Sie boomen, die Longevity-Hotels. Urlaub ist dort die Fortsetzung der Leistung. Der Mensch lässt sich verkabeln, vermessen und optimieren. Melanie Mühl gewährt Einblick in die Welt von „Longevity“ und Selbstoptimierung:
Der Urlaub, einst als Auszeit gedacht, wird hier zur konsequenten Fortsetzung der eigenen Leistung, körperlich kontrolliert, streng getaktet und unter Laborbedingungen. Störfaktoren werden minimiert. Nicht der Ort ist entscheidend, sondern die technische Ausstattung der Unterkunft. Ein Besuch der Kältekammer, in der man bei bis zu minus 110 Grad die Zähne zusammenbeißen muss, gehört inzwischen zum Standardprogramm. Und ein von Bergen umrahmter See vor der Tür? Schön. Man sieht ihn nur nicht.
Überhaupt ist das Verlassen des Geländes nicht vorgesehen. Die kulinarischen Verlockungen – in der Schweiz bekanntlich Zürcher Geschnetzeltes und Nussgipfel – sind zu groß. Drinnen regiert das Prinzip der Reduktion. Zu den Säulen eines Medical-Resorts zählt eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung. Zwischen Kältekammer und Ozontherapie bleibt ohnehin keine Zeit für einen Ausflug. Der belesene Longevity-Anhänger würde sich jetzt mit Hans Magnus Enzensberger rausreden: „Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.“ Also vermeidet der nur am eigenen Körper interessierte Gast die Welt. Die Longevity-Bewegung, deren Reiz in ihrem Kontrollversprechen über den Körper liegt, ist die konsequente Weiterentwicklung der Quantified-Self-Bewegung. Verglichen mit den Methoden in Medical Resorts mutet die Selbstvermessung allerdings wie Datenspielerei an.
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Ich achte auf eine gesunde Lebensweise und als Christ berufe ich mich auf die Verheißung in Psalm 92, 15
„Und wenn sie auch alt werden,
werden sie dennoch blühen,
fruchtbar und frisch sein.“
Wieder mal nicht die Verse drumherum gelesen. V14: „Die gepflanzt sind im Hause des Herrn …“
Die Ursache ist das eingepflanzt sein im Haus des Herrn, und nicht das „auf eine gesunde Lebensweise achten“. Und warum sind sie saftig und frisch? V16: „… Zu verkünden, dass der HERR gerecht ist …“ – und nicht etwa man selbst.
„Die gepflanzt sind“ ist rein passiv für die Betroffenen, und die sind nicht gepflant, damit es ihnen gut sind, sondern „um den Herrn zu verkünden“.
Spieglein, Spieglein an der Wand…. man will vor allem schön sein, auch attraktiv für einen eventuellen Partner, sportlich und fit um dann ein paar Jahre später noch einiges an Lebenszeit herauszuschlagen. Die „sterbliche Seele“ versucht man mit gemäßigter Esoterik und psychologischen Tricks ruhig zu stellen, ihr Schrei nach Ewigkeit gerne überhört.
Das alles darf auch etwas kosten, ein ganzer Industriezweig ist entstanden.
Wie gehen Christen damit um? Es ist ja nicht so, dass dies alles spurlos an uns vorrübergeht.
Hier gilt die alte Weisheit „auf die Dosierung kommt es an“.
Sport, gesunde Ernährung und der Wunsch gesund zu bleiben und alt zu werden, alles gut und erlaubt, aber machen wir es nicht zum obersten Lebensziel, sonst erleiden wir Schiffbruch !
@Stephan
Claus F. Dieterle tut sich als neuer frommer Troll herum.
@Ernst
Da bin ich mir gar nicht so sicher, dass er nur trollt. Google ich nach seinem Namen, dann wird mir Angst und Bange bei dem, was er anderen Menschen, die in Problemsituationen sind, möglicherweise erzählen könnte, wenn er die Dinge glaubt, die er hier schreibt.
Und auf dem Cover seines bei Amazon vertriebenen Buches bezeichnet er sich auch noch als Evangelist, dürfte aber wohl ein anderes Evangelium predigen als das, welches wir kennen.
