfreut. Sofort ist mir die überarbeitete Benutzeroberfläche ins Auge gefallen. Sie ist jetzt übersichtlicher gestaltet. Vor allem aber fiel mir auf, dass die Software jetzt flüssiger arbeitet. Suchanfragen und – was mich persönlich sehr freut – Anmerkungen, werden spürbar schneller verarbeitet. Das Notizen-Modul wurde sogar komplett revidiert, so dass die Anmerkungen jetzt kategorisiert ausgegeben werden. Durch übersichtliche Filter lassen sich Notizen so einfacher organisieren und auswerten (das gilt auch für die mobilen Versionen).

Hinzugekommen sind unter anderem sogenannte Leinwände. Damit lassen sich Bibeltexte visuell aufbereiten und analysieren. Nutzer können Begriffe oder Satzglieder einkreisen, markieren, unterstreichen – verbinden usw.

Dankbar bin ich über weitere deutschsprachige Ressourcen, die auch innerhalb von „Paketen“ erworben werden können. Ich nenne mal ein paar Werke, die bereits vorliegen oder bald zur Verfügung stehen werden:

  • Wörterbuch zum Neuen Testament. Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur (Bauer-Aland);
  • Historisch Theologische Auslegung (HTA) (13 Bände);
  • Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament (EWNT) (Balz-Schneider);
  • Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament (THAT) (Jenni-Westermann) (2 Bde.);
  • W. Grudem: Biblische Dogmatik;
  • K. Scherer, W. Bühlmann: Sprachliche Stilfiguren der Bibel.

Mehr Informationen zur neuen Version und den Ressourcen gibt es hier: de.logos.com.

Erst in den nächsten Monaten werde ich wohl dazu kommen, mir neue Funktionen genauer anzuschauen. Von daher zunächst einfach ein paar selbsterklärende Screenshots:

 

 

 

 

 

Neues EU-Urheberrecht vorerst abgelehnt

Das Europaparlament hat Plänen zur Reform des EU-Urheberrechts mit den umstrittenen Upload-Filtern vorerst eine Absage erteilt (siehe dazu hier). Am Donnerstag stimmten 318 Abgeordnete gegen den Entwurf und 278 dafür.

Das Magazin t3n meldet:

Die Mehrzahl der Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg dagegen, dass die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über die aktuelle Gesetzesfassung in die nächste Runde gehen. Stattdessen wird sich voraussichtlich im September noch einmal das Parlament mit dem Entwurf befassen und Änderungen beschließen. Die Abgeordneten haben dann erneut die Möglichkeit darüber abzustimmen.

Mehr: t3n.de.

Das Ende des Internets, wie wir es kennen

Enno Park, Journalist und Wirtschaftsinformatiker, befürchtet in den nächsten Jahren beträchtliche Einschränkungen der freien Meinungsäußerung im Internet. Große Konzerne und die Politik übernehmen mehr und mehr die Kontrolle. Parteien und vor allem EU-Politiker werden nicht müde, schärfere Regulierungen zu fordern.

Mit solchen Gesten vertreten sie natürlich nur die Interessen der Bürger. Das ist ja die Aufgabe der Politik (Ironie aus).

Der Trend ist eindeutig: Das Internet konzentriert sich immer weiter auf einige wenige Monopolisten, die ihrerseits zunehmend staatlich reguliert werden. Das Ausüben der Rede- und Meinungsfreiheit wird immer schwieriger, egal ob auf diesen Plattformen oder jenseits von ihnen.

Vielleicht muss man sich an den Gedanken gewöhnen, dass auch für das Internet die weitgehend unregulierte Anfangszeit vorbeigeht. Angesichts von Hate Speech und Propaganda werden viele nicht allzu traurig darüber sein. Aber es wäre das Ende des offenen Internet, wie wir es kennen. Immerhin hätte seine anarchistische Frühphase gut 50 Jahre gedauert.

Hier der DLF-Beitrag:

 

Open Access-Bibliothek zur Religion

Die Digital Theological Library hat eine Open Access-Bibliothek mit Werken zur Religion und Theologie erstellt. Der Betreiber schreibt über das Anliegen:

Die Aufgabe der Open Access Digital Theological Library (OADTL) ist es, qualitativ hochwertige Inhalte in der Religionswissenschaft und verwandten Disziplinen aus Verlagsseiten, institutionellen Sammlungen und öffentlich zugänglichen Bibliotheken zu kuratieren. Die OADTL nutzt das weltweit fortschrittlichste Katalogisierungs- und Entdeckungssystem für Bibliotheken, WorldShare von OCLC, um Inhalte leicht auffindbar und abrufbar zu machen. Das OADTL ist mit professionellen Bibliothekaren besetzt und listet Inhalte ohne Rücksicht auf theologische oder konfessionelle Sichtweisen. Es ist zu hoffen, dass der verstärkte Zugang zu qualitativ hochwertigen religionswissenschaftlichen Inhalten den Wissenschaftlern und Studenten der Religionswissenschaft zugute kommt.

Hier gibt es den Zugang: oadtl.org.

