November 2011

John Pipers Themen für die zweite E21-Konferenz

piper-natcon2006-2.jpgIn 6 Monaten findet die zweite Evangelium21- Konferenz statt. Als Referenten haben uns John Piper und D.A. Carson zugesagt.

John Piper wird zu folgenden Themen sprechen:

  • Preach the Word (2 Tim 3:16-4:4) – (Predige das Wort)
  • What is Gospel-centered Ministry?‘ – (Was ist Evangeliums-zentrierter Dienst?)
  • Fan the Flame (2 Tim 1:1-12) – (Fache die Gnadengabe an)

Quelle: www.evangelium21.net.

Die neue Geldperspektive: Und vergib uns unsere Schulden

1933633867.jpgFrank Schirrmacher ist ganz begeistert vom neuen Buch des Anthropologen David Graeber. Debt zeige uns, wo wir heute stünden. Schirrmacher schreibt:

Was geschieht, ist größer als das, was wir davon lesen. Und auch wenn ein Teil der ökonomischen Kommentatoren versucht, die gegenwärtige Krise von der Finanzkrise des letzten Jahrzehnts abzukoppeln, so wird eine spätere Geschichtsschreibung den Zusammenhang ohne weiteres erkennen. Graebers Text ist eine Offenbarung, weil er es schafft, dass man endlich nicht mehr gezwungen ist, im System der scheinbar ökonomischen Rationalität auf das System selber zu reagieren. Diese Tautologie hat in den letzten Monaten im Zentrum eines funktionsunfähigen Systems dazu geführt, dass praktisch alle Experten einander widersprechen und jeder dem anderen vorwirft, die Krise nicht zu verstehen. Diese enorme Entmündigung hat nichts mehr mit Rationalität, sondern mehr mit Intuition, nichts mehr mit Wissenschaft, sondern mit Theologie zu tun.

David Graebers Geschichte, übrigens die erste ihrer Art aus der Hand eines Anthropologen, zeigt den historischen Ort, an dem wir stehen. Schon die Erzählung zeigt, dass es nicht gut ist, die Erörterung der Schuldenkrise einem Kreis streitsüchtiger Ökonomen zu überlassen. Praktisch alle Aufstände, Umstürze und sozialen Revolutionen der europäischen Geschichte, schreibt Graeber, entstanden aus einer Situation der Überschuldung. Die scheint eine der größten Kräfte in der Entfesselung von Unruhe und Revolte zu sein und eine der über Generationen zyklisch wiederkehrenden Lebensbedrohungen – sowohl für den Einzelnen wie für die etablierte Macht.

Man wird den Anarchismus Graebers nicht teilen müssen, um von dem Buch zu profitieren. Wer sich für die Schuldenkrise interessiert, wird das Werk kaum ignorieren können. Allerdings lässt es sich nicht über Nacht lesen; es zählt 544 Seiten.

Hier zum Einstieg ein Interview mit Graeber über Debt.

Teil 1:

Teil 2:



The Faith Tones

Das Cover gehört zu den seltsamsten Plattenhüllen der Welt. Warum nur?

Nietzsche: Von der Unvernunft des natürlichen Todes

Ulrich Eibach verweist in dem hier erwähnten Vortrag auf Friedrich Nietzsche, der für das selbstbestimmte Sterben plädierte und später auf Pflegehilfe angewiesen war. Hier dazu der passende Aphorismus von Nietzsche:

Der natürliche Tod ist der von aller Vernunft unabhängige, der eigentlich unvernünftige Tod, bei dem die erbärmliche Substanz der Schale darüber bestimmt, wie lange der Kern bestehen soll oder nicht: bei dem also der verkümmernde, oft kranke und stumpfsinnige Gefängnisswärter der Herr ist, der den Punct bezeichnet, wo sein vornehmer Gefangener sterben soll. Der natürliche Tod ist der Selbstmord der Natur, das heisst die Vernichtung des vernünftigen Wesens durch das unvernünftige, welches an das erstere gebunden ist. Nur unter der religiösen Beleuchtung kann es umgekehrt erscheinen: weil dann, wie billig, die höhere Vernunft (Gottes) ihren Befehl giebt, dem die niedere Vernunft sich zu fügen hat.

