Ethik

Beiträge aus dem Bereich Ethik.

Die EKD legt vor

Die EKD spricht gern über Sexualität. Nachdem mit der Orientierungshilfe eine Richtung vorgezeichnet worden ist, wird missionarisch nachbereitet. Die Aktion „Eine Tür ist nicht genug – Beziehungsgeschichten im Jetzt“ bringt es wie folgt auf den Punkt:

Eine Tür ist genug — alle gehören dazu: Frauen und Männer, vom anderen oder vom gleichen Geschlecht angezogen, in Paarbeziehung lebend oder alleinstehend, Männer die sich als Frauen fühlen, Frauen, die sich als Männer fühlen, Menschen mit ganz individueller Geschlechtsidentität. Alle können miteinander leben, ohne sich gegenseitig Angst machen zu müssen. Niemand soll sich verstecken oder verbiegen müssen, niemand sollte sich überlegen fühlen.

Gegenseitiges Verständnis, gegenseitiger Respekt, gegenseitige Wertschätzung und gegenseitige Unterstützung sind noch keine Selbstverständlichkeit. Wir möchten dazu beitragen, dass sich das ändert.

Hier das dazugehörige Video:

Leider höre ich immer wieder, dass Anmerkungen und Kommentare, die bei der EKD hinterlegt werden, einfach verschwinden. Die grenzenlose Vielfalt kennt ihre Grenzen sehr genau, besonders dann, wenn mal jemand für das christliche Familienbild plädiert. Ich selbst habe in dieser Woche ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Pluralismus versessene Ev. Kirche bestimmte Meinungen dem vermeintlich offenen Diskurs entzieht. Damit das gleich geklärt ist: Nein,  ich habe mich nicht homophob geäußert.

Ähnlich erging es einem jungen Mann, den ich mal einfach Max nenne. Sein Kommentar wurde bei „Eine Tür ist nicht genug“ nicht angenommen. Die Tür war also verschlossen. Mit dem Einverständnis von Max hinterlege ich seine Einlassung dann eben hier:

Es ist immer wieder erschütternd, wie sehr sich manche Christen von Gott und Gottes Wort entfernt haben und den Menschen falsche Dinge bringen, um sie zu verderben. Ich bin sehr froh, dass ich als homosexueller Mann damals, als ich nach meiner Bekehrung auf Gemeindesuche war, von Gott von den Gemeinden, die zur EKD gehören, weggeholt, ja geradezu „weggerettet“ wurde. Mich erinnert das sehr stark an 2. Timotheus 4,2-4 / Matthäus 7,15 / Apostelgeschichte 20,28-30 / Jesaja 5,20 / 1. Johannes 2,18-19 / 2. Thessalonicher 3,6 und vor allem an Matthäus 7,21. Da in Gottes Wort steht, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist, will ich mich gerne daran halten und darum bemüht sein, ein Leben nach SEINEN Maßstäben und nach SEINEM Willen zu leben. Was irregeleitete Menschen lehren, damit man es sich in Sünde und Gottlosigkeit schön bequem machen kann, muss mir egal sein, mögen die Worte solcher Leute auch noch so süß und verführerisch sein. Bereits in der Apostelgeschichte steht ja, dass man Gott mehr gehorchen muss als den Menschen. Es tut mir übrigens für so viele bibeltreue Christen in der EKD unendlich leid, dass ihre Kirche anscheinend inzwischen dem Zeitgeist und links-grüner Politik zum Opfer gefallen ist, aber man kann ja auch austreten und sich Christen anschließen, die Gott und Gottes Wort achten und lieben und darum bemüht sein wollen, sich Gott unterzuordnen … Wen mein Zeugnis interessiert, der kann es hier nachlesen: www.idealisten.net.

Max

Gewissensforschung für Siebtklässler

Matthias Matussek widerspricht THE EUROPEAN-Chefredakteur Alexander Görlach und stellt dabei die „Handreichung für Lehrkräfte“ mit dem Titel „Lesbische und schwule Lebensweisen – ein Thema für die Schule“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg vor.

In einem „heterosexuellen Fragebogen“ für Siebtklässler, also pubertierende 13- bis 14-Jährige wird diese Gewissenserforschung betrieben:

  • Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität
  • Wann und warum hast Du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?
  • Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
  • Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen gleichen Geschlechts kommt?

