April 2010

Die Frömmigkeit vom Vesuv

Hier ein Videomitschnitt, in dem ein Missionswerk eine »Erweckungsveranstaltung« vorstellt:

Was lieben diese Menschen, Jesus Christus, das Sichtbare oder ein (produziertes) Gefühl der Unmittelbarkeit?

Dazu ein passendes Zitat von Spurgeon, das, obwohl schon über einhundert Jahre alt, die Sache gut auf den Punkt bringt:

Ich habe keine Freude an einem Glauben, der einen heißen Kopf nötig hat oder ihn erzeugt. Ich begehre die Frömmigkeit, die auf Golgatha gedeiht und nicht auf dem Vesuv. Der größte Eifer für Christus verträgt sich mit gesundem Verstand und mit Vernunft. Raserei, Geschrei, Fanatismus aber sind Erzeugnisse eines falschen Eifers, der mit »Unverstand« verbunden ist. Wir sollen Menschen für die Kammer des Königs vorbereiten und nicht für das ausgepolsterte Zimmer im Irrenhaus. Es tut mir leid, solch eine Warnung aussprechen zu müssen. Aber wenn ich an die tollen Einfälle wilder Erweckungsprediger denke, darf ich nicht weniger und könnte noch sehr viel mehr sagen.

Was sind das für Lehrer, die von ihren Schülern verlangen, den »Verstand fahren zu lassen« (siehe Ende des Mitschnitts)? Für diese jungen Leute, die wohl gar nicht so richtig wissen, auf was sie sich eingelassen haben, empfinde ich tiefe Sorge. Gott hat uns einen Geist der Besonnenheit geschenkt (vgl. 2Tim 1,7, wo sophronismōs = Selbstbeherrschung, steht)!

Auf dem schmalen Weg

Der Pietismus, die einstige Gegenströmung zur lutherischen Orthodoxie kämpft bis heute mit Vorurteilen. Dabei gäbe es ohne ihre Impulse weder Diakonie noch Konfirmation. Wolfgang Thielmann sieht in seinem Artikel die protestantische Erneuerungsbewegung allerdings nicht rosarot.  Er diagnostiziert auch eine Verknüpfung von Herrenhut und Friedrich Schleiermacher:

Zinzendorf machte den Pietismus zu einer Bewegung der kleinen Leute. Handwerker, nicht Theologen, schickte er als Missionare nach Afrika, Indien und zu den Eskimos. Und in die Diaspora nach Deutschland, um dort in Gemeinden zu predigen, ohne eigene Kirchen zu gründen. Sie halfen dem Pietismus zu überleben, als Aufklärung und Rationalismus seine akademische Präsenz vor allem in Halle überrollten. Die fromme Bewegung verlor am Ende des 18. Jahrhunderts ihren wohl größten Sohn, Friedrich Daniel Schleiermacher. Er löste sich aus der Frömmigkeit seiner herrnhutischen Erziehung, aber bezeichnete sich später als »Herrnhuter höherer Ordnung«. Seine berühmt gewordene Definition der Religion als »Gefühl schlechthinniger Abhängigkeit« atmet herrnhutische Erfahrung.

Karl Barth sah das wohl ähnlich.

Hier der Artikel: www.merkur.de.

Ein theologischer Dialog mit N.T. Wright

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William Evans (Erskine College, U.S.A.) hat die »Wheaton Conference« zu Ehren von N.T. Wright besucht und einen ausgezeichneten Rückblick verfasst.

I had fears that the conference would be an exercise in hagiography, but that concern was quickly dispelled when the first conference speaker, Richard Hays of Duke University, came out swinging. Still miffed over a critique by Wright at the 2008 SBL meeting of a book that Hays had edited, the Duke Neuestestamentler contended that Wright’s historical treatment of the Gospels, with its emphasis upon historical proof, still operates out of an essentially modernist/historicist mindset, and he complained that the individual voices of the Evangelists seem to disappear into Wright’s synthesis of the Synoptic Gospel accounts. Hays also asked the probing question of how the picture of Jesus which emerges from Wright’s historical reconstruction relates to the church’s confessional tradition, before concluding with a call for a rapprochement between Wright and Karl Barth.