Beihilfe zur Selbsttötung ein Menschenrecht?

Vor einigen Tagen wurde hier über Carine diskutiert, die nach einem Schlaganfall auf eigenen Wunsch hin aktive Sterbehilfe in Anspruch nahm und dabei einige ihrer Organe zur Verfügung stellte (siehe hier).

Ich empfehle zur ethischen Diskussion über aktive Sterbehilfe einen Vortrag, den Ulrich Eibach vor einiger Zeit gehalten hat. Eibach zeigt, dass die Debatte über Sterbehilfe immer (!) weltanschaulich aufgeladen ist. Der Wunsch, »in Würde« sterben zu wollen, setzt den Anschluss an philosophisch-theologische Denkströmungen voraus, ist also gar nicht so selbstbestimmt, wie dies vorgegeben wird. Eibach: »Das Tabu der ›aktiven Euthanasie‹ erscheint als ein letztes, religiös begründetes Bollwerk gegenüber einer Lebenseinstellung, die für das ›autonome‹ Individuum die uneingeschränkte Verfügung über das eigene Leben postuliert. Damit verbunden ist die Vorstellung, dass das Leben durchgehend nach menschlichen Wünschen planbar sein sollte.« Dem Tötungswunsch voraus geht ein bestimmtes Selbstverständnis und damit verbunden die Leugnung der Geschöpflichkeit.

Nach Nietzsche soll Sterben und Tod nicht erlitten werden. Vor allen Dingen soll die Persönlichkeit nicht entmächtigt werden. Das Schicksal wollte es, dass Nietzsche den rechten Zeitpunkt verpasst hat und 10 Jahre auf die Pflege seiner Schwester und anderer angewiesen war, als er in geistiger Umnachtung lebte. Die Fiktion des durchgehend selbst bestimmten Lebens ist Ausdruck eines Größenwahns, dem der technische Machbarkeitswahn entspricht, eines oft blinden Kampfes gegen den Tod und der Leugnung der Übermacht des Todes über menschliches Wollen und Können. Beide entspringen der geistigen Wurzel der Selbsteinsetzung des Menschen als uneingeschränkter Herr und Besitzer seines Lebens. Beide leugnen die Tatsache der Geschöpflichkeit, der Abhängigkeit vom Unverfügbaren von Gott, der Natur, auch von den Mitmenschen und das Unterworfensein des Menschen unter die Macht des Unverfügbaren Todes, in der auch die Freiheit mehr oder weniger immer zusammenbricht. Sie kennen keine Ethik des Verzichts, des Erleidens, sie kennen nur eine Ethik der autonomen aktiven Lebensgestaltung des Herrseins des Ichs über das Leben. Das Erleiden von Krankheit bis hin zur Entmächtigung des Ichs wird als eine große Demütigung des Selbstverständnisses des Selbstwertgefühls erfahren, aus dem heraus dann geleugnet wird, dass letztendlich der Tod zu einer Entmächtigung des Ichs und seiner Freiheit führt, auch dann, wenn der Mensch sich selbst den Tod gibt, ist das ein Geschehen aus Angst und nicht aus Freiheit.

Hier der Vortrag: btg13-eibach.pdf.

Märtyrer 2011

Das neue Jahrbuch zur Christenverfolgung:

  • Thomas Schirrmacher, Max Klingberg, Ron Kubsch (Hg.): Märtyrer 2011: Das Jahrbuch zur Christenverfolgung heute, idea-Dokumentation 2011/10, Bonn: VKW, 2011, 352 S., 9,90 Euro

ist soeben erschienen.

