Blutrünstiger Zombieschocker

Die Zombieschocker-Serie erzielte die bislang höchste Einschaltquote eines Kabelsenders in der US-Fernsehgeschichte. Nun zeigt RTL 2 die Filmreije The Walking Dead in einem Marathon von Freitag bis Sonntag.

Was die expliziten Details wie zerberstende Schädel, zerfleischte Körper und spritzendes Blut angeht, steht „The Walking Dead“ den Zombie-Klassikern von George A. Romero in nichts nach. Ihre Spannung aber bezieht die Serie aus den grundlegenden menschlichen Konflikten, die Darabont in den sechs Episoden der ersten Staffel erzählt.

Zombieschocker waren bislang im Horrorfilmkino beheimatet. Beschwörungsformeln wie: „Ab jetzt wird es weniger Gewalt im TV geben“ haben weniger Aussagekraft als die Treueschwüre eines Casanovas. Ich ahne, was so manche Kids jetzt denken: „The Walking Dead ist so öde, das schaut sich hier sowieso keiner an.“

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Roderich
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Roderich

Wie muß man als Christ das Phänomen von „Zombiefilmen“ eigentlich beurteilen? Dazu mal ein Gedanke: fast immer werden alle Zombies als abgrundtief „böse“ dargestellt, wollen töten, etc.Z.T. haben sie noch übernatürliche Kräfte. Im Prinzip verhalten sich die Zombies in den Filmen – fast genau – wie von Dämonen Besessene… Also ist ein Zombiefilm eine Möglichkeit für einen Regisseur, eine größere Zahl von von Dämonen besessene Menschen filmisch darzustellen. Manch ein Regisseur mag dies mangels besserer Ideen tun. („Was woll’n wir für einen neuen Film machen? Ach – machen wir halt noch einen Zombiefilm“). Wenn aber wirklich mal ein malevolenter Regisseur… Weiterlesen »

Mario
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Mario

Ich könnte mir vorstellen, die Untoten als Metapher unserer Gesellschaft zu lesen: Die Mehrzahl der Menschen geistert doch mehr oder weniger untot vom Frühstück in die Arbeit und von dort vor das Fernsehgerät. Von Bewusstsein oder bewusstem Handeln kann da nicht die Rede sein. Wer dann in der Gesellschaft wirklich etwas zum Guten verändern will, stoßt sofort auf den Widerstand der Untoten (d. h. der Meisten). Wenn Untote in der Regierung Fuß fassen, so versuchen sie, die Gesellschaft durch untote Gesetze umzuformen, damit die Untoten auf weniger Widerstand stoßen und ihre Gegner mundtot gemacht oder eliminiert werden.

Joel213
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Joel213

Zombies oder Wutinfizierte haben nicht viel mit Besessenen gemein. Die Menschen sterben ja zuerst durch Viren, Strahlung oder sonst was, um dann als seelenlose Körper wieder aufzuerstehen und ihren Fresstrieb weiter zu befriedigen. Die „Apokalypse“ durch Zombies oder Wutinfizierte ist demnach „Null-Okkult“, da hier alles ohne „Magie“ oder „dämonischen Kräfte“ abgeht, sondern alles wissenschaftlich-rational sich gestaltet. Puh, RTL 2 wird eh nur ne geschnittene Vision zeigen, also das christliche Abendland bleibt uns noch weiterhin erhalten. 😀

Roderich
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Roderich

@Mario, das ist auch ein guter Vergleich (zum Schmunzeln), allerdings sind die Leute bei uns in BRD nur „harmlose Untote“, während die in den Horrorfilmen gerne Gehirne essen. Das kann man – bei aller berechtigten Kritik – doch dem Durchschnittsdeutschen noch nicht anhängen. Oder? 😉 @Joel, Zombies oder Wutinfizierte haben nicht viel mit Besessenen gemein. Hmm, Jesus sagte ja, der Satan ist ein „Mörder von Anfang an“. Die Zombies in den Horrorfilmen haben ja im Prinzip nur ein Ziel: Menschen umbringen, bzw. essen. Warum sollten „sich harmlos verhaltende“ Menschen plötzlich „abgrundtief böse“ werden und alles umbringen, was ihnen in den… Weiterlesen »

