Gebet

Beten ohne Langeweile

Donald S. Whitney sagt:

Oft fühlen wir uns dann beim Beten wie Versager. Wir halten uns für Christen zweiter Klasse, weil unsere Gedanken so schnell abdriften – obwohl wir uns Christus doch wirklich hingeben wollen, obwohl wir Gott lieben und uns nach einem tiefen Gebetsleben sehnen! Aber was wäre, wenn nicht wir das Problem wären, sondern unsere Methode? Ich glaube, die einfachste, effektivste und schriftgemäßeste Lösung für dieses Problem ist, damit aufzuhören, sich ständig eigene Gebete auszudenken, die letztlich in floskelhaften Wiederholungen enden. Stattdessen sollten wir durch die Bibel beten. Konkret heißt das, mit Gott über die Dinge zu reden, die uns in den Sinn kommen, wenn wir Sein Wort lesen.

Mehr: D.Whitney_Beten_ohne_Langeweile.pdf.

Tim Keller: Beten

190943(1)Nachfolgend eine Rezension des Buches (zuerst erschienen in: Glauben und Denken heute, Ausgabe 1/2016, Nr. 17, 9. Jg., S. 36–39. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung):

Tim Keller: Beten

Wie für viele Christen ist auch für mich das Gebetsleben eine Dauerbaustelle. Gebet fordert wieder und wieder meine Entscheidung und Disziplin. Es gibt Tage, da fällt mir das Beten verhältnismäßig leicht. Dann kommen wieder Tage, in denen ich richtig zu kämpfen habe. Rituale und Werkzeuge, etwa Gebetsorte oder -listen, helfen zwar, lösen aber die Probleme nicht.

Gern habe ich zu Büchern gegriffen, die sich dem dem Gebetsleben befassen. Leider habe ich dabei mehrfach die Erfahrung gemacht, dass die Literatur mehr verspricht, als sie halten kann. Öfters habe ich mit neuem Mut eine viel verheißende Praxis oder Technik umzusetzen versucht. Bereits nach wenigen Tagen musste ich freilich betrübt feststellen, dass auch dieses Angebot keine Lösung für mich sein wird. Natürlich spricht das nicht unbedingt gegen die Literatur, sondern vielleicht nur gegen mich.

Als ich kürzlich davon erfuhr, dass ein Buch von Tim Keller über das Gebet in deutscher Sprache erschienen ist, wollte ich es nochmal wissen. Keller hat das Buch geschrieben, weil er als langjähriger Pastor noch immer keine Publikation kannte, die er mir Überzeugung und Freude Leuten empfehlen konnte, die mehr über das Gebet wissen wollten. Zwar kennt er eine Reihe guter Bücher. Die aber sind schon alt und greifen allerlei Fragen, die dem heutigen Beter ein Anliegen sind, nicht auf oder sind schlichtweg in einer zu antiquierten Sprache verfasst.

Keller geht in der Einleitung zu seinem Werk auf zwei große Denkschulen ein. Die meisten Autoren betrachten Gebet als ein Mittel, um die Liebe Gott zu erfahren. Gebet ist hier eine tiefe Erfahrung der Gemeinschaft mit Gott. Es gibt jedoch Autoren, die im Gebet eher eine Art Ringkampf sehen, der meistens ohne große Gefühle auskommen muss. Zur zweiten Schule zählt er den Barthianer Donald G. Bloesch, für den das Gebet keine Gemeinschaftserfahrung ist, sondern ein Gehorsamsdienst (vgl. S. 10). Die erste Gebetshaltung bezeichnet Keller als gemeinschaftsorientiert, die zweite als gottesreichorientiert. Keller ist bemüht, beide Schulen miteinander zu versöhnen und findet in der Bibel dafür eine Grundlage. „Die traditionellen Grundformen des Gebets – Anbetung, Bekenntnis, Dank und Bitte – sind konkrete Praktiken und tiefe Erfahrungen“ (S. 13). Sein Programm heißt – und er greift dabei auf eine Formulierung von J. I. Packer und Carolyn Nystrom zurück: „Beten ist eine Reise, die uns ‚durch die Pflicht zur Freude‘ führt“ (S. 13).

Timothy Keller erzählt dann, dass er das (ernstliche) Beten erst in der zweiten Hälfte seines Lebens gelernt hat. Es gab dazu drei wichtige Anstöße, nämlich die gründliche Auseinandersetzung mit den Psalmen, die schrecklichen Anschläge am 11. September 2001 in seiner Heimatstadt New York und eine Krebsdiagnose. In dieser Zeit fingen er und seine Frau Kathy damit an, jeden Abend gemeinsam zu beten. Sie halten seit über 14 Jahren an dieser Gepflogenheit fest. Wenn einer auf Reisen ist, greifen sie auf moderne Technologien wie das Telefon zurück.