Idea schreibt:

maertyrer_doku_2011_455.jpgDroht die arabische Welt zu einer christenfreien Zone zu werden? Aufgrund von Diskriminierungen durch radikale Muslime verlassen immer mehr Angehörige christlicher Minderheiten den Nahen und Mittleren Osten. Darüber wird im Jahrbuch zur Christenverfolgung »Märtyrer 2011« informiert, das jetzt zum elften Mal als Dokumentation der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erschienen ist. Die »Entchristlichung« der arabischen Welt sei »die derzeit quantitativ schwerwiegendste Verletzung der Religionsfreiheit weltweit« und habe in den letzten Jahren einen „dramatischen Höhepunkt“ erreicht, schreibt der Sprecher für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn). »Während die meisten arabischen Landstriche bereits frei von Juden sind, zeichnet sich für die viel zahlreicheren Christen der Region eine ähnliche Entwicklung ab.« Die Umstürze in mehreren arabischen Ländern führten nicht automatisch dazu, dass religiöse Minderheiten besser behandelt würden. So unternehme die Übergangsregierung in Ägypten oft noch weniger, um islamistische Gewalt gegen Kirchen einzudämmen, als der zuvor herrschende Staatspräsident Husni Mubarak. »De facto werden heute in Ägypten mehr Kirchen angezündet, mehr Christen getötet, mehr christliche Mädchen entführt und mit Muslimen zwangsverheiratet als in früheren Jahren«, so Schirrmacher. Es sei ein Irrtum islamischer Länder zu meinen, dass zu große Religionsfreiheit Unruhe und Gewalt hervorbringe. Der Zwang zu einer einheitlichen Religion schaffe nicht Frieden und Ruhe im Land, sondern sorge für ständige Spannungen der Mehrheitsbevölkerung mit ethnischen, sozialen oder religiösen Minderheiten.

Das Buch kann für 9,90 Euro bestellt werden. Das Gebetsheft zum Weltweiten Gebetstag für Verfolgte Christen am 13. November 2011 gibt es hier: IDOP-2011-04.pdf.



Tim Keller: Die Schönheit Gottes

Tim Keller hat kürzlich in Berlin auf einer Konferenz gesprochen und am 23. Oktober über das Thema »Die Schönheit Gottes: Veränderung durch Gnade« (Psalm 27) im »Berlinprojekt« gepredigt.

Hier ein Mitschnitt der Predigt (leider ohne Übersetzung):

[podcast]http://www.berlinprojekt.com/downloads/2011-10-23_ps27_veraenderung_t-keller.mp3 [/podcast]

Peter Voth im Gespräch

201111082256.jpgDas Portal NIMM UND LIES hat mit Peter Voth, dem Redakteur des Jugendmagazins Timotheus, gesprochen. Peter:

Wir beru­fen uns auf die 5 Soli der Refor­ma­tion: Allein Gnade, allein Glau­ben, allein Chris­tus, allein die hei­lige Schrift und allein IHM die Ehre. Unser Anspruch ist es durch bibel­treue Lehre das her­aus­zu­fin­den was Gott uns wirk­lich sagen möchte. Die Gefühle und die Bedürf­nisse des Men­schen dür­fen keine Rolle spie­len, wenn es um die Defi­ni­tion des bib­li­schen Glau­bens geht. Die Arti­kel sind in der Regel aus­le­gend. Dazu kom­men kir­chen­ge­schicht­li­che oder bio­gra­fi­sche Arti­kel. Jede Aus­gabe behan­delt ein ande­res Thema oder Lehre. Klar, auch andere ver­gleich­bare Maga­zine sind mono­the­ma­tisch, doch bei uns ist die Gestal­tung inner­halb die­ses Ansat­zes puris­ti­scher und ein­fa­cher. Gutes und orga­ni­sches Edi­to­rial Design spielt zudem eine große Rolle bei »Timotheus«.

Hier mehr: www.nimm-lies.de.

Erweckung, allein zur Ehre Gottes

Der große Martyn Lloyd-Jones predigt über das Thema »Erweckung«. Worum geht es bei »Erweckung«? Geht es darum, endlich wieder volle Kirchen zu haben? Nein! Erweckung ist keine Erweckung, wenn es nicht um die Ehre Gottes geht.

Hier die Predigt:

[podcast]http://berbc.org/onlinesermons/Dr%20Martyn%20Lloyd%20Jones/gggLJ04_ShouldPray.mp3[/podcast]

Martyn Lloyd-Jones, der große Prediger

Alistair Begg hat einen exzellenten Vortrag über Martyn Lloyd-Jones gehalten (leider nur in englischer Sprache). Hier:

[podcast]http://tflmedia.s3.amazonaws.com/free_downloads/2224-martynlloydjonesthepreacher.mp3[/podcast]

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