In eigener Sache
Chris, ich kann Dich auf keinerlei übliche Weise erreichen. Bitte melde Dich mal bei mir!
Chris, ich kann Dich auf keinerlei übliche Weise erreichen. Bitte melde Dich mal bei mir!

Thomas R. Schreiner ist Professor für neutestamentliche Exegese am Southern Baptist Seminary in Louisville (Kentucky). Als Neutestamentler hat er sich in einer Vielzahl von Artikeln zum paulinischen Rechtfertigungsverständnis geäußert. In dem folgenden Interview, das bei Evangelium21 erschienen ist, beantwortet Schreiner Fragen zu einem biblischen Verständnis von Rechtfertigung und geht auch auf die Bedeutung dieser Wahrheit für das christliche Leben ein.
Was er sagt, klingt mehr lutherisch als baptistisch. So bekennt er:
Es war auch Luther, der sagte, dass wir erkennen müssen, dass wir niemals Lehrer, sondern immer Schüler dieser Wahrheit sind. Es handelt sich hierbei nicht um eine Formel, die wir einfach auswendig lernen müssen. Wir verstehen die Rechtfertigung durch Glauben allein im Schmelzofen des Lebens. Wir vergessen diese Wahrheit sehr schnell. Wir sind nicht dadurch gerechtfertigt, dass wir diese Wahrheit perfekt verstehen und ausleben. Wir vergessen ständig! Wir versagen immer wieder und dann realisieren wir aufs Neue, wenn der Hl. Geist an unseren Herzen arbeitet, dass wir nichts zu bringen haben, sondern allein auf das Kreuz vertrauen können.
Das tägliche Nachdenken über das Evangelium und die Hl. Schrift wird uns helfen. Es würde uns auch helfen, einmal Luthers Auslegung des Galaterbriefs zu lesen. Das regelmäßige Hören auf die Verkündigung des Wortes Gottes ist eine große Stütze. Wir müssen täglich an diese Wahrheiten erinnert werden. Sollten wir jemals davon ausgehen, in dieser Sache ausgelernt zu haben, befinden wir uns in großer Gefahr. Gott führt uns deshalb manchmal in Anfechtungen, sodass wir mit Luther erkennen, dass wir nichts als Bettler sind.
Mehr hier:Â www.evangelium21.net.
Vor vielen Jahren unterhielt ich mich mit John Warwick Montgomery über Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus. Plötzlich hielt Montgomery inne und sagte: „Weißt Du was, ich habe selbst einen Tractatus geschrieben!“ Einige Monate später haben wir dann tatsächlich den Tractatus Logico-Theologicus herausgegeben (das Inhaltsverzeichnis gibt es hier: TractatusIHV.pdf).
Der Philosoph Angus Menuge schreibt über Montgomery und sein Buch:
John Warwick Montgomery should be ranked with C. S. Lewis (a significant influence on Montgomery and a man with whom he corresponded) and Francis Schaefer, as among the greatest Christian apologists of the Twentieth Century. Indeed, there are areas where Montgomery has surpassed this distinguished company: his penetrating critique of both secular and non-Christian religious philosophies of history (Where is History Going?) and of human rights (Human Rights and Human Dignity), and his rigorous application of jurisprudential principles of evidence to Biblical apologetics (History, Law and Christianity). Now, at the beginning of the Twenty-First Century, Montgomery has written a comprehensive, structured set of aphorisms that encapsulate and update his prolific, lifetime contributions to apologetics, in the style of Ludwig Wittgenstein’s celebrated Tractatus Logico-Philosophicus. Like Wittgenstein’s earlier work, Montgomery’s Tractatus does not tell the reader what to think but rather forces the reader to confront and radically rethink received prejudices that obscure the real issues. The singular greatness of the new Tractatus is that it not only distills many of Montgomery’s earlier works, but shows their overall coherence and enduring relevance, with connections made to the recent work of Michael Behe, William Dembski, Gary Habermas, Mary Midgley, John Polkinghorne, Alvin Plantinga, Alvin J. Schmidt, Richard Swinburne and many others.
Kürzlich fand ich im Internet einen Vortrag, den der Lutheraner J.W. Montgomery in einer lutherischen Kirche gehalten hat. Dort und in dem anschließenden Q & A präsentiert er seinen juridischen Ansatz der Apologetik auf lockere und zugleich einheitliche Art und Weise, so dass auch diejenigen, die eine voraussetzungsbewusste Apologetik vertreten, eine hilfreiche Einführung in eine Variante der evidenzbasierten Apologetik hören können.
