Tolkien: „Der Teufel ist erfinderisch“

Tolkien ist als Autor von Romanen wie „Der Herr der Ringe“ und „Der kleine Hobbit“ weltweit bekannt. Nur wenige wissen, dass er ein begnadeter Briefeschreiber war. In einem Brief an seinen Sohn Michael hat Tolkien wertvolle Ratschläge über den Umgang mit der Sexualität niedergeschrieben. Albert Mohler, Präsident des Southern Baptist Theological Seminar in Louisville (US-Bundesstaat Kentucky), hat den zitierten Brief Tolkiens an seinen damals 21-jährigen Sohn analysiert.

Der Brief ist in der von Humphrey Carpenter und Christopher Tolkien herausgegebenen Sammlung veröffentlicht. Mohler bezeichnet ihn als „meisterhaft“. Er zeige Tolkiens christliche Weltsicht und seine tiefe Liebe zu seinen Söhnen. Gleichzeitig warne er vor den Gefahren einer ungezügelt ausgelebten Sexualität, schreibt Mohler.

„Der Teufel ist unendlich erfinderisch, und Sex ist sein Lieblingsthema“, schreibt Tolkien weiter. Auf verschiedenen Wegen versuche er, die Menschen zu verführen. Dazu gehörten auch romantische oder zärtliche Gefühle. Tolkien warnte seinen Sohn davor, sich einer Frau hinzugeben, nur weil er sie sympathisch finde.

Tolkien habe die Notwendigkeit für Grenzen und Zurückhaltung gut verstanden, schreibt Mohler weiter. Seine Einschätzung des Sexualtriebes in der gefallenen Welt sei profund. Diejenigen, die sich der sexuellen Lust am meisten hingeben, hätten langfristig die wenigste Freude und Erfüllung darin gefunden, zitiert er einen Brief von Tolkien an seinen Freund C.S. Lewis. Die christliche Ehe sei hinsichtlich der Sexualität der Weg des rechten Maßes.

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Gast auf Erden
Gast auf Erden
6 Jahre zuvor

Warum ist für die Katholiken und die römisch katholische Kirche die Sexualität anderer Menschen nur so wahnsinnig wichtig, dass man meint die gesamte katholische Welt starre Männern wie Frauen unentwegt in den Schritt? Nicht umsonst hat sich der katholische Klerus in Baden Württemberg ja auch den Protesten der Evangelikalen gegen den neuen Bildungsplan der grün-roten Landesregierung in Stuttgart angeschlossen. Wobei sicher viele Mathematik- und Deutschlehrer im Ländle entzückt wären, wenn sich nur ein Bruchteil der Eltern, die sich jetzt so brennend für die Curricula interessieren, auch so brennend für den Mathematik- und Deutschunterricht ihrer Sprösslinge interessieren würden. Aber so lange… Weiterlesen »

Markus
Markus
6 Jahre zuvor

@Gast auf Erden: Mathe und Deutsch haben gar nichts bis sehr wenig mit ethischen, normativen Fragen zu tun – was ein gutes Leben ist oder ein schlechtes. „Sexualexperten“ können über solche Fragen auch nicht befinden. Experten arbeiten – hoffentlich – empirisch, sonst wären sie ideologisch unterwegs (was heute leider oft der Fall ist). Experten können eigentlich nur sagen, was der Fall ist, oder bestenfalls, was passiert, wenn man die und die Randbedingungen realisiert. Sie können aber nicht sagen, was sein soll, was gut oder schlecht im absoluten Sinne ist. Natürlich interessieren sich Eltern dafür, dass ihre Kinder ein gutes Leben… Weiterlesen »

Jutta
Jutta
6 Jahre zuvor

Moment mal, Gast auf Erden : wer hat den dieses ganze Gedöns um Sex sells und Sexualität zu einem alles beherrschenden öffentlichen Thema gemacht, seit den „wilden 60ern “ ? Bestimmt nicht die Kirchen noch die einzelnen, unterschiedlichen Gemeinden. Das waren Wirtschaft und Feministinnen. Es gibt eine interessante Aussage, von Rockefeller zu dem Thema, auch die neue Weltordnung betreffend, dass diese Kreise ( Freimauerer/Illuminati, gibt zwei Videos auf youtube, die Macht der Medien, ich glaub im 2. Teil wird diese Aussage eingeblendet ) zB den Feminismus und die Zerstörung der Familie quasi erfunden hätten, um eine neue Weltordnung einzusetzen, sprich… Weiterlesen »

