Praktische Theologie

Predigtvorbereitung à la Tim Keller

Tim Keller, Pastor der Redeemer Presbyterian Church in Manhatten (U.S.A.), investiert ungefähr 14–16 Stunden pro Woche in die Predigtvorbereitung. Für eine Sonntagspredigt schaut die Vorbereitung folgendermaßen aus:

  1. Zwei Wochen vor dem Predigttermin: Vier Stunden Bibelstudium und Exegese sowie Erstellung einer Gliederung.
  2. Drei Tage vor dem Predigttermin: Vier Stunden Aktualisierung von »Was sagt der Text?« zu »Was bedeutet das für mich« (also Verbindungen zum Leben herstellen).
  3. Einen Tag vor dem Predigttermine: Sechs Stunden Predigt ausarbeiten und Notizen niederschreiben.
  4. Am Sonntag: Vier Mal hintereinander (im Gottesdienst) die Predigt halten.

Hier kann man ihn selbst hören:

Neugierig, wie die Predigtnotizen von Tim Keller aussehen? Kein Problem, hier ist ein Beispiel: keller_ms.pdf.

VD: TBFP

Warum Tim Keller in der Großstadt erfolgreich Gemeinde baut

imagesTim Stafford stellt für CT Pastor Tim Keller vor und erklärt uns, warum er gern und erfolgreich in Manhatten Gemeinde baut. Die Kellers haben eine geistliche Perspektive für Menschen in der Großstadt entdeckt und arbeiten beharrlich daran, dass die Menschen selbst eine neue Identität finden:

The Kellers became absolute enthusiasts for the city. Artist Makoto Fujimura had returned from years of study in Japan to join the New York art scene, but he lived with his wife and young children in a safe New Jersey suburb. »Tim was the first to say, ›Live in the city.‹ That was really compelling. I’d never heard that before. It was a crazy idea.«

Keller’s reading of Scripture fueled his enthusiasm. Conn had taught him a positive biblical view of cities. As he studied New York, he began to draw out that understanding. Surely God’s command to exiled Israelites applied to Christians in New York: »seek the peace and prosperity of the city to which I have carried you« (Jer. 29:7). Long before that, God had designated cities as places of refuge when Israel entered the Promised Land. They remain so today, Keller noted—which explains why poor people, immigrants, and vulnerable minorities such as homosexuals cluster in cities. They attract people who are open to change. Paul did most of his missionary work in cities, and early Christianity flourished within them. Revelation portrays the final descent of the kingdom of God to earth as a city, although a garden city, with fruit trees and a life-giving river at its center. Keller suggests that, had Adam and Eve lived sinlessly and obeyed God’s directions, they would have made Eden into just such a city.

rfg.jpgHier der vollständige Artikel: www.christianitytoday.com.

Empfehlen möchte ich hier auch das Buch:

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Das Menschenbild von Carl Rogers

Hanniel Strebel hat eine interessante Arbeit über das Menschenbild von Carl Rogers geschrieben und es mit der biblischen Anthropologie verglichen. Obwohl wir von dem »Vater« des klient-orientierten Gesprächs lernen können, gilt:

Rogers baut auf einem zu optimistischen Menschenbild auf, in dem der Mensch sich selbst Sinn und Ziel ist. Auf den Punkt brachte dies eine Klientin: »Endlich finde ich Frieden in mir selbst.« Rogers ging davon aus, dass der Mensch einen Kern bei sich entdecken würde, der »andere weder belohnen noch bestrafen wollte, ein Selbst ohne Hass, ein Selbst, das zutiefst sozialisiert war«.

Der MBS Text 119 kann hier herunter geladen werden: mbstexte119.pdf.

Tullian Tchividjian: Christen sollten wieder altmodischer werden

51NxTsD4MXL._SL160_.jpgTullian Tchividjian plädiert dafür, dass Christen sich wieder auf das konzentrieren, was sie eigentlich sind, nämlich die Gemeinde des lebendigen Gottes.

Der Journalist Collin Hansen hat kürzlich für CT einen Artikel über den Enkelsohn von Billy Graham verfasst. Tchividjian gibt darin Christen den Rat, der Politik nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken:

Seit langem bin ich überzeugt, dass das, was in New York (Finanzen), Hollywood (Unterhaltung), Silicon Valley (Technologie) und Miami (Mode) geschieht, einen viel größeren Einfluss auf unsere Kultur hat, als das, was in Washington, D.C geschieht (Politik) … Es ist enorm wichtig für uns zu verstehen, dass die Politik nicht direktiv, sondern reflektierend wirkt. D.h. die politische Arena ist der Platz, wo Leitlinien erstellt werden, welche die Werte der Kultur widerspiegeln …

Zumindest in freien Gesellschaften wird das wohl so sein. Hier der Hinweis auf sein neustes Buch:

Den vollständige Artikel über Tullian Tchividjian gibt es bei CT: www.christianitytoday.com.