Für diejenigen, die englischsprachige Vorträge meiden, gibt es den Aufsatz: „Der christliche Glaube hat Gründe“ aus Glauben & Denken heute 2/2009: gudh-004_JWM.pdf.
Hier nun der Vortrag:
Auf der Evangelium21-Konferenz 2015 sprach Pastor Greg Gilbert in einer Vortragsreihe über das Thema „Was ist der Missionsauftrag der Kirche?“ Hier der letzte Vortrag der Reihe mit dem Titel „Das Streben nach Shalom: Den neuen Himmel und die neue Erde verstehen“. Übersetzt wird Greg von Pastor Christian Wegert.
Die Unterscheidung zwischen objektiver Lehre und subjektiver Erkenntnis von Gott legt nahe, die objektive Lehre werde vor allem theoretisch erschlossen und stehe in den Büchern; die „Gottesgelehrtheit“ sei eher eine praktische Angelegenheit und auf das Leben ausgerichtet. Tatsächlich gehören objektive und subjektive „Dogmatik“ zusammen.
Nehmen wir einmal eine Aussage, die uns wahrscheinlich sehr bekannt vorkommt: „Die biblische Lehre ist die Grundlage für das Leben als Jünger Jesu.“ Diese Aussage ist einerseits korrekt, wenn wir hier mit „Lehre“ meinen, was die Schrift sagt. Meinen wir jedoch mit „Lehre“ dogmatische Aussagen, die von Menschen gemacht sind, ist die Sache etwas komplizierter.
Einerseits ist die Bibel tatsächlich Grundlage für das Leben. Andererseits ist die „Gottesgelehrtheit“ jedoch Voraussetzung für die dogmatische Arbeit. Wir können auch sagen, dass nur jener, der durch den Geist Gottes wiedergeboren ist und Vergebung seiner Sünden empfangen hat, Dogmatik im engeren Sinne treiben kann.
Ein Beispiel dafür finden wir in dem Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus. Nikodemus war ein Lehrer in Israel und mit den alttestamentlichen Texten bestens vertraut. Trotzdem verstand er das Evangelium nicht (vgl. Joh 3,10). „Jesus entgegnete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wer nicht von oben geboren wird, kann das Reich Gottes nicht sehen“ (Joh 3,3). Ohne Heiligen Geist können wir die göttlichen Dinge nicht verstehen.
Paulus schreibt in 1Kor 2,14–15:
„Der natürliche Mensch aber erfasst nicht, was aus dem Geist Gottes kommt, denn für ihn ist es Torheit; und er kann es nicht erkennen, weil es nur geistlich zu beurteilen ist. Wer aber aus dem Geist lebt, beurteilt alles, er selbst aber wird von niemandem beurteilt. Denn wer hätte die Gedanken des Herrn erkannt, dass er ihn unterwiese? Wir aber haben die Gedanken Christi.“
Ein anderer Text des Apostels ist ebenso aufschlussreich. In Röm 12,1–2 schreibt Paulus:
„Ich bitte euch nun, liebe Brüder und Schwestern, bei der Barmherzigkeit Gottes: Bringt euren Leib dar als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer – dies sei euer vernünftiger Gottesdienst! Fügt euch nicht ins Schema dieser Welt, sondern verwandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr zu prüfen vermögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“
Ein erstaunlicher Gedanke. Christen sind aufgefordert, ihrer Leiber – hier stehend für das gesamte Leben –, Gott zur Verfügung zu stellen. Der vernünftige Gottesdienst, die Transformation unseres Denkens, ist Voraussetzung für die Erkenntnis des göttlichen Willens.
Schauen wir noch in einen dritten Text. In 1Kor 8,1–3 sagt Paulus:
„Nun zur Frage des Opferfleisches: Wir wissen ja, dass wir alle Erkenntnis besitzen. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber baut auf. Wer meint, etwas erkannt zu haben, hat noch nicht erkannt, was Erkenntnis heißt. Wer aber Gott liebt, der ist von ihm erkannt worden.“
Was sagt uns der Apostel hier? Wir können formulieren: Theoretisches Erkennen bläht auf. Im tieferen Sinn handelt es sich gar nicht um Erkenntnis, sondern um stolz machende „Pseudoerkenntnis“. Wer Gott und die Geschwister liebt (vgl. die ganze Debatte um das Götzenopferfleisch in 1Kor 8) empfängt göttliche Erkenntnis (dieser Abschnitt ist inspiriert von J. Frame: „Studying Theologie as a Servent of Jesus“, RTS, URL: Study_as_a_Servant.pdf).