BibleWorks hört auf

Ich habe vielen Jahre mit der BibelSoftware BibleWorks gearbeitet und diese unter dem Betriebssystem Windows sehr geschätzt. Jetzt stellt die Firma die Arbeit mit dem Produkt wahrscheinlich ein. In einer Meldung heißt es:

BibleWorks dient der Gemeinde seit 26 Jahren mit einer Reihe professioneller Werkzeuge, die es den Studierenden des Wortes ermöglichen sollen, „das Wort der Wahrheit richtig zu teilen“. Aber es ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden, dass der Bedarf an unseren Diensten so weit zurückgegangen ist, dass wir glauben, dass der Herr uns unsere Gaben auf andere Weise nutzen lassen möchte. Dementsprechend wird BibleWorks zum 15. Juni 2018 seine Tätigkeit als Anbieter von Bibel-Software-Tools einstellen. Wir machen diese Ankündigung mit Traurigkeit, aber auch mit Dankbarkeit, gegenüber Gott und einer Vielzahl von treuen Nutzern, die einen großen Teil ihres Lebens bei uns verbracht haben. Wir wissen, dass Sie in Zukunft viele Fragen haben werden. Wir werden unser Bestes tun, um einige davon hier zu beantworten.

Wir beten weiter, dass der Herr einen Weg für die Fortsetzung des Programms bietet, und wir erforschen einige Möglichkeiten. Aber es gibt derzeit keine konkreten Pläne für die zukünftige Entwicklung. Ich möchte persönlich den vielen Tausenden von Menschen danken, die im letzten Vierteljahrhundert BibleWorks benutzt und unterstützt haben. Möge der Herr Deine Arbeit für Seine Herrlichkeit segnen.

Der Support wird zum 15. Juni 2018 eingestellt.

An so einem Fall wird deutlich, dass eingekaufte digitale Bibliotheken mit der Schließung einer Firma verloren gehen könnten. Viele werden dennoch nicht auf Bibel-Software verzichten wollen. Für den deutschen Markt würde ich als Alternative Logos empfehlen. Wer mit englischsprachigen Ressourcen auskommt, sollte sich Accordance genauer anschauen.

Was der neue Datenschutz angerichtet hat

Die neue Europäische Datenschutz-Verordnung (DS-GVO) hinterlässt erste Spuren: Blogs schließen, Twitter sperrt Nutzerkonten, ein Vereinsvorstand tritt zurück. Wer bei Instapaper ein Archiv aufgebaut hat, schaut in die Röhre. Der Dienst ist nämlich für Europa erst einmal gesperrt.

Die Katholische Kirche stoppt sogar alle Gottesdienstübertragungen:

Angesichts der neuen Datenschutz-Regeln hat auch die katholische Kirche ihre Datenschutz-Regeln überarbeitet. Die Folge: Die Erzdiözese Freiburg stoppt alle Übertragungen von Gottesdiensten im Internet, auch schon den an Fronleichnam. Die neuen Kirchen-Regeln sehen nämlich vor, dass jeder Gottesdienst-Besucher der Übertragung einzeln schriftlich zustimmen muss.

Mehr: www.faz.net.

Der gläserne Inder

Wohin das Zusammenspiel von privater und staatlicher Datensammelwut führen kann, kann man in Indien sehen. Das Land verkörpere das „dystopische Endresultat eines Überwachungsapparates“, meint der Journalist Emran Feroz:

Aadhaar – zu Hindi: „Grundlage“ – lautet der Name der größten biometrischen Datendank der Welt, die von der indischen Regierung ins Leben gerufen wurde. Laut dem offiziellen Narrativ soll die Datenbank, die bereits seit 2009 existiert, die Massenverwaltung in der „größten Demokratie der Welt“ erleichtern und Korruption bekämpfen. So soll etwa durch Aadhaar den Armen besserer Zugang zu Sozialhilfen ermöglicht werden.

Was vernünftig klingt, ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. Denn Aadhaar sammelt so ziemlich alle Daten, die ein Mensch haben kann. Mittlerweile ist es zu einem Pflichtprogramm für jeden indischen Bürger geworden. Ungefähr so, als würde jeder Inder gezwungen, sich bei Facebook anzumelden und dort alle Daten über sich preiszugeben – und am Ende haben sowohl die Regierung als auch mächtige Privatkonzerne Zugriff darauf. Einfach ausgedrückt: In Indien muss jeder durchschaubar, ja gläsern werden.

Hier der vollständige Kommentar:

 

ThWNT unter Logos in deutscher Sprache

154149 100x100Das Theologische Wörterbuch zum Neuen Testament (ThWNT), der sogenannte „Kittel“, wird digital unter Logos verfügbar verfügbar gemacht. Das Theologische Wörterbuch zum Neuen Testament ist ein grundlegendes Werk für die Exegese des Neuen Testaments. Es gilt als ein exegetisches Jahrhundertwerk, dessen Fertigstellung mehr als 45 Jahre in Anspruch nahm. Es unternimmt den monumentalen Versuch, den Gebrauch und die Bedeutung aller religiös oder theologisch bedeutsamen Vokabeln im Neuen Testament erschöpfend zu analysieren. Die digitale Ausgabe füllt eine wichtige Lücke, die die lange vergriffene Studienausgabe hinterlassen hat. Bücher wie das ThWNT lassen sich in Logos auch einzeln erwerben und in der Software kostenlos auf allen gängigen Plattformen benutzen.

Mehr Informationen und einen Vorbestellungspreis gibt es hier: de.logos.com.

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