Der Philosoph Sebastian Ostritsch (vgl. hier) spricht im Cicero-Podcast über die Gottesbeweise. Er erklärt nicht nur die „Fünf Wege“ des Thomas von Aquin akkurat, sondern stellt auch den ontologischen Gottesbeweis von Anselm sehr anschaulich dar.
Obwohl aus protestantischer Sicht von den Gottesbeweisen weniger zu erwarten ist als innerhalb der thomistischen Tradition, dürfen wir uns sehr freuen, dass wieder über Themen wie diese gesprochen wird.
Hier:
Zum Thema Glaubwürdigkeit der Bibel gebe ich zum Einstieg bei Anfragen diese Informationen weiter: Lesen Sie bitte diese Aufsätze im Professorenforum: Zur Historizität der Auferstehung von Jesus Christus https://professorenforum.de/ressourcen/zur-historizitaet-der-auferstehung-von-jesus-christus/ Biblische Prophezeiungen und mathematische Wahrscheinlichkeiten: https://professorenforum.de/ressourcen/biblische-prophezeiungen-und-mathematische-wahrscheinlichkeiten/ Bitte lesen Sie auch das Buch von Josh McDowell: Die Tatsache der Auferstehung. Kostenloser Download unter CLV: https://clv.de/Die-Tatsache-der-Auferstehung/255712 Und zum Thema Naturwissenschaft und Glaube: Studiengemeinschaft Wort und Wissen. Die Zeitschrift Studium Integrale Journal im kostenlosen Download, z.B. Ausgabe Mai 2022: Das kosmologische Argument für die Existenz Gottes: https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/SIJ_29-1_2022.pdf Naturwissenschaft und Glaube Startseite https://www.wort-und-wissen.org/ Kennen Sie die Grundsätze für kritisches Denken? Täglich äußern sich Promis zu ihrem Glauben http://www.promisglauben.de Und ein empfehlenswertes Buch: Stefan Gustavsson: Kein Grund zur Skepsis! Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien. https://www.wort-und-wissen.org/produkt/kein-grund-zur-skepsis/ „Die Bibel ist ein Mythos“ – muss ich das glauben? http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=buecher/arc/bibelmythos.html Stephan Lange: Begründet glauben. Denkangebote für Skeptiker und Glaubende. Neukirchener Verlag Die Webseite des Autors: http://www.mitdenkend.de wo Sie auch Fragen stellen können. Begründet glauben bietet kostenlos Texte, Audios… Weiterlesen »
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Gerade aus protestantischer Sicht sollte man vorsichtig sein, die Bedeutung der thomistischen Metaphysik für die Gottesfrage zu unterschätzen. Denn der Thomismus liefert keine bloßen rhetorischen Religionsargumente, sondern eine tiefgreifende Analyse des Seins selbst. Wer die Lehre von Akt und Potenz ernst nimmt, erkennt schnell: Wirklichkeit ist nicht chaotisch, sondern geordnet und intelligibel. Nichts kann sich selbst vom bloß Möglichen ins Wirkliche überführen. Potenz benötigt Akt. Bewegung benötigt Ursache. Veränderung setzt etwas voraus, das bereits wirklich ist. Genau daraus entfaltet sich die aristotelisch-thomistische Metaphysik. Der moderne Verweis auf „Zufall“ wirkt daneben oft wie ein philosophisches Ausweichwort, das Ursachen nicht erklärt, sondern lediglich verdeckt. Der Hylomorphismus zeigt zudem, dass die Dinge nicht bloße Materieansammlungen sind. Jedes konkrete Seiende besteht aus Materie und Form. Die Form verleiht Struktur, Ordnung und Zielgerichtetheit. Daraus ergeben sich folgerichtig die vier Ursachen des Aristoteles: Materialursache, Formursache, Wirkursache und Zielursache. Besonders die Zielursache widerlegt die Vorstellung eines vollkommen richtungslosen Universums. Denn Natur handelt nicht blind. Der Same ist… Weiterlesen »
Die pauschale Gegenüberstellung, aus protestantischer Sicht sei von Gottesbeweisen „weniger zu erwarten“, ist historisch und sachlich zu grob. Gerade die lutherische Orthodoxie des 16. und 17. Jahrhunderts hat sich keineswegs von der scholastischen Metaphysik verabschiedet, sondern sie aktiv aufgenommen und weitergeführt. Theologen wie Johann Gerhard, Martin Chemnitz oder Abraham Calov argumentieren ausdrücklich mit aristotelischen Kategorien und rationalen Gottesbegründungen. Dabei zeigt sich: Der Thomismus ist nicht bloß konfessionelle Tradition, sondern eine tragfähige Analyse der Wirklichkeit. Die Struktur von Akt und Potenz macht deutlich, dass Veränderung nicht aus dem Nichts erklärbar ist. Was nur möglich ist, kann sich nicht selbst verwirklichen. Es bedarf eines bereits Wirklichen, das aktualisiert. Damit ist Ursache nicht optional, sondern ontologisch notwendig. Aus dieser Grundstruktur entfalten sich Hylomorphismus und die vier Ursachen des Aristoteles: Materialursache, Formursache, Wirkursache und Zielursache. Diese Ursachenlehre beschreibt nicht bloß naturwissenschaftliche Details, sondern die Tiefenstruktur des Seienden selbst. Insbesondere die Zielursache widerspricht der Reduktion auf bloßen Zufall, da sie auf innere Ordnung und Gerichtetheit… Weiterlesen »
Meine Meinung ist:
Die Aussage, dass aus protestantischer Sicht von Gottesbeweisen „weniger zu erwarten“ sei, ist historisch und sachlich kontrafaktisch.
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