Gott erkennen schließt die Vernunft ein. Das allerdings bedeutet nicht, dass ein großer Intellekt ausreicht, um Gott zu verstehen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Liebe, Gehorsam und der Erkenntnis Gottes. Wir können auch sagen: Dogmatik und Ethik lassen sich nicht voneinander trennen. Helmut Thielicke schreibt treffend: „Wer aufhört, ein geistlicher Mensch zu sein, treibt automatisch eine falsche Theologie, selbst wenn sie gedanklich stubenrein, orthodox und gnesiolutherisch ist“ (H. Thielicke, Kleines Exerzitium für Theologen, 1959, S. 42).
Gott offenbart sich Menschen, die ihn lieben. Nachlässigkeit und Ungehorsam, z.B. in Form von Faulheit oder Ehrsucht, verdunkeln hingegen die Erkenntnis Gottes.
Der Philosoph J. Budziszewski, Autor des Buches How to Stay Christian in College, sagte kĂĽrzlich in einem Interview:
Teens brauchen gründlicheren Unterricht und ehrliche Gespräche. Nur sehr wenige Menschen fallen von Gott ab, weil die intellektuellen Argumente gegen Gott sie überzeugen. Häufiger fällt ein ahnungsloser junger Christ in eine Art von Sünde, will nicht umkehren, und beginnt mit der Suche nach Gründen, zu glauben, dass Gott nicht existiert.
Hier mehr:Â www.worldmag.com.
Georg Huntemann (Autorität oder Chaos, 1971, S. 20–21):
Die verlorenen Söhne unserer Tage haben Väter ohne Vater. Väter ohne Vater mußten sich selbst Vater sein. Sie verstanden ihr Vatersein nur zu oft nicht mehr als ein Mandat Gottes. Die Väter der rebellierenden Söhne waren im Grunde selbst Rebellen, auch wenn sie noch vom „Gott in ihrer Brust“, von der „Vorsehung in der Geschichte“ oder von „dem Allmächtigen in der Natur“ sprachen. Aber dieser Gott in der Brust, in der Geschichte und in der Natur war der Gott, wie unsere Väter sich ihn in Natur, Brust und Geschichte „vorstellten“, es war der Gott, in dem sie sich selbst wiederfanden, in dem sich ihre eigene, aber nicht mehr die Autorität des biblischen Gottes spiegelte. Es war der „gemalte Gott“.
Die Mehrzahl der Theologen des 19. Jahrhunderts in Deutschland hat sich diesem Gott angepaßt. In ihrer „Kritik“ am Alten und Neuen Testament setzten sie Maßstäbe dafür, was der Gott der Bibel in seiner Schöpfung und in der Geschichte tun durfte — und was er nicht dürfen konnte. Die Theologen des alten Liberalismus zersägten die Heilige Schrift, amputierten die Heilstaten Gottes, relativierten die Gebote und gossen in die leeren Gefäße nun toter Buchstaben ihre eigenen Ideologien.
Unsere Väter wurden nur zu oft gnadenlose Väter — sie waren „Stress-Väter“, die ihr Vatersein nicht mehr von Gott empfingen, sondern sich als Vaterprotze selbst herstellen und erkämpfen mußten.