Das recht umfangreiche Buch, das vom Verlag erfreulicherweise im Hardcoverformat herausgegeben wurde, enthält fünf Teile. Im ersten Teil geht Keller der Frage nach, warum wir beten und weshalb das Gebet etwas Großartiges ist. Der zweite Teil klärt theologisch, was Beten überhaupt bedeutet. Immer wieder tritt Keller hier in den Dialog mit großen Gebetslehrern ein, darunter Aurelius Augustinus, Martin Luther, Johannes Calvin, John Owen, Jonathan Edwards oder Martin Lloyd-Jones.

Heute sind mystische Gebetsformen populär. Was hält Keller davon? Er bekennt sich dazu, dass Gebet in erster Linie Gespräch und nicht wortlose Begegnung ist. Dennoch kann und darf das Gebet von Gefühlen geprägt und Erfahrungen enthalten, die so ohne weiteres nicht zu beschreiben sind. Als einen Mann Gottes, der zu beidem steht, zitiert er den Erweckungsprediger Jonathan Edwards, der in einer Art geistlichem Tagebuch Folgendes notierte:

„Einmal … anno 1737 … ward mir, als ich über Gott nachsann und betete, ein Anblick, der für mich überwältigend war, von der Herrlichkeit des Sohnes Gottes als Mittler zwischen Gott und Mensch und von seiner wunderbaren, großen, vollen, reinen und süßen Gnade und Liebe und sanften und sachten Herablassung … Die Person Christi erschien [mir] unsäglich herrlich, mit einer Majestät, die groß genug war, alles Denken und Sinnen zu verschlucken … Dies ging, soweit ich es beurteilen kann, wohl eine Stunde lang, deren größeren Teil ich in einer Flut von Tränen und mit lautem Weinen verbrachte. Ich spürte ein Brennen der Seele, sich – ich kann es nicht anders ausdrücken – zu leeren und zunichtezuwerden, ganz im Staub zu liegen und erfüllt zu sein von Christo allein, Ihn zu lieben mit einer heiligen und reinen Liebe, Ihm zu vertrauen, von Ihm zu leben, Ihm zu dienen und nachzufolgen und vollkommen geheiligt und rein zu werden, mit einer göttlichen, himmlischen Reinheit.“ (S. 51–52)

Keller grenzt sich von Mystikern wie Thomas Merton, der übrigens Henri J. M. Nouwen stark inspiriert hat, klar ab. Die Mystiker suchen die unmittelbare Gottesvereinigung jenseits des Verstandes. „Der Mystiker möchte Gott selber und nicht Worte oder Ideen über Gott. Der Verstand wird hier als Grenze [im Sinne von „Begrenzung“, Anm. R. K.] gesehen, als Barriere zwischen dem Herzen und Gott. Aber Paulus ruft die Christen dazu auf, beim Beten ihren Verstand zu bewahren …“ (S. 66). Keller sucht einen Mittelweg:  „Wie so oft, geht es darum, die rechte Balance zu finden, und J. I. Packer findet sie. Er wendet sich entschieden gegen ‚die aus asiatischen Religionen und gnostischen und neuplatonischen Verzerrungen des Christentums stammende Auffassung, dass man sich Gott als unpersönliche Gegenwart und nicht als einen persönlichen Freund vorzustellen … habe‘, und fährt fort, dass ‚eine nicht-kognitive Nähe zu Gott, in der der Kopf von jeglichen persönlichen Gedanken über ihn, ja überhaupt von allen Gedanken geleert ist‘, nichts anderes als fernöstliche ‚Mystik in westlichem Kleid‘ ist“ (S. 68).

„Doch Packer stellt auch klar, dass ‚es [in der Tat] einen Platz für das Still-Sein vor Gott gibt … wenn, nachdem wir mit ihm gesprochen haben, die Freude über seine Liebe in unsere Seele strömt.‘ Es ist richtig, zuweilen im wortlosen Staunen und Anbeten vor Gott zu verharren, denn ‚wenn zwei Menschen einander lieben, gibt es auch Stunden, wo sie einander schweigend anlächeln und ihre Zweisamkeit: genießen, ohne dass es Worte braucht.‘ Doch andererseits suchen selbst Menschen, die über beide Ohren verliebt sind, instinktiv nach Worten und Ausrufen des Staunens, um auszudrücken, was sie fühlen. Packer kommt daher zu dem Schluss: ‚Das wortlose Beten ist nicht die Krönung …, sondern die gelegentliche Interpunktion des Gebets mit Worten.‘“ (S. 68–69)

Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Erlernen des Betens. Tim Keller greift hier ausführlich auf die Weisheit der Väter zurück, allen voran auf Einsichten Augustinus, Luthers und Calvins. Das achte Kapitel enthält eine hilfreiche Deutung des „Vaterunsers“, die sich eng an die Sichtweise dieser drei Kirchenväter anlehnt. Das Gebet der Gebete ist eine Vorlage für unsere Gebete.