Hier der vollständige Report von Professor Evans: www.reformation21.org. Die Vorträge gibt es als Audio- oder Videomitschnitte: www.wheaton.edu.

Ich konnte bisher nur den Vortrag von Markus Bockmuehl aufmerksam hören. Der von mir sehr geschätzte Experte für das »Judentum zur Zeit Jesu« setzt sich mit der Frage auseinander, ob der Apostel Paulus nach seinem Tod in den Himmel aufgenommen wurde. Diese Fragestellung mag für einige Christen merkwürdig klingen. Hintergrund ist die Behauptung von N.T. Wright, dass die eschatologische Bestimmung des Menschen gerade nicht der Himmel, sondern die Erde sei. Bockmuehl weist nach, dass N.T. Wright sich mit seiner These nicht nur von den Eschatologien des Judentums und der Kirchenväter absetzt, sondern auch die Eschatologie des Neuen Testamentes insgesamt nicht ernst genug nimmt. Wright liegt richtig, wenn er betont, dass die Auferstehung der Christen leiblich sein wird so wie die Auferstehung von Jesus Christus es war. N.T. Wright liegt auch richtig, wenn er hervorhebt, dass der Dualismus von der Welt oben und der Welt unten bei der Erfüllung aller Dingen überwunden wird. Aber zu behaupten, der Himmel sei nicht Bestimmungsort der Glaubenden, verkürzt den paulinischen Befund. Bockmuehl: »Nach dem Neuen Testament ging Paulus in den Himmel, als er starb.«

Hier der hervorragende Vortrag als mp3-Datei: 100417Bockmuehl.mp3.

Zur Sexualmoral einer Gesellschaft

Amitai Etzioni schreibt in seinem Buch: Die Entdeckung des Gemeinwesens, Ansprüche, Verantwortlichkeiten und das Programm des Kommunitarismus, Stuttgart 1995 auf S. 31:

Die Sexualmoral einer Gesellschaft spricht oft Bände über die Art und Weise, wie sie ganz allgemein moralische und soziale Dinge angeht. Heutzutage wissen viele Eltern nicht so recht, was sie ihren Kindern in sexuellen Fragen denn sagen sollen. Seit wir nämlich die Vorstellung ad acta gelegt haben, »man solle bis zur Ehe warten“«, reden wir ganz diffus davon, dass man nur in einer “festen Beziehung“ miteinander schlafen sollte. Viele geben ihren Sprösslingen nur einige vage Ratschläge auf den Weg –»nie beim ersten Mal“« und »wenn, dann mit Verhütungsmitteln«“ und dergleichen …… Die Ehe ist für viele eine Wegwerfbeziehung geworden. Sie wird oft wie ein Mietvertrag eingegangen – mit dem Vorbehalt, dass man sie ja beenden und sich nach einem neuen Objekt umsehen könnte, wenn die beteiligten Parteien nicht damit zufrieden sind. Wir wissen nicht mehr so recht, ob und wann wir heiraten sollen oder ob wir eheliche Treue erwarten dürfen. Und wenn wir Kinder in die Welt setzen, ist uns unklar, was wir ihnen schulden“.

VD: iDAF

Sexueller Missbrauch und Heuchelei

C.S. Lewis hat in seiner Autobiografie Überrascht von Freude (Brockhaus 1982) die organisierte Päderastie in seinem Jungeninternat ausführlich beschrieben. Die jungen, hübschen und feminineren Jungs mussten oft in die Rolle einer Hausdirne schlüpfen, um einem oder mehreren der älteren Jungs als Lustknabe zu dienen (vgl. S. 74–76). Das war damals der Schulbetrieb.

