Wissenschaft

Japan erlaubt Züchtung von Mischwesen

Japan erlaubt das erste Experiment, bei dem Chimären bis zur Geburt heranwachsen dürfen. Das behauptet SPIEGEL ONLINE mit Verweis auf das Fachjournal NATURE

Ein Japaner darf als erster Forscher weltweit Mensch-Tier-Chimären erzeugen und bis zur Geburt wachsen lassen. Tokio erlaubt und fördert ein entsprechendes Projekt, berichtet unter anderem die Nachrichtenseite des Fachjournals „Nature“.

Die Tier-Embryonen sollen mit menschlichen Zellen bestückt und einem Muttertier eingepflanzt werden, das sie zur Welt bringt. Zunächst will die Forschergruppe um Hiromitsu Nakauchi von der University of Tokyo und der Stanford University in Kalifornien das Verfahren in Mäusen und Ratten testen.

Langfristiges Ziel ist es, Mischwesen aus Mensch und Tier herzustellen, denen menschliche Organe wachsen, die dann transplantiert werden können. Die Technik soll eines Tages Patienten helfen, die auf ein Spenderorgan warten.

Furchtbar, was so passiert, wenn der Mensch ohne Gott ewig Leben möchte.

In Deutschland herrscht ein zunehmend repressives Klima

Interventionen und administrative Lösungen aus politischen Interessen ersetzen in Deutschlands Hochschul- und Kulturszene zunehmend den demokratischen Diskurs. Über eine Renaissance des Totalitären. Klaus-Rüdiger Mai kommentiert in der NZZ einen wirklich bedenklichen Klimawandel an den deutschen Hochschulen. Was soll man dazu sagen, dass sich Hochschulen und Studenten die Abschaffung der Freiheit herbeiwünschen (siehe dazu auch hier)? Im Artikel heißt es:

Man muss nur einmal Lenin oder Stalin lesen, um das Muster zu erkennen, um die Sprache zu verstehen, welche die Sprache von Zensoren ist. Die Freiheit wird zur «sogenannten Freiheit» und die «sogenannte Freiheit» zum Vehikel der «Einschränkung der Freiheit von Frauen in der Kunst» wie einst zum Vehikel der Unterdrückung der Proletarier. Bereits das Hashtag #wessenfreiheit stellt die Bewegung als illiberal bloss, denn die Frage allein impliziert schon, dass die einen frei und die anderen unfrei sein sollen. Doch das Wesen der Freiheit besteht in ihrer Universalität, darin, dass sie niemandem gehört und für alle gilt.

Es ist bezeichnend, wenn die #wessenfreiheit-Aufrufenden am 15. Juni zum diesjährigen Aktionstag zusammenkommen, um zu diskutieren, wie «Interventionen, künstlerische Kommentare, Neu-Lektüren» aussehen könnten zu «historischen, kanonischen Beständen rassistischen und/oder sexistischen Inhalts im Museum und für das Theater». Es geht also darum, zu bestimmen, was noch wie im Theater gespielt und im Museum angeschaut werden darf und was nicht. Betreute Kunst? Betreutes Denken?

Die Studenten sägen am Ast, auf dem sie sitzen. Wer soll sich die traurigen, weil überaus politisch korrekten Ausstellungen, Aktionen und Inszenierungen der «neuen Ingenieure der Seele», wie Stalins Chefaufseher Andrei Schdanow das nannte, noch anschauen wollen?

Mehr: www.nzz.ch.

Professoren gegen Denk- und Sprechverbote

Das Professorenforum, ein Zusammenschluss von über 800 Hochschullehrern in Deutschland und anderen Ländern, sieht eine Verengung der Debattenkultur an deutschen Universitäten. Die Nachrichtenagentur IDEA berichtet:

Dort „häufen sich Vorfälle, bei denen aggressiv auftretende politische Gruppen das Recht der freien Meinungsäußerung sabotieren“, schrieb der Leiter des Professorenforums, Hans-Joachim Hahn (Aßlar), in einer Pressemitteilung. So würden nicht nur Veranstaltungen verhindert, „in denen Positionen vertreten werden, die dem christlichen Menschenbild entsprechen, sondern auch liberale oder konservative Positionen“. Hahn: „Die sie vertretenden Hochschullehrer werden über Soziale Medien attackiert und diffamiert und ihre Auftritte teils physisch bedroht.“ Als Beispiel nannte er eine Veranstaltung der Göttinger Hochschulgruppe Reformatio 21 mit dem Mannheimer Gynäkologen Michael Kiworr zum Thema Lebensschutz am 8. Mai. Nach Protesten der Gruppe „Alternative Linke Liste Göttingen“ lehnte die Universität eine Raumanfrage ab. Die Begründung: Es handele sich um eine weltanschauliche Veranstaltung, die sich an Außenstehende richte. 

