K. Brantly: „Bin nicht mehr wert als die infizierten Afrikaner“

Der 33-jährige Arzt und Familienvater Kent Brantly wollte an Ebola erkrankten Menschen in Westafrika helfen, doch jetzt hat er sich selbst mit dem Virus infiziert. Seine Chancen auf Heilung sind schlecht, 90 Prozent der Infizierten sterben. Der Christ Kent verzweifelt dennoch nicht, weiß er doch, dass sein Einsatz richtig war. Er und seine Familie brauchen in diesen schweren Tagen unsere Fürbitte. DIE WELT schreibt:

Trotz seiner schweren Erkrankung bereut Brantly, der an der Universität von Indiana studiert hatte, seinen Einsatz in Afrika und in einer Ebola-Klinik nicht. „Er hat keine Zweifel daran, dass er das Richtige getan hat“, sagt McRay. Brantly habe ihm gegenüber auch betont, dass er „nicht in der Öffentlichkeit stehen“ wolle. Man solle nicht vergessen, dass er nur einer von mindestens drei Menschen in Monrovia sei, die sich infiziert haben. Einer davon ist mittlerweile gestorben. „Brantly hat in den Telefonaten auch immer wieder betont, dass er nicht mehr wert sei als die infizierten Afrikaner“, so McRay. Dennoch habe man offenbar versucht, den Erkrankten nach Europa auszufliegen, um ihm eine bessere Versorgung zu geben. Doch verschiedene Staaten hätten aus Sicherheitsbedenken für einen Transport keine Überfluggenehmigung erteilt. „Ich habe von den Berichten gehört, dass sich der Zustand meines Sohnes verschlechtert haben soll“, sagte Brantlys Mutter Jan in einem Interview mit dem „Star-Telegramm“ in Fort Worth. „Ich selbst habe noch keine neuen Informationen.“ Sie bekomme nicht jede Stunde Updates, sondern nur von Tag zu Tag. Wie die Mutter weiter sagte, sei es schon von jeher der Wunsch ihres Sohnes gewesen, als Arzt nach Afrika zu gehen und anderen Menschen zu helfen. Brantly soll sich in den ersten Monaten in Monrovia gut eingelebt und wohlgefühlt haben. „Er wollte schon immer so leben“, sagt Mutter Jan. „Und Afrika ist seine ganz große Liebe.“

Trackbacks/ Pingbacks

  1. […] habe kürzlich über Dr. Kent Brantly berichtet, der als Arzt in Westafrika gearbeitet hat und sich dabei mit dem Ebola-Virus infizierte. Die […]

Ihre Meinung ist uns wichtig

*