Schwesig will noch mehr teure Sozialromantik

Uli Dönch hat für den FOCUS ein aktuelles Interview mit Familienministerin Manuela Schwesig treffend kommentiert. Frau Schwesig will zwar auch in Zukunft die traditionelle Familie akzeptieren, warnt aber Frauen vor den „handfesten Nachteilen“, Kinder großzuziehen. Wir haben eine Familienministerin, die den verfassungsmäßigen Schutz der Familie sehr ernst nimmt.

Das beste hebt sich Manuela Schwesig aber für den Schluss des FOCUS-Interviews auf. Die Frage, ob sie neben der Mutter in „Familienarbeitszeit“ auch für die Mutter als „Hausfrau“ werben wolle, beantwortet sie spürbar zähneknirschend: „Auch dieses Lebensmodell akzeptiere ich natürlich.“

Aber schon im nächsten Satz warnt sie alle Frauen vor den „handfesten Nachteilen“, wenn sie ihre Kinder zu Hause großziehen – Unterhaltsansprüche, Rente etcetera.

Und die Vorteile? Die gibt’s offenbar nicht. So etwas wie eine enge, vertrauensvolle, stärkende Mutter-Kind (oder auch: Vater-Kind)-Beziehung kommt in Manuela Schwesigs Weltbild offensichtlich nicht vor. Man wundert sich, warum die Chefs Angela Merkel und Sigmar Gabriel ihre aus der Spur geratene Familienministerin nicht abbremsen.

Hier: www.focus.de.

Kommentare

  1. Alexander meint:

    Zur Charakterisierung des Verhältnisses zwischen Rom und Griechenland werden oft die Verse des Horaz bemüht:
    Graecia capta ferum victorem cepit et artes intulit agresti Latio
    Das bezwungene Griechenland bezwang den wilden Sieger und brachte die Künste in das bäuerische Latium.

    Leicht abgewandelt: Die bezwungene DDR bezwang den wilden Sieger und brachte ihre fortschrittliche Familienpolitik in die rückwärtsgewandte BRD.

    Ein treffender Kommentar zum Interview mit Frau Schwesig auch von Birgit Kelle:
    http://www.atkearney361grad.de/kolumne/nicht-meine-ministerin/

  2. Johannes Strehle meint:

    „Man wundert sich,
    warum die Chefs Angela Merkel und Sigmar Gabriel
    ihre aus der Spur geratene Familienministerin nicht abbremsen.“
    Wer wundert sich?
    Manuela Schwesig ist nicht aus der Spur geraten.
    Dass sie linke Anti-Familienpolitik betreiben würde, war klar
    und ist von den Linken selbstverständlich gewollt.
    Und die Halblinken machen mit.
    Angela Merkel ist die Hauptverantwortliche.
    Sie hat das Familienministerium wieder der SPD, speziell Manuela Schwesig, überlassen.
    Und sie billigt die Anti-Familienpolitik.
    Und die CDU folgt ihrer Matriarchin manchmal murrend, aber immer bedingungslos.
    Die Vorgängerin von Manuela Schwesig, Kristina Schröder,
    hat eine Familienpolitik der Wahlfreiheit ohne ideologische Fixierungen betrieben,
    wie sie für eine pluralistische Gesellschaft selbstverständlich sein sollte.
    Sie war deshalb bei den Linken sehr unbeliebt,
    insbesondere bei der linken Zweidrittel-Mehrheit der Journalisten.
    Sie hat allerdings festgestellt, dass sie als Ministerin zu wenig Zeit für ihre Kinder hat,
    und hat sich deshalb in die zweite Reihe zurückgezogen.

  3. Schandor meint:

    Stimmt.

    Wer wundert sich?

    Jedenfalls keiner, der um die „hidden agenda“ weiß, wie sie Gabriele Kuby in ihrem Buch über die globale sexuelle Revolution beschreibt.

    Annuit Coeptis?

  4. Wie sehr die Focus-Redaktion die Einschätzung ihres Journalisten verstanden hat oder teilt, zeigt sich in den unter dem Beitrag beworbenen „passenden“ Artikeln: „Frauen schauen sich einen Lesben-Porno an – das ist ihre Reaktion“ und „Jenny Block: Wie ich mich in einem Raum voller anderer Frauen selbst befriedigte“. Oder konterkariert hier das Leser-Tracking der Anzeigensoftware die inhaltliche Diskussion?

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