Bibelwissenschaft

Accordancebible.de

Johannes hat seine Internetseite zur MAC Bibelsoftware Accordance  überarbeitet und stellt neue Textmodule und Anleitungen zur Verfügung. In seiner Rezension (erschienen in Glauben und Denken heute 2/2012) stellt er außerdem die neuen deutschsprachigen und ursprachlichen Textausgaben vor:

acc_joh.gifDie Mac Studienbibel trägt jetzt den Namen Mac Studienbibel 2 – Ge- samtausgabe und enthält einige Neue- rungen: Nun sind auch Septuaginta und Vulgata mit einem textkritischen Apparat versehen. Neu entahlten ist zudem das Thomas-Evangelium in koptischer, englischer und deutscher Sprache sowie, neben dem Nestle- Aland Text (27. Auflage), das Greek New Testament (4. Auflage) und die Biblia Hebraica Quinta6 (allerdings bisher nur mit Deuteronomium, Rut, Esther, Nehemia, Prediger, Sprüche, Hohelied, Klagelieder und den zwölf kleinen Propheten). Zudem enthält die Gesamtausgabe auch alle deutschen Bibelübersetzungen – also die gesam- te Mac Studienbibel 2 – Deutsche Bi- belausgaben. Bei den Wörterbüchern und Lexikas gibt es keine erkennbaren Neuerungen. Die Mac Studienbibel 2 – Gesamtausgabe soll für 249 Euro er- hältlich sein und wäre damit doppelt so teuer wie der Vorgänger.

Vielen Dank!

Beale: Biblische Theologie des Neuen Testaments

Greg Beale hat ein neues Buch publiziert:51dX01icyUL._SL500_AA300_.jpg

  • Greg K. Beale: A New Testament Biblical Theology: The Unfolding of the Old Testament in the New, Baker Book House, 2001, 1072 S.

Der Verlag schreibt:

In this comprehensive exposition, a leading New Testament scholar explores the unfolding theological unity of the entire Bible from the vantage point of the New Testament. G. K. Beale, coeditor of the award-winning Commentary on the New Testament Use of the Old Testament, examines how the New Testament storyline relates to and develops the Old Testament storyline. Beale argues that every major concept of the New Testament is a development of a concept from the Old and is to be understood as a facet of the inauguration of the latter-day new creation and kingdom.

Offering extensive interaction between the two testaments, this volume helps readers see the unifying conceptual threads of the Old Testament and how those threads are woven together in Christ. This major work will be valued by students of the New Testament and pastors alike.

Obwohl der Name es nahelegt, handelt es sich also nicht um eine klassische Theologie des Neuen Testaments. Was genau hinter dem Buch steckt, erklärt Beale in diesem Video selbst:

Hier ein Auszug aus dem Buch (The Eschatological Storyline of the Old Testament: The Old Testament Focus on the Latter Day): 9780801026973.pdf.




VD: JT

Das Kreuz Jesu Christi – Die Mitte des Heils

IKGB_Flyer.jpgInternationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften IKBG/ICN wird vom 3.-5. Oktober in Goslar eine Konferenz zum Thema »Das Kreuz Jesu Christi – Die Mitte des Heils« veranstalten. Zum Kongressthema heißt es:

Jesus Christus ist für die Sünden der Welt den Sühnetod gestorben und hat damit Erlösung bewirkt und den Himmel erschlossen. Dieses Wort vom Kreuz ist zentrales Fundament christlichen Bekennens. In unserer Zeit erleben wir, dass nicht nur der Islam und kirchlich Distanzierte diese Botschaft des Evangeliums ablehnen. Auch innerkirchlich wird zunehmend die Heilsbedeutung des Kreuzes in Lehre und Verkündigung ausgeblendet und missdeutet. Beim IV. Ökumenischen Bekenntniskongress der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN) soll der Kreuzestod Christi in seiner Heilsbedeutung mit Vorträgen von bedeutenden Theologen aus dem In- und Ausland und aus der Ökumene betrachtet und vertieft werden. Alle an dem Thema Interessierten sind herzlich eingeladen.

Zu den honorigen Referenten gehört auch Bischof i.R., Prof. Dr. Ulrich Wilckens, der über das Thema »Das Kreuz Christi aus biblischer Sicht« sprechen wird.

Hier der Konferenz-Flyer: IKGB_Flyer_Kongress-2011-RZ.pdf.

Qumran-Rollen können online gelesen werden

qumran.jpgDas Israel-Museum hat fünf Fragmente der berühmten Qumran-Rollen ins Internet gestellt. Die ältesten handschriftlichen Bibel-Texte sollen so der Öffentlichkeit online zugänglich gemacht werden. Die NZZ schreibt:

Das Projekt der Publikation der Qumran-Handschriften wurde von der israelischen Altertumsbehörde in Zusammenarbeit mit dem Internetkonzern Google entwickelt. Auf der Website des Israel-Museums sind Bilder der Texte in hoher Auflösung sowie kurze Erklärungsvideos und Hintergrundinformationen zu finden.

Die Rollen können am Bildschirm virtuell aufgerollt und gelesen werden. Markierte Passagen werden ins Englische übertragen.

Die Rollen gehörten zu den «wichtigsten Eckpfeilern des monotheistischen Welterbes», sagte Museumsdirektor James Snyder. Ein jugendlicher Beduinen-Hirte hatte 1947 in einer Höhle nahe der Ruinen-Stätte Qumran am Toten Meer durch Zufall die ersten antiken Manuskripte in einem Tonkrug aufgestöbert. Die Schatzsuche ging weiter.

Hier geht es zur Website: dss.collections.imj.org.il.