Für Lewis ist klar, dass bei diesem Thema viel geheuchelt wird (S. 93). Ich vermute, er hat Recht. Drei aktuelle Beispiele:

(1) Kaum jemand spricht in diesen Tagen darüber, dass wahrscheinlich mehr als zwei Drittel aller Missbrauchsfälle innerhalb der Familien vorkommen. Besonders Patchwork-Familien begünstigen den Missbrauch (Quelle mit weiteren Hinweisen):

In seiner Studie »Die dunkle Seite der Kindheit« belegt der Autor [Dirk Bange], daß Religionszugehörigkeit keinen Einfluß auf die Mißbrauchs-Häufigkeit hat: sexueller Mißbrauch kommt in katholischen, evangelischen oder konfessionslosen Familien im wesentlichen im gleichen Ausmaß vor. Dasselbe schreibt Clara Wildschütte in ihrer Studie »Psychodynamik einer Mißbrauchsfamilie«. Von großer Bedeutung für die Häufigkeit sexuellen Mißbrauchs ist jedoch die Frage, ob der Täter ein biologischer oder »sozialer« Vater (neuer Liebhaber der Mutter, Stiefvater, Pflegevater) ist.

(2) Während wir einerseits eine Welle medialer Empörung erleben, scheint fast unter zu gehen, dass Roman Polanski wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer Minderjährigen viele Sympathien erhalten hat. Das Erste berichtete:

»Das ist lächerlich«, sagt Claudine Wilde. »Das ist einfach nur schlimm.« Auch Peter Lohmeyer hat kein Verständnis. »Arme Sau, mit über 70 noch dahin transportiert zu werden«, sagt er. »Ich denke, Guido Westerwelle sollte mal Obama anrufen. Das ist seine Aufgabe. Er hat seine Schuld eingestanden, mehrmals.« Auch international bildet sich eine breite Unterstützerfront für Polanski. Auf dem Filmfest in Zürich gab es großen Protest gegen seine Verhaftung. Mehr als 100 prominente Weggefährten haben eine Erklärung unterschrieben, auf der sie die sofortige Freilassung Polanskis fordern, darunter auch Kult-Regisseur Woody Allen, die deutschen Regisseure Wim Wenders und Tom Tykwer sowie die Schauspielerin Tilda Swinton. Sie alle nehmen den großen Künstler Polanski in Schutz und vergessen nach Meinung von Medienexperte Jo Groebel, dass der Mensch Polanski immerhin wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen verhaftet wurde.

(3) Als Heuchelei empfinde ich es auch, dass in unserer postmodernen Lebenskultur übersehen wird, dass etliche Väter der Postmoderne die »Grenzüberschreitung« erkenntnistheoretisch begründet haben. Verweisen ließe sich hier z.B. auf Marquis de Sade, Georges Bataille oder manche Prominente der 68er-Generation (siehe auch hier). Zitieren möchte ich Michel Foucault, der sich als Übervater der Postmoderne-Debatte theoretisch und praktisch für eine Sexualität »ohne Gesetz« stark machte. In einem späten Gespräch mit Edmund White sagte Foucault (Interview mit Edmund White , 12. Mai 1990, in: James Miller, Die Leidenschaft des Michel Foucault, Kiepenheuer und Witsch 1995, S. 81):

In einem gewissen Sinne habe ich während meines gesamten Lebens versucht, intellektuelle Dinge zu tun, um schöne Knaben anzuziehen.

Der Protest gegen den Missbrauch von Kindern stützt sich auf ein christliches Menschenbild, nach dem die Würde jedes Menschen nicht durch eines sozialen Konsens erzeugt wird. Durch die Ebenbildlichkeit wird im jüdisch-chrisltichen Kontext dem Menschen eine ihm eigene Würde zuerkannt. Diese Würde ist unveräusserlich und unbedingt zu schützen.