Mehr: www.idea.de.

Themenbereich Intersexualität

In der medialen Öffentlichkeit ist der Themenbereich „Sexuelle Vielfalt“ nahezu allgegenwärtig. Da ist von sexueller Orientierung oder von sexuellen Identitäten die Rede, wird über gendergerechte Sprache oder Unisex-Toiletten gestritten. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass diese Stichworte meist nur oberflächlich behandelt werden. Bei genauerem Hinsehen stellt sich vielfach heraus, dass das Bild, welches über die Skala der Geschlechter und die Intersexualität vermittelt wird, im Gegensatz zu den wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen steht.

Michael Kämpfer hat sich gründlicher mit dem Thema beschäftigt und seinen Diskussionsbeitrag hier publiziert: b-19-2_geschlechter.pdf.

VD: BH

Über den Habermas-Schredder

Das Debatten-Magazin THE EUROPEAN hat mit Norbert Bolz über die fehlende Streitkultur an Universitäten, mittelmäßige Lehre, den Bologna-Prozess und den Habermas-Schredder, durch den Philosophie an der Uni zu Püree wird, gesprochen. Die Lektüre ist ein Genuss. 

Einige Fragmente:

Es gab noch nie so viel geistige Unfreiheit nach dem 2.Weltkrieg wie heute. Das spüren die jungen Leute, die Karriere machen müssen, um zu überleben. Die Stromlinienförmigkeit wird durch Selbstzensur sehr, sehr früh erzeugt. Es ist ja schon in der Schule so, dass die intelligenten Kinder in Fächern wie Politik, Philosophie oder Gemeinschaftskunde spüren, was der Lehrer gerne hören möchte. Es ist ja nicht so, dass man offen diskutieren könnte.

Das ist ja das Grundproblem der Bildungspolitik, dass sie jetzt gemacht wird. Früher wurde sie nicht gemacht. Man hat sich nicht für Unis und Schulen interessiert. Das war „Gedöns“, und das war ein Segen. Also, Helmut Kohl hat sich nie für Universitäten interessiert, und damals war die Welt noch in Ordnung. Während heute Leute, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, denken Sie an Frau Schavan, eine einzige Katastrophe, sich da einmischen. Die hat dann aber sinngemäß gesagt: „Ihr seid die ewig Gestrigen, wir aber gehen mit Bologna in die Zukunft“. Die Leute, die von der Sache keine Ahnung haben, dürfen aufgrund ihrer Macht alles steuern. Das ist das Problem, nämlich die Politisierung aller möglichen Bildungsprozesse. Das hat es so früher auch nicht gegeben. Die Re-Education, damals nach dem zweiten Weltkrieg, war insofern noch harmlos, weil man sie mit großer Distanz betrachtet hat. Jetzt aber wird es von der Kita bis zur Uni durchgezogen. Kriterien werden vorgegeben. Politiker haben ganz andere Schwerpunkte und von der Sache hier keine Ahnung. Das ist auch ein neues Problem.

Hier mehr: www.theeuropean.de.

Eklat um Kopftuchkonferenz an der Uni in Frankfurt

„Eigentlich sollten Universitäten Orte der freien Rede und des freien Denkens sein, doch das scheint zunehmend schwierig zu sein“, heißt es in einem Artikel von Heike Schmoll über eine Konferenz zum Thema „Das islamische Kopftuch“. Frankfurter Studenten kämpfen im Netz gegen die Veranstaltung und fordern die Absetzung der Ethnologin Susanne Schröter. Sie setzen Kritik am Kopftuch mit Rassismus gleich.

Nur gut, dass sich die Präsidentin der Universität hinter Frau Schröter und die divers besetzte Konferenz stellt.

