Welche Väterpräsenz?
Florentine Fritzen berichtet in der FAZ über die Anpassungsprozesse der Väter, die mit dem Aufkommen neuer Geschlechterrollen nicht so einfach zurechtkommen. Kurz: Was bedeutet es eigentlich, ein Vater zu sein? Deutlich wird dabei, das Mütter und Väter eben gerade nicht einfach austauschbar sind. Es heißt:
Die Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert hat festgestellt, „dass es derzeit offenbar keine klaren Modelle über das Vatersein gibt und jeder Mann seinen eigenen Weg in die Vaterschaft finden muss“. In ihrem Buch „Auf die Väter kommt es an“ beschäftigt sie sich auch mit Vätern im Homeoffice. Sich für die Arbeit nicht von der Familie trennen zu müssen verändere nicht nur die Vaterschaft. Dadurch, dass Väter mehr bei den Kindern seien, ergäben sich neue Reibungsflächen zwischen den Eltern. Denn Familienarbeit werde trotz allen Wandels vorrangig von Müttern bestimmt. „Und es ist bekannt, dass es vielen von ihnen schwerfällt, diese Aufgaben abzugeben.“
Es ist eben nicht so leicht, klassische Rollen umzukehren. Auch für Männer nicht. Eine erfahrene Hebamme aus dem Rhein-Main-Gebiet beobachtet, dass viele sich aufrieben zwischen Job und Familie. Sie meint: Beide Elternteile sind in ihrer Andersartigkeit wichtig.
Zentral aber sei, dass die Bedürfnisse des Kindes gestillt würden – „ob das nun der Elternteil mit dem XX- oder der mit XY-Chromosom übernimmt“. Laut Psychologin Ahnert sind Väter wichtig, weil sie bei Tobe-, Rollen- und Regelspielen anderen Input geben als Mütter. Auch gelte es, die konkreten Kompetenzen der einzelnen Partner zu nutzen: Wer es schafft, die Aufgaben danach zu verteilen, wer was am besten kann, ist klar im Vorteil.
Ich beobachte auch im Kontext von Kirchengemeinden eine Verunsicherung unter jungen Männern und Vätern. Ich denke, es sollte hier in der christlichen Bildungsarbeit – mit biblischen Grundlagen – mehr angeboten werden. In einer Zeit der „Verflüssigung” von Verantwortlichkeiten ist es nämlich gar nicht so einfach, Vater oder Mutter zu sein.
Hier: www.faz.net.
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In dem Kinderbuch Paul sieht rot geht es um den angemessenen Umgang mit Wut. Paul Eichhorn und seine Familie haben einen großen Tag vor sich: Der Wintervorrat an Eicheln soll gesammelt werden und alle helfen mit. Nur leider verläuft der Tag gar nicht nach Plan und Ärger und Wut greifen um sich. Aber dabei bleibt es nicht. Die Familie besinnt sich auf Gottes Wort, das uns dazu auffordert, einander zu vergeben. Eltern finden am Ende des Buches, das eine spannende Geschichte erzählt, eine Doppelseite mit biblischen Ratschlägen, um ihren Kindern dabei zu helfen, richtig auf Ärger und Wut zu reagieren. Das Buch beinhaltet eine Extra-Seite mit Bibelversen, die ausgeschnitten und in den Alltag mitgenommen werden können, um Kinder (und Erwachsene) an die Geschichte und das Gelernte zu erinnern.
Sexueller Missbrauch ist in unserer gefallenen Welt ein großes Thema. Leider auch in den Kirchen. Viele Institutionen und Gemeinden haben im Laufe der letzten Jahre Schutzkonzepte eingeführt. Das ist eine gute Sache. Doch wenn man sich auf die Suche nach Materialien begibt, die dabei helfen sollen, sexueller Gewalt vorzubeugen, merkt man schnell, dass nicht alles für den Einsatz in christlichen Einrichtungen geeignet ist. Oft sind in den Arbeitshilfen Vorstellungen und Handlungsanweisungen zu finden, die sich mit einer christlichen Sexualerziehung nicht vereinbaren lassen.