Joel213
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Joel213

Die Hollywood Ur-Zombies waren via Voodoo verhexte Menschen, die auch nicht untot waren. Die „modernen“ Zombies sind aber meistens durch Viren etc. getötete Menschen, deren Leichname etwas aggro durch die gegend wandeln. Deswegen kann man sie grds. auch nicht als böse bezeichnen, genauso wenig wie man einen Tiger als böse bezeichnen kann. Er hat halt Triebe und will fressen. Die Ebenbildlichkeit Gottes ist ja eh laut refomierter Lehre kaum bis garnicht mehr beim gemeinen Menschen vorhanden. Zudem ernähren sich Zombies auch nicht ausschließlich von anderen Menschen. Das Fleisch muss nur roh sein, dann tuts nen Tierkadaver auch. Warum sie es… Weiterlesen »

logan
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logan

Ich kann zwar die Gegenüberstellung von Zombies und Besessenen (trotz mangelnder Kenntnis über das Verhalten von Besessenen) ansatzweise nachvollziehen, finde den Einwand von Joel213 aber auch berechtigt. Ich bin kein ausgewiesener Zombie-Kenner, habe aber den einen oder anderen Film gesehen. Ich habe bis zum heutigen Tag noch nie Zombies mit Besessenen assoziiert und ich vermute, den meisten anderen Menschen geht es auch so. Das Argument, es würde zum Okkultismus verleiten, halte ich daher für eher schwach. Zum einen wird es von den meisten Zuschauern, das ist der Punkt von Joel213, als Horror-Science-Fiction wahrgenommen und eben nicht als Fantasy. Mein Punkt… Weiterlesen »

Roderich
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Roderich

Liebe Zombies, liebe Menschen, (zunächst möchte ich voranschicken, dass ich mit meinen Ausführungen Zombies nicht diskriminieren will)… 😉 OK, Spass beiseite. @Joel, Die “modernen” Zombies sind aber meistens durch Viren etc. getötete Menschen, deren Leichname etwas aggro durch die gegend wandeln. Deswegen kann man sie grds. auch nicht als böse bezeichnen, genauso wenig wie man einen Tiger als böse bezeichnen kann. Hmmm, kennst Du irgend einen Zombiefilm, in denen Zombies „neutrale“ Gesichtsausdrücke haben? Sie (die Zombies, nicht „Sie“ im Sinne von „Du“) sehen doch überall so böse aus, wie es der Maskenbildner nur darstellen konnte. Auch haben sie meist übernatürliche… Weiterlesen »

Joel213
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Joel213

@ Roderich „Wenn man das zu Ende denkt, wäre das “bad news” für die Begründbarkeit der Menschenrechte. Ich glaube also, hier irrst Du ein wenig. Auch nach dem Sündenfall galt noch die Todesstrafe für Mord – wenn der Mensch nichts mehr wert wäre, dann wäre Mord ja letztlich nicht so schlimm zu ahnden. (1. Mose 4,15).“ Die Menschenrechte sind ja auch eher naturrechtsphilosophischen Ursprungs, obwohl die Naturrechtsphilosophie auch einen christlichen Unterbau hat. Ne, ich irre mich nicht. So wie ich Calvin vertsehe, ist die Ebenbildlichkeit Gottes wenn überhaupt nur noch minimalst beim Menschen vorhanden. Sie wird durch die Wiedergeburt eines… Weiterlesen »

Joel213
Gast
Joel213

Hier ein Link zur Ebenbildlichkeit wie Luther, Calvin etc. es gesehen haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gottebenbildlichkeit#Reformation

Roderich
Gast
Roderich

@Joel, Mord wurde ja in 1. Mose 9,6 mit Verweis auf die Ebenbildlichkeit Gottes des Menschen verboten. Das war ja NACH dem Sündenfall, d.h. die Ebenbildlichkeit Gottes ist immer noch vorhanden ! Okay, was die protestantische Tradition angeht, hast Du sicher recht, dass gesagt wurde, die Ebenbildlichkeit sei durch den Sündenfall stark beeinträchtigt. Das ist auch wahr – aber dabei geht es um die Erlösungsbedürfigkeit, und dass der Mensch aber auch gar nichts zu seiner Rettung hinzufügen kann, und ganz aus Gnaden gerettet wird – weil er wegen es Sündenfalles ganz im Dunkeln tappt. Er bedarf einer „Neuschöpfung“. Aber –… Weiterlesen »