Nachtrag: Auf dem schmalen Weg
Anknüpfend an das kleine Gespräch über den schmalen Weg ein Predigtmitschnitt von Francis Chan, der anhand von Matthäus 7,13-14 fragt, ob das Modell der Zukunft ›der Mittelweg‹ sein kann:
Anknüpfend an das kleine Gespräch über den schmalen Weg ein Predigtmitschnitt von Francis Chan, der anhand von Matthäus 7,13-14 fragt, ob das Modell der Zukunft ›der Mittelweg‹ sein kann:
Der Philosoph Robert Spaemann gehört zu den wenigen zeitgenössischen Philosophen, die in ihren Veröffentlichungen die Gottesfrage mit einem klaren »Ja« beantworten. idea hat Spaemann, der zu den bedeutendsten katholischen Gelehrten gehört, zur Auferstehung Christi, zu Zweifeln von Philosophen und der Frage, wie es in der Ewigkeit aussieht, befragt. kath.net hat das Interview online publiziert.
Spaemann zum Zweifel:
Der Skeptizismus der Philosophie sollte so radikal sein, dass er sich auch gegen sich selbst richtet. Wie Friedrich Hegel sagte: Wir müssen auch Zweifel an unseren Zweifeln haben. Auch unser Zweifel könnte ja unberechtigt sein! Denn auch ein Philosoph braucht Gewissheiten. Wenn jemand tatsächlich pausenlos an allem zweifeln würde, führte dies zur Selbstzerstörung.
Hier das Interview: www.kath.net.
Andrian Warnock hat mit Wayne Grudem über »Christen und Politik« gesprochen:
Wayne Grudem on Politics and the Christian from Adrian Warnock on Vimeo.
Ich habe gestern endlich den Film Avatar gesehen (meine Begeisterung hielt sich in Grenzen). Warum musste ich dabei nur ständig an die Naturmystik à la Schleiermacher denken? Es mag an Zitaten wie diesem liegen (Über die Religion, 1991, 64–65):
Schnell und zauberisch entwickelt sich eine Erscheinung, eine Begebenheit zu einem Bilde des Universums. Sowie sie sich formt, die geliebte und immer gesuchte Gestalt, flieht ihr meine Seele entgegen, ich umfange sie nicht wie einen Schatten, sondern wie das heilige Wesen selbst. Ich liege am Busen der unendlichen Welt: ich bin in diesem Augenblick ihre Seele; denn ich fühle alle ihre Kräfte und ihr unendliches Leben wie mein eigenes; sie ist in diesem Augenblicke mein Leib, denn ich durchdringe ihre Muskeln und ihre Glieder wie meine eigenen, und ihre innersten Nerven bewegen sich nach meinem Sinn und meiner Ahndung wie die meinigen. Die geringste Erschütterung, und es verweht die heilige Umarmung, und nun erst steht die Anschauung vor mir als eine abgesonderte Gestalt, ich messe sie, und sie spiegelt sich in der offenen Seele wie das Bild der sich entwindenden Geliebten in dem aufgeschlagenen Auge des Jünglings, und nun erst arbeitet sich das Gefühl aus dem Innern empor und verbreitet sich wie die Röte der Scham und der Lust auf seiner Wange. Dieser Moment ist die höchste Blüte der Religion.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will das Adoptionsrecht von Lebenspartnerschaften an das von Ehen angleichen. Die Partei hat dazu einen Gesetzentwurf (17/1429) vorgelegt.
Hier mehr: www.bundestag.de.
37 Nationen führen Geheimverhandlungen über neue Grundregeln des Internets. Die Internetrechtlerin Gwen Hinze hat sich in der SZ zum Stand der Diskussion geäussert:
Auf Initiative der Industrienationen verhandlen seit dem Jahr 2008 inzwischen 37 Länder, angeführt von den USA und der EU, über Produktpiraterie. Die Öffentlichkeit hat zwei Jahre lang nichts darüber erfahren, was bei den Treffen passiert. Durch verschiedene undichte Stellen ist aber inzwischen klar: Eigentlich sollte es dabei um Zollkontrollen und Ähnliches gehen – doch längst steht das Urheberrecht im Mittelpunkt, wobei hier die Luxusgüter- und Unterhaltungsindustrie augenscheinlich mächtig Druck auf die Delegationen der Industrienationen macht. Dabei geht es um Forderungen, die für die Internetfreiheit schwere Folgen hätten.