Die Nachrichtenagentur idea meldet, dass aus Sicht einiger Ex-Muslime die Zusammenarbeit des bayrischen Landesbischofs mit islamischen Organisationen problematisch ist:
Dass der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Münchner Islamzentrum mitwirkt, kritisieren ehemalige Muslimen scharf. „Stellvertretend für alle Konvertiten sage ich, dass ein derartiges Anbiedern der Glaubwürdigkeit des Evangeliums schadet und für uns ein Schlag ins Gesicht ist“, erklärte der heutige christliche Missionar Nassim Ben Iman auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er sei „über das Verhalten des Landesbischofs sehr verwundert, enttäuscht und entsetzt“. Bedford-Strohm arbeite mit Vertretern einer Religion zusammen, die die Todesstrafe für den Abfall vom Islam vorsehe. Auch er selbst habe wiederholt Morddrohungen erhalten, berichtet Ben Iman, der seinen wirklichen Namen aus Sicherheitsgründen nicht preisgibt. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, für die das Islamzentrum in seinen Veröffentlichungen werbe, seien in Wirklichkeit mit dem Islam unvereinbar. Muslime dürften aber das „Taqiya“-Prinzip anwenden. Es erlaube ihnen, ihre Absichten zu verschleiern, wenn sie dadurch die Ausbreitung des Islams fördern könnten. Die Zusage Bedford-Strohms, das Islamzentrum zu unterstützen, zeige, „dass nicht nur leichtgläubige und schlecht informierte Christen dieser Lügentaktik zum Opfer fallen, sondern auch hochrangige Kirchenvertreter“. Selbst wenige informierte und meist säkularisierte Muslime gehörten mittlerweile zu den Taqiya-Opfern. Nach Ansicht Ben Imans bleiben Bemühungen um Integration und ein friedliches Miteinander erfolglos, „wenn sie auf Kosten der Wahrheit gehen“.
Mehr:Â www.idea.de.
Viele Leute gehen davon aus, dass die christliche Mission kolonialistisch auftrat und Zielkulturen beschädigt oder gar völlig zerstört hat. Das trifft auf Einzelfälle zu, nicht jedoch auf den allgemeinen Einfluss der Missionsarbeit. Robert Woodberry, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der National University von Singapore, hat das Gebiet untersucht und dabei festgestellt, dass die christliche Mission nicht nur wichtige kulturelle Phänomene wie Bildung und Buchdruck angestoßen und/oder begünstigt hat, sondern auch sehr innovativ auf die Ausbreitung demokratischer Ordnungen wirkte (siehe dazu auch den Artikel: The Surprising Discovery About Those Colonialist, Proselytizing Missionaries).
Hier das kurze Interview:
Diese Meldung der katholischen TAGESPOST lässt erahnen, wie gespannt die Lage innerhalb der Katholische Kirche vor der Familiensynode ist (z.B. Walter Kaspar versus Gerhard Müller). Regina Einig schreibt zu einer Stellungnahme von Kardinal Müller:
Nur eine „nachhaltige Neuevangelisierung mit allem apostolischen Freimut und Eifer“ könne dem Schalwerden des Christentums in Deutschland entgegenwirken, erklärte der Präfekt. Bei aller Rede von Dialog sei „eine ideologische Verkrampfung“ nicht zu übersehen. Auf Kosten der Wahrheit und der Einheit der Kirche solle eine Änderung wenigstens der Praxis erzwungen werden.
Mit Blick auf die Familiensynode kritisierte er die Fixierung der Debatte auf Reizthemen. „Problemblind“ werde die Zulassung zivil Verheirateter, die noch in einer gültigen kirchlichen Ehe lebten, zur heiligen Kommunion und die Anerkennung homosexueller Beziehungen „zu Zentralthemen einer Pastoral der Zukunft erklärt“. Wörtlich sagte der Kardinal: „Mit allen Mitteln wird versucht, exegetisch, historisch, dogmengeschichtlich und mit Hinweis auf Psychologie und Soziologie die katholische Ehelehre, die sich aus der Lehre Jesu ergibt, zu dekonstruieren und zu relativieren, nur damit die Kirche gesellschaftskonform erscheint. Wer treu zur Lehre der Kirche steht, wird publizistisch bekämpft und gar noch als Gegner des Papstes diffamiert, so als ob nicht der Papst und alle Bischöfe in Gemeinschaft mit ihm Zeugen der geoffenbarten Wahrheit wären, die ihnen zur treuen Verwaltung übertragen wurde, damit sie nicht von Menschen auf menschliches Maß abgesenkt wird.“
…
Vorstellungen von einem neuen Offenbarungsverständnis im Sinne der „Lebenswirklichkeit“ erteilte der Präfekt der Glaubenskongregation erneut eine Absage. Im Glaubenssinn des Gottesvolkes ereigne sich keine neue Offenbarung, sondern in ihm werde die ein für allemal ergangene Heils-Offenbarung Gottes in Jesus Christus vollständig bewahrt und auf den Menschen von heute und morgen bezogen. Der Kardinal wörtlich: „Es geht nicht darum, die Offenbarung der Welt anzupassen, sondern die Welt für Gott zu gewinnen.“
Mehr:Â www.die-tagespost.de.