Foucault bezeichnete solche Vorstellungen als humanistisch und falsch und plädierte für ein Denken, dass sich von den abendländischen Strukturen löst. Er wollte die Destruktion des Subjekts, »d.h. eine ›kulturelle‹ Attacke: Aufhebung der sexuellen Tabus, Einschränkungen und Aufteilungen; Praxis des gemeinschaftlichen Lebens; Aufhebung des Drogenverbots; Aufbrechung aller Verbote und Einschließungen, durch die sich die normative Individualität konstituiert und sichert. Ich denke da an alle Erfahrungen, die unsere Zivilisation verworfen hat oder nur in der Literatur zuläßt« (Michael Foucault, »Gespräch zwischen Michel Foucault und Studenten« in: Michel Foucault, Von der Subversion des Wissens, Fischer Wissenschaft, 1987, S. 95).

Der Protest gegen den Missbrauch von Kindern atmet die Asche des Abendlandes, nicht die der Verheißungen poststrukturalistischer Theorien.

Martin Luther als Ausleger der Heiligen Schrift

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Ich habe in den letzten Tagen so zwischendurch mit großem Interesse das Buch:

  • Mathias J. Kürschner: Martin Luther als Ausleger der Heiligen Schrift, Gießen u. Basel: Brunnen, 2004

gelesen.

Das Abschlussplädoyer von Kürschner spricht mir so aus dem Herzen, dass ich es hier gern zitiere:

Die Ganzheitlichkeit der in Luthers Programm Oratio-Meditatio-Tentatio eingeschlagenen Schriftauslegung speist sich aus einer Weltsicht, wie sie in unserer Zeit in manchen Kultursegmenten zumindest als eine Ahnung über die menschliche Grundsituation zum Vorschein kommt. Man ahnt, dass dem eigentlich Problematischen an wesentlichen Fehlentwicklungen in unserer Welt nicht durch verfeinerte Techniken beizukommen ist, durch eine Eschatologie des Fortschritts, sondern dass das eigentliche Problem der Fortschreitende selber ist: der Mensch, der sich im Grunde seiner selbst nicht sicher sein kann, weil er vor sich selbst nicht sicher ist. Luther hat von diesen Dingen weit mehr verstanden als viele theologische Zeitgenossen heute, wenn er dem Schriftausleger in der Erwartung eines göttlichen Widerfahrnisses Entlastung von sich selbst verschafft, von seinen notorisch lügenhaften Umdeutungen der Schrift einerseits und der Verabsolutierung seiner eigenen Gedanken andererseits, und ihn damit mit einer Realität konfrontiert, durch die er ausrufen darf: »So lebe nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.«

Gleichzeitig ist damit dem Machtstreben des Menschen Einhalt geboten, das durch die Anwendung immer neuer Techniken von seiner eigenen Unreformierbarkeit ablenkt. Durch das permanente Aufbringen von neuen Fragestellungen und der Erschaffung neuer verfremdender Kategorien, verdichtet im für die neuzeitliche Wissenschaft konstitutiven Medium der Methode, bemächtigt sich der unheilbar Kranke der Heiligen Schrift. Luthers negative Antwort auf eine Methodisierbarkeit der Schriftauslegung liegt in der Tentatio: Sie lautet »absterben« – an sich selbst, seinen Ideen, Erfahrungen, Gottesbildern verzweifeln und sich im Wunder der Wiedergeburt der theologischen Vernunft ganz neu in Christus wieder zu finden. Nur durch diesen Bruch ist »Verstehen der Sache« möglich. All das ist als »Programm« völlig untauglich. Oder wäre es vorstellbar, dass an theologischen Fakultäten anstelle des Erlernens immer weiter verfeinerter methodischer Zugangsweisen der Bußruf zum »Absterben« in den Mittelpunkt rückt? Das ist der Stoff aus dem Komödien sind, oder sollte man besser sagen »Tragödien«?