Und ist es möglich, dass da ein paar schlechtgelaunte bärtige Sandalenträger in selbstgestrickten Pullovern ebenso selbstgestrickte Kulturstrategien ausknobeln, die zwischen Unverschämtheit und Klippschusterwissen hin und herpendeln, um den „neuen Menschen“ zu erziehen?

Was soll ein 13-Jähriger auf die Frage antworten, woher seine Heterosexualität kommt? Und was, ob diese eine Phase ist? Ganz nebenbei wird hier übrigens insinuiert, dass Homosexualität kein genetisches Schicksal ist, sondern eine frei zu entscheidende Wahl. Ihr müsst euch mal langsam entscheiden, Leute! Um die pubertierenden 14-Jährigen völlig verrückt zu machen, wird ihnen die beliebte Vermutung, dass die Normalen, die man „Heterosexuelle“ nennt, eine „neurotische Angst vor Menschen gleichen Geschlechts“ hätten, in eine Frage gegossen – sind die noch zu retten?

Doch damit nicht genug. Während Homosexualität offenbar als genetisch bedingt angesehen wird, wird nun die Heterosexualität zu einer Variablen; zu einer Wahl, die sich ändern lässt.

Denn Frage 11 – und jetzt kommt‘s – lautet: „Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschock-Therapie zu machen?“

Das steht da tatsächlich! Das haben sich diese Frankensteins tatsächlich aus ihren wirren Schädeln qualmen lassen.

Hier: www.theeuropean.de.

Der Bildungsplan 2015 und seine Ideologen

Bettina Röhl schreibt über den vermeintlichen Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg:

Aus dem Abkürzungsverzeichnis des von wenig Bildung, aber viel Ideologie strotzenden Bildungsplans ergibt sich, dass hinter der Formulierung der „LSBTTI-Menschen“ „die Gruppe von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender und intersexuellen Menschen“ steht. Dieser Minderheit von Menschen wollen die Bildungsplaner das Leben versüßen, erleichtern oder sonst in einer sehr undefinierten Form verbessern. Zu diesem Zwecke soll die heterosexuelle Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Selbsterfahrungsunterricht kommen. Unterricht von Lehrern, die weder zu diesem Zwecke ausgebildet sind, noch eine moralische, geschweige denn verfassungsrangige Berechtigung besitzen.

Man muss die Dinge im großen Kontext der Bildungspolitik sehen und die derzeit noch regionalen, unterschiedlichen Schwerpunkte zu dem gewollten Ganzen zusammen setzen. Kleine Kinder sollen wie, siehe Berlin, in Rollenspielen „erlernen“, was lesbisch, schwul oder transgender ist. Sie sollen aber auch lernen, wie es ist, ein „Coming-Out“ zu haben, was ein „Darkroom“ ist, was „Selbstbefriedigung“ ist oder was es für Sexualpraktiken gibt. Und Jungs sollen lernen, wie es sich anfühlt Mädchen zu sein und Mädchen sollen lernen, wie es sich anfühlt ein Junge zu sein.

Dieser höchst aggressive und alle Menschen unter Generalverdacht stellende, gequirlte Irrsinn steckt auch hinter dem derzeit diskutierten sogenannten Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg. Und, wie immer, wenn Ideologen, die, wie schon in der Kolumne „Winfried Kretschmann und der Bildungsplan 2015“ ausgeführt, an der Macht sind, sehen sich diejenigen, die dem hoheitlichen Bildungstreiben ablehnend gegenüber stehen, in der Rolle der Idioten, der dümmlichen Nicht-Versteher, der ewig Gestrigen, der Vorurteilsbehafteten, der Anti-Demokraten und, wie es heute gern heißt, der Schwulenhasser.

Mehr: www.wiwo.de.

Wheaton Studenten protestieren gegen Rosaria Butterfield

Als der christliche Apologet Francis Schaeffer 1965 an dem renommierten christlichen Wheaton College seine Vorlesungen über „Gott ist keine Illusion“ hielt und mit den Studenten über Ingmar Bergman und Fedrico Fellini oder die Schriften von Albert Camus, Jean-Paul Sartre und Martin Heidegger diskutierte, löste er einen kleinen Skandal aus. Michael Hamilton sagte über das Ereignis: „Am Wheaton College mussten damals die Studenten darum kämpfen, den Film Bambi zeigen zu dürfen. Nun kam Schaeffer und sprach über die Filme von Bergman und Fellini.“

Und heute? Denny Burk berichtet darüber, dass Wheaton Studenten dagegen demonstrierten, dass die ehemalige lesbische Aktivistin Rosaria Butterfield in der Kappelle des Colleges ein Zeugnis über ihre Bekehrung zum christlichen Glauben gibt. So schnell ändert sich die Kultur.