Auch die FAZ warnt vor unkalkulierbaren Risiken einer Überregulierung:
Das Internet ist die zentrale Infrastruktur der Informationsgesellschaft. Bildung, Information, Unterhaltung, aber auch Politik und die öffentliche Verwaltung verlagern sich immer mehr ins Netz. Die Netzneutralität ist bisher ein Garant für wirtschaftliche Entwicklung und Freiheit im Internet gewesen. Die Europäische Union und die schwarz-gelbe Bundesregierung haben sich daher die Wahrung der Netzneutralität auf die Fahnen geschrieben. Sie wären gut beraten, an dieser Position festzuhalten. Die Risiken einer Abkehr vom Prinzip der Netzneutralität wären zu groß.
Die neue Ausgabe der Online-Zeitschrift Themelios ist da.
Carl Trueman scheibt in seinem provozierenden Beitrag:
It might seem odd to write an editorial for a theological journal on the topic of not doing theology and how important that can be; and, indeed, perhaps it is contrarian even by my own exacting standards. But it is nonetheless important. Let me explain.
The greatest temptation of a theology student is to assume that what they are studying is the most important thing in the world. Now, i need to be uncharacteristically nuanced at this point: there is a sense, a very deep and true sense, in which theology is the most important thing in the world. it is, after all, reflection upon what God has chosen to reveal to his creatures; and it thus involves the very meaning of existence. in this sense, there is nothing more important than doing theology. But this is not the whole story. one of the great problems with the study of theology is how quickly it can become the study of theology, rather than the study of theology, that becomes the point. we are all no doubt familiar with the secular mindset which repudiates any notion of certainty in thought; and one of the reasons for this, i suspect, is that intellectual inquiry is rather like trying to get a date with the attractive girl across the road with whom you have secretly fallen in love: the thrill comes more from the chase and the sense of anticipation than it does from actually finding the answer or eliciting agreement to go to the movies. This plays out in theology in two ways. First and most obvious, there is a basic question of motivation which needs to be addressed right at the start of theological endeavour: am i doing this purely and simply for personal satisfaction? Has the study of theology become so central to my identity that the whole of my being is focused on it and seeks to derive things from it in a way which is simply unhealthy and distorts both its purpose and the person who i am? That is something with which all theologians will, i suspect, wrestle until the day they die, being part and parcel of who we are as fallen creatures; but there are also things we can do which ease the situation …
The second way in which the study of theology for study’s sake can play out is the manner in which it can ultimately disconnect you from reality, an odd result of studying that should, in theory at least, ground you more firmly in reality than anything else. i often wonder, as i sit in church on a sunday, of how much of the knowledge i have is truly significant for the people in the pews—the man who has just lost his job, the single mum struggling to hold it together, the teenager coping with all of the pressures that come with the transition to adulthood.
Hier die Internetseite mit der Möglichkeit, die Ausgabe herunter zu laden: www.thegospelcoalition.org.
Ägyptens mit Abstand bekanntester Konvertit zum Christentum, der Journalist Mohamed Hegazy, stand am heutigen Dienstag vor Gericht. Hegazy hatte am 2. August 2007 als erster Ägypter die Änderung der Religionszugehörigkeit in seinem Personalausweis von »Muslim« in »Christ« beantragt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, war die heutige Verhandlung einzig zu dem Zweck angesetzt worden, das Urteil in diesem Fall zu verkünden. Das große internationale Medieninteresse bewog den vorsitzenden Richter aber, das Verfahren »zu stoppen«. Die Verhandlung verfolgten mehr Journalisten, als übrige Teilnehmer anwesend waren, so die IGFM.