Das Buch kann derzeit für 5,00 Euro (inkl. Versand) bei Amazon bestellt werden:

Homosexualität und Pädophilie

Bertone, die rechte Hand von Papst Benedikt XVI., hatte bei einem Besuch in Chile einen Zusammenhang zwischen der Ehelosigkeit der Priester und Pädophilie verneint und erwähnte dabei Studien, die einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie sähen: »Das ist die Wahrheit, und das ist das Problem.«

Wie zu erwarten, löste diese politisch gänzlich unkorrekte Bemerkung einen gewaltigen Proteststurm aus. »Der Vatikan sollte sich auf der UN-Generalversammlung vor der Welt und der Geschichte entschuldigen«, erklärte die italienische Homosexuellenorganisation GayLib. In Frankreich schaltete sich sogar die Regierung ein: »Frankreich erinnert an sein entschiedenes Engagement im Kampf gegen Diskriminierungen und Vorurteile in Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung und der sexuellen Identität«, sagte Außenamtssprecher Bernard Valero.

Bei so einem medialen Gewitter kann es passieren, dass auch der skeptische Beobachter glaubt, was da phrasenhaft wiederholt wird: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie.

Ich bin nun wahrlich kein Anwalt des Vatikans. Aber ich zitiere an dieser Stelle gern einmal eine Leserzuschrift aus dem unverdächtigen Deutschen Ärzteblatt (Jg. 106, Heft 49, 4. Dezember 2009, S. A 2469):

Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu missbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden. Bei bisexuell Lebenden ist sie sogar 16-mal höher …

Die Studien werden im Beitrag teilweise angeführt. Hier die Quelle: aerzteblatt.de.

Verbrechen ohne Opfer

Die TAZ arbeitet ihre eigene Vergangenheit auf und geht dabei der Frage nach, weshalb für die Zeitung Pädophilie zeitweise salonfähig war?

Bei einem Blick in die Archive wird klar: Teile des linksalternativen Milieus sympathisierten mit Pädophilen – zumindest boten sie ihnen einen ideologischen Rahmen. Aus heutiger Sicht ist das erschreckend. Und wird von kirchlich-konservativen Kreisen dazu benutzt, die 68er-Bewegung als Ganzes zu diskreditieren. Das damals geschaffene libertäre gesellschaftliche Klima soll den Boden bereitet haben für das, was heute ans Licht kommt: jahrelanger massenhafter sexueller Missbrauch von Kindern in Schulen, Heimen und kirchlichen Einrichtungen.

Hier der Artikel »Kuscheln mit den Indianern«: www.taz.de.

Die Lutherstube auf der Wartburg

Von 1521 bis 1522 hielt sich der Reformator Martin Luther als »Junker Jörg« auf der Wartburg versteckt und übersetzte während dieser Zeit das Neue Testament der Bibel in nur elf Wochen ins Deutsche.

CIMG0424.jpgIch habe die Burg vor einigen Tagen besucht. Beim Betreten der Lutherstube in der Vogtei fühlt man sich tatsächlich in die Zeit der Reformation zurückversetzt. Bewundern kann man dort auch den berühmten Tintenfleck. Luther selbst berichtet, dass er auf der Wartburg vom Teufel belästigt worden sei. Seine Aussage, er habe »den Teufel mit Tinte vertrieben«, wird heute allerdings eher auf die Bibelübersetzung bezogen und nicht auf seine nächtlichen Anfechtungen auf der Burg und den daraus resultierenden Tintenfleck.

Irgendwo stand, dass in der Lutherstube nichts mehr aus der Zeit des Reformators stamme. Das gilt wohl auch für den Fleck. Es gibt Berichte, nach denen der Tintenfleck rechts vom Ofen oftmals nachgebessert, neu angebracht oder nachgefärbt worden sein soll.

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