Das wunderbare Zeugnis gibt es hier:

Die EKD-Orientierungshilfe: Ein linkes Parteiprogramm?

Die Orientierungshilfe der EKD erinnere an ein linkes Parteiprogramm, schreiben Schirrmacher und sein Kollege Titus Vogt in ihrer „soziologischen und theologischen Kritik des Familienpapiers“. Schon die Zusammensetzung der zuständigen Kommission ließe eine bürgerliche Stimme vermissen. Entsprechend fielen auch die Forderungen des Papiers aus. Sie seien „praktisch identisch“ mit dem Parteiprogramm von Bündnis 90/Die Grünen, stimmten zum Teil aber auch mit dem der Linken überein. In Fragen der Familienpolitik sei auch eine Nähe zur SPD gegeben, „auch wenn man dort in Bezug auf die völlige Entthronung der Ehe viel zurückhaltender formuliert“, schreiben die Autoren.

Eine Zusammenfassung des Gutachtens ist im Magazin des Evangelischen Arbeitskreises der Union „Evangelische Verantwortung“ erschienen und kann hier heruntergeladen werden: 10_2_2014-15_18_07-ev_1+2_14_web.pdf. Das vollständige Gutachten gibt es hier: EKD_Familie_2013__Gutachten_TS_TV_.pdf.

Bonhoeffer über den Zerfall menschlicher Lebensordnungen

Im Kolosserbrief 3,18–19 ist zu lesen: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt! Ihr Männer, liebt eure Frauen und lasst eure Bitterkeit nicht an ihnen aus!“ Dieser Text über die christliche Familie wird heute selten konsequent ausgelegt. Bonhoeffer wehrte sich noch gegen eine Relativierung der christlichen Haustafel und sieht in ihr eine von Gott gesetzte Ordnung. Dass sich der EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider bei seiner Verteidigung des umstrittenes Orientierungspapiers zu Ehe und Familie ausgerechnet auf Bonhoeffer beruft, wirkt ziemlich grotesk.

Hier also Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung, 1983, S. 34):

Gott gründet eine Ordnung, in der ihr in der Ehe miteinander leben könnt. „Ihr Weiber, seid Untertan euren Männern, in dem Herrn, wie sich’s gehört. Ihr Männer, liebet eure Weiber“ (Kol. 3,18. 19). Mit eurer Ehe gründet ihr ein Haus. Dazu bedarf es einer Ordnung, und diese Ordnung ist so wichtig, daß Gott selbst sie setzt, weil ohne sie alles aus den Fugen ginge. In allem seid ihr frei bei der Gestaltung eures Hauses, nur in einem seid ihr gebunden: die Frau sei dem Manne Untertan, und der Mann liebe seine Frau. Damit gibt Gott Mann und Frau die ihnen eigene Ehre. Es ist die Ehre der Frau, dem Manne zu dienen, ihm eine Gehilfin zu sein — wie es in der Schöpfungsgeschichte heißt (1. Mose 2, 20) –, und es ist die Ehre des Mannes, seine Frau von Herzen zu lieben. Er „wird Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen“ (Matt. 19,5), er wird sie „lieben wie sein eigenes Fleisch“. Eine Frau, die über ihren Mann herrschen will, tut sich selbst und ihrem Manne Unehre, ebenso wie ein Mann durch mangelnde Liebe zu seiner Frau sich selbst und seiner Frau Unehre zufügt, und beide verachten die Ehre Gottes, die auf dem Ehestand ruhen soll. Es sind ungesunde Zeiten und Verhältnisse, in denen die Frau ihren Ehrgeiz darin sucht, zu sein wie der Mann, und der Mann in der Frau nur das Spielzeug seiner Herrschsucht und Freiheit erblickt. Es ist der Beginn der Auflösung und des Zerfalls aller menschlichen Lebensordnungen, wenn das Dienen der Frau als Zurücksetzung, ja als Kränkung ihrer Ehre, und die ausschließliche Liebe des Mannes zu seiner Frau als Schwäche oder gar als Dummheit angesehen wird.

Die Fratze der Antidiskriminierung

Was wird heute nicht alles im Namen der Antidiskriminierung beschlossen. Das UN-Komitte für Kinderrechte spricht Jugendlichen das Recht auf die Tötung ungeborener Kinder zu (und will die Kirche „zwingen“, ihre Morallehre zu ändern). Das Brüsseler Parlament stimmt nun darüber ab, ob unheilbar kranken Kindern die Tötung auf Verlangen zusteht. Den kleinen Kindern den Tod vorzuenthalten, so argumentiert Jean-Jacques de Gucht, ein junger Abgeordneter der flämischen Liberalen, sei ein Akt der Diskriminierung.

16 belgische Kinderärzte haben die Diskussion mit einem offenen Brief maßgeblich beeinflusst. Unheilbar kranke Kinder, schreiben sie, seien „manchmal besser in der Lage, über das Leben nachzudenken und sich zu äußern als gesunde Erwachsene“. Das „Kalenderalter“ sei deswegen kein geeignetes Kriterium, Kindern zu versagen, was Erwachsene in Belgien dürfen.

Und was auch bei Kindern schon „ausnahmsweise“ geschehe, „auch wenn wir dazu heute den Rahmen des Gesetzes verlassen“, schreiben die 16 Ärzte, Professoren, Chefärzte, Krebsforscher. Ein Skandal blieb aus, die Befürworter fühlten sich gestärkt.

Der sozialistische Senator Philippe Mahoux, einer der Väter des allgemeinen Sterbehilfegesetzes von 2002, sieht das Parlament nun in der moralischen Pflicht: Unheilbar kranke Kinder hätten nicht so viel Zeit wie Abgeordnete, darum müsse das Gesetz nun rasch verabschiedet werden.

Jean-Jacques de Gucht, ein junger Abgeordneter der flämischen Liberalen, hat das neue Gesetz mit eingebracht. Er hält die heutige Rechtslage für „Diskriminierung“ von Minderjährigen, denn Leiden kenne keine Altersgrenze.

Hier der Artikel von Florian Eder: www.welt.de.

Kritik des Familienpapiers der EKD

978 3 86269 079 4Das bisher umfangreichste Gutachten der Orientierungshilfe zur Familie der EKD ist erschienen als:

  • Thomas Schirrmacher u. Titus Vogt: „Ein neues normatives Familienmodell“ als „normative Orientierung“ – Eine soziologische und theologische Kritik des Familienpapiers der EKD, Bonn: VKW, 2013, 160 S.

 

Im Vorwort heißt es:

Das vorliegende Gutachten erging am 9.9.2013 als Entwurf an den Rat der EKD für seine Sitzung zum Thema, sowie an den Vorstand der EKD-Synode und einige Kirchenleitungen und Fachleute zur kritischen Rückmeldung. Da das Gutachten auch auf parteipolitische Positionierungen eingeht, sollte seine Veröffentlichung bewusst auf die Zeit nach der Bundestagswahl verlegt werden. Aufgrund von Ankündigungen von Korrekturen wurden sodann eine Fachtagung und die EKD-Synode abgewartet. Inzwischen hat die EKD die Vorträge der Fachtagung und die meisten der Stellungnahmen und Zeitungsberichte in einem Sammelband veröffentlicht. Da erhebliche Teile der Argumentation dieses Gutachtens dort jedoch nicht erscheinen und nachdem sich die EKD-Synode am 13.11.2013 die Forderungen der Orientierungshilfe zu eigen gemacht hat und nachdem der Ratsvorsitzende der EKD in einem Weihnachtsinterview mit den Ruhr Nachrichten auch nach der breiten Diskussion noch einmal alle Forderungen der Orientierungshilfe bekräftigt hat, entschlossen wir uns, das Gutachten nach Durchsicht von Fachleuten trotz der zeitlichen Distanz zu aktualisieren und zu veröffentlichen.

Hier das Inhaltsverzeichnis: EKDFamilie2013.pdf.

Das Buch kann hier bestellt werden: www.genialebuecher.de.