Gott ist kein Bigamist

Die Botschaft Jesu Christi richtet sich an die ganze Welt. Was das für das Verhältnis der Christen zu den Juden bedeutet, ist in der katholischen wie in der evangelischen Kirche immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat nun eine »Erklärung« unter dem Titel »Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen« publiziert. Dort wird erklärt, es gebe zwei Völker Gottes, das jüdische Volk und die Heiden.

Der Philosoph Robert Spaemann erklärt in der FAZ, woran diese Erklärung krankt:

Die Kirche braucht angeblich die Juden nicht mehr. Sie ist zur Heidenkirche geworden und soll nun nichts anderes mehr sein wollen. Verschwinden muss nicht nur »Judenmission«, was immer das heißen mag, die Christen müssen auch aufhören, den Juden im Gebet das Beste zu erbitten, was jeder Christ seinem Nächsten erbitten kann: die Erkenntnis Jesu als seines Erlösers. Juden brauchen keinen Erlöser, lesen wir in der Broschüre. Das muss also wohl heißen, dass sie den »Gottesknecht« des Propheten Jesaja an die Christen abgetreten haben, die ihre Deutung des Todes Jesu als eines erlösenden Sühnetodes vor allem dem Gottesknechtlied des Jesaja verdanken, das sie an jedem Karfreitag lesen und in dem es heißt: »Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen, … auf dass wir Frieden hätten. Und durch seine Wunden sind wir geheilt.«

Hier der vollständige Text: www.faz.net.

Die Tauffrage

51Ia07TK3lL._SL160_.jpgDer Kirchengeschichtler Everett Ferguson hat ein voluminöses Werk über die Taufe in den ersten fünf Jahrhunderten publiziert:

  • Everett Ferguson: Baptism in the Early Church: History, Theology, and Liturgy in the First Five Centuries, Eerdmans, 2009, 912 S.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

1. Introduction: Survey of Literature

Part 1: Antecedents to Christian Baptism

2. Washings for Purification in Greco-Roman Paganism

3. Words from the Bapt- Root in Classical and Hellenistic Greek

4. Jewish Washings, Baptismal Movements, and Proselyte Baptisms

5. John the Baptizer

Part 2: Baptism in the New Testament

6. Baptism of Jesus–1

7. Baptism of Jesus–2

8. Other References to Baptism in the Gospels

9. Baptism in the Pauline Epistles

10. The Acts of the Apostles

11. Baptism in the Rest of the New Testament and Summary

Part 3: The Second Century

12. Apostolic Fathers

13. Christian Pseudepigripha and Apocrypha

14. Apologists

15. The Pseudo-Clementines and Jewish Christianity

16. Jewish and Christian Baptisms

17. Marcionites, Those Called Gnostics, and Related Groups

18. Irenaeus

19. Clement of Alexandria

Part 4: The Third Century to Nicaea (325)

20. Writings Attributed to Hippolytus

21. Carthage: Tertullian

22. Carthage: Cyprian

23. Origin and Early Development of Infant Baptism

24. The Controversy over „Rebaptism“ in the Third Century

25. Origen

26. Syria in the Third Century

27. Sources at the Turn to the Fourth Century

Part 5: The Fourth Century

28. Egypt in the Fourth Century

29. Jerusalem in the Fourth Century

30. Writers in Syriac in the Fourth Century: Aphrahat

31. Writers in Syriac in the Fourth Century: Ephraem the Syrian

32. The School of Antioch: Theodore of Mopsuestia

33. The School of Antioch: John Chrysostom–1

34. The School of Antioch: John Chrysostom–2

35. Miscellaneous Sources: Church Orders and „Eunomian“ Baptisms

36. Cappadocia: Basil the Great

37. Cappadocia: Gregory of Naziansus

38. Cappadocia: Gregory of Nyssa

39. The Delay of Baptism: Sickbed Baptism, Believers‘ Baptism, and Infant Baptism

40. Milan: Ambrose

41. Other Northern Italians

42. Spain

43. Some Other Latin Authors

Part 6: The Fifth Century

44. Egypt: Cyril of Alexandria and the Coptic Rite

45. Writings and Writers in Syriac and Armenian

46. Greek-Speaking Syria

47. Baptism in the Messalian Controversy

48. Asia Minor and Constantinople

49. Ravenna and Rome

50. Gaul and North Africa: Gennadius of Marseilles, Some African Councils, and Quodvultdeus of Carthage

51. North Africa: Augustine of Hippo–1

52. North Africa: Augustine of Hippo–2

Part 7: Baptistries

53. Baptismal Fonts: East

54. Baptismal Fonts: West

55. Conclusions

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VD: JT

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