„Äußerungen wie ,Schröter_raus‘ stehen außerhalb jeglichen sowohl wissenschaftlichen als auch demokratischen Diskurses. Sie sind daher inakzeptabel. Solche Äußerungen haben nichts mit den Qualitätsansprüchen eines akademischen Diskurses zu tun und sind allen, die sich als Mitglieder unserer Universität bezeichnen, unwürdig. Ich kann nur dazu aufrufen, verunglimpfende, beleidigende und hetzerische Kommentare weiterhin bei Instagram und gegebenenfalls anderen derartigen Plattformen zu melden“, so die Präsidentin. „Eine Hochschule ist ein Ort des wissenschaftlichen Diskurses. Ein solcher Diskurs findet auf der Grundlage der Freiheit der Wissenschaft statt. Forderungen nach einem Ausschluss von der Hochschule stehen dem entgegen“, teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration der F.A.Z. mit. Grundlagen der argumentativen Auseinandersetzung seien das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und die Freiheit der Wissenschaft, so das Ministerium.

Hier mehr: www.faz.net.

Schwächt Achtsamkeit die moralische Urteilskraft?

Während die aus dem Schmalspur-Buddismus importierte Kultur der Achtsamkeit weiter in christliche Kreise einzieht (hier ein aktuelles Beispiel), mehren sich außerhalb der Wellness-Zirkel kritische Stimmen. Mark Siemons verweist heute in der FAZ Online auf eine aktuelle Studie, die die Annahme prüft, dass Meditation und Achtsamkeit eine individualistische und elitäre Kultur fördern. Die These, dass Achtsamkeitsübungen eine abschwächende Wirkung auf moralische Urteilskraft und Handlungen haben, lässt sich – so viel kann man sagen – nicht einfach von der Hand weisen. Siemons fragt sogar: „Hilft die Achtsamkeit womöglich auch dem Bösen dabei, seine dunklen Geschäfte stressfreier, gelassener und von Gewissensbissen unangefochtener zu betreiben?“

Im „European Journal of Social Psychology“ erschien kürzlich ein Aufsatz, der einem überraschenden Verdacht nachging: Schwächt die „Achtsamkeit“, diese auch über Wellnesszirkel hinaus in westlichen Gesellschaften so weit verbreitete Meditationsübung, deren wohlklingender Name Sensibilität, Umweltbewusstsein und Empathie auf unbestimmte Weise zu einer Art Super-Ethik zusammenfasst, schwächt eben diese Achtsamkeit in Wirklichkeit das moralische Empfinden? Die Hypothese von Simon Schindler, Marc-André Reinhard (beide Kassel) und Stefan Pfattheicher (Aarhus) fußt darauf, dass es bei der aus dem Buddhismus abgeleiteten Meditationsform um eine „nicht urteilende“ Konzentration auf die Erfahrung jedes einzelnen Augenblicks geht. Hat diese Art Entleerung nun nicht nur die in vielen Studien belegte Wirkung, von Stress und anderen destruktiven Emotionen zu befreien, sondern auch von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen, selbst wenn diese durchaus angebracht wären?

Hier der Beitrag (allerdings hinter der Bezahlschranke): www.faz.net.

Niall Ferguson: Die Exklusion Andersdenkender

Niall Ferguson zählt zu den wichtigsten Historikern der Gegenwart. Im grossen Gespräch rechnet Niall Ferguson mit dem Wohlfühldenken vieler Kollegen ab und er legt offen, wie die Linke die angelsächsischen Universitäten gekapert hat. Jene, die ständig von Inklusion sprechen, exkludieren Andersdenkende konsequent.

Die konservativen und liberalen Akademiker sind chaotische Zeitgenossen und ziemlich mies in der akademischen Folgeplanung. Sie sind mit ihren Studien beschäftigt, schreiben Bücher und kümmern sich kaum um Machtpolitik. Anders die sogenannt Progressiven – sie sind oftmals die eigentlichen Karrieristen, und ihre Schriften dienen ihnen bloss als Mittel zum Zweck. Darum legen sie oftmals auch wirklich lausige Aufsätze und Bücher vor. Aber das spielt keine Rolle, denn auf die richtige Herkunft kommt es an. Wenn heute ein Professor für moderne deutsche Geschichte an einer amerikanischen Fakultät emeritiert wird, nun, dann wird er eben durch eine junge Professorin mit Schwerpunkt Geschichte der amerikanischen Ureinwohner ersetzt. Und es ist ja nicht so, dass ich mir das irgendwie zusammenreime – ich habe dreissig Jahre lang aus nächster Nähe beobachtet, was geschah. Der Begriff der Diversität hat sich fundamental gewandelt und in sein Gegenteil verkehrt.

