Unsere klugen Genderprofessorinnen arbeiten sehr hart und können vielfältig belegen, wie ungerecht die Welt doch ist. Professorin Andrea Dorothea Bührmann leitet beispielsweise ein Institut für Diversitätsforschung und hat herausgearbeitet, dass weitverbreitete Hochzeitsrituale nicht nur Rollenstereotype stärken, sondern sich auch an überholten Normen orientieren. Besonders schlimm sei, dass Frauen dabei wie passive Gegenstände behandelt würden. Ergo: Wer nach wie vor traditionell heiratet, sollte das in Zukunft mit einem schlechten Gewissen tun.
Zitat aus dem Interview „Möglichst große Feiern sollen deutlich machen, dass die Ehe nicht geschieden wird“:
Da wäre der Ritus, dass der Brautvater vor dem Altar seine Tochter an den Bräutigam übergibt. Man könnte fragen, warum nicht umgekehrt die Mutter des Bräutigams ihren Sohn übergibt. Dieser Übergangsritus stammt aus den USA, in Deutschland gibt es ihn noch nicht sehr lang. Trotzdem sehen wir ihn relativ häufig. Mich erschreckt daran, dass die Frau dabei zum passiven Gut und aus der einen an die andere Familie übergeben wird.
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Ich denke, viele Paare versuchen zu tun, was anscheinend von ihnen erwartet wird. Die Braut trägt ein weißes Kleid und eben zum Beispiel keinen Minirock. Daran erkennt man, was als Normalität unterstellt wird. Brautpaare inszenieren bei ihrer Hochzeit traditionelle Bilder, die in Medien und im Alltagsdiskurs nach wie vor verbreitet werden. Aber auch die Brautmodengeschäfte leben davon, dass Frauen Prinzessinnenkleider tragen und Männer Prinzenanzüge. Das lässt darauf schließen, dass die Erwartungshaltung doch wichtig ist, sonst würden sie diese Kleidung nicht verkaufen. Wenn sich Paare bei der Hochzeit an diese überkommenen Normen halten, heißt das noch lange nicht, dass die Frauen sich dann als Hausfrau oder die Männer als klassische Versorger selbst verwirklichen wollen. Sie leben im Alltag vielleicht eine ganz andere Arbeitsteilung. Frauen werden vielleicht Vorstandschefinnen eines Dax-Konzerns und Männer werden Hausmänner. Beide haben Spaß am Spiel mit Normen und der Erwartungshaltung.
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Äußerlichkeiten, entscheidend ist was der lebendige Gott der Bibel zur Ehe sagt!
Nichts davon passiert auf realen Hochzeiten, fragt mal einen Veranstaltungstechniker, die sind auf solchen. Maximal werden noch Milieu-Erfahrungen verallgemeinert (die Vornamen sprechen ja schon Bände), ansonsten nur wissenschaftlich unbelegte Behauptungen. Es fängt damit an, dass der Erfolg der Ehe eher reziprok zu den Kosten der Hochzeit ist. Mal im Ernst: Echte Soziologen könnten da schon Entwicklungen ausmachen: Die USA und ihre Kultur nehmen in Europa immer weniger Einfluss (statt mehr wie behauptet), die viktorianische Hochzeit ist beim Kleinbürgertum (wie die Eheurkunde selbst) völlig aus der Mode geraten. Die Ehen, die es noch gibt, sind oft arrangiert, die Bräute eher bunt gekleidet, nicht wie am englischen Hof. Irgendwelche westlichen Standards finden dort gar keine Anwendung – mit eigenen Traditionen (und Religionen) ist. das auch überflüssig. Die gern beklagten „Rollenbilder“ sind und bleiben der weltweite Standard außerhalb der kalifornischen DEI-Bubble und sind auch in Europas Einwanderungsgesellschaften nachhaltig vertreten, der Rest hat sich demographisch erledigt. Gerade das Thema „Hochzeit“, das sich ja universell… Weiterlesen »