Eigentlich folgen diese Hotels nur langfristigen globalen Trends: Das Fitness-Studio hat dort die Raucher-Lounge abgelöst, dazu etwas gesünderes Essen auf der Speisekarte und paar Elemente aus dem medizinischen Reha-Bereich. Ja, warum nicht? Das Jahr auf dem Kalender ist nicht mehr 1968. Die Kundschaft nicht von 1968 und erste Länder denken über ein komplettes Tabakverbot nach. Die Frankfurter Allgemeine Boomerzeitung empfiehlt die Hotelkette nicht. Soll sie ja auch nicht, man will die Hütte ja schließlich nicht voller Rentner aus Deutschland haben. Die sind zwar gerade fleißig am Ausgeben von frisch gedrucktem Geld und treiben damit die Zimmerpreise in ungeahnte Höhen, aber irgendwann einfach zu alt, um noch Reisen und Hotels zu konsumieren. Dieser Crack-Up-Boom hat eine natürliche Grenze. Solche Schmähartikel sind Teil des Marketings und helfen der Positionierung der Marke. Ähnlich verhält es sich übrigens mit sog. Adult Only Hotels, die bewusst so ausgerichtet sind, dass nicht von Eltern mit kleinen Kindern besucht werden. Auch dahinter steckt auch eine wirtschaftliche Strategie,… Weiterlesen »
@ Stephan
Natürlich beachte ich die Hermeneutik und gehe davon aus, dass andere auch den Zusammenhang lesen!
@ Stephan
Ich verkünde das volle Evangelium und wäre mir sonst der Konsequenzen aus Galater 1,8 bewusst.
Übrigens, ich hatte am Institut für Religionswissenschaft studiert. Und Sie?
Ihre Beachtung der Hermeneutik ist durchaus ausbaufähig. Ansonsten seien Sie versichert, dass es mich absolut nicht beeindruckt, wenn jemand eine unbekannt lange Zeit ohne benannten Abschluss an irgendeinem von weltweit vielen Instituten irgendwas studiert hat.
@ Ernst
Da haben Sie weder meine Publikation gelesen noch die Beurteilung von Prof. Dr. Peter Beyerhaus, die aus dem Internet ersichtlich ist „Ich stimme dem Inhalt ganz zu – praktisch und gehaltvoll!“.
Und in der Ausgabe „Arbeitskreis christlicher Publizisten“, 18. Jg. 1/1999 Jan/Febr. steht unter Daten und Personen auf Seite 9
„Claus F. Dieterle hat mit Erfolg und großem Einsatz seinen bisher lukrativen Beruf gegen den eines freischaffenden Evangelisten eingetauscht…“.
Auf der gleichen Seite wird über Dr. Angela Merkel, Gerhard Löwenthal, Wolfgang Thierse, Dr. Günther von Lojewski … berichtet.
„Zu frühe Urteile sind Vorurteile,
aus denen der Irrtum emporsteigt wie der Nebel aus dem Meere.“
Pestalozzi
@ Stephan
Meine Biographie kann im „Who ist Who der Bundesrepublik Deutschland“ nach gelesen werden.
Aber entscheidend ist meine Beurteilung vor dem Richterstuhl des Christus!!!
„Aber entscheidend ist meine Beurteilung vor dem Richterstuhl des Christus!!!“
Also ich habe dagegen Heilsgewissheit und werde bei seinem ersten Wiederkommen bei ihm sein, wenn die Brautgemeinde Hochzeit hält.
Und ob es den HERRN auf dem Richterstuhl beeindrucken wird, mit wem Sie alles auf einer Seite in einem Printmedium stehen, und auf welche Menschen und deren Zeugnisse Sie sich berufen? Besser ist es, sich Schätze im Himmelreich zu erarbeiten. Papier von Printmedien wird von Motten und anderem Gewürm zerfressen.
„Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Anscheinend sind Ihre menschlichen Referenzen und Anerkennungen Ihr Schatz, und unter diesen Schirm stellen Sie sich. Noch ist Zeit Jesus als alleinigen Herrn und Schirm anzunehmen, aber dazu gehört auch das Loslassen von den Dingen, die Ihnen wichtig sind.
Mal was zum eigentlichen Thema…..
Aus meiner Sicht muss man diese Leute die so etwas für nötig erachten eher bedauern. Oder es ist was zum prahlen, wie es Leute gibt, die damit angeben dass sie “ vor lauter Arbeit haarscharf am Burnout vorbeigeschrammt sind…..“ In vielen Unternehmen dagegen wird heute schon zu shorts Breaks aufgerufen wegen der hohen Arbeitsverdichtung. Also die totale Selbstoptimierung ist nicht mal im Sinne der Arbeitgeber. Ruhezeiten und Bedeutung von freien Zeiten wie Wochenende usw. heute Teil von jedem vernünftigen Unternehmen nicht zuletzt auch deshalb, weil die Fehlzeiten wegen psychischen Krankheiten massiv angestiegen sind.