„Interessanterweise ist die Formulierung des Vaterunsers bei Lukas nicht Wort für Wort dieselbe wie bei Matthäus. Das Vaterunser ist so etwas wie die Zusammenfassung aller anderen Gebete, die große Gebetsvorlage, was die Prioritäten und Themen, den Zweck, ja den Geist allen Betens betrifft. Und so gilt: ‚Mag er [der Beter] auch noch so verschiedene Worte brauchen, so soll er doch im Sinn keine Abweichung eintreten lassen.‘ Das Vaterunser muss all unseren Gebeten seinen Stempel aufdrücken und sie durch und durch prägen, und wie könnte man das besser erreichen als durch Luthers Übung, zwei Mal täglich das Vaterunser mit eigenen Worten nachzubeten, um anschließend zum freien Lob- und Bittgebet überzugehen? Nicht minder wichtig ist die Tatsache, dass Jesus das Vaterunser im Plural und nicht im Singular formuliert hat. Wir bitten Gott, uns zu geben, was wir brauchen. Calvin schreibt: ‚Die Gebete der Christen müssen auch die anderen mit umfassen und ihr Ziel … in der Förderung der Gemeinschaft der Gläubigen haben.‘ Der amerikanische Theologe Michael S. Horton stellt klar, dass nach Calvin ‚der öffentliche Gottesdienst die private Andacht prägt und nicht umgekehrt‘. Calvin war die Gestaltung des Gemeindegottesdienstes und der Liturgie ein großes Anliegen, weil er hierin eine wichtige Vorlage für das private Gebet des einzelnen Christen sah.“ (S. 130–131)

Ausgesprochen hilfreich ist das neunte Kapitel. Keller nennt es „Die Prüfsteine des Gebets“. Ausgehend von der wohltuenden Beobachtung, dass es keinen Generalschlüssel für das richtige Beten gibt, formuliert er zwölf Prüfsteine, die uns helfen, zu erkennen, ob unsere Gebete Gott ehren. Die einzeln Punkte sind so aussagekräftig, dass ich mich darauf beschränke, sie aufzuzählen: (1) Arbeit – Beten ist Pflicht und Disziplin; (2) Dem Wort antworten – Beten ist Reden mit Gott; (3) Beten ist eine ausgewogene Mischung von Lob, Bekenntnis, Dank und Bitte; (4) Gnade – unser Gebet muss im Namen Jesu und auf der Basis des Evangeliums geschehen; (5) Ehrfurcht – Beten kommt aus einem ehrfürchtig liebenden Herzen; (6) Hilflosigkeit – Beten bedeutet, meine Schwäche und Abhängigkeit anzunehmen; (7) Eine neue Perspektive – Beten richtet uns neu auf Gott aus; (8) Innere Kraft – Beten ist Gemeinschaft mit Gott; (9) Begegnung mit Gott – das betende Herz sucht die Gegenwart Gottes; (10) Selbsterkenntnis – Beten erfordert und bewirkt Ehrlichkeit und Selbsterkenntnis; (11) Vertrauen – Beten erfordert und bewirkt stilles Vertrauen und zuversichtliche Hoffnung; (12) Hingabe – Beten erfordert und bewirkt die liebende Übergabe des ganzen Lebens an Gott.

Im vierten Teil geht es richtig zur Sache. Kellers These lautet: Wenn das Gebet ein Gespräch mit Gott ist, muss die Bibelmeditation Raum bekommen. Ausgehend von einer Betrachtung über Psalm 1 plädiert Keller für das gründliche Eintauchen in das Wort Gottes. Meditation baut also auf eine solide Textauslegung auf, ist aber gleichwohl mehr als Bibelinterpretation: „Biblische Meditation heißt, dass ich die Wahrheit Gottes in mein Herz aufnehme, bis sie dort ein Feuer entfacht, einen göttlichen Schmelzofen, der die Art, wie ich mit Gott, mit mir selber und mit der Welt umgehe, umschmiedet und verändert“ (S. 165). Keller betont, dass es nicht reicht, Gottes Wort rein intellektuell aufzunehmen. Wir müssen die Wahrheit durchdenken und dann „durchspüren“, so lange, bis sie uns groß wird und innerlich anrührt und satt macht, sodass „wir die Realität Gottes tief im Herzen spüren“.

Hier läuten wahrscheinlich bei eher gefühlsarmen Leuten (wobei ich bezweifle, dass es solche gibt) und Mystizismuskritikern die Alarmglocken. Dennoch glaube ich, dass Keller recht hat und das Wort Gottes nicht nur unseren Verstand, sondern das ganze Herz, also unser Persönlichkeitszentrum, erreichen will. Die ausführliche Fußnote 283 (S. 332–334) zeigt, dass Keller nicht auf die vier Schritte der lectio divina abzielt (Lesen, Meditation, Gebet und Kontemplation), sondern an Martin Luther und besonders John Owen anknüpft. Es geht daher nicht darum, ein persönliches Wort jenseits des Textsinns zu suchen oder nur nach der Liebe Gottes Ausschau zu halten. Es geht im Gebet auch nicht darum, „sich leer zu machen“, damit Gott sprechen kann. Das Wort ist das Mittel, durch das Gott zu uns spricht. Er zitiert Edmund Clowney: Das Gebet ohne Meditation „führt zu einer Gemeinschaft mit Gott, die armselig und distanziert ist“ (S. 160).