A. Kuyper: Zeitgeist

Abraham Kyuper schrieb vor ungefähr einhundert Jahren über die neue urbane Einheitskultur:

Im modernen Leben wühlt und herrscht ein Gemeingeist, der diesem Leben Einheit gibt in Ton und Streben, und dieser Gemeingeist wird geboren in den großen Weltstädten und zieht von dort in das Land hinein, um allmählich ganze Nationen zu erobern. Sie bestimmen Mode und Lebenshaltung, sie bilden die Lebensauffassung, die die abirrenden Geister doch wieder in einer gewissen Einheit zusammenfügt. In diesen Weltstädten lebt auf, was die Schrift mit dem Namen „Babylon“ andeutet. Das moderne Babylon ist es, das heute als Königin unsere moderne Gesellschaft mehr und mehr in jeder Lebensäußerung beherrscht, und zwar so tyrannisch, dass niemand, der auf der Höhe der Zeit sein und mitzählen will, auch nur wagt, sich seinen Bestimmungen zu widersetzen. Sklavisch folgt der Mann der Mode, den Gebräuchen und Meinungen dieser Königin. Kräftig organisiert erhebt sich so das Königreich der Welt gegenüber dem Königreich des Christus. Man fühlt, dass, was noch übrig ist von kirchlichem Einfluss auf das Leben, dem Streben jenes Reiches der Welt im Wege steht, und dass diese Hemmungen aus der Vergangenheit den modernen Geist hindern, seine Fittiche frei und fröhlich auszubreiten. Daher das zunehmende Streben, jene kirchlichen Einflüsse von allen Gebieten zurückzuzwingen, … Wissenschaft und Kunst, Genusssucht und Habsucht, alle muss zusammenwirken als Werkzeug im Dienst des allgemeinen Weltgeistes, der immer stärker das ganze Leben modernisiert und von dem modernen „Babylon“ aus seine unaufhaltsamen Triumphe feiert. Dieser Geist ist es, der kosmopolitisch geartet, alle mitlebenden Nationen zu einem Ganzen vereinigt, die ganze zivilisierte Welt unter sein Zepter sammelt und so den Platz einnimmt, der vormals von der Herrschaft Christi eingenommen wurde, und von dem das Reich Christi immer mehr verdrängt wird … Im Mittelpunkt des Lebens ist nicht mehr der von Christus ausgehende Geist tonangebend, sondern der moderne Weltgeist. Und den Brennpunkt seiner Macht findet dieser moderne Zeitgeist, der jeder Religion gleichgültig oder feindlich gesinnt ist, im modernen Babel unserer verschiedenen, aber in Harmonie zusammenwirkenden Weltstädte.

WHO treibt Sexualisierung der Kindheit voran

Das WHO-Regionalbüro für Europa und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben Standards für die Sexualaufklärung in Europa publiziert. Es handelt sich um „ein Rahmenkonzept für politische Entscheidungsträger, Bildungseinrichtungen, Gesundheitsbehörden, Experten“. Die Standards sind konsequent durchgegendert und setzen einen „ganzheitlichen Begriff von Sexualität“ voraus.

Wie bereits erwähnt, wird in diesem Rahmenkonzept ein erweiterter, ganzheitlicher Begriff von Sexualaufklärung verwendet, der sich auf ein Verständnis von Sexualität als einem positiven menschlichen Potenzial gründet. Ein Kind wird demzufolge von Geburt an als sexuelles Wesen gesehen, obwohl seine Sexualität sich von der eines Erwachsenen in vielerlei Hinsicht unterscheidet, und zwar in Ausdruck, Inhalt und Zielen. In jeder Altersgruppe und Entwicklungsphase treten bestimmte Fragen und Verhaltensweisen auf, die pädagogisch aufgegriffen werden sollten (Erforschen und Erkunden des Körpers unter Gleichaltrigen im gegenseitigen Einvernehmen, wie z.B. Doktorspiele, Schau und Zeigelust, Schamgefühle in Gegenwart anderer usw.). Die psychosexuelle Entwicklung während der Kindheit umfasst die Entwicklung verschiedener körperlicher, emotionaler, kognitiver und sozialer Kompetenzen, die für die Altersstufe des Kindes charakteristisch sind.

Ich empfehle Eltern, Pädagogen u.a. das kritische Studium des Dokuments, das hier heruntergeladen werden kann: publikationen.sexualaufklaerung.de.

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