Gast auf Erden
Gast auf Erden
6 Jahre zuvor

@Jutta Bestimmt nicht die Kirchen noch die einzelnen, unterschiedlichen Gemeinden. Leider doch! Keine „Sünde“ wurde und wird von den Kirchen, bis hinein in die Beichtstühle, so gerne zugewiesen, wie die Sünde der „Unkeuschheit“. Dabei wusste ich bei meiner ersten Beichte vor der Erstkommunion noch nicht einmal was das Wort an sich bedeutet. Ich wusste zwar, dass, wenn Menschen sich sehr lieben, Kinder im Bauch der Mutter wachsen, aber dass dies auch nur im entferntesten etwas mit „Unkeuschheit“ zu tun haben soll, wenn diese Liebe den Kirchenbeamten nicht passte, darauf kam ich erst durch die Beichtspiegel der Kirche und die zugehörigen… Weiterlesen »

Jutta
Jutta
6 Jahre zuvor

Wir reden aneinander vorbei und darauf habe ich keine Lust.
Und im übrigen jammere ich nicht. Schauen Sie sich die Berichte an und dann melden Sie sich wieder.
Wer sich nicht kritisch mit der modernen Welt auseinandersetzt und immer nur die Kirchen verantwortlich macht, Kirchen und Glauben verwechselt, ist ein einseitiger Gesprächspartner.
Wer nicht zu schätzen weiss, dass trotz Kirchen das Christentum uns dieses freiheitliche Leben ermöglicht hat und jammert, dass die Kirchen alles kaputtmachen usw… soll sich halt fernhalten.
Es gibt ja genügend andere Philosophien.

Gast auf Erden
Gast auf Erden
6 Jahre zuvor

Wir reden aneinander vorbei und darauf habe ich keine Lust. Das kann ich gut verstehen, dass diese Diskussion Ihnen wenig lustvoll erscheint. Vielleicht sollten Sie einmal über die Gründe dafür nachdenken. Das könnte bei Ihrer nächsten Mission für Erfolg sorgen, wenn Sie es schaffen nicht mehr an anderen Menschen vorbei zu reden. Und diesen Erfolg, vor allem dieses Erfolgserlebnis, wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen, weil es ein wunderbares Gefühl ist, von anderen Menschen verstanden zu werden. Ich habe Ihnen ja schon geschrieben, dass die Menschen heute die Sprache der Kirchenmänner (gleich welchen Bekenntnisses!) nicht mehr verstehen und dass das… Weiterlesen »

Jutta
Jutta
6 Jahre zuvor

…ja, dann sollten die Menschen, die nicht zuhören und nicht verstehen wollen, mal nachdenken. Wer bin ich, dass ich ausgerechnet Sie „missionieren“ wollte ? Was interessiert Sie an diesen Seiten überhaupt ? Was ist Ihr Begehr, bzw Ihre Not ?
Das sollten Sie für sich mal klarkriegen.
Ende der Diskussion.

Gast auf Erden
Gast auf Erden
6 Jahre zuvor

Den Menschen zu unterstellen, dass sie nicht verstehen WOLLEN, ist schlichtweg falsch und primitiv. Ich will eine Kirche nicht vom ratzingerschen Elfenbeinturm, im van Elstschen Palazzo, sondern eine Kirche, die sich um die Menschen BEMÜHT. Kein Frontalunterricht wie zu Zeiten der schwarzen Pädagogik, bei der die Menschen entweder aus Angst dabei sind, oder, je nach Härtegrad, nach wenigen Minuten wegdämmern, sondern eine Kirche, die die Menschen versteht und deren Sprache von den Menschen verstanden wird. Der ratzingerschen Elfenbeinturm war zwar brillant, aber für jeden, der nicht mindestens ein philosophisches Oberseminar intus hatte, unverständlich. „Fratelli e sorelle, buona sera!“ War schon… Weiterlesen »

Jutta
Jutta
6 Jahre zuvor

zitiert aus dem dem pdf Dokument: „Dogmatische Abrüstung wäre daher angesagt. Dieser noch unbeschrittene, nicht zu Pferd, sondern nur zu Fuß gangbare Weg des ‚geistlich Armen‘ ist die vermutlich letzte Chance beider Kirchen. Ihn zu gehen, hieße: Vom Dogma schweigen, aber den Willen Gottes tun, also die Armut bekämpfen, Unterdrückten zur Freiheit verhelfen, der Wahrheit Geltung verschaffen, Frieden stiften, Kranke heilen, die Mächtigen kritisieren, falschen Göttern den Gehorsam kündigen. Und hoffen, dass sich dann erfüllt, was verheißen wurde: Wer den Willen Gottes tut, wird Gott schauen. “ …Also, dem kann ich durchaus folgen, allerdings würde ich an die erste Stelle… Weiterlesen »