Im fünften Teil widmet sich Keller der Praxis des Gebets. Erneut knüpft er an Augustinus, aber auch an Thomas Cranmer und C. S. Lewis, an. Vorbildlich ausgewogen geht er dabei auf Sünde und Gnade ein: „Wenn wir nicht begreifen, was Gott unsere Vergebung gekostet hat, wird unser Sündenbekenntnis oberflächlich sein, und unser Herz und unser Leben werden sich nicht wirklich ändern. Und wenn wir nicht sehen, dass Gott uns gerne und bereitwillig vergibt, werden wir im Sumpf des schlechten Gewissens, der Scham und der Selbstverachtung stecken bleiben. Nur dann, wenn wir beides sehen – dass Gott uns gerne vergibt und was ihn dies gekostet hat –, werden wir auch frei von beidem: nämlich von der Schuld und von der Macht der Sünde in unserem Leben“ (S. 226–227).  Nur wer versteht, was Gott unsere Erlösung gekostet hat, weiß, was Sünde ist und kann Buße tun. Die Bitte um Vergebung ist konstitutiv für das Gebetsleben. Er zitiert John Stott, der darauf hingewiesen hat, dass zu echter Sündenerkenntnis nicht nur Freude über die empfangene Vergebung, sondern auch Betrübnis und Entsetzen über die Sünde gehört. Nur so verliert die Sünde Macht über unser Leben. „Für Stott hat echte Buße zwei Grundkomponenten – das Zugeben und Neinsagen. Wir fangen damit an, dass wir die Sünde als Sünde sehen, aber dann ‚kommt das Zweite: Wir sagen ihr ab, wir sagen Nein zu ihr … [Damit] nehmen wir die richtige Einstellung sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber der Sünde ein“ (S. 233).

Keller vertieft das Thema „Buße“ weiter und beruft sich dabei auf die Puritaner. Hier geht es wirklich ans „Eingemachte“. Demnach reicht die Einsicht, dass Sünde mir schadet, nicht aus, um sie abzutöten. Es ist nicht genug, zu meinen: „Ich muss mit dieser Sache aufhören, sonst straft mich Gott.“ Das Meiden der Sünde allein führt aus der Ichbezogenheit nicht heraus. Jesus Christus gehört in das Zentrum unseres Denkens, da ihm unsere Liebe gilt. Er zitiert ein Selbstgespräch von John Owen: „Wie kann ich Jesus das antun, der doch für mich gestorben ist, damit ich der verdienten Strafe entgehe? Sollte ich den, der mir grenzenlose Liebe gebracht hat, so behandeln? Soll das der Dank dafür sein, dass er all das für mich getan hat? Wie kann ich mich weigern, anderen zu vergeben, wenn Jesus gestorben ist, damit ich Vergebung bekomme? Wie kann ich mich um mein Geld sorgen, wenn er mir sich selber als meine Sicherheit und wahren Reichtum gegeben hat? Sollte ich meinen Stolz pflegen, wenn Jesus sich seiner Herrlichkeit entäußerte, um mich zu erlösen?“ (S. 236). Weiter: „Diese auf Gott zentrierte Art, seine Sünde zu bekennen und aufzugeben, ist ein kräftiges Mittel zur Veränderung. Die Angst vor den Folgen verändert unser äußeres Verhalten durch äußeren Druck; die inneren Neigungen bleiben. Doch der Wunsch, dem Freude und Ehre zu machen, der mich erlöst hat und der alle Anbetung wert ist – das verändert das Herz von Grund auf. Der puritanische Autor Richard Sibbes schreibt in seinem Klassiker The Bruised Reed [dt. etwa „Das geknickte Rohr“], dass echte Buße nicht darin besteht, dass ‚wir ein wenig unseren Kopf hängen lassen‘, sondern darin, dass wir unser Herz zu solch einem Schmerz bringen, dass uns die Sünde mehr zuwider wird als die Strafe“ (S. 237).

Im 15. Kapitel präsentiert Keller resümierend seine Sichtweise auf das tägliche Gebets- und Andachtsleben. Er grenzt sich von mittelalterlichen Formen und evangelikalen Vorgehensweisen (inklusive der „Stillen Zeit“) ab und formuliert in Anlehnung an die Puritaner vier Anliegen: Erstens sollen wir öfter beten als nur einmal am Tag. Zweitens muss das tägliche Gebet auf das systematische Lesen und Studieren der Bibel gegründet sein. Drittens verknüpft er die persönliche Andacht mehr mit dem gemeinsamen Gebet in der Gemeinde. Viertens soll auch die Meditation zum Gebet gehören (vgl. S. 265–266).