Hegazy hatte sich bereits mit 16 Jahren dem Christentum zugewandt. Wegen seines »Abfalls vom Islam« wurde er von der ägyptischen Staatssicherheit verhaftet und gefoltert. Mitglieder seiner eigenen Familie wollten ihn umbringen. Der Journalist Hegazy ahnte daher, was ihm bevorstehen würde, als er versuchte, sein Recht auf freie Wahl der Religion legal wahrzunehmen. Obwohl es in Ägypten Schätzungen zufolge mehrere Tausend Konvertiten gibt, hatte zuvor noch niemand diesen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Nach Angaben der IGFM sind zahlreiche ägyptische Konvertiten von der Staatssicherheit verhaftet, misshandelt und gefoltert worden – darunter auch Frauen.
Für IGFM Vorstandssprecher Martin Lessenthin hat der Prozess um den Konvertiten Hegazy eine herausragende Bedeutung: »Hegazys Versuch, einen Präzedenzfall zu schaffen, kann nicht hoch genug bewertet werden. Entweder führt er dazu, dass die Anwendung vom Islam in Ägypten endlich legal wird, oder er zeigt, dass die Regierung Mubarak das Recht auf religiöse Selbstbestimmung missachtet.«
Der Religionseintrag in den Personalpapieren hat für ägyptische Staatsbürger sehr weitreichende zivilrechtliche Konsequenzen. Z.B. führt der Religionseintrag »Muslim« dazu, dass ein Mann seine Frau ohne Angabe von Gründen und ohne Unterhaltspflicht verstoßen kann. Nur drei Religionen sind vom ägyptischen Staat anerkannt, alle andere Religionen und Religionslosigkeit sind – zumindest bisher – de facto verboten. Während der Übertritt zum Islam problemlos möglich ist, verweigern die Behörden den Wechsel von Muslimen zu einer anderen Religion.
Os Guinnes hat den exzellenten Vortrag »The Journey: A Thinking Person’s Quest for Meaning« beim Veritas Forum an der Universität in Los Angeles gehalten.
Für diejenigen, die sich für den Audiomitschnitt entscheiden, der Hinweis, dass Guinnes (übrigens ein Mann mit echten Beziehungen zur gleichnamigen Brauerei), den Vortrag ohne Skript gehalten hat.
Hier der Zugang zu den Dateien: www.veritas.org.
Mark P. Ryan schreibt in einer Rezension über das gerade erschienen Buch:
For a short book, Francis Schaeffer: A Mind and Heart for God covers a lot of valuable ground. It provides a compelling portrait of schaeffer as churchman, evangelist, deep-thinker, and a most compassionate individual. it offers important vantage points from which to view schaeffer’s ministry, especially his remarkable ability to convey biblical truth to so many whether Christian or not. it shows an awareness of schaeffer’s legacy beyond L’Abri and beyond formal ministries dedicated to apologetics and outreach. And more than simply looking backwards, this volume explores ways in which schaeffer might aid Christians today in holding out the gospel to a lost and decaying culture. Of course, the book’s strength (covering so much so briefly) is also its Achilles heel. Although this compact volume must certainly be considered a vital resource for understanding schaeffer and his legacy, it is not a “stand alone” resource. to understand schaeffer the man, one will still need to read Colin duriez’s biography: Francis Schaeffer: An Authentic Life (Crossway, 2008). similarly, to appreciate Schaeffer’s apologetic, one will need to read Bryan Follis, Truth With Love: The Apologetics of Francis Schaeffer (Crossway, 2006). As is always the case, one will also need to read schaeffer himself! Ultimately, one must judge a volume against its own intended aims and purposes. Far from attempting comprehensiveness, this book and the conference that gave rise to its contents intends to acquaint a generation of evangelicals unfamiliar with schaeffer with his life and ministry while promoting schaeffer’s emphases and approach as a model of cultural engagement that is both relevant and simultaneously faithful to the Christian gospel. weighed in these scales, this short, accessible, and thoroughly enjoyable volume succeeds on both counts. i hope many read this and are aided in developing their own mind and heart for God.
Das Buch kann hier bestellt werden: