Zitate

Gegenüber dieser giftigen Droge ist niemand immun!

Justin Taylor hat heute zwei sehr hilfreiche Zitate zum Thema universitäre Eitelkeit und Schwarmintelligenz publiziert. Ein wichtiger Aspekt bzgl. Verführbarkeit von klugen Leuten! Danke Ivo, dass Du das so schnell übersetzt hast!

Robert P. George rät jungen Wissenschaftlern:

Auch wenn es natürlich ist und man gut daran tut, diese an sich gute Sache zu begehren und diese Art der Zustimmung zu suchen – verlieben Sie sich nicht in den Applaus! Wenn Sie Beifall erhalten, wollen Sie bald mehr. Das aber kann Sie allzu leicht von Ihrer Mission und Berufung ablenken. Es geht schließlich nicht um siegreiche Anerkennung oder darum, eine Berühmtheit zu werden. Ihre Mission, Ihre Berufung lautet: Forsche nach der Wahrheit und verkünde die Wahrheit so, wie Gott es dir gegeben hat! Wer sich von der amtierenden Orthodoxie der maßgeblichen geistigen Kultur abgrenzt, begibt sich in eine spezielle Gefahr: Sie mögen versucht sein, zu glauben, dass Ihre Bereitschaft, den karrierefördernden (und möglicherweise auch karrieretötenden) Bonzen der Elitemeinung zu trotzen, Sie vor der Sucht nach Bestätigung und Beifall immunisiert und Ihnen persönliche und geistige Integrität garantiert. Das ist aber ein fataler Irrtum! Dieser Droge kann jeder verfallen! Und dieses Suchtpotential kann nie ganz ausgeschaltet werden. Diese Droge ist fürs Denken aber pures Gift (und damit auch für die Suche nach der Wahrheit).

Ähnlich warnt D. A. Carson konservative Christen; auch sie seien gegen die Droge Beifall/Applaus keinesfalls gefeit:

Der verführerische Applaus kann aus der konservativen Anhängerschaft Ihrer Freunde entstammen, jener engeren Gruppe Gleichgesinnter, die aber ebenso umgarnen können. Damit steht allerdings die eigene Forschung zum Verkauf: Sie werden stets darauf bedacht sein, über Dinge nachzudenken, die die Identität Ihrer Gruppe stärkt und ihr das Gefühl gibt, richtig zu liegen. Es geht darum, Ihre Gegner zu widerlegen. Einige Wissenschaftler, die sich über ihre Kollegen empören, weil die ihrer Einschätzung nach viel zu stark vom Beifall ungläubiger Akademiker-Kollegen angezogen werden, sind sich zum Glück nicht bewusst, wie abhängig sie selbst schon sind vom Beifall jener konservativer Bastionen, von denen sie angestachelt werden.

Vom Mut des Glaubens zur Umkehr

Wilfried Joest schreibt über den Ruf zur Umkehr unter Gottes Vergebung (Dogmatik, Bd. 2, 1986, S. 485):

Wer aus einem Leben, in dem er von Gottes Wort noch gar nicht berührt war, erstmals zum Glauben gerufen und erweckt wird, der wird das in der Tat als eine Bekehrung erfahren, durch die seine glaubensfremde Vergangenheit unterschieden wird von dem neuen Lebensweg, der ihm aufgetan wurde. Wer von Kindheit an zum Glauben geführt wurde und ihm nie ganz entfremdet war, dem kann nicht als Gesetz auf erlegt werden, auch er müsse zu irgendeinem Zeitpunkt seines Lebens das Durchbruchserlebnis einer einmaligen Bekehrung erfahren, um in Wahrheit Christ zu sein. Aber niemand von uns ist so vollendet im Glauben und in der Liebe und so endgültig aller Sünde entnommen, daß er nicht dessen bedürftig bleibt, immer wieder den Ruf zur Umkehr unter Gottes Vergebung zu hören und ihm zu folgen. Das gilt für den von Kindheit an zum Glauben Geführten; aber auch für den, der zu einem späteren Zeitpunkt erstmals seine Bekehrung zum Glauben erfuhr.

Gott, Christ und Welt

Augustinus schreibt im Gottesstaat (civ XV, c, 7):

Die Guten gebrauchen die Welt, um Gott zu „genießen“, die Bösen aber umgekehrt, um die Welt zu „genießen“, wollen sie Gott gebrauchen.

A. Kuyper: Wahre Ästhetik

Abraham Kuyper:

Wer nach dem Schönen fragt, ohne zuerst nach dem Wahren und Guten gefragt zu haben, verfehlt sein Ziel. Dann wird das Schöne losgemacht von seinem Wesen und als ein Ding für sich genommen.

A. Kuyper: Ora et labora

Abraham Kuyper:

Gebet ohne Arbeit ist eine Karikatur echter Frömmigkeit. Arbeit ohne Gebet ist eine Verhöhnung des lebendigen Gottes.

Gott schweigt nicht

Am 15. Mai 1984 ist Francis Schaeffer verstorben. Zu diesem baldigen Anlass ein Zitat aus dem Buch … und er schweigt nicht (Brockhaus, 1975, S. 26):

Er schweigt nicht. Wir haben nur deshalb die Antwort, weil der unendlich-persönliche Gott, der dreieine Gott, nicht geschwiegen hat. Er hat uns gesagt, wer er ist. Wenn wir einmal unser Konzept der Inspiration und Offenbarung in diese Begriffe kleiden, erkennen wir, wie sie mitten ins Zentrum des modernen Denkens hineinreichen. Er schweigt nicht. Deshalb wissen wir etwas. Weil er geredet hat. Was hat er uns gesagt? Hat er uns nur etwas über andere Dinge gesagt? Nein, er hat uns die Wahrheit über sich selbst gesagt, und weil er uns die Wahrheit über sich selbst gesagt hat – daß er der unendlich-persönliche, dreieine Gott ist -, haben wir die Antwort auf die Frage der Existenz. Anders ausgedrückt: Im Bereich der Metaphysik – des Seins, der Existenz – sprechen die allgemeine und die besondere Offenbarung mit einer Stimme. Wie wir es auch ausdrücken mögen, wir sagen immer dasselbe, gehen das Thema nur von verschiedenen Seiten her an.

Wenn der Mensch von sich selbst ausgeht, kann er zwar das philosophische Problem der Existenz definieren, aber er kann aus sich selbst nicht die Lösung des Problems schaffen. Die Antwort auf die Frage der Existenz lautet: Der unendlich-persönliche, dreieine Gott ist da, und dieser unendlich-persönliche, dreieine Gott schweigt nicht.

A. Kuyper: Christ und Welt

Abraham Kuyper:

Das Geheimnis, von der Welt frei zu werden, liegt nicht darin, dass ihr immer wieder einen Schlagbaum zwischen sie und euch bringt, sondern dass ihr für immer den Schlagbaum wegnehmt, der euch von Christus trennt.

Fürchtet nicht, ungeistlich zu werden, wenn du Gottes Ordnungen auch auf nicht geistlichem Gebiet ehrst. Eher leidet umgekehrt das Geistliche Schaden durch Übergeistlichkeit.

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