Keller liefert schließlich ein Muster für die tägliche Andacht. Für das Morgengebet empfiehlt er ungefähr 25 Minuten, für das Abendgebet 15 Minuten. Eine tägliche Kurzandacht kann gleichfalls in den Alltag integriert werden und auch 15 Minuten lang sein. Im Anhang sind noch eine zweite Variante sowie tägliche Gebete des Reformators Johannes Calvin, die dem Genfer Katechismus von 1545 entnommen sind, zu finden.

Ein Buch ohne Mängel? Es gibt Kleinigkeiten, die meiner Meinung nach nicht ideal gelöst wurden. Eine sei kurz erwähnt: Tim Keller geht auf die Stundengebete von Phyllis Tickle ein und zählt einige ihrer wichtigsten Werke auf (siehe S. 264 und Fn 380). Eine kritische Stellungnahme zu der 2015 verstorbenen Mystikerin wäre aber angebracht gewesen, propagierte sie doch die für Mystiker bezeichnende Auffassung, Religionen unterschieden sich voneinander nur, weil sie sich in jeweils unterschiedlichen kulturellen Kontexten entwickelt hätten. Kellers Bemühtheit, möglichst „viele Leute mitzunehmen“, verdrängt gelegentlich klare Bewertungen.

Aber insgesamt tut das dem Wert des Buches keinerlei Abbruch. Es ist nicht nur das beste Buch, dass ich jemals über das Gebet gelesen habe. Es ist für mich obendrein das bisher beste Buch, das Tim Keller geschrieben hat (und ich weiß, das von ihm einige gute Bücher geschrieben wurden). Ich hoffe, dass es mein Gebetsleben auf lange Sicht verändert. Ob das tatsächlich der Fall sein wird, werde ich freilich erst in ein bis zwei Jahren wissen.

 

Tim Keller über das „Vaterunser“

Tim Keller schreibt in seinem bemerkenswerten Buch Beten (Gießen: Brunnen, 2016, S. 130–131, Hervorhebung von mir):

Interessanterweise ist die Formulierung des Vaterunsers bei Lukas nicht Wort für Wort dieselbe wie bei Matthäus. Das Vaterunser ist so etwas wie die Zusammenfassung aller anderen Gebete, die große Gebetsvorlage, was die Prioritäten und Themen, den Zweck, ja den Geist allen Betens betrifft. Und so gilt: „Mag er [der Beter] auch noch so verschiedene Worte brauchen, so soll er doch im Sinn keine Abweichung eintreten lassen.“ Das Vaterunser muss all unseren Gebeten seinen Stempel aufdrücken und sie durch und durch prägen, und wie könnte man das besser erreichen als durch Luthers Übung, zwei Mal täglich das Vaterunser mit eigenen Worten nachzubeten, um anschließend zum freien Lob- und Bittgebet überzugehen?

Nicht minder wichtig ist die Tatsache, dass Jesus das Vaterunser im Plural und nicht im Singular formuliert hat. Wir bitten Gott, uns zu geben, was wir brauchen. Calvin schreibt: „Die Gebete der Christen müssen auch die anderen mit umfassen und ihr Ziel … in der Förderung der Gemeinschaft der Gläubigen haben.“ Der amerikanische Theologe Michael S. Horton stellt klar, dass nach Calvin „der öffentliche Gottesdienst die private Andacht prägt und nicht umgekehrt“. Calvin war die Gestaltung des Gemeindegottesdienstes und der Liturgie ein großes Anliegen, weil er hierin eine wichtige Vorlage für das private Gebet des einzelnen Christen sah.

 

Türkei: Mord an Christen ist für Staatsanwälte kein Terror

Am 18. April 2007 hatten fünf junge Männer in der osttürkischen Provinzhauptstadt Malatya drei Christen grausam ermordet und wurden auf frischer Tat von der Polizei festgenommen. Necati Aydın, Uğur Yüksel und der Deutsche Tilmann Geske hatten sich in den Räumen des evangelischen Zirve-Verlages mit ein paar jungen Männern, die Interesse am christlichen Glauben bekundet hatten, über einige Wochen hinweg zum Bibelstudium getroffen. Dies war offenbar nur ein Vorwand, um sich das Vertrauen der späteren Opfer zu erschleichen.

Obwohl die Taten politisch motiviert waren, ließ man den Terrorverdacht jetzt fallen. Deniz Yücel hat für DIE WELT berichtet:

Wer steht in der Türkei unter Terrorverdacht? Zum Beispiel die Anglistin Meral Camci, der Historiker Muzaffer Kaya, die Psychologin Esra Mungan und der Mathematiker Kivanc Ersoy. Sie gehören zu den insgesamt 2212 Wissenschaftlern, die Anfang des Jahres einen Aufruf zum Ende der Gewalt in den kurdischen Gebieten unterzeichnet und damit den Zorn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf sich gezogen hatten. Mehrere Dutzend weitere Unterzeichner verloren ihren Job, gegen einige Hundert dieser Wissenschaftler wurden Disziplinar- oder Strafverfahren eröffnet. Und vier sitzen in Haft. Der Vorwurf: Werbung für eine terroristische Vereinigung.

Keine Terroristen sind in den Augen der Staatsanwaltschaft hingegen die fünf Männer, die im April 2007 in der südostanatolischen Stadt Malatya drei Christen ermordet haben. Wie zunächst die Tageszeitung „Cumhuriyet“ berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Malatya in ihrem Schlussplädoyer den Anklagepunkt der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung fallen gelassen.

Die Morde an dem 36-jährigen türkischen Pastor Necati Aydin, dem 32-jährigen türkischen Christen Ugur Yüksel und dem 45-jährigen deutschen Missionar Tilmann Geske hatten für internationales Aufsehen gesorgt. Die Täter waren in die Räume des evangelikalen Zirve-Verlags eingedrungen, hatten ihre Opfer geknebelt, sie an Händen und Füßen gefesselt und schließlich ihre Kehle durchgeschnitten. „Ich gehe fest davon aus, dass die türkischen Behörden alles unternehmen werden, um dieses Verbrechen aufzuklären und die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte damals Frank-Walter Steinmeier, wie heute Bundesaußenminister.

Und die Voraussetzungen für eine Ahndung des Verbrechens schienen wirklich günstig, immerhin waren die Mörder noch am Tatort festgenommen worden. Doch es folgte eine jahrelange juristische Farce. Im Jahr 2012 wurde die Anklage mit den Prozessen gegen die vermeintliche Putschistenorganisation Ergenekon zusammengeführt, die mit Billigung der AKP-Regierung von Staatsanwälten aus dem Umfeld der Gülen-Bewegung gegen hochrangige Militärs, aber auch gegen Journalisten, Wissenschaftler und andere Personen des öffentlichen Lebens betrieben wurden. So wuchs die Zahl der Angeklagten im Zirve-Prozess auf 21 Personen, darunter Kommandanten der Gendarmerie in Malatya. Nach einer Gesetzesnovelle, mit der die Dauer der Untersuchungshaft auf fünf Jahre beschränkt wurde, wurden die fünf Attentäter im März 2014 aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt.

Etliche Christen in der Türkei werden neuerdings von der Terrororganisation IS bedroht. Die Bonner Querschnitte weisen darauf hin, dass seit einiger Zeit der christliche Radiosender „radio shema 98.0“ in Ankara massiv bedroht wird, so dass die Polizei anhaltend mit zwei Autos vor der Tür steht. Zeitgleich geriet die protestantische Kurtuluş-Gemeinde, zu deren Arbeitszweigen auch Radio Shema gehört, derart unter Druck, dass vor Gottesdiensten bis zu 50 Polizisten jeden einzelnen Gottesdienstbesucher genau kontrollierten, um etwaige Anschläge zu verhindern. Soner Tufan, Generalmanager von Radio Shema, schrieb: „Bislang haben wir noch nie gesehen, dass uns die Polizei so ernsthaft schützt.“ Auch habe er erfahren, dass der Premierminister der Türkei angeordnet habe, „alles zu tun, um uns zu schützen“.

Auch die anderen evangelischen Gemeinden in der Türkei sind informiert worden, dass der IS mit Anschlägen gedroht habe, weshalb die Polizei mit verstärkten Patrouillen versuchen werde, die Gemeinden zu schützen. Auch das Büro des Bibelkorrespondenzkurses in Istanbul hat in den letzten Monaten verstärk Drohungen vor allem per Telefon erhalten, wie aus Mitarbeiterkreisen bekannt wurde. Auch hier wird vermutet, dass dies aus dem Umfeld des IS kommen könnte.

Aufgrund der aktuellen Situation riefen türkische Pastoren und Leiter die Christen in aller Welt dazu auf, verstärkt für ihre Glaubensgeschwister in der Türkei zu beten.

Calvins zweite Gebetsregel

NewImageTim Keller schreibt in Beten (Gießen: Brunnen Verlag, 2016, S. 111–113):

Calvins zweite Gebetsregel lautet: „Wir sollen bei unserem Beten stets unseren Mangel wahrhaft empfinden …“ Was Calvin hieranspricht, könnte man auch „geistliche Demut“ nennen und dazu gehören sowohl ein tiefes Bewusstsein unseres Angewiesen-Seins auf Gott im Allgemeinen als auch im Besonderen die Bereitschaft, unsere Sünden zu sehen und zu bereuen. Calvin warnte vor der üblichen mittelalterlichen (und modernen) Sicht des Gebets als einer Frömmigkeitsveranstaltung, bei der man gleichsam in seinen Sonntagskleidern vor Gott tritt, um bei ihm Eindruck zu schinden. Er verwirft ohne Wenn und Aber die Vorstellung, man könne „Gott mit Gebeten günstig stimmen“ oder die Gebete als Gewohnheitsübung ableisten. Soll unser Gebet einen Sinn haben, müssen wir mit einer Haltung vor Gott treten, die das genaue Gegenteil ist. Wir müssen uns mit rücksichtsloser Ehrlichkeit unseren Fehlern und Schwächen, unseren Zweifeln und Ängsten und unserer inneren Leere stellen. Wir müssen uns vor jeder bloßen frommen Fassade hüten und in dem Bewusstsein vor Gott treten, dass unsere einzige Hoffnung in seiner Gnade und Vergebung liegt. Der Beter muss ein Bettler sein.

Solange ich das arme Opfer mime, an dessen Problemen immer die anderen schuld sind, aber doch nicht ich selber, suche ich Gott nicht von ganzem Herzen. Echtes Beten fordert mich dazu auf und befähigt mich, aufzuhören mit allen Selbstrecht-fertigungs-, Schuldverschiebe-, Selbstmitleid- und geistlichen Hochmutspielchen.

In dem Maße, wie es mir gelingt, mich von der Scheinrealität des Kreisens um mich selbst frei zu machen, wird mein Gebetsleben reicher und tiefer werden.

 

Augustinus über das Gebet

NewImageTim Keller schreibt in Beten (Gießen: Brunnen Verlag, 2016, S. 96–97):

Anicia Faltonia Proba (gest. 432) war eine römische Adlige, die Christin war und die sowohl Augustinus kannte, den größten Theologen der Alten Kirche, als auch Johannes Chrysostomos, den größten unter den alten Predigern. Uns sind zwei Briefe des Augustinus an Proba erhalten und der erste (sein Brief Nr. 130) ist die einzige seiner Schriften, die ausschließlich dem Thema „Gebet“ gewidmet ist. Proba hatte Augustinus um seinen Rat gebeten, weil sie Angst hatte, nicht richtig zu beten. Augustinus antwortete ihr mit einer kurzen, praktischen Anleitung zum Beten.

Augustinus’ erste Regel ist, dass der, der wissen will, um was und wie er beten soll, zunächst einmal eine bestimmte Art Mensch werden muss: „Aus Liebe zu diesem wahren Leben musst du dich also in dieser Welt als trostlos betrachten, so groß auch der Wohlstand sein mag, in dem du dich befindest.“ Dem Beter müssen die Schuppen von den inneren Augen fallen und er muss sich darüber klar werden, dass alle Schätze dieses Lebens ihm niemals den bleibenden Frieden, das Glück und den Trost bringen können, die es allein in Christus gibt. Wem dies nicht klar ist, dessen Beten ist gefährdet.

Hier wendet Augustinus eines der Grundprinzipien seiner Theologie auf das Beten an: Wir müssen erkennen, dass die Rangfolge der Dinge, die uns lieb sind, durcheinander geraten ist. Dinge, die wir erst an dritter oder vierter Stelle lieben sollten, haben sich auf den ersten Platz in unserem Herzen vorgeschoben. Eigentlich sollten wir Gott über alles lieben — doch in der Realität achten wir ihn zwar, aber seine Gunst und Gegenwart ist uns nicht so existenziell wichtig wie unser Bankkonto, Erfolg, Status, der nächste Urlaub oder das Glück in der Liebe. Solange uns nicht wenigstens bewusst wird, wie schief unser Herz hier liegt und wie sehr dies unser ganzes Leben prägt, werden unsere Gebete ein Teil unseres Problems sein und nicht seine Lösung. Wenn z.B. das, was uns in unserem Leben Frieden und Geborgenheit gibt, vor allem unsere finanzielle Absicherung ist, dann werden wir, wenn der Crash droht oder es keine Zinsen mehr gibt, zu Gott um Hilfe rufen, aber diese Gebete werden nicht viel mehr sein

Beten lernen als ein „Grübeln in Gottes Richtung“ und nach dem „Amen“ werden wir uns noch mehr Sorgen machen als vorher. Ein solches Beten wird uns keine Kraft geben; es wird nicht unser Herz heilen, indem es unsere Blickrichtung korrigiert und uns Gott als den wahren Anker unseres Lebens zeigt, bei dem wir Ruhe finden.

Augustinus fährt fort. Wenn ich also dieses Fundament gelegt habe — wenn ich begriffen habe, wie es um mein Herz steht und dass ich ohne Christus „trostlos“ bin -, dann kann ich anfangen zu beten. Aber um was soll ich beten? Ich kann mir vorstellen, dass Augustinus etwas ge-schmunzelt hat, als er Proba anwies, um das zu beten, worum jeder betet: „Bete um ein glückseliges Leben!“Aber wie bekomme ich denn ein glückseliges Leben?

Wenn ich Augustinus’ erste Grundregel (s. o.) verstanden habe, dann ist mir klar, dass alle Freuden, Annehmlichkeiten und Belohnungen dieses irdischen Lebens nur flüchtig und vorübergehend sind und meinem Herzen keine wirkliche Erfüllung geben können. Und Augustinus zitiert das gewaltige Gebet in Psalm 27,4: „Eines habe ich vom Herrn erbeten, das ist mein tiefster Wunsch: alle Tage meines Lebens im Haus des Herrn zu wohnen, um die Freundlichkeit des Herrn zu sehen …“ (NGÜ).