Ich hege kein Ressentiment. Was mir Sorgen macht, ist die Verarmung des intellektuellen Diskurses. Nicht mehr die Geschichte der Eliten war seit den 1980er Jahren von Interesse, sondern nur noch die Geschichte der Unterdrückten oder jener, die sich selber dazu stilisierten. Und die neuen Akademiker verfolgten – machtpolitisch klug und sehr erfolgreich – ihren Eigennutz und ihre Karriere konsequent. Wer sich weiterhin für die Geschichte des Kanons interessierte, wurde ausgebootet.

Der Rahmen des Sagbaren im akademischen und öffentlichen Raum hat sich in den letzten Jahren drastisch verengt. Evidenzbasierte Argumente spielen keine Rolle mehr. Es gewinnt, wer die lautesten Unterstützer hat, und es verliert, wer um seine Reputation fürchten muss.

Ein starker Text! Unbedingt lesen: www.nzz.ch.

Diktatur der politischen Korrektheit

Verunglimpfungen, Drohungen, Vandalismus: Eine Minderheit linker, radikaler Studenten spielt sich an Unis als Gedankenpolizei auf und attackiert tadellose Professoren, weil sie angeblich „Sexismus“, „Rassismus“ und „Imperialismus“ verbreiten. Vielen Hochschulleitungen fehlt die Bereitschaft, ihre Mitarbeiter vor diesen hinterlistigen Angriffen in Schutz zu nehmen. 

Es ist immer die gleiche Strategie, und es geht stets um dasselbe Ziel: die Vertreter missliebiger Positionen zum Schweigen zu bringen. Mit dem herrschaftsfreien Diskurs, den der linksliberale Philosoph Jürgen Habermas schon seit 1968 einfordert, hat das alles nichts zu tun. Auch nicht mit dem Austausch wissenschaftlicher Argumente in einer geistig freien Atmosphäre. Das aber ist die Kernaufgabe der Universität.

Schon aus diesem Grund müssten sich die Hochschulleitungen mit Verve vor ihre angegriffenen Kollegen stellen, müssten die Kampagnen zu unterbinden suchen und die Maßregelung der verdeckten Hetzer betreiben. Doch das geschieht nicht. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen erfuhren die drei Professoren kaum Solidarität von ihren Kollegen.

„Der deutsche Professorentitel ist eine Lizenz zur Feigheit“, sagt Herfried Münkler. „Alle haben Angst, selbst in die Kritik zu geraten. Die meisten liegen so flach in der Ackerfurche, dass man nicht einmal die Ohren sieht.“ Andererseits sei es für ihn vielleicht auch besser gewesen, sich ohne Rücksicht auf die Universitätsleitung wehren zu können: „So war meine Gelenkigkeit größer.“

Hier der Artikel (allerdings hinter der Paywall): www.welt.de.

Stammen alle Menschen von einem Paar ab?

Die Zeitschrift DAILY MAIL berichtete online am 24. November 2018 von einer Studie, die ergeben habe, dass alle modernen Menschen von einem Paar abstammen. In dem Artikel heißt es:

Alle modernen Menschen stammten von einem einsamen Paar ab, das vor 100.000 bis 200.000 Jahren lebte, sagen Wissenschaftler.

Wissenschaftler untersuchten die genetischen „Strichcodes“ von fünf Millionen Tieren – einschließlich Menschen – von 100.000 verschiedenen Arten und folgerten, dass wir von einem einzigen Paar Erwachsener stammten, nachdem ein katastrophales Ereignis die Menschheit fast ausgelöscht hätte.

Diese Strichcodes oder DNA-Ausschnitte, die sich außerhalb der Kerne lebender Zellen befinden, deuten darauf hin, dass es nicht nur Menschen sind, die von einem einzigen Wesenspaar stammen, sondern auch neun von zehn Tierarten.

Stoeckle und Thaler, die Wissenschaftler, die die Studie leiteten, kamen zu dem Schluss, dass neunzig Prozent aller heute lebenden Tierarten von Eltern stammen, die alle etwa zur gleichen Zeit, vor weniger als 250.000 Jahren, mit der Geburt begannen und die Muster der menschlichen Evolution in Frage stellten.

Im Artikel wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass dieser Befund nicht im Sinne einer klassischen Schöpfungslehre interpretiert werden solle. Es dürfte viele Diskussionen geben.

Hier: www.dailymail.co.uk.

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