VD: ML

Tipp: Interlinear-Übersetzung NT

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Heute wird es hier im Blog einen kleinen Seitenhieb auf die Leipziger geben. Deshalb an dieser Stelle zunächst ein großes Lob an das »Institut für Neutestamentliche Wissenschaft« der Uni Leipzig. Dort wird derzeit eine Griechisch-Deutsche Interlinear-Übersetzung des Neuen Testaments zum Download angeboten.

Hier (40 MB): Interlinear.zip.

VD: CF

– – –

Nachtrag vom Mai 2012: Der Download funktioniert nicht mehr.

Die Mächte des Bösen im Neuen Testament

Wir denken oft, dass die Überwindung des Bösen eine exklusive Angelegenheit zwischen dem frommen »Ich« und meinem Gott ist. Tatsächlich sieht das Neue Testament den Sieg über das Böse in der Gemeinschaft der Gläubigen verwirklicht, nicht im Leben des Einzelnen.

Rob Bradshaw hat freundlicherweise den Artikel:

  • Roy Yates: »The Powers of Evil in the New Testament», The Evangelical Quarterly 52.2 (April–June, 1980), S. 97–111

digitalisiert. Yates zeigt darin, dass nach dem Zeugnis der Bibel das Böse in unserer Welt real ist, Jesus Christus es überwunden hat, der endgültige eschatologische Triumph jedoch noch aussteht.

Hier: 1980-2_097.pdf.

Nationalgott Jahwe

Der Theologe Jochen Vollmer hat im Aufsatz »Der Israel-Palästina-Konflikt und die Befreiung der Theologie: Vom Nationalgott Jahre zum Herrn der Welt und aller Völker« (Pfarrerblatt) das Existenzrecht Israels bestritten.

Ein jüdischer Staat ist eben ein Staat, der seine jüdische Identität – die nichtjüdische Bevölkerung ausgrenzend und damit den einen und universalen Gott, der für Juden und Nichtjuden in gleicher Weise da sein will, verleugnend – mit staatlicher Gewalt nach innen und nach außen sichern will. Der Glaube an Gott kann nicht durch staatliche Gewalt gesichert werden. Die Besonderheit des jüdischen Volkes mit seinen großen universalen Traditionen und ihrer Hoffnung auf Gottes Schalom für Israel und die Völker verträgt sich gerade nicht mit einer staatlichen Verfasstheit, wie sie den anderen Völkern eigen ist. Als Staat soll Israel wie die anderen Staaten sein, demokratisch und säkular. Als Volk Gottes darf es nicht wie die anderen Völker sein, hat es den Auftrag, zum Segen und zum Licht der Völker zu werden (Gen. 12,3; Jes. 42,6; 49,6). Das Dilemma des Staates Israel, zugleich ein jüdischer und ein demokratischer Staat sein zu wollen, ist die Unvereinbarkeit von jüdischem Volk und jüdischem Staat.

Der DLF hat dazu einen Bericht veröffentlicht:

[podcast]http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/08/29/dlf_20110829_0936_b3c17c50.mp3[/podcast]

Als Empfehlung zum Thema hier der Aufsatz »Wünschet Jerusalem Glück“: Wie man zu einer angemessenen theologischen Beurteilung des Nahostkonflikts gelangt« von Gerhard Gronauer.

F.F Bruce A Life

ffbruce.jpgF.F. Bruce gilt als einer der einflussreichsten Neutestamentler in der britischen Theologie des 20. Jahrhunderts (siehe dazu auch den Brief vom Kümmel an Bruce). Der aus der Brüderbewegung stammende Theologe verband auf vorbildliche Weise höchst anspruchsvolle Forschungsarbeit mit einem lebendigen Glauben an Jesus Christus. Im Frühling 2011 ist ein Buch über sein Leben erschienen. Der Verlag schreibt über:

  • Tim Grass: F.F Bruce A Life, Paternoster, 2011, 276 S.

Evangelicals have often wrestled with two problems: the relation between academic theology and church life, and the quest for recognition of their status as credible interpreters of the Bible. Frederick Fyvie Bruce (1910–1990) was one of the most influential British biblical scholars of the twentieth century, and his career offers valuable insights into these issues, as well as shedding light on the ways in which Evangelicalism was changing from the 1950s onwards. This biography integrates discussion of his family life, his activity as a member of the Open Brethren, and his academic career. Tim Grass argues that Bruce, like his father, was always something of an evangelist at heart.

 

Gigantische Arche

150 Meter lang, 25 Meter breit, 3000 Tonnen schwer, mehrere Millionen Euro teuer: In den Niederlanden baut ein 52-Jähriger die Arche Noah nach.

Den Bau der Arche setzte er streng nach den Angaben aus dem Buch Genesis um. »300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch soll sie sein«, spricht Gott in der Bibel zu Noah. Davon ausgehend, dass eine Elle vom Ellbogen bis zur Fingerspitze reicht – etwa 50 Zentimeter -, erreicht die holländische Arche eine enorme Dimension: Sie ist 150 Meter lang, 25 Meter breit, hat vier Stockwerke und wiegt etwa 3000 Tonnen.

»Als Holz haben wir schwedische Kiefer verwendet, denn das kommt dem Zypressenholz, das Gott Noah zu verwenden auftrug, am nächsten«, sagt Hubers. Seine Arche soll natürlich auch mit Tieren bevölkert werden – aber nicht mit echten. 1600 Arten soll das Schiff aufnehmen, lebensgroß aus Plastik, hergestellt auf den Philippinen.

An Bord wird es einen Mahlstein geben, mit dem Getreide für Brot gemahlen werden kann, dazu Schlafräume, ein Theater, eine Bühne, ein Restaurant und Platz für bis zu 1500 Konferenzteilnehmer. Künstler werden die Wände mit Szenen aus der Bibel bemalen.

Hier: www.spiegel.de.

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