„Hilf mir in meiner Schwachheit“

Aus dem Buch Gebete der Puritaner für besondere Anlässe (Waldes: 3L Verlag, 2014):

OH GEIST GOTTES, Hilf mir in meiner Schwachheit.

Wenn ich
bedrängt werde durch großes Leid,
bestürzt bin und nicht weiß, was ich tun soll,
verleumdet und verfolgt werde,
dazu gebracht werde,
das Gewicht des Kreuzes zu spüren,
hilf mir, ich flehe dich an.

Wenn du siehst, dass ich
irgendetwas Falsches fördere,
ich irgendein böses Verlangen hege,
ich irgendeine Gewohnheit habe, die dich betrübt,
es irgendeine Brutstätte für Sünde
in meinem Herzen gibt,
dann gewähre mir den Kuss deiner Vergebung
und lehre meine Füße, auf dem Weg
deiner Gebote zu wandeln.

William Philip: Warum wir beten

William Philip, Pfarrer der St. George’s-Tron Gemeinde in Glasgow (Schottland) und Leiter von Cornhill in Schottland, hat ein bereits viel beachtetes Buch über das Gebet veröffentlicht:

  • William Philip: Why we Pray, Wheaton, Illinois: Crossway 2015, S. 110

9781433542862mDavid Jackman, früherer President des Proclamation Trust in London und Hauptredner der Spurgeon-Konferenz, schreibt über das Buch:

„Ein herrlich erfrischendes, biblisch realistisches und persönlich motivierendes Buch. Es macht Schluss mit Stereotypen und Schuldgefühlen im Blick auf das Gebet. Es stellt uns unsere erstaunlichen Privilegien als Kinder Gottes vor Augen. Es wird Ihrem Herzen Gutes tun!“

Hier die Einführung und das Vorwort von Alistair Begg: 9781433542862.pdf.

2 Apps für’s Gebet

Obwohl ich meine, dass der Digitalisierung des Lebens Grenzen gesetzt werden müssen, will ich kurz auf zwei Apps hinweisen, die das Gebetsleben unterstützen können. Christen, die mit einem kleinen Notizheft oder einem Zettelkasten gut zurechtkommen, sollten die Empfehlungen fröhlich ignorieren. Christen, die Schwierigkeiten damit haben, das Gebetsleben zu strukturieren und sowieso ein Smartphone nutzen, können sich die kleinen „Helfer“ mal anschauen.

Die App Prayermate funktioniert wie eine Brieftasche, in der man alle Informationen aufnehmen kann, also beispielsweise Gebetsbriefe, persönliche Anliegen oder Fürbitten; auch ein „Gebetsdienst“ wie der von Operation World lässt sich abonnieren. Anschließend kann man die Anliegen bestimmten Kategorien zuweisen. Kategorien wie „Familie“ oder „Kirche“ sind vordefiniert, beliebig viele andere lassen sich einfügen. Besonders hilfreich ist, dass festgelegt werden kann, wie oft ein Anliegen gezeigt werden soll. So kann beispielsweise immer am Montag Payermate dazu auffordern, für eine bestimmte Missionsgesellschaft zu beten, während am Sonntag vor allem Anliegen, die die Gemeinde betreffen, genannt werden.

Prayermate gibt es für iOS und Android. Über die Dropbox können die Daten zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden. Das Programm wird gratis zur Verfügung gestellt. Die Entwickler können durch Spenden unterstützt werden.

Hier ein kleines Vorstellungsvideo:

Ich selbst nutze Prayer Notebook. Die App arbeitet nach einem ähnlichen Konzept. Ich kann alle Anliegen sammeln, mit Notizen versehen und verschiedenen Kategorien und Zeiten zuordnen. Bestimmte Dienste lassen sich ebenfalls abonnieren. Hat Gott Gebete erhört, kann ich den Status ändern und die Anliegen archivieren.

Prayer Notebook gibt es nur für iOS. Das Progamm kann für ca. Euro 2 im App Store erworben werden. Für das Antesten gibt es eine Lightversion gratis. Die Daten können über die Apples iCloud synchronisiert werden.

Hier ebenso ein kleines Video:

Nützlich Helfer. Wer allerdings hofft, dass durch sie das regelmäßige Gebet zu einer leichten Übung wird, dürfte enttäuscht werden. Das ernstliche Gebet bleibt umkämpft. Deshalb wohl auch die vielen biblischen Mahnungen wie Kol 4,2: „Haltet fest am Gebet, wachen Sinnes und voller Dankbarkeit!“ oder 1Petr 4,7: „Das Ende aller Dinge ist nahe. Seid besonnen und nüchtern, widmet